Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2113 (23.4.1965)
- Date
- 1965-04-23
- Page
- [Seite 10] (sequence 10)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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1« — Viernes, 23 de Abril de 1965 L A emana israelita Año XXVI. — N® 211s Ereignisse der Woche ♦Loi tsetzung der Ereignisse von Seite 6) Tat haben Sie nicht mir der Gemeinschaft, in deren Mitte die Zeitung erscheint, einen wundervollen Dienst erwiesen, sondern allen Mitglie dem der Familie des jüdischen Volkes, die durch den JWK lepräsent-iert wird. Sie haben niemals geschwankt. jüdische Belange zu unterstützen, wenn es an der Zeit war, zu ernster Aktion zu schreiten, die lokale und globale jüdische Position energisch zu verteidigen, wann und wo auch immer eine Herausforderung bestanden haben mag. Empfangen Sie bitte vonseiten des JWK und der angeschlossenen Institutionen in den Vereinigten Staaten unsere Glückwünsche 2u einem Vierteljahrhundert hervorragender Arbeit zugleich mit unseren Hoffnungen für viele, viele weitere Jahre hingebenden Dienstes für die argentinische und die Judenheit in der Welt. Ihr ergebener MAX NUSSBAUM Mutig und mit Erfolg Aus Jerusalem, der ewigen Stadt, erhielten wir ein Schreiben des Professors für Soziologie an der Hebräischen Universität, Dr. Arieh Tartakower, der den Juden in den lateinamerikanischen Ländern nicht unbekannt ist. Seine Vorträge, auch in Organisationen und Gemeinden unseres Sektors, haben einen tiefen Eindruck zurückgelassen. der heute noch in uns nachkiingt. Bin Mann umfassenden Wissens, