Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2113 (23.4.1965)
- Date
- 1965-04-23
- Page
- [Seite 13] (sequence 13)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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- Albert Einstein 2× ep/1003296
- André Maurois 1× ep/1026451
- Berthold Jacob 1× ep/1025822
- Bruno Frank 1× ep/1003844
- Buenos Aires 1× ep/1047860
- Fritz Sternberg 1× ep/1025648
- Haifa 1× ep/1047930
- Hans Habe 1× ep/1025082
- Israel Zangwill 1× ep/1026550
- Jakob Wassermann 1× ep/1005248
- Jean Cocteau 1× ep/1024890
- Joseph Roth 1× ep/1025535
- Konrad Heiden 1× ep/1023534
- Max Horkheimer 1× ep/1005978
- Montevideo 1× ep/1045213
- Otto Zarek 1× ep/1023878
- Siegfried Kracauer 1× ep/1025263
- Vicki Baum 1× ep/1025892
- Walther Rathenau 1× ep/1025499
- Wolfgang Langhoff 1× ep/1025286
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Mfe Him KUNST ln kr Emigration IDWENTHAL *°ö Ör. l (; in Vorträg c,Max I. Îïiedîfj3'' Jahren in Holland antiqua-!flgen Leiter ZT' risch erworbenen 800 Bän- KuPf<m.k4ír SBet. «disohe, n hon« —"en Mj. àtrlCT*1 Ü Ml¿8£2 Sen deutscher Exil-Literatur bis 1952, wie man erfährt, im Besitz des ehemaligen Augsburgers Hein Kohn) eisige Kopfzerbrechen verursacht haben. Indes, die Arbeit, im wesentlichen das Werk von Dr. Günther Soff- "L®5 ke, hatte sich gelohnt, und le jüdisclie Zeitung M Mhh „Seniana Israelita“ m kurt KMSER-BLUETH 1 trcinnieji und vergehen, X*™*, schillernde Eintagsfliegen — * fluchtig in jjttr0 Und Strassenbahn s'e ">ann achtlos oder lässt sie liegen — lische Zeitungen, itwas andere«, ens für €ffl«n Juden — 't* trägt Erinnerungen ßngenes 6 lälte atmet die Hoffnung Zukunft -- dische Zeitung der Treffpunkt einer grossen, auseinandergeiissenen Familie — ite, fast vergessen, die in die Ferne verstreut sind, plötzlich wieder vor Dir leinen nach Deinen Händen zu greifen — idhöfe der schwarzen Jahre en leuchtende Kerzen der Erinnerung jüdischen Zeitungen Seelen, die keine Ruhe finden — l man so seren Toten sprechen, fern der Gasöfen nid Krematorien, r Märtyrern eines Volkes :h die Hölle gegangen ist, einer jüdischen Zeitung —? «he Zeitung ist mehr als ein flüchtiges Blatt, Stunde lebt, ihr untazugehen - . überfliegt und dann fortwirft lie Netzhaut der Augen unserer Seele, Schläge unserer Herzen iurch die schmalen Spalten ihrer Seiten — dische Zeitung Leuchtturm er unserer endlosen Reise besseres Leben. - der Mitte“ 1936 in i.Ostrau? Wer nwchen dass das Drama luchte“ »153«) «® Wurmbrandt, m® •igen ITA-Vertreter in, oder Hans Tra- •oschüre „Die Verant- , des Dkhters“. a ‘jagen der Zeh n.Goldstern - Vertat! Tel Aviv herauf -.«**-5 noch ein «6® erhin,dieüniversi» hek Bonn hatte te„, zusammen^ ide«n h * ausgestellt.^ ene, wegen seine ätot Rnhe"“!? f«w«s »« “fTÜ t so viel :ten. guten ei* luf*« **¿0 so konnte, wer dies wollte, in aller Müsse einen Einblick tun in die literarische Produktion, die in den Jahren 1933/45 draussen in der Verbannung, in der Emigration, im Zufluchtsland von deutschsprachigen Schriftstellern, Politikern und Wissenschaftlern, Menschen der verschiedensten Weltanschauungen und Religionen, geschaffen wurde, unter oft unsäglichen Schwierigkeiten und Entbehrungen. In der klugen Erkenntnis, dass es weniger auf Autoren und Verlage ankommt, zeigte die Bonner Universitätsbibliothek das zur Schau gestellte Material primär nach politischen Gesichtspunkten geordnet. Aus dieser