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Jüdische Wochenschau · 1965-04-23 · 2113 (23.4.1965) · p. [Seite 14]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2113 (23.4.1965)
Date
1965-04-23
Page
[Seite 14] (sequence 14)
Language
German, Spanish
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I K, Ï4 — Viernes. ÜS de AbrM de 1965 E A SEMANA ISRAELITA AA» XXVI. — N* *11* r~ Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse (von Seite 10» Kinder lese« noch Deutsch, Vielleioht sprechen sie es rvoch im Hause der Eitern oder Grosseitern, und das nur sehr ungern. Die Alten werden weniger. Deshalb müsste die „Semana“ in Zukunft einen Teil in spanischer Sprache bringen, besonders für die jüngeren Menschen und speziell für die Jugend. — Ideal wäre es gerade, wenn alle unsere jüdischen Gemeinden und Organisationen die „Semana Israelita“ zur „Allgemeinen Wochenzeitung** erheben würden. Dann könnten sie die von jeder Gemeinde oder Organisation teils monatlich erscheinenden Nachrichtenblätter einstellen. So könnte man viel Zeit und Geld sparen und von der so viel zitierten Einheit einmal einen sichtbaren Beweis in unserem Sektor präsentieren. — Das ist mein Wunsch, lb. Dr. Swarsenfcy. — Ich weiss all' die Schwierigkeiten, die j damit verbunden sind. Aber dann hätte die „Semana Israelita“ nicht nur eine fünfundzwanzigjährige allgemein anerkannte Tätigkeit hinter siöh, sondern noch ein erstrebenswertes Ziel vor sich. Shalom Ihr WERNER ROSENBERG Waechterin und Weckerin Einen freundschaftlichen Gruss sandte die Nueva Comunidad Israelita, den wir nachstehend veröffentlichen : Sehr geehrter Herr Dr. Swarsensky: Die “NUEVA OOMUNI DAD ISRAELITA" gestattet sich, Ihnen auch auf diesem Wege anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der “Jüdischen Wochenschau” als ihrem Gründer und Herausgeber die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln. Ihrer Persönlichkeit, Tatkraft und Energie ist es zu verdanken. dass Ihre Zeitung auf diesem Kontinent ununterbrochen trotz aller Schwierigkeiten ein Viertel jahrhundert erschienen ist. Die “Jüdische Wochenschau" ist nicht nur Informationsquelle für die Menschen unseres Kreises gewesen, son dem darüber hinaus eine ungebeugte Kämpferin für jüdisches Recht und für die Freiheit des jüdischen Volkes; Wächterin und Wecke rin des jüdischen Selbstbewusstseins unserer Menschen. In den Zeiten des j Aufbaus unserer Gemeinden und Organisationen hat sie I mitgeholfen, gefasste Pläne zu verwirklichen, sie hat bis zum heutigen Tage manche Anregung gegeben und Initiative entwickelt, die zur Entwicklung und Ausbreitung jüdischen Lebens. Wis sens und Gedankengutes beigetragen haben. Mehr als ein Jahrzehnt haben Sie als Präsident unserer Gemeinde an ihrem Aufbau und ihrer Entwicklung aktiven und entscheidenen Anteil genommen, so dass Sie bei Beendigung ihrer Amtszeit in Anerkennung der von Ihnen in selbstlosester Weise geleisteten Arbeit und der erzielten Verdienste zu ihrem Ehrenpräsidenten ernannt wurden. Die dadurch bestehende Ver bundenheit unserer Gemein de hat sich auch auf die "Jüdische Wochenschau” übertragen, um so mehr als sie seit ihrer Gründung unsere Gemeindenachrichten veröffentlicht hat und da durch zum Sprachrohr unserer Gemeinde geworden ist. Wenn dennoch nicht alle Gedanken und Urteile geteilt werden konnten, so deswegen, weil sie nicht in Uebereinstimmung zu bringen waren mit der religiösen und politischen Neutralität, die einzuhalten unsere Gemeinde sich zum Ziel gesetzt hat im Interesse fruchtbarer Gemeindearbeit. Dieser ans ehrlichen Gründen gemachte Hinweis soll keine Einschränkung der Verdienste bedeuten, die die von Ihnen herausgegebene und geleitete Zeitung sich in den 26 Jahren ihres Bestehens erworben hat. Die Gemeinde und ihr Vor- PISK EQUIPAJE MODERNO Marroqainería Fina SANTA FE 774 Frente ci la Plaza S. Martín — TeL 32*5885 - 8053 AIRONAL s. a. SUCESORES I)E FLIGLER Hermanos IMPORTADORES — EXPORTADORES Fábrica de Impermeables - Artículos de Sport Administración y Fábrica: MORENO 2050/60 T. E. 47-4372 T. E. 48-1184, 1887, 8311 Exposición y Ventas: BELGRANO 1133—37 T. E. 38-2874 T. E. 37 8251 stand