Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1965-05-07 · 2115 (7.5.1965) · p. [Seite 4]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2115 (7.5.1965)
Date
1965-05-07
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9614788-9614975--3856-9614979
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

* — Vieri**, 7 de .Mayo de 1965 LA «EMANA nisse der Woche Ehrung der Maertyrer und Helden C. W.: — Inmitten Zehn tausender jüdischer Menschen, welche die Riesen halle des Lunaparks bis in den letzten Winkel füllten, fand am vergangenen Donnerstag eine Gedenkfeier anlässlich des 22. Jahrestages des Aufstandsbeginns im Warschau er Ghetto statt, die ausserordentlich eindrucksvoll, würdig und reibungslos verlief. Nachdem die Ehreng äste Platz genommen hatten, erklangen die argentinische und die israelische Nationalhymne. denen die Ansprachen folgten: Als erster ergriff der Präsident der DATA. Dr Isaak Goldenberg, das Wort um zunächst des grossen argentinischen Staatsmannes Dr. Alfredo Palacios zu gedenken, der zwei Jahre zuvor einem solchen Gedenkakt beigewohnt hatte, und zu dessen Erinnerung eine Minute des Schweigens gewahrt wurde. Der Redner, sichtlich ergriffen, gedachte der schwärzesten Stunde jüdischer Geschichte, die nicht vergessen, aber auch sich nicht wiederholen würde Den trotz aller öffentlichen Erklärungen bestehenden Nazigruppen, rief Dr Goldenberg zu, ..no pasarán“! Einen leidenschaftlichen Appell an die Anwesenden richtend. verlangte er einen würdigen Kampf für Freiheit und Demokratie und legte ein ehrliches und eindeutiges Bekenntnis zum argentinischen Staat sowie zur uidisehen Geschichte. Kultur und Religion ab. Nur ein solches. innerlich starkes Judentum werde die Anschläge der Antisemiten zunichte machen. Diesen Ausführungen folgte die Vorlesung eines Psalmkapitals durch Mordechai Herz, der die biblischen Worte in hoher Vollendung zu Gehör brachte. Ehrengast Jes Jischuw Oberrabb. Dr. Jacob Avigdor, Mexiko. Ehrengast des Jischuw. erinnerte daran, dass bei uns Juden Schmerz und Klagen stets mit der ab soiuten Hotinung auf den Sieg des Guten über die Bosheit verbunden w'ar. Schon unsere Stammväter bekannten sich zur Einheit des Menschengeschlechts. und unsere Propheten glaubten fest an den Triumph der Gerech tigkeit. Bis heute konnte keine Sprache der Welt die ganze Bestialität und Grausamkeit der Naziverbrechen ausdrücken und keine Katastrophe sei mit derjenigen; des Zweiten Weltkrieges für j uns Juden vergleichbar Der Redner erinnerte kurz ar. die heute schwer zu begreifende Tatsache, dass deutsche Kultur einst von Juden in dem geichen Osteuropa verbreitet worden war, dessen Bo den mit jüdischem Blut durch Deutsche gedüngt werden sollte. Doch so. wie in historischer Zeit Jerusa lern letzten Endes Rom besiegte werden jüdisches Volk und jüdischer Geist alle Feinde überwinden. Die Rede Dr. Aba Gefens Als weiterer Referent des Abends unterstrich Botschaftsrat Dr. Aba Gefen die Einzigartigkeit des jiidisenen Märtyrertums von Warschau, das in seiner Aussichtslosigkeit ohne Beispiel wTar. Heute suchen unsere Feinde eine neuen Form des Kampfes unter dem Motto ..Antizionismus“. der in Wirklichkeit ..Antisemitismus“ ist. Der bevorstehende Jom Haazmaut gebe dem jüdischen Volke Gelegenheit, erneut seine unverbrüchliche Treue zu Israel zum Ausdruck zu bringen, dessen Leistungen der gesamten jüdischen Welt zur Ehre gereichen. Nachdem