Systematik ergab sich eine vor allem pä dagogisch durchaus vertretbare Aufteilung. Ueber die Analyse der deutschen Tragödie haben u. a Leopold Schwarzschild („Das Ende der Illusionen“, 1934). Fritz Sternberg („Der Faschismus an der Macht“ 111MEU Ell1" E I « u H G E H Siel» .Jhbibliotliek — Varlag COMENTES 424 - SUCRE 2390 (flkLE FUER ARGENTINIEN UFBAU“ NEW YORK 3935), Konrad Heiden („Die Geburt des Dritten Reiches“, 1934) und Oscar Meyer („Von Bismarck zu Hitler”, 1944) gedacht und geschrieben. Unter den Streitschriften und Pamphleten befanden sich beispielsweise Kerrs „Diktatur des Hausknechts“ (1934) und die Schrift des späteren sozialdemokratischen bayerischen Minister. Präsidenten Wilhelm Hoegner „Der Faschismus und die Intellektuellen“ (Karlsbad 1934). Bei der „Abrechnung mit Hitler fehl-ten weder die Braunbücher über den Reichstagsbrand noch Fritz Thyssens „I Paid Hitler“ (London 1941). Berthold Jacob und der ehemalige Staatssekretär des Auswärtigen Otto Bauer waren in der Abteilung „Der Zweite Weltkrieg zieht herauf“ vertreten, Wolfgang Langhoff und Lion Feuehtwanger („Der Gelbe Fleck“, Paris 1936) im Abschnitt „Theorie und Praxis der Judenverfolgung“; dazu gehörte auch die Broschüre der Oekonomischen Abteilung des Jüdischen Weltkongresses über den „Wirtschaftlichen Vernichtungskampf gegen die Juden im Dritten Reich“ (Paris— Genf—New York 1937). Politisch indirektere Titel trugen Abteilungen wie „Das Dritte Reich in Roman und Erzählung“ (Hans Habe: „Zu spät? Ein Liebesroman mit politischem Hintergrund“; Walter Schönstedt: „Auf der Flucht erschossen — Ein SA Roman“, 1933) und „Schicksale in der Emigration1, wo man die „Rechts, läge deutscher Staatsangehöriger im Ausland“ von Hugo Emmerich und John Rothschild (Haarlem 1937) fand. Die „Emigration eines Verlages“ wurde am Beispiel von S. Fischer (Berlin — Wien— Stockholm) illustriert, „Anthologien des freien Geistes“ durch K. Kersten („Deutscher Freiheitskalender“. Strassburg 1939) und Edgar Alexander („Deutsches Bre. vier“ Zürich 1938) repräsentiert. Schliesslich die „Jüdischen Lebensbilder“ (mit Brod, Otto Zarek, Siegfried Kracauer, Kerr (Walter Rathenau, 1935), Prof. Dr. David Reichinstein („Albert Einstein“, Prag 1933) und Maria Karlweis („Jakob Wassermann“, Amsterdam 1933). Zu seihen waren aber auch einige mehr von der Perso nen des Autors her bestimmte Sammlungen vorwiegend schöngeistiger Schriften, nach dem Alphabet geordnet. Darunter solche von Vicky Baum, Dublin und Feuchtwanger, Bruno Frank und Georg Hermann (bei dem, wie die erläuternde Beschriftung erkennen liess, nicht feststeht, ob er 1943 in Auschwitz oder in Birkenau umkam), wieder Brod und Kerr, aber auch Irmgard Keun und Köstler, Else Las ker-Schiiler, Thomas, Hein, rieh und Klaus Mann, Joseph Roth, Bruno Sc-hönlank, Toller, Berthold Viertel, Wassermann und Werfel. Die Proben selten gewordener Bücherreihen und die literarisch und politisch kritischen Zeitschriften, die in Westeuropa, in Prag und anderwärts ein schweres Dasein fristeten, bildeten eine gute Ergänzung der in dieser, schon durch die Andeutung instruktiven bonner Ausstellung gezeigten vielar tigen zeitgeschichtlichen Bücher. Es ist gut zu wissen, dass nunmehr — neben Frankfurt a. M. — auch die Univeristätsbibliothek Bonn wenigstens in gewissem Umfang über deutsche Emigrationsliteratur verfügt. Notizen Ein Freund ging weg Zwi Maimón gestorben Im Alter von 61 Jahren starb kürzlich der bestorientierte“ Mann in Israel, der Regierungs-Stenograph Zwi Maimón. Er war eine bekannte Persönlichkeit in Jerusalem und schon vor der Staatsgründung Sekretär Ben Gurions und der Exekutive der Jewish Agency. 