sprechen den Wunsch aus, dass es Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Swarsensky, noch viele Jahre vergönnt sein möge, die “Jüdische Wochenschau” herauszugeben und zu dirigieren und dass es Ihnen gelingen möge, den aus sprachlichen Gründen zu befürchtenden Ausfall von Lesern dadurch auszugleichen, dass die Zeitung den Ansprüchen und Notwendig keiten der heran wach senden sogenannten 2. Generation Rechnung trägt. Dann wird sie wie bisher an führender Stelle tatkräftigst mitarbeiten am jüdischen Leben in unserer Stadt, unserem Lande und auf dem gesamten lateinamerikanischen Kontinent und darüber hinaus und nicht zuletzt für unsere Menschen ein Bindeglied mit dem Staate Israel sein. Dies ist. der Jubiläumsgltiekwunsch unserer Ge meinde für Sie und die “Jü dische Wochenschau” anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens. Unterzeichnet ist dieses Schreiben vom Präsidenten. Herrn Alfred Katz, vom Ge meinderabbiner, Herrn Hanns Harf. vom Sekretär. Herrn Walter Juda. und vom Schatzmeister, Herrn Rudi Schmul, mit denen allen den Herausgeber der Jüdischen Wochenschau jahraehntelan ge Freundschaft und gemeinsame Arbeit verbindet Joachim Prinz Rabbiner Dr. Joachim Prinz, allen Lesern aus seiner umfangreichen Arbeit bekannt, heute einer der führenden Männer des nord amerikanischen Judentums, schrieb u. a.: “Ich möchte unter denen sein, die Ihnen, mein lieber Dr. Swarsensky ihre Wertschätzung für die ausgezeichnete Arbeit aussprechen, die sie ein Vierteljahr hundert lang geleistet haben und sie zum 25 jährgien Jubiläum der Jüdischen Wochenschau beglückwünschen. Sie haben in weitem Umfang zur Sache unseres Volkes beigetragen, die Einwanderer aus Hitlerdeutschland zusammenzuhalten und sie zu lehren, wie sie sich dem neuen Lande anpassen können und ihre Verbindung mit dem jüdischen Volk und Israel aufrecht erhalten und stärken müssen. Praktisch kenne ich Sie mein ganzes Leben lang. Ich möchte Ihnen meine persönliche Genugtuung und meine besten Wünsche für die Zukunft aussprechen. Ihr sehr ergebener JOACHIM PRINZ Ein Israeli erlebt Israel C. W.: — In einer ausserordentlich gut besuchten, von der Theodor Herzt Gesellschaft gemeinsam mit der Gemeinde Bet Israel durchgeführten Veranstaltung.sprach Rabb. Dr. Meir Rosenberg über Eindrücke von einer Israelreise die er in den Monaten Februar und März unternommen hatte, und die für ihn ein Wiedersehen nach sieben Jahren mit dem jüdischen Lande bedeutete, dessen Bürger er ist. Naturgemäss sprach der Referent zuerst von Tel Aviv, dem einstigen Wohnsitz, das so enorme Veränderungen erfuhr Inmitten all der Fortschritte, die die sich nach Norden und Osten immer mehr aus dehnende Grosstadt aufzur weisen hat, scheint dem Beobachter unendlich wichtig, dass man nicht abreisst, sondern stehen lässt; d. h„ dass man den Charakter des alten („alt“ — 56 Jahre) Tel Aviv bewahrt und die neuen herrlichen Wohnviertel den früheren anfügt. Sehr anschaulich vermittelte der Redner seinen Besuch in Beer Schewa, der neuen Stadt (dabei doch Comité zur Ehrung der Jüdischen Wochenschau anlaesslkh ihres 25jaehrigen Jubilaeums Cena de Camaradería am Dienstag, den 27. April, um 20 Uhr 30 Hl DEN RAEUMEN DER A.C.I.B.A.» AftADZ 2354 IM NAMEN DES COMITES Dr. Günther Baliin — Jim Brecher — Gregaria Fainguerech — Herzl Gesang — Dr. Isaac Goldenberg — Dr. Meises Geldman — Dr Abraham Gerbatt — Emilio Gutkin — Alfrede Korn — Hermann Levy — Isaac Levin — Ernesto Oppenheimer — Ing. Najman Radzichowsky — Fritz Sommer — Alfred Katz — Julie Tenn — Mark Türke* — Lisbath Wind — Leo Willner Karten für diese Feier sind bei allen Gemeinden, Organisationen und Institutionen sowie im Brno des Jüdischen Weltkongresses. Comenies 1979, bis xum 23. April zu reservieren. „uralt“ ( im 1. Buch Mose erwähnt) mit ihren rund 100.000 Einwohnern, die in die Hügel hineinwächst; auch hier bleibt Altes ernalten. Was hat sich wirklich so grundlegend verändert? Nun, meint Dr. Rosenberg, eben doch der Menschenschlag. „Amerikanisierung“? Ja, wenn man darunter versteht, in erster Linie den eigenen Vorteil zu wahren und die denkbar besten Lebensbedingungen zu erreichen. Darf man also von einer moralischen Krise im Lande sprechen? Rabb. Rosenberg beantwortet diese Frage mit drei Feststellungen, von denen er glaubt, dass sie ganz allgemein anwendbar sind: 1. Der Aufbau des Landes, gefördert durch die persönlichen Interessen eines jeden Schaffenden. 