Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2115 (7.5.1965)
- Date
- 1965-05-07
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viente«, 7 die May»» de 1965 LA SEMANA ISRAELITA An« XXVI. NP »115 — 3 17 JAHRE MISSERFOLGE Sietaaehn Jahre hindurch haben die arabischen Führer mit ihrer hasserfüllten anti-israelischen Politik Misserfolge nach Misserfolgen erzielt. Diese Feststellung, die der tunesische Präsident Bourguiba. Im Laufe Seiner wiederholten Erklärungen zur Frage der arabisch - israelischen Beziehungen getroffen hat. entspricht allgemeiner Beobachtung. wenn wir auch Grund für Einschränkungen und keine Veranlassung zur Beruhigung haben. Einmal mehr hat sioh gezeigt, dass Hass allein kein Motiv und keine Kraft ist, die zu irgendwelchen konkreten Ergebnissen hin überleiten wird, sondern sich in Zerstörung und Rückschritt verliert- Wir dürfen nicht die technisctien Errungenschaften vergessen, die sich auch auf die Araberstaaten auswirken, aber zu irgendeiner konstruktiven Entwicklung, die Rückwirkungen auf das Leben der verschiedenen arabischen Bevölkerungen haben würde, ist es bisher nicht gekommen. Dass nicht adle ara/bischen Führer nait der Hasspolitik einverstanden gewesen sind, die zunächst vom Mufti inspiriert und heute von Nasser repräsentiert wird, ist bekannt. Es wird behauptet, dass der erste transjordanische König Abdullah auf den stufen der Omar-Moschee vor vielen Jahren erschossen worden sei. weil er sich mit dem Gedanken eines Abkommens mit Israel getragen habe. Je- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Geschät te mit der grössten Aaswahl. SARMIENTO fl47 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. von B. B. SAMUEL c'enfalls hat es solche Be Strebungen zum Ausgleich mit Israel schon gegeben, bevor Bourguiba den Mut gehabt hat, seine Meinung offen zu sagen. Bei dem in der crabischen Welt herrschenden Terror gehört Mut dazu, für einen Frieden mit Israel oder für die arabischisraelische Koexistenz einzutreten. Von der israelischen Seite werden die Vorschläge Bour-? uibas wahrscheinlich begrüsst, wenn auch skeptisch aufgenommen werden, da er von Gebietsabtretungen spricht, die heute faktisch nicht mehr möglich sind, wie etwa Jaffa den Arabern ''wiederzugeben” ... Daiauf dürfte es jedoch in diesem Augenblick nicht ankommen. Entscheidend ist die Tatsache an sich, das einer der massgebenden arabischen Politiker den Bruch der bisherigen Linie der arabischen Politik verlangt und damit die Voraussetzungen schaffen möchte, zu einer friedlichen Lösung des bisher nicht als lösbar gedachten arabisch - israelischen Gegensatzes zu gelangen. Auch wenn Bourguiba gewisse Vorbehalte macht, die einem Juden nicht gefallen mögen, ist anauerkennen, dass sein Schritt von einer dezidierenden vielleicht historischen Bedeutung sein kann. Dass die von Nasser beeinflusste Presse heftig gegen Bourguiba zu Feld gezogen ist bietet keine Ueberraschung. Wer die Verhältnisse ein wenig kennt, weiss, dass Nasser auch nur ein Getriebener ist. wobei es verschiedene Ursachen gibt, die ihn zum Opfer derjenigen Gewalten machen, die er selbst zu einem guten Teil geschaffen oder mitveruirsaeht hat. Nassers politische Macht beruht auf seinem Hass gegen Israel. Nicht unähnlich der braunen Diktatur die ungezählt viele Stimmen durch Brandstiftung in Synagoge London. — Zum zweiten Mal in sechs Jahren wurde die Synagoge von Wavertree in der Umgebung von Liverpool in Brand gesteckt. Die Polizei sucht nach den „unbekannten Tätern“. Fábrica Ropa de Cuero Gamuzado Cabra y Napa Sacos 7/8 - Trajes l K. Zimmerspitz IUNIN 322 T. E. 47-3761 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl cm handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Uiquiza ihren hemmungslosen Antisemitismus und die damit eröffnete Perspektive auf Beute gewonnen hatte, jubeln dem „Nil-Adolf“ wie Nasser neuerdings von deutschen Zeitungen genannt wurde, die Massen zu, weil er niedrige Instinkte, Hass. Rache, Beutegier, Abenteurerlust in ihnen zu wecken versteht. Versöhnt er sich mit Israel, was hat Nasser seinen fanatischen Anhängern zu sagen? Er würde sich doch selbst zum Verräter ab stempeln, zu dem er heute in seinen Reden jedem erklärt, der nur mit Israel Kontakt aufnimmt- Dass auch die libanesische Presse gegen Bourguiba schreibt, zeigt die noch bestehende Abhängigkeit dieses k'einen Landes von Aegypten, ein bedauerliches Symptom für die negativen Angstvorstellungen, die man in Beirut hat. Allerdings soll man wissen, dass dort die Stimmung unschwer