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Jüdische Wochenschau · 1965-05-07 · 2115 (7.5.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2115 (7.5.1965)
Date
1965-05-07
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Vierte«, 7 de M.tfyo de li*«5 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — Nt 2115 Der 17. Jom Haazmauth (Schluss von Seite 1) > Teilen cha Erde verstehen gei Trägern dieses Staates Teil - der grö-j sten und ruhen könnet). -Sicherlich haben die Juden in der Zerstreuung Verpflichtungen anderer Art, btsonders den Ländern gegenüber, in denen sie leben, eine Heimat gefunden haben und Bürger sind. Ehe Konstruktion dre doppelten Loyalität, die eine antisemitische Erfindung ist. und die von manchen Rand-Judenübernommen wurde, darf heute bereits als eine antiquiert«; Argumentation beiseite gei legt werden. Denn alle Men- I rohen leben in und mit mehj asere — des Volkes ausserhalb der Grenzen des eigenen I Staates lebt. Wahrscheinlich i wird sich hieran vorläufig i auch nichts ändern können. In keinem Land gibt es ei- , ne sok-he Bereitschaft zur! Aufnahme neuer Menschen wie in Israel. Sie werden , nicht als präsumptive Konkurrenten mit einem nicht immer ausgesprochenen, wohl 1 aber vorhandenen Misstrau-! en betrachtet . sondern als künftige Bürger, die in das Land kommen, um ein neu- | es L**e-n zu beginnen und! — ...... . ,; das Schicksal der Israelis zu reren Lovalitaten, besonders! t ,,, , . r™ ■n katholischen Ländern. I "*ht Warum also würde eine Ver- ' aolassuna bestehen diese! Ideahsanus «*«• Enthusiasaotassui^ bestehen, diese miIS die sj<;h wj€ ein laturhche Erscheinung der durchs mannigfachen Wechselt*«*- , AU. Lungen gerade bei den Juj harf , Clner ~ rt! kampf ist schwer Jeder einhg unberechtigten - Kritik | muss beStehen j..deT j Mensch hat gute und schlechi t* Eigenschaften. Die Mehrj heit ist Durchschnitt, der ei-! nen mitunter gesunden Egostu nehmen? Man hat bei der israelischen Jugend beobachtet, dass sie keine rechtes Verhältnis zur jüdischen Diaspora habe. Aufgewachsen in einem normalen Staatsverband versteht die Jugend nicht die Universalität des jüdischen Volkes. Auch diese Erscheinung ist eine natürliche. Die Generation 4ler Väter hat in ihrer überwiegenden Mehrheit heule noch das Galut-Erlebnis mit sich gebracht, das diese Jugend nicht kennt. Die Tatsache eines dauernden Eioströmens von Juden aus den verschiedenen Ländern der Diaspora bringt die Galut tier israelischen Jugend näher. Mit der Erleichterung der inneren Situation wächst auch das Interesse über den eigenen Gesichtskreis hinaus für die Bedürfnisse der Juden in den Ländern der Zerstreuung. Die israelische Ju gcntbhat aus der Wirklichkeit der Einwanderung von tausenden Menschen aus fernen Dr. FREY ABOGADO PVEfRRIIDON 219t Î* Imp oaekm. If—19 (Ihr Ttlcfott: (930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN S pezici lgesch aeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 ismus zeigt. Wir malen uns selbst und auch nicht die Israelis als Sonder- oder Uebermenschen, die von den allgemeinen menschlichen Leidenschaften frei sein wiir- I den. In einem normalen Volk I finden sich die verschieden- I sten Charaktere. In einer so bunt zusammengewürfelten; Gemeinschaft wie sie die Be- | völkerung Israels aus histoi risch gewordenen Umständen noch ist. sind erst recht zahlreiche heterogene Elemente anzutreffen. Aber es gibt einen Paktor, den man rationell oder sentimental begründen mag, der in Israel eine besondere Atmosphäre schafft. Die vorhandene Beziehung des Juden zu diesem Lande dünkt uns geheimnisvoll. Wie wäre es sonst zu erklären, dass das Volk beinahe zweitausind Jahre hindurch von seiner Wiedergeburt und von der Wiedererrichtung seines Staates geträumt hat? Aber es träumte nicht nur. Zu allen Zeiten haben Juden versucht in ihr Land zurückzukehren. das sie nirgends und niemals verfassen. Jahrhundert um Jahrhundert lag dieses Tand brach, der Boden verödete, versumpfte, vertrocknete, starb ab Die grössten Kolonisatoren, die unsere Geschichte kennt, sind über das Land hinweggesogen, ohne es jemals wieder zum Leben erwecken zu können. Und dann kamen die Juden. Sie waren durch das ihnen »ufgezwungene Schicksal weder Bauern noch Soldaten. Sie waren keine Arbeiter und keine Diplomaten. Sie waren Intellektuelle. bedeutende Aerzte Dichter. Juristen oder in sich versunkene Fromme, die es verlernt hatten durch ihrer Hände Arbeit ihren Unt.erha t zu verdienen. Dennoch geschah auch dieses Wunder: durch die Berührung dieses Volkes mit dem Boden erwachte die Erde Israels zu neuem Leben. Im Schweisse ihres Angesichts haben sie ihr Brot verdient. Pie iss und Energie, Hingabe und Opfermut haben aus Stein- und Sand- und Sumpfwüsten blühende Felder hervorgezaubert. Das I ist die Wirklichkeit, die in | der unvergesslichen Legende vom Ritter und vom Rabbi | erzählt wird, von der uns! Moses Hess berichtet, lange * Jahrzehnte vor dem Wiederj beginn einer geordneten Be- ■ Siedlung des Landes Israel! durch die Juden. j Der aus oem Heiligen Land j zurückkehrende Ritter brachj te seinem Freunde, dem Rab-! bi. eine verwelkte Rose von Jericho, die der Rabbi mit seinen Tränen benetzte. Der j Rabbi sprach: „Wundere! Dich nicht, Freund, dass die Verwelkte in meiner Hand wieder aufbliiht; sie hat wie unser Volk die Eigenschaft, durch den warmen Hauch der Liebe zum Leben zu erwachen. mag sie auch noch so lange dem Boden, in dem sie wurzelte entrissen und im Auslande verdorrt sein. Auch Israel wird wieder jugendfrisch aufbliihen. Als dann nicht die Rose von Jei-icho zu den Juden in | die Galut gebracht wurde, sondern die Juden in ihr Land auf ihren Boden zurückkehrten, blühte nicht eine einzelne Blume, sondern das Land auf. Wer die- | ses Phänomen als ein Wunder bezeichnen will, mag es tun. Vielleicht gibt es auch eine andere Erklärung, die versucht, noch tiefer in dieses Geheimnis einzudringen. Lesen wir mit Aufmerksamkeit die Verheissung des Propheten Arnos, die wir an den Anfang unserer Betrachtung gestellt haben, und die nur ei*e unter vielen prophetischen Verkündungen ist., die wir in der Bibel finden. Nach der Zeit der Prüfung und der Leiden wird das Volk in sein Land zurückkehren. sagt der Prophet voraus. Juden haben zu allen Zeiten diese wie alle Worte der Bibel wörtlich genommen. Sie haben sich identi fiziert mit dem, was geschrieben steht. Sie haben geglaubt. Erst später sind die „aufgeklärten“ Juden gekommen imd haben die Schrift nach ihrer Weise gedeutet, sie haben schon nicht mehr geglaubt. sondern das. was dort gesagt wurde, auf andere, nur nicht auf sich bezogen, sie haben von den schönen Bildern der Bibel und Parabeln gesprochen die einer vergangenen Zeit angehören würden. Gewiss konnten sie PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. 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Er. der assimilierte Jude, der einer schlagenden (nichtjüdischen) Korporation angehört hatte, der erfolgreiche Schriftsteller und Bühnendichter, der grosse Journalist, erlebte sein Judentum. Der schlummernde Funke, der unter der Oberfläche glühte, erwachte. Sein jüdisches Erlebnis formte einen neuen Menschen Herzl, dessen Worte und Forderungen den Rang prophetischer Postulat« annahmen, dessen Voraussagen über den Untergang des europäischen Judentums und die Wiedererrichtung des jüdischen Staates überraschend sind. In ihm erwachte jener einfache schlichte, tiefe und unschuldige Glauben an die Wahrheit prophetischer Weissagungen, zu dem der .moderne' Jude nur noch selten fähig ist. Aber Herzl erkannte zugleich, dass die Stunde gekommen ist, wo nicht der Glauben allein genügen kann, um die Hoffnungen zu erfüllen, in der vielmehr die Juden selbst aufstehen müssten, um zum Boden der Väter