1935 kam es aus Lettland nach Palästina. Sein Bruder Jaacow Maimón erfand die hebräische Kurzschrift, in der er Meister wurde. Ben Gurion rühmte, dass man ¡hm jedes Geheimnis anvertrauen konnte. Rekordbesuch Auch in der vierten Woche der Laufzeit des Films von Joffe „Kommt am Schabbat nicht in Frage“ hielt der Rekordzulauf in Paris an. Eine Ernennung Die Jewish Agency in New York gab die Ernennung von Abraham Sharir. dem früheren parlamentarischen Sekretär der Liberalen Partei in Israel, zum Direktor ihres Wirtschafts-Departements in New York bekannt. Er folgt Schlomo Chelouche, der nach Israel zurückkehrte. Subsidien Das Albert Einstein Medical College der Jeschiwa-Universität in Bronx erhält vom Wohlfahrt« Ministerium der USA 3,6 Millionen Dollar für die Konstruktion eines Gesundheitszentrums für geistig Zurückgebliebene Max Horkheimer 70 Jahre Der grosse Soziologe Professor Max Horkheimer, emeritierter Ordinarius für Soziaiphilosophie an der Universität Frankfurt, beging seinen 70. Geburtstag. Der Gelehrte ging 1933 in die Emigration, lehrte unter anderem an der Columbia Universität in New York und kehrte 1949 auf seinen frankfurter Lehrstuhl zurück. Wiederwahl Professor S«ul Lie her mann, Rektor des Jüdisch theologischen Seminars von New York, wurde als Präsident der USA-Akademie für jüdische Forschung wiedergewäblt. Posthume Ehrung Die londoner Stadtbehörden beschlossen, eine Erinnerungs-Plakette an „Israel Zangwill. Autor und Philanthrop“ an dem Hause anzubringen, in dem Zangwill gewohnt hat. Der Sohn des Geehrten, Prof. Oliver Zangwill, war anwesend. Israel Zangwill, dessen hundertster Geburtstag in dieses Jahr fiel, hat in seinen Schriften die Atmosphäre des jüdischen Lebens seiner Zeit hervorragend aufgefangen. Mitglied der Akademie ZUM TODE VON PINCHAS WELNEK Rr war ein wahrer Freund, wie er heute selten zu fin den ist. Im Jahre 1959 sind •wir einander begegnet. Wäh. rend einer Konferenz in Am steidam erlitt ich einen Herzanfail. Er liess mich in sein Hotelzimmer bringen, sorgte für einen Arzt und blieb bei mir, bis ich mich erholt hatte und die Gefahr gebannt war. Seit dieser Zeit standen wir in freundschaftlichem Kontakt. Für das Jahr 1964 hatten wir ein Zusammentreffen in Israel verabredet. Im Juni 1964 schrieb er mir: „Ich fühle mich nicht gut und wer weiss, ob ich noch jemals Israel sehen werde, dieser Gedanke macht mich sehr traurig.“ Pinchas Weiner, der Henri Nathansen - Preisträger, der begnadete jüdische Dichter und Schriftsteller, entstammt einer Weber - Familie, aus dem ärmsten proletarischen Viertel des s. g. „Balut“ in Lodz. Schon als Kind durch häusliche Not gezwungen, hat er jede sich bietende Arbeit ergriffen, um zum Er. halt der Famiiie beizutragen. Diese Umstände und eine lebendige Konfrontation mit den schwersten Lebenssorgen erweckten in ihm das Sozielbewusstsein und brachten ihn ln die Gruppe der Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Als Aktivist der nicht legalen sozialistischen Tätig keit wurde er im Jahre 1904 verhaftet und nach „Zdunska Wola“ gebracht, von wo er entflohen ist; es gelang ihm später nach Argentinien zu kommen. Weiner kehrte später nach Europa zurück und fand in