nichtjüdische Persönlichkeiten Argentiniens, anwesende TJniversitätsprofeasoren Parlamentarier und hohe Beamte begriisst wor den und zahlreiche Sympathietelegramme von Juden und Nichtjuden zur Verlesung gelangt w'aren. wurde eine Botschaft des Vizepräsidenten der Nation Dr Car los Perette. der Versamm- ISRAEL - BRIEFMARKEN A4 WIEDER VERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 580 I/B — Buí«o, Aire». Re* Ar»en*i«a Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: j lung zur Kenntnis gebracht, die ein stolzes Bekenntnis zur Demokratie enthielt und die Bedeutung der jüdischen j Erhebung in Warschau in jenen kritischen Augenblicken hervorbob. Erst eine spätere Zeit vermochte die ganze Grösse der Rebellion gegen den übermächtigen Gegner erkennen zu lassen Die tief empfundenen Worte des zweiten Mannes an der Spitze Argentiniens zeigten den jiid^chen Massen, dass dieser Staatsmann grosse Geschehnisse zu würfligen weise. Antek Zuckermann spricht Als letzter Redner nahm, stürmisch applaudiert, der einstige Zweite Kommandant der Warschauer Kämpfer. Jizchak Antek Zuckermann das Wort. Er führte u. a. aus. dass damals, als am 19. April 1943 der schwache Feberrest im Ghetto den Kampf aufnahm, weder die furchtbaren Hilfeschreie von Frauen und Kindern gehört noch die Glut der Flamtnen!m brennenden Ghetto von der Welt wahrgenommen wurden. Doch den wunderbaren Geist hätten die Feinde nie zertören können. Der Aufstand war seit langem vorbereitet, und jeder Lehrer. in jedem Seminar überall plante man den Versuch der Selbstbefreiung, auch, wenn sie zum Untergang führen müsste. Man hätte den Kampf in die 200 km entfernt gelegenen Wälder tragen können, die mehr Schutz boten doch man wollte die Stadt nicht kampflos preisgeben. In schlichten und sehr zu Herzen gehenden Worten erinnerte Zukkermann der heute in Israel lebt, daran, wie die Nazis und Militärs die Verantwortlichkeiten aufeinander abgewälzt. wie sie infolge der Schwäche der Demokratie so vielen Völkern unsägliches Leid angetan hätten. Der Aufstand im Ghetto sei die einzige Sprache gewesen, die dieser barbarische Feind verstand. Frage man heute was heute Antisemitismus sei so verweise man auf all die Stätten des Grauens wie Auschwitz, Treblinka. Buchenwald etc. und sage, dass dort die lügenhafte Propaganda ihre ganze Auswirkung gefunden habe. Der Redner schloss mit der Verlesung von Versen des Dichters Isaak Kat.zenellensohn, aus denen die ganze Trauer, aber auch der jüdische Zukunftsglaube s nrechen. Das Partisanenlied schloss die imposante Kundgebung, die von DAIA und AMIA gemeinsam organisiert worden war. und der, schätzungsweise, mindestens 25.000 Personen beiwohnten. israelita Afie XXVI. N* tilg VON DER ISRAEL-BOTSCHAFT Buenos Aires, 26 de abril de 1965. Muy estimado Dr. Swarsensky: Tengo el agrado de dirigirme a usted para expresarle mis cordiales felicitaciones con motivo de celebrar su 25? aniversario el semanario que dignamente dirige. Mucho apreciamos la misión esclarecedora que cumple ’La Semana Israelita” en su noble tarea periodística dentro de la colectividad judía en la Argentina. La prolongada etapa cumplida al servicio de ese elevado cometido, informando y orientando define con claridad un logro altamente auspicioso para quienes alentaron día a día esa misión. Muy en especial, saludamos este acontecimiento teniendo en cuenta la importante contribución de vuestro semanario en pro de los