zurückzukehren. Herzl war der neue Prophet des Volkes, der erkannte. dass zu dem innigen und unzerstörbaren Glauben der eigene Willen hinzutreten müsse, um aus Träumen Tatsachen zu schaffen, um aus der Sehnsucht des Volkes Gegenwart zu formen um die Hoffnungen in Realitäten zu verwandeln. Neben den alten, unerschütterlichen Glauben muss das eigene Wollen treten. Nicht nur unser Glauben muss unbeugsam und unbedingt sein, auch unser Willen zum Leben und zur Wiedergeburt im eigenen Lande muss es sein. „Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen". Wenn ihr wollt, wird aus der Sehnsucht und dem Glauben unser Leben werden! Die Früchte dieses Glaubens und Wollens sehen wir im heutigen Israel, erblikken wir in dem wiedererbauten Staat in dem wieder zu Leben erweckten Land, in dem neuen Geschlecht von Juden die unser aller Zukunft bedeuten. Symbol dieses leuchtenden Doppelsternes, des Glaubens und des Wollens. ist der Jom Haazmauth. Glauben und Wjüen werden auch jene bedeutsame Einheit des jüdischen Volkes schaffen, das in Is- Anklage erhoben Kiel: — Wegen Erschlessungen von Juden während des Krieges in der Sowjetunion ist gegen den inzwischen vom Dienst suspendierten Kieler Kriminalhauptkommissar Werner Meyer Anklage erhoben worden. Ferner wurde mitgeteilt, dass beim Landgericht die Voruntersuchungen gegen den Regierungsrat zur Weiterverwendung Heinz Richter und gegen den hamburger Diplom - Ingenieur Hans Hasse eröffnet worden. Beide werden beschuldigt, an der Tötung von Juden mitgewirkt zu haben. (AWZ) Dr J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo. Mitt., Freit.. 15—19 Uhr., Samstag 14—16 Uhr OLAZABAL 2512 76-798* Privat 86-3546 Dr. B. Sdtwarci ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52.8214 RAYOS X PARADENTOSE TEIjEF VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtliehet MALERARBEITEN rael und in der Zerstreuung lebt. Der Glauben an uns selbst, an unser Land, an unser Volk ist die eine eherne Säule, auf der unsere Zukunft ruht. Unser Willen und Wollen. in diesem Glauben zu leben und zw arbeiten, bildet die zweite Säule unserer geistigen und physischen Existenz. So wird der Jom Haazmauth nicht ein Tag hoch brausender nationaler Gefühle, sondern ein Tag echter Besinnung auf die Quei len unserer Kraft als Menschen und als Juden im Bewusstsein der Verpflichtung, die der einzelne wie die Gesamtheit für unser Schicksal und die Zukunft unserer Kinder freudig zu tragen berufen sind. U SEMANA ISRAELITA Semanario — apareo* los Viernes. -Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Arnoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. Kreuzfahrt zum Jom Haazmaut Bonn: — Eine 14-tägige Kreuzfahrt zur LJnabhärgigkeitsfeier Israels veranstaltet das Deutsche Reisebüro (DER) in Zusammenarbeit mit der französischen Reederei “Compagnie Française de Navigation” auf der 10 500 Tonnen grosen ‘'Césarée”. Die Reise führt von und bis Marseille über viele Zwischenlandestationen in Neapel, Palermo Kreta, Delos, Mykonos und Athen. (AWZ) Gedenkfeier Sofia. — Die Taten des Israel David Djaldetti, eines bulgarisch-jüdischen Widerstandskämpfers, der vor 20 I Jahren im Kampf gegen die Nazis umgekommen ist, wurden in Sofia gefeiert. ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Pro*, de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a I. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41 2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 13-8782 u. 13-8811 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1382 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTKAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 HELGUERA IBIS T. E. 58-4052 Dr. L KLEIN - Médico Maguió- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuclni ngen SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9499 u. 44-1542

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