Dänemark ein Arbeitete.d, wo er sich niederliess. In den Verfolgung«jabren des letzten Krieges und der Okkupation Dänemarks durch die Niizis rettete er sich mit Hille seiner Freunde nach Schweden. Das teuflische Treiben der Nazihorden in seinem Geburtsland Polen und in ganz Europa beherrschen sein Gemüt; er durchlebt die Leiden seines gemarterten Volkes, seine geistigen Kräfte wer den geweckt. Im Jahre 1949 erscheint das Buch „In diesen Tagen“ in dänischer Sprache, in welchem sein ganzes Rechtsempfinden gegenüber den schrecklichen Mordtaten der Hit'erperk'de mit gewaltiger Wucht zum Ausdruck kommt. Dieses Buch, das in Mexico prämiiert wurde sowie das im Jahre 1953 herausgebene Buch „Erfsunds Bruder“, das seine eigenen Erlebnisse und das Verhalten des schwedischen und dänischen Volkes zu seinen jüdischen Mitbürger-! schildert, hat die Aufmerksamkeit der dänischen Presse auf sich gezogen. Mit seinem im Jahre 1960 veröffentlichten Roman ..Balut“ in jiddischer Spracht, der ins Dänische übersetz: wurde, setzt er dem so vitalen, unvergesslichen polnischen Judentum, mit dem er sich mit ganzer Seele verbunden fühlte, ein Denkmal. Es ist ein Buch von kulturhistorischer Bedeutung, für welches er vom dänischen Schriftsteller-Verband ausgezeichnet wurde. Im Jahre 1963 gibt Weiner einen Band seiner Novellen heraus und schreibt über seine Eindrücke im Nach kiiegs.Polen, zu dessen Besuch ihm ein unbekannte): Leser seiner Artikel und seiner Arbeiten in der dänischen Presse verholfen hat. Am 7. Februar 1965 ist Pineba-s We ner, 7) jährig, im Kopenhi gener Krankenhaus verschieden. D»s dänische Judentum hat einen treuen Sohn verloren, der auch aktiv im gesellschaftlichen Le - -ben stand. Elr war Zeuge und Chronist. seiner Zeit. Ei verfugte über die meisterhafte Kunst des Erzählens und gab einen glänzenden Beitrag zur Erforschung der so bewegten Jahre. STEFAN SCHWARZ W OE ~MLTA N PRECISION JUNIO 98! LUNES EÜm!? •8p*. 0mm MS?'- /v-ä*1:Vtr V Kürzlich wurde der Wirtschafts-Wissenschaftler Jacques Rueff in Paris in die Akademie eingeführt, um den durch das Ableben von Jean Cocteau freigewordenen Sitz einzunehmen. Die übliche Ansprache bei der Aufnahme hielt André Maurois, während das neue Akademiemitglied einen Nachruf auf Cocteau hielt. Konzerte Im Mai 1966 wird nach abgeschlossenen Verträgen das Philharmonische Orchester von Israel Konzerte in Moskau, Leningrad und drei Promotion Die Bar-Han - Universität vergab 110 Bachelor- und 18 Master-Grade. 40 neuen Lehrern wurden die Lehrerzertifikate erteilt. Si Ud. ya viajó a Israel, sueña con volver. Si aún no viajó, comprende que cada dia que pasa es tiempo perdido. Ahora se le presenta la oportunidad de realizar un viaje directo, en condiciones ideales, en el moderno y lujoso transatlántico “JERUSALEM". Desde el momento de zarpar en el "JERUSALEM" Ud. se | hallará bajo el pabellón israelí, I en un ambiente simpático, do- ¡ tado del mayor confort, donde ¡¡ podrá empezar a saborear las § costumbres y modalidades que S lo fascinarán a su arribo. ITINERARIO DEL S/S “JERUSALEM“ ZARPA DE HAIFA . EL 24 DE MAYO CON ESCALAS EN» Nápoles, Marsella, Lisboa, Mádélra, Río, Santos, Montevideo, Buenos Aires. ZARPA DE BUENOS AIRES £L 14 DE JUNIO CON ESCALAS EN: Santos, Río, Madeira, Nápoles, Haifa, llegando el 4 de julio. Consulte a su agente de viajes o a ZIMMl'r ISRAEL NAVIGATION CO. LTD. MAIPU 866 - Tel.: 32-7465/7823 y 31-^59 Buenos Aires