2) Der sich in der Durchführung befindliche Umbau der israelischen Gesellschaft in neue Lebens formen. 3) Die arabische Gefahr. — Trotz des „Dschungels des Wettbewerbs“ (die israelische Presse benutzt diese Phrase) existiert für den Fall eines arabischen Angriffskrieges keine Frage über die Haltung, welche der gesamte Jischuw ausnahmslos einnehmen würde. Dagegen diskutiert man mit' dem grossen, alten Ben Gurion, der unentwegt an seiner Forderung „Schafft Werte nur Fakten zählen“ festhält. Der Redner veranschaulicht eine Versammlung Intellektueller der Mapai mit Ben Gurion. Die Mehrheit fragte den „grossen, alten Mann der Bewegung, wie man die geistiger. Werte zur Geltung zu bringen habe; Man ehrt und bewundert B. G.. begnügt sich aber nicht mehr mit seinen Thesen. Rabb. Dr. Rosenberg hatte den Mut, die „Gretchenfrage nach der Religion“ an zu schneiden und ehrlich zu sagen, dass die bisherige Halbung der die offiziellen Posten beherrschenden Orthodoxie keineswegs die Herzen des Volkes erobert habe. Doch gäbe es verheissungsvolle Ansätze zu religiöser Erneuerung. Man begreift, dass religiöse Tradition als echtes Volksgut zu bewahren ist. „Prosperity“ hält an. Man verbraucht mehr als man fabriziert, und man steigert die Produktion. Man weiss, dass man das riesige Verteidigungsbudget aufrechterhalten muss, und man würde es sehr beklagen, wenn es zum Kriege z. B. gegen das am wenigsten feindlich gesinnte Libanon kommen sollte, das aber nun einmal die meisten Zuflüsse zum Jorden beherrscht. Wasser ist das Lebensproblem Israels, und, um hieran zu sparen, schränkt man sogar landwirtschaftliche Massnahmen ein. Gewaltig im Anwachsen ist das Schulwerk; innerhalb der nächsten fünf Jahre werde man doppelt so viel Schulen wie heute nötig haben; auch die religiöse Erziehung wird vermehrfacht. Beer Schewa, in diesen fünf Jahren, werde 70 neue Lehrstellen zu besetzen haben. Beim Praesidenten der Republik In der vergangenen Woche empfing der Präsident der Republik, Dr. Arturo U. Illia, in seinem Arbeitsraum im Präsidentenpalais die Doctores Osvaldo Fustinoni und León Dujovne, Präsidenten und Ko-Präsidenten des Argentinisch - Israelischen Im stituts für Kulturaustausch, die von den Herren Arie Bustan und Mario H. Sejatovich, dem Kultur- bzw. Presse-Attaché der israelischen Botschaft in Argentinien begleitet wurden. Die Besucher übergaben dem Staatschef zwei jüngst in Israel erschienene Werke „Antología de Cuentos Latinoamericanos'* (Anthologie lateinamerikanischer Erzählungen“), neun argentinische Autoren mit eingeschlossen, und das hebräisch-spanische Lexikon des Dr. Eicha nan Ducach. Während der Unterhaltung, die sich über eine halbe Stunde erstreckte, zeigte sich der Präsident, Herr Dr. Illia, an den kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritten in Israel äusserst interessiert. Aus Bahia Bianca Die in Bahia Bianca erscheinende Zeitung „La Nueva Provincia“ veröffentlichte einen langen Artikel über den neuen Direktor der dortigen hebräischen Schule, Herrn Felipe Fistemberg, der zuletzt an einer gleichen Lehranstalt in der paraguayischen Hauptstadt Asunción beschäftigt gewesen ist. Der neue Direktor berichtete in langen Ausführungen über die von ihm angewandten neuen Methoden zum Erlernen von Fremdsprachen, die er bereits mit grossem Erfolg praktiziert hat. — Glückwünsche Wir haben sehr viele und sehr schöne Glückwunschschreiben von Gemeinden, Organisationen, einzelnen Persönlichkeiten und treuen Lesern erhalten. Leider sind wir nicht in der Lagí?, alle abzudrucken und diejenigen, die wir veröffentlichen wollen in dieser Ausgabe zu publizieren. Wir werden deswegen weitere Begrüssungen in unserer nächsten Ausgabe abdrucken, da uns einige auch sehr spät erreicht haben, sodass wir sie aus technischen Gründen zurückstellen mussten. —------- ---"-‘-Li ■ .«-J.fe-.fawm

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