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Jüdische Wochenschau · 1965-04-30 · 2114 (30.4.1965) · p. [Seite 4]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2114 (30.4.1965)
Date
1965-04-30
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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R — Vltw«! 3© de Abril de 1965 LA SEMANA ISRAELITA AÄo XXVI. _ N? an« Ereignisse der Woche Immer Zeit gehabt Den nachstehenden Brief hat Herr Kurt Zimmerspitz, der heutige Präsident des Forum Sionista Bar Kochba geschrieben. Es ist ein privater Brief, und deswegen darf man ihm vielleicht eine besondere Bedeutung beimessen. Denn Kurt Zimmerspitz gehört sozusagen zu den ersten „Schülern“, die kurz nach meiner Ankunft in Buenos Aires das von mir durchgeführte Jugendseminar in Form einer Arbeitsgemeinschaft besucht haben. Br ist einer der wenigen, die seitdem unermüdlich für die Gesamtheit arbeiten, nicht nur als Präsident des Bar Kochba, sondern auch in den Comités des KKL und der Vereinigten Kampagne. Fs darf mich mit Genugtuung erfüllen, dass die Arbeit mit der (damaligen) Jugend auf fruchtbaren Bilden gefallen ist. — Nun folgt der Brief von Kurt Zimmerspitz: Bs. Aires, den 13 April 1965 „Lieber Hardi Swarsensky: Obwohl ich kein grosser Freund weder vom Brief- | schreiben noch von Lobeesängen bin, glaube ich eine Ausnahme machen zu missen. Sehr viel ist bereits in unserem Kreise und darüber linaus von der Bedeutung d?r Jüdischen Wochenschau it den Jahren der Immigration und bis zum heutigen Tage gesagt und geschrieben worden, so dass es sich erübrigt. dieses zu wiederholen. Ich kann dies alles nur bestätigen, zumal ich die Jüdische Wochenschau vom 1. Tage ihres Erscheinens erhalten habe. Viele Jahre habe ich das Vergnügen gehabt, in verschiedenen Kommissionen zentraler und anderer jüdischer Organisationen mit Ih nen zusammenzuarbeiten, angefangen von der Ihrer Arbeitsgemeinschaft im Bar Kochba im Jahre 1940. Ich will diese Gelegenheit benutzen, um meine Anerkennung und meinen Dank für .hre stete Bereitschaft dafür auszusprechen, dass Sie sich trotz Ihrer vielen Beschäftigungen mit der Jüdischen Wochenschau und den vielen Institutionen immer noch Zeit genommen haben, wenn man mit persönlichen oder Problemen von Mitmenschen zu Ihnen gekommen ist, um diese lösen zu helfen. Abschliessend vielen Dank für all dieses und meine aufrichtigsten Glückwünsche zum 25jährigen Bestehen der Jüdischen Wochenschau. Schalom KURT ZIMMERSPITZ UneBtbeîirîiclhies Informationsblatt Von der Wizogruppe Hanne Szenes ging uns das folgende Schreiben zu: Sehr geehrter Herr Dr. Swarsensky: Die Gruppe „Hanna Szenes“ der Osfa gratuliert dem Herausgeber der Jüdischen Wochenschau zu deren 25jährigen Bestehen auf das Herzlichste. Die Damen der Kommisrion unserer Gruppe haben anlässlich dieses Jahrestages drei Bäume auf Ihren Namen durch den KKL pflanzen lassen. Zurückblickend sind 25 Jahre eine kurze Zeitspanne — aber welche Fülle von Arbeit und Mühe musste geleistet — wie viele Rückschläge und Enttäuschungen ü oerwunden werden, bis es gelungen war, die Jüdische Wochenschau zu dem zu machen, was sie heute für "hre treuen und dankbaren Leser bedeutet : Ein unentbehrliches Informationsblatt über das religiöse und kulturelle Leben in allen Organisationen, Uber Musik und Theater in Buenos Aires zu sein und ihre wichtigste Aufgabe zu erfüllen — eine Verbindung