ideales culturales y espirituales del pueblo judío, así como para un constante acercamiento con el Estado de Israel, difundiendo sus esfuerzos y realizaciones. Al desear nuevos éxitos a “La Semana Israelita’’ en su trayectoria futura, me complece saludarle con mit consideración más distinguida y cordial Dt. aba gefen Encargado de Negocios a. i. de Israel Zum Jubilaeum der JW j Immer noch gingen Glück- 1 wunschschreiben, ein, die wir j bisher nicht veröffentlichen ' konnten. Wir wollen die Reihe der Glückwünsche mit den folgenden abschliessen. Die Gemeinde Circulo Is raelita „Shaiom“ in La Falda schreibt uns: Lieber Herr Dr. Hardi Swarsensky, Unserer kleinen bescheide nen Gemeinschaft ist es ein besonderes Herzensbedürfnis, Ihnen sowie Ihren Mitarbeitern zum 25. Jubiläum Ihrer Zeitung die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln. Wir wünschen Ihnen noch ein langes Wirken mit demselben Erfolg wie bisher. Wir glauben, dass Sie mit Stolz auf Ihr Werk herabblicken können und die Genugtuung haben, dass Sie jahrelang für weite jüdische Kreise richtunggebend waren und in schweren Stunden uns Mut und Hoffnung zusprachen. Alle Kreise haben Ihre Aufklärungsarbeit geschätzt und bewundert. Es gibt wohl kaum entsprechende Worte um das auszudrücken. was Sie für den Zionismus getan haben und wie Sie noch immer Ihre ganze Persönlichkeit dafür einsetzen. Kleinen Gemeinden wie wir es sind haben Sie Ihre Hand gereicht, um ihnen zu helfen, bekannt zu werden und sie, wo es nur irgend geht, zu fördern Darum lassen Sie uns auch ausser den Glückwünschen unseren herzlichen Dank aussprechen. Alles nur erdenklich Gute i. A. MAX WASSERMANN Sekretär Das Tor aufgestos&en Herr David Spiegel. Veteran der jüdischen und zioni stischen Arbeit, der sich grosse Verdienste um das Gemeinwohl erworben hat und insbesondere am Aufbau der AMIA beteiligt ist schreibt: Sehr geehrter Herr Dr. Swarsensky! Mein lieber Chawer! Zu meinem grössten Leidwesen ist es mir nicht vergönnt, aus Gesundheitsgründen, der Feier des 25jäorigen Bestehens Ihrer Zeitung beizu ■wohnen obzwar ich bei der 15jährigen Feier der Jüdischen Wochenschau mit dem sel. Dr. A. Mibashan verabredet hatte die 25-Jährige ganz gross aufzuziehen! Ja, der Mensch denkt und Gott lenkt! Trotzdem bin ich mit den Gedanken ganz bei Ihnen! Meine Genugtuung besteht darin, dass wir zusammen verschiedene Kämpfe ausgetragen haben um das hermetisch geschlossene Tor zu dem sogenannten Ostsektor, wie Federation Amia DAIA usw. aufzubrechen, um so mehr dass ich das Bewusstsein habe, dass wir mit Ihnen an der Spitze eine gleichwertige Stellung mit allen anderen jüdischen Gemeinschaften erzielt haben. Ich sende Ihnen hierdurch meine herzlichsten Glückwünsche! Der liebe Gott möge Sie noch viele, viele Jahre Ihrer lieben Fami'ie und uns allen gesund, glücklich und zufrieden erhalten. Ihr DAVID SPIEGEL UFA gratuliert De nuestra mayor consideración: Con motivo de cumplirse un importante jalón en la vida de “La Semana Israelita’, cual es un 25 aniversario, L.I.F.A — entidad que aspira a brindar a la juventud judía una verdadera cohesión a través de la práctica deportiva — tiene el sumo agrado de felicitar a ese destacado periódico y a su editor y redactor en jefe, Dr. Don Hardi Swarsensky, augurándole una cada vez mayor difusión de su obra. Nos hacemos a la vez el deber de dejar expresa constancia pública de nuestra más sincero reconocimiento al hebdomadario y a su digno fundador por el incondicional apoyo prestado a nuestra Liga desde sus mismos comienzos. No nos caba duda de que tan desinterasada cooperación ha sido motor fundamental del incremento tomado por L.I.F.A., redun. dando por;nde en el bien de la juventud judía y de la comunidad toda. Saludamos a Vd. con nuestra más elevada estima y nuestro tradicional Schalom L.I.F.A. Liga Israelita de Fntbol Argentina K. Lichtenstem J. Meyer Keyt .1. Beloeercovahy Veranstaltung in Rosario Die „Asociación Israelita“ von Rosario veranstaltete eine Gedenkfeier zu Ehren der Kämpfer des Warschauer Ghetto, die sich vor 22 Jahern gegen ihre Henker erhoben. Nach dem Ateingen der argentinischen und israelischen Nationalhymne trug Oberkantor Leo Fischer unter Chorbegleitung liturgische Gesänge vor worauf der Chor Hasomir dem Charakter der Veranstaltung angepasste Lieder zu Gehör brachte. Des Aufstandes im Warschauer Ghetto gedachten die Redner: der 2. Vizepräsident der Vereinigung. Ing. Enrique L. Grundseid. der Präsident der Delegation der DAIA. Herr Benjamin Naidich, und Dr. Gliksberg für die zentrale DAIA Für die Jugend sprach Herr Bernhard Shufotinsky Hierauf ergriffen der Nationaldeputierte Dr Emilio J. Hardov und der katholische Priester Prof. Giavanni Caprile Präsident des Internationalen Zentrums für hebräischchristliche Studien und Dokumentation. das Wort. Die Reihe der Reden beschloss der Direktor der Lateinamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses. Herr Mark Turkow. Kulturarbeit der AC1BA C. W.: — Mit einem sehr guten Abend, bei relativ schwacher Beteiligung, eröffnete die ACIBA ihr Winter- Kulturprogramm, das der Präsident der Kulturkommission, Dr. B. Schwarcz, mit einigen herzlichen Begriissungsworten einleitete. Danach führten fünf Jugendliche einen Einakter auf, der den Titel „Una Gota de Miel“ führte und in durchaus aktueller Weise zeigen sollte, wie „kleine Ursachen (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) n" 2 Die BARMIZWAH unseres Sohnes DAVID findet s.G.w. am Shabat Eämor, den 15. 5. 1965 im Bet Israel, Cramer 2070. um 8 Uhr 30 statt. Nr. 50/51: RUMER GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53 ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun Roman. Nr 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten Essays — Nr 55: JOYCE CARY' Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Recntsfäll.e Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUTS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. BRIEFE DER WELTLITERATUR AUS DEM TRECENTO DANTE — PETRARCA — BOCCACCIO Es Kosten: Einfachband l)M 2.50 Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80 Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München SERVICIO DE LUNCH CONFITERIA 0anu$¿Oi PAMPA 2447/ T E 73 - 4025 SERVICIO PARA FIESTAS DAGO HIRSCHBERG und Frau EDITH-SOFIA geh. NUSSBAUM Vidal 1940 Dto. 12 Buenos Aires LUACH - (KALENDER) Freitag, den 7. Mai 5. Ijar 20. Tag im Omer Sonnabend, den 8. Mai 6. Ijar Parschat KEDOSOHIM 3. B. M. XIX 1 — XX 27 Haftara Arnos IX 7—15 21. Tag im Omer Ijar Sonntag, den 9. Mai 7. 22. Tag im Omer 8. Ijar Montag, den 10. Mai 23. Tag im Omer Tjar Dienstag, den 11. Mai 9. 24. Tag im Omer Ijar Mittwoch, den >2. Mai 10. 25. Tag im Omer 11- Ijar Donnerstag, den 13. Mai 26. Tag im Omer 12. Jjar Freitag, den 14. Mai 27. Tag im Omer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.