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Jüdische Wochenschau · 1965-05-07 · 2115 (7.5.1965) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2115 (7.5.1965)
Date
1965-05-07
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Año XXVI. — N* 2115 — 5 Viernes, 1 de Mayo de 1985 LA SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4 t grosse Wirkungen“ haben könnten, wie die Menschheit von heute in der ungeheuren Gefahr lebt, dass ein irgendwo entzündeter Funke einen Weltbrand auszulösen imstande sei, der nie mehr gelöscht werden würde. Prof. Dr. Ballin. der Prä sident der ACIBA, hielt alsdann eine eindrucksvolle Ansprache die klarzumachen ▼ersuchte, dass jüdische Kulturarbeit innerhalb unserer Organisationen heute ganz anders beschaffen sein müsse, als sie es 15—25 Jahre zurück gewesen ist. Heute können wir keinen Ersatz bieten für die allgemeinen kulturellen Leistungen der uns umgebenden Welt, sondern haben uns zu bemühen, die eigenen Werte in einer vor allem der neuen Generation zusagenden Form an diese heranzutragen. An Hand einiger Beispiele zeigte der Redner treffend, wie man heute jüdisch-geistig arbei ten. wie man den völlig veränderten Bedingungen des modernen Lebens Rechnung tragen müsse. In einer fesselnden Rede ln der Landessprache bezog sich der Ehrengast des Abends, der Kultur-Attache der Israel-Botschafter Herr Arieh Bustan, auf die soeben beendeten Pessachtage den Gedenktag des Ghettoauf Stands von Warschau und den kommenden Jom Haazmauth, um an ihnen die Einmaligkeit und Einzigartigkeit, die Kontinuität der jüdischen Geschichte darzulegen. Aus der Fülle eines immensen Wissens war dieser gottbegnadete Redner in der Lage, mitzureissen und zu überzeugen. Gefühle und sachliche Erwägungen innerhalb der jüdischen Politik der Gegenwart wurden vor, Botschaftsrat Bustan in aller Klarheit herausgearbeitet, das Wesen jüdisch religiösen Denkens deutlich gemacht und damit die ewige Botschaft des Judentums, die Grösse der Lehre Mosche ins recht Licht gerückt Ausstellung In den Räumen des Capi tulo Femenino Bene Berith „Deborah“ in der Juncal :?573 ist am 3. Mai eine Ausstellung der Malerin Paulina Heller unter dem Motto „Unsere Bäume“ eröffnet wor- TILA UND JOHN MONTES: COLONKONZERT Nur wenige Wochen nach ihrer erfolgreichen Europtournée spielten Tila und John Montés mit dem Colon- Orchester das Konzert für 2 Klaviere und Orchester in fdur von Philipp Emanuel Bach, welches das Künstler ehepaar vor einigen Jahren in Brüssel selbst aufgefunden und auch bei „Amigos de la Música“ unter Rosbaud als argentinische Erstaufführung geboten hatte. Die Interpretation der verdienstvollen Künstler verfehlte auch diesmal nicht ihre Wirkung, dank den dem Werk eigenen Qualitäten, und vor allem dank der schlackenfreien Wiedergabe durch diese so oft bewährten Solisten. Widen. Die Einweihung fand als Anschluss an den Jom Haazaiaut statt. Die Ausstellung ist bis zum 18. Mai von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Theater- En semble Zur Verwirklichung ihrer kulturellen Ziele hat che Sociedad Hebraica beschlossen, ein ständiges Theater-Ensemble zu bilden. Die Leitung der Kurse liegt in Händen von Alberto Rodríguez Muñoz. Interessenten können sich im Sitz der Hebraica. Sarmiento 2233. Dienstag und Freitag von 20 Uhr 30 bis 22 Uhr Uhr 30 im 1 Stock im „Foyer“ des Microcine zur Teilnahme anmelden. told Rowicki, der die Herbst saison des Teatro Oolön mit einem Viererzyklus eröffnet« und zur» 3. Mai unter uns weilt, war Tiia und John Montés ein aufmerksamer Begleiter, dem das Orchester ebenso aufmerksam und tonschön folgte. Zwei interessante Erstaufführungen bot der polnische Dirigent: aus der Feder seines Landsmanns Krzystzof Pendeiecki erklang unter dem Titel „Treno“ (Trauer gesang), ein Werk für vielgeteiltes Streichorchester, welches dem Andenken. an die Opfer von Hiroshima gewidmet ist; die Komposition ringt den Saiteninstrumenten alle nur möglichen Klangwirkungen ab