von uns zu Medinath Israel darzustellen. durch politische, wirtschaftliche und kulturelle Artikel unser Wissen zu bereichern und unser Interesse zu vertiefen Wir wünschen Ihnen, '-ehr geehrter Herr Dr Swarsensky, und Ihren Mitarbeitern für die Zukunft weiterhin guten Erfolg der Jüdischen Wochenchau und noch hele, vie'e Jahre ihres Bestehens. Wir begrüssen Sie mit unse rem traditionellen Schalom Ruth Schmulewitz Präsidentin Lide H. de Blau Sekretärin Gültige Antworten geben Dr. Alfred Hirschberg, einst Chefredakteur der C-V Zeitung in Berlin, einer der führenden Männer des Central Vereins in schwerster Zeit, in späteren Jahren Mitarbeiter und Leiter der Vereinig- Kindler-Taschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUMHR GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfälhe Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Eiuropas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE BADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. ten Kampagne in San Paolo, hat uns ein Glückwunschschreiben zugesandt. Auf den letzten Centra Tagungen ist es bereits zu einer Gewohnheit geworden — nach neuestem Spracngebrauch bezeichnet man solche .wiederkehrenden Leistungen' als Tradition—, dass zwei Referate über die J^ge der Juden in der Welt geha ten werden: das eine r.ält Hirschberg mit seinen schönen, durchdachten, geistreichen Ausführungen, das andere der Schreiber dieser Zeilen, der versucht, nicht die Welt des .Als ob' sondern die der Realitäten zu kennzeichnen. Wahrscheinlich bilden beide Referate zusammen, so verschieden sie auch sein und so abweichende Gesichtspunkte sie auch vortragen mögen, doch als Gesamtes eine Einheit. In jedem Fall aber sind beide Referenten stets darum bemüht gewesen, das Gemeinsame in der jüdischen Arbeit für den Augenblick und die Zukunft zu betonen, um — wenn auch von anderen Standorten aus — gemeinsam einer höheren Sache zu dienen. Dr. Hirschberg schreibt: „Lieber Harm; Zum Jubiläum Deiner Zei tung sende ich Dir die G.ückwünsche des Kollegen und Freundes. Beim Durcholättern alter Jahrgänge der CV- Zeitung aus der Hitlerepoche habe ich oft Deinen Namen gefunden, insbesondere, nachdem Du Geschäftsführer des Reichsausschusses jüdischer Jugendverbände geworden warst und habe mich der schweren Stunden erinnert, in denen wir im Kreise der Reichsvertretung über das Schicksal unserer jungen Generation beraten haben. Als ich vor 25 Jahren nach Brasilien kan, nast Du mich auf dem neuen Kontinent in Deiner Zeitung begrüsst als einer, der auf ihm schon Fuss gefasst hatte und der im Begriffe war, um sich und seinen Kreis ein neues jüdisches Zentrum zu schaffen. Ais Kollege weiss ich, dass eine Zeitung nur dann Gewicht hat und Befriedigung bringt, wenn sie in erster Linie eine Stätte des Bekenntnisses des Redakteurs ist und der Platz seines Dialogs mit der Umwelt und vor allen Dingen mit seinen Lesern. Selbst dann, wenn konkrete Antworten selten sein sollten — und sie sind es — ist damit eine Atmosphäre geschaffen, die voller Spannungen sein kann und wenn wir erfolgreich sind, Entladungen hervorrufen, die Verwirrungen und Irrgänge klären. Wir haben uns, besonders in den letzten 10 Jahren im Rahmen der Centra, oft getroffen. und es war ganz natürlich, dass wir dieselben Probleme wie schon drüben von verschiedenen Ausgangspunkten her betrachteten. Wir haben oft die Klinsen gekreuzt; aber