Umschlagen kann, sowie die Nassersche Position aus ir gendwelchen Gründen weiterhin geschwächt werden würde. Im übrigen offenbart die Heftigkeit der Reaktion, aie uns aus der arabischen Presse gewisser Länder entgegenschlägt, nur die Unsicherheit, die durch den Einzelgang Bourguibas hervorgerufen worden ist. Ob Bourguiba wirklich ein ‘Einzelgänger’ ist, müsste roch genauer analysiert werden. Bourguiba selbst apostrophiert den jugoslawischen Diktator Tito, von ^em man ruhig sagen kann, dass sein Charakterbild in der Geschichte schwankt“. Wie alle Diktatoren ist Tito auch ein Opportunist Für sich selbst folgen diese Leure alle der “weichen“ und durchaus nicht der harten Linie. Sie sind nicht konseauent. Dass viele Juden Tito geholfen haben, ist kein Geheimnis. zumal sie in Titos Partisanen-Armee die Möglichkeit hatten, gegen die Nazifaschisten aller Schattierungen zu kämpfen. Dass auch Tito nach der Statoili- Ihr guter Freund an kalten Tagen der CARLTON- MANTEL in moderner und klassischer Form. AQUATITE, der Gabor din Mantel für höchste Ansprüche, mit aus' wechselbarem Mohair. Und wenn Sie Mass' kleidung wünschen, erst recht zu CARLTON. Grossauswahl in Fertig kleidung — Stabiloform Anzüge. Fachgeschaeft für Herrenkleidung ERNST KOPPEL Maipü 982, TE 3! 7845 50 Meter von Plaza San Martin mit vielen Verbin düngen und Parkplätzen. Die Haltung Indiens New Delhi. — Hier traf der tunesische Sondergesandte Mongi Slim ein, um mit dem Premierminister und dem Aussenminister Indiens zu verhandeln. Die Gespräche betrafen die Position Tunesiens zu Israel und die kiirzlichen Vorschläge des Präsidenten Bourguiba zu einer friedlichen Lösung der arabisch-israelischen Spannungen. Wie man weiss, unterstützte der indische Premierminister die d’rekten Verhandlungen zwischen den Arabern und Israel und begrüsste die von Bourguiba ergriffene Ini tiative. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Be. Aires — FUEVREDON 219«. 1* ,»! _ T. E. 8S-2613 7. Mai 1965 5. lyar 5725 s'erung der Verhältnisse in Jugoslawien vielen Juden die Möglichkeit gab, nach Israel zu übersiedeln, ist bekannt. Er hat die Politik einer Restriktion der jüdischen Auswanderung nicht mitgemacht, die von allen anderen kommunistischen Ländern befolgt worden ist. Deswegen könnte er der zweite einflussreiche Politiker sein, der eine ähnliche Haltung wie Bourguiba einnimmt. Inzwischen bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Dass die 17 Jahre Israel für die Araber 17 Jahre der politischen Misserfolge waren. — was Bourguiba hervorhebt, — entspricht den Tatsachen, ISRAEL MUSS SICH SELBSI HELFEN Tel Aviv. — Der Appell zum arabisch-jüdischen Frieden, den c.er Präsiden: Tunesiens Habib Bourguiba aussprach, „ist eine senma^e Oeifnung durch die Mauern des Hasses’ die Israel umgeben', erklärte Premierminister Lsvi Eshkol in seiner Rede, die er auf einer Feier des 1. Mai in Petach Tikwa hielt. Levi Eshkol betonte, dass der wahre Ausweg für Israel aus den dem Staate drohenden Gefahren nicht Vorschlä- I ge seien, die von aussen kommen, sondern die Verdoppe- | lung der Einwohnerschaft und die Schaffung Dützen der neuer Kolonien in den unbewohnten Gegenden des Landes. Er forderte die Arbeiterparteien und ihre chaluz anischen Bewegungen auf, die äussersten Anstrengungen zu machen, um bei der Verwirklichung dieser Lösung rmfzuhelfen. Er sprach auch die Hoffnung aus. dass die Annäherung der Mapai und Achdut Awoda „bald ein wahrer Zusammenschluss sein wird". Generalstabschef J’zchak Rabin erklärte in einem in der militärischen Wocbenzeibung „Ramajane“ erschienenen Artikel, dass Israel stark genug sei, um jeden von den Arabern im allgemeinen provozierten Konflikt und im besonderen die Kriegspläne Nassers zu unterbinden. Br fügte hinzu, dass die militärsichen Mavssnahmen Israels zur Verhinderung der Ableitung der Jordanwasser nicht noti wendigerweise zu einem Krieg mit den Arabern führen müssten. | Der 1. Mai wurde in ganz Israel festlich begangen. In I Sde Boker wo der frühere Ministerpräsident Ben Gurion | lebt, fanden sich tausende Israelis ein um den „aiten j Mann“ zu begrüssen. In zwei von Arabern beiwohnten Or- ] ten, dem Dorf Kasuwa und der Stadt Nazareth, kam es zu kleineren Zusammenstössen zwischen Parteigegnern bei verschiedenen Demonst! ationen, die jedoch von der Polizei ohne grosse Mühe beigelegt werden konnten. (ITA) Ahorre pintando su frente, con NURALBA UNA PINTADA... Y OLVIDESE I ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T.E.80 - 6930 PUEYRREDON 2180 uq. Av. LAS HERAS 1 ¿.»i-