und geht über die uns heute nicht mehr fremd klingende Dodekaphonie hinaus und sogar zur Verwendung von Vierteltönen über. Das ungeheuer schwierige, konzise Opus, das statt des üblichen Pentagramms eine „Partitur von Zeichen“ benötigt, gibt den Interpreten zweifelsohne schwierigere Probleme zu lösen auf als dem Auditorium, das sich äusserst aufgeschlossen zeigte und mit grossem Applaus reagierte. Auch, das „Stabat Mater“, ebenfolls von einem Kopa trioten Rowickis, Karol Szy manowski, welches zu dem Besten seines Oeuvre gehört, war eine erfreuliche Bereicherung des bonaerenser Repertoires. Eine geheimnisvolle, verinnerlichte Stimmung durchzieht die sechs Teile des Werkes, das dem Orchester, dem gemischten Chor und drei Solisten schwere und dankbare Aufgaben zuweist, und das sich gegen Schluss zu erhabenen Höhepunkten steigert. Unter Rowickis gewiegter Stabführung bewährten sich der von Tullio Boni prachtvoll einstudierte Chor, die Orchestermusiker, sowie Angel Mattiello (Bariton) und Tatiana Zlatar (Alt), wogegen die Sopranistin Pellegrina Rossi nicht recht durchzudringen vermochte. Das Ehepaar Montés, die genannten Vokalisten. Chor und Orchester wurden Gegenstand betont herzlichen Beifalls. Rowicki darf dieses Konzert auf seine Habenseite buchen. Curt B. M. Weissstein Neue Bücher Leo Baeck: La Esencia del Judaismo, erschienen in der Biblioteea de Ciencia e His tori* de las Religiones im Editorial Paidos, 1965 in Buenos Aires, herausgegeben von der OBNTRA. — Die Uebersetzung ins Spanische erfolgte aus der eng tischen Fa»aing dieses bedeutenden Werkes des jungen Lee Baecte, das eine Ant wort auf das „Wesen des Christentums“ Harnacks dar stellt. Ohne Zweifel ist dieses Buch heute schwer ver ständlich, sodass auch seine spanische Fassung wohl nur für Fachgelehrte oder Studenten und besonders an diesem Stoff Interessierte wesentlich ist. Trotzdem ist diese Herausgabe zu begriissen, denn Baecks Wesen des Judentums muss zu den wich tigsten Publikationen deutscher Juden in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts gerechnet werden. Eine wissenschaftliche Be sprechung bleibt neben dieser Vorankündigung Vorbehalten. — Heinrich Heine: Sämtliche Werke. Baud XII, erschienen bei Kind! er, München 1964. — Auf die von Prof. Hans Kaufmann redigierte Heine- Ausgabe wurde bereits hin gewiesen. Auch der 12. Band Lutetia (Band 2> und Ueber che französische Bühne zeichnet sich durch die gleiche Sorgfalt und Pflege wie die 11 früheren Bände aus. Da das Werk billig ist. kann nur jedem empfohlen wer den, diese Heine-Ausgabe in seine Bibliothek einzureihen. Die Gesamtausgabe ist auf 14 Bände berechnet, so dass heute nur noch die beiden letzten Bände fehlen. — Vladimir Solovjow: Das Judentum und die christliche Frage, 1884. herausgegeben vom Jugenddienst-Verlag in Wupperthal-Barmen. — Dieses Heft wurde der Re daktion der J.W. von einem unserer nichtjüdischen Leser, dem Pfarrer Heuser, zur Verfügung gestellt; wie Pfarrei- Heuser schreibt, ist diese Sendung zugleich ein Dank für die Lektüre der J.W — Wir danken für diese Anerkennung und die vom Pfarrer gezeigte Geste. — Der russische Philosoph Solovjov wendet sich von der Warte der aufgeklärten °hi losophie gegen jede Form einer unduldsamen Haltung und Einstellung gegen das Judentum, von dem er sich vom Standpunkt eines humanistischen Christentums zwar distanziert, aber nicht auf der Eibene politischer oder polemischer Auseinandersetzungen, sondern mit einer, seinem Standpunkt entsprechenden christoicgischen Begründung Solovjov versucht in allen Streitfragen eine aussöhnende Lösung. Liebe und Gerechtigkeit sind ihm die Leitsterne des Lebens. Uns auch, können wir nur abschliessend hinzufügen. Sicherlich ist es im Sinne dieses (vergessenen) Philosophen, wenn wir hoffen, dass in einer nicht allzufernen Zukunft die Menschheit verstehen lernt, das Gemeinsame zu betonen und nicht nur das Trennende zu unterstreichen. —y. T. E. 34-6919 DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 94 ARenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALIRARBEITEN 73 M48 BLANCO ENCALADA 1646 Musik in Buenos Aires ALFREDO STERN MALERARBEITEN DEPARTAMENTOS — BÜEROS — HAEUSER Unverbindliche Kosten Voranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: Y. de la Plaza 1779 y Vidal 1575 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Eine Erklaening des Kardinals Bta New York. — Kardinal Agustin Bea, Leiter des vatikanischen Sekretariats für die christliche Einheit, erklärte hier durch den Mund seines offiziellen Sekretärs, dass „Papst Paul VT in seiner Predigt vom 4. April nicht die geringste Absicht gehabt habe, in irgendeiner Weise auf die Erklärung des Oekumenischen Konzils iber die nichtchristlichen Religionen anzuspie’eti“ Kardinal Bea weilte in New York auf der Reise nach Philadelphia, wo ihm der in ternationale Preis der dortigen Kommission für Brüderlichkeit übergeben wurde. Die Erklärung Beas gab sein Sekretär Stephen Schmid ab, der den Journalisten versicherte, er spreche in direktem und persönlichem Auftrag des Kardinals. Schmid führte Lugendes aus: „Für eine Auslegung der päpstlichen Predigt ist es wichtig zu bedenken dass der Papst zu einer Gemein de von einfachen Menschen sprach und nicht zu einer gelehrten Versandung. Daher bediente er sich keiner gehobenen theologischen, oder, wenn Sie wol’en. technischen Sprache. Aus diesem Gründe können seine Werte nicht in der strikten Weise ausgelegt werden, in der ein Dokument des Konzils interpretiert werden muss. Die dort gemachten Formulierungen sind sehr präzis und können nicht in einer gewöhnlichen Predigt angewandt werden Daher dürfen Sie eine einfache Predigt des Papstes nicht so verstehen, wie Sie ein offizielles ökumenisches Dokument deuten würden.“ So sagte SchrrJd. Der Pater erinnerte daran, dass als die Erklärung über die Juden im November im Konzil mit 1992 geg~n 99 Stimmen vorläufig angenommen wurde. 269 Aenderurigsvorsehläge von den KonzilsfceiInetunern eingebracht wurden. Diese Geistlichen, di« Aenderungen vorschlugen, „müssen nach den Bestimmungen des Konzils zu denen gezählt werden, die für den Entwurf gestimmt ha ben, die jedoch gegen gewisse Punkte Ein wände zu erheben wünschten“. Pater Schmid gab zu dass in der Katholischen Kirche eine bestimmte Opposition gegen die Deklaration über d«e Beziehungen mit den Nichtchristeei fühlbar war undimmer noch ist. Immerhin stammt diese Opposition nach seinen Wertet» hauptsächlich von. den Christen des Nahe» Ostens, denen es grosse Schwierigkeiten bereitet, die Deklaration in ihrem vollen Umfang zu erfassen. Das Sekretariat war und ist weiter bemüht, so versicherte er, alles zu tun, um diesen Geistlichen das Verständnis des Dokuments zu ermöglichen. Dies sei auch der Grund, warum in dem revidierten Entwurf der im November vom Kirchenkonzil gebilligt wurde, die Muselmanen erwähnt wurden. In Entgegnung auf Fragen gestand Pater Schmid, dass der Widerstand der Geistlichkeit aus dem Nahen Osten vor allem politischen Charakter trägt. Diese Prälaten. so betonte Schmki, fürchten, „dass d«e Deklaration dazu nvssbraucht werden könne, um Israel zu ermutigen und zu stärken, und den Heiliger« Stuhl dazu führen würde. Israel anzuerkennen.“ Fr stellte fest, dass Kardinal Bea offen i«i Konzil ausgesprochen habe, dass es sich nicht um eine politische sonekirn um eine theologische Deklaration h^nde’t. Zum Empfang des Kardinals Bea hatten sich im Kennedy-Flughafen zahlreiche jüdische. Protestant'’s-he und katholische Persönlichkeiten eing°funckm. HERZFELD y LEVY S. R. L Cap. $ 1.000.000.— m/n SEGUROS LA VALLE 602 T. E. 32 9431 /3 BUENOS AIRES 31 3370 [ Casa „HARRY” FABRICACION DE ALHAJAS FINAS JOYERIA, RELOJERIA Y REGALOS GRAN SURTIDO EN RELOJES CU-CU H. ZIMMERSPITZ JUNIN 342 T. E. 48-7316 BALANCEADORES Compra y Venta D E GARAGES Y ESTACIONES DE SERVICIO Smiabria 2501 ” T.E. 50-7780-9767

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