niemals hat einer den anderen verletzt. Wir haben, mit Recht oder Unrecht, versucht, unseren Lesern und Hörern eine Vorstellung zu geben, wie geistige Auseinandersetzungen ge- H Anlässlich des 25jährigen Juhi äums der Jüdischen Wochenschau fand In unserem Büro eine kleine Feier statt. Das Bild zeigt einige der engsten Mitarbeiter. dere beurteilen. Dass wir es I nen Mitarbeitern einen Festgewollt haben, wissen wir. tag, der wer} ist, noch lange Ein Vierteljahrhundert hin-! erinnert zu werden, und dass in Freundschaft sind. verbunden BRIEFE DER WELTLITERATUR AUS DEM TRECENTO DANTE — PETRARCA — BOCCACCIO Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München führt werden sollen. Ob uns das gelungen ist, müssen andurch ein- und sogar zweimal wöchentlich vor die Welt zu treten, ist eine intellektuelle Leistung, deren Ausmass nur der Fachmann beurteilen kann. Noch schwieriger ist es, dabei das Niveau zu halten und nicht in Routine zu verfallen und selbst uninteressiert an der Darstellung der Ereignisse zu werden. Das erfordert eine geistige Elastizität und eine nie erlahmende intellektuelle Neugierde. Tritt dazu dann noch ein gewisses pädagogisches Talent, dann sind die Voraussetzungen für eine wertvolle Veröffentlichung erfüllt. Ich fühle, dass Dein Leserkreis jede Woche mit Spannung auf Dein Wort waltet, unter welchem Pseudonym es auch erscheinen mag. Aber mehr als das ist bedeutsamer die Gesamtorientierung, die ein Chefredakteur seinem Blatte aufprägt. Fr hat die Rolle des Solisten, der gleichzeitig das Orchester dirigiert. Mein Glückwunsch und die kollegiale Anerkennung erstrecken sich auf alle Deine Mitarbeiter, die mit Dir das Blatt eine Generation hindurch am Leben und lebendig gehalten haben. Es ist unvermeidlich, und ich spreche aus eigener Erfahrung. obwohl die ..Crónica Israelita“ seit langem in der Landessprache erscheint, während die „Jüdische Wochenschau“ noch immer zum grossen Teil in Deutsch herauskommt, dass wir für die junge Generation der hier Geborenen und Erzogenen mehr und mehr als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft und als autorisierte Sprecher der neuen Welt angesehen werden. Aber dies hat auch seine positive Seite, denn dadurch sind wir verpflichtet, weniger auf die „Querelles“ einzugehen als zu versuchen, die grossen und ewig gültigen Masstäbe anzulegen, nach denen die Faktoren bemessen werden müssen, durch die jüdisches Leben in der Welt sich immer wieder erneuert und dadurch jüdische Menschen fähig macht auf die Fragen der Zeit gültige Antworten zu geben, aber auch die richtigen Fragen stellen zu Können. Ich wünsche Dir und Deidie „Jüdische Wochenschau“ auf der Bühne jüdischen Lebens und jüdischen Journalismus noch lange ihre wichtige Rolle spielen kann. Dein ALFRED HIRSCHBERG Nicht weniger herzlich Cena de Camaradería Vorsorglich haben wir uns schon in der letzten Ausgabe dafür entschuldigt, wenn wir einen unserer Mitarbeiter nicht namentlich genannt haben. Nun haben wir doch einen unserer treuesten und fleissigsten Mitarbeiter zu | nennen vergessen, was wir aufrichtig bedauern, Herrn Siegmund Barantschuk Er ist einer von denen, die ständigen persönlichen Kontakt mit unseren Lesern haben und uns deshalb deren Wünsche übermitteln kann. Wenn auch die öffentliche Nennung einige Tage später erfolgt, so danken wir unserem Mitarbeiter Barantschuk hiermit nicht weniger herzlich für seine ergebene Tätigkeit im Dienste der Jüdischen Wochenschau. Seit vielen langen Jahren wird die Jüdische Wochenschau in der Druckerei Poliglota hergestellt, deren Leiter Frau Rebeca Dulfano de Pert.zovsky und Nestor Pertzovsky mit unserer Zeitung Zu einem gesellschaftlichen Ereignis von besonderer Bedeutung gestaltete sich die „Cena de Camaradería" zu Ehren der Jüdishen Wochenschau, die in einer sehr schönen und würdigen Form in den Räumen der ACIBA stattfand. Ausser den Herren Rabbinen H. Harf und Dr. Meir Rosenberg waren die Präsidenten und Repräsentanten aller zentralen Organisationen erschienen, unter ihnen der Präsident des Jüdischen Weltkongresses Dr. Muses Goldman, der Organisation Emilio Gutkin, Herr Gregorio für die DAIA, der Exekutive witsch, der Kampagne, Dr. Abraham Gorbatt. die Präsidenten der NCI. des Hilfsvereins, der ACIBA, des Bar Kochba, Bet Israel, THG usw (Aufzählungen sind gefährlich, weil immer jemand vergessen wird, was entschuldigt ■werden mag). — Den Reigen der Reden eröffnete Prof. Dr. Günther Ballin, der auch die Veranstaltung mit viel Gechick Zionistischen Argentiniens, der AMIA, Fainguersch, das Mitglied Dr. Davido- Vereinigten ( Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5725? Yom Haatzma’ut Lag Be Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa-Assar beTamus (nidche) Freitag, den 7. Mai Donnerstag, den 20 Mai Sonnabend, den 5. Juni Sonntag, den 6. Juni Montag, den 7 Juni Sonntag, den 18. Juli Sonnabend, den 7. August Erew Tiscba beAw (nidche) Tlscha beAw (nidche) Erew Rosch Hasch ana 8726 Sonntag, den 8. August Sonntag, den 26. September Frauen-Organisation lad#t ihre Mitglieder und Freunde zur Feier des 17. Unabhaengigkeitstages des Staates Israel am Man tag, den 3. Mai, um IS Öhr 30, ein. Es werden eine GESPROCHENE ZEITUNG mit auf die Unabhaengigkeit Israel anspielenden Themen sowie verschiedene KUENSTLERISCHE NUMMERN geboten. Larrea 1225 Eintritt frei ISR AEL - BRIEFMARKEN Ml VWMRVEflKMVFn — MJUt NEU WM ZVM OFnzmLM MMMS Agemciü FitatéM«« oÜGiftJ del Bitode Ae lnA, ” yv** leiste. 68 und Bf" Goldf et*11 ¿er Vertrewj. f gchefi( der Vertre«r gcheii( r fr^Ber® eche Bilder Freu' * der »iß ¡tls persönliche ,. - alten Tagen der zuß Brnos Aires veiler: Bans Capell >Tel Ari Daridoricz, Mark und der Herausgeber dischm V/ochersehai Besondere Dank s wir der ACIBA un< Präsidenten Dr. Ba die Durchführung amtaltung ermöglk wie öen Herren M iow, Alfred Korn Tora und José Bre sieh als Mitglieder bereitenden Comités tig zur Verfügung hatten. Dank allen und Anwesenden, di ihre Gegenwart ihre thie für die Jüdise chewehau zum A brachten. — bracmeu. - Theater-Jubilaeui ïVi trt H 9W.‘ "" eben Zeit wie die “ Wochenschau“ f ^eie Deutsche Bul 26 Jahren in Buen ins Leben gerufen. 1 geschieht^ ist der Oeffentlichkeit nie iannt- Damals gab zwei Theatergrupper ne unter der Loitui res freundes Max ter. die andere unt mag von Paul Walb Allen Beteiligten « dass zwei rivalisieret nen keine Existenzkeit hatten. Was lag her, als zu einer Ve: der Kräfte zu gelan gemeinsame Bühne fen und den Rei Schauspielern und Theater-Leuten da Möglichkeit zu biet Beruf wenigstens al' beschäftigung“ a> Aber das war n fech. Die streitenden fanden den Weg zu Schreiber dieser Ze bevor ich die erste der JW herausgebra Schliesslich gelan DEINE SPA DEIN HOB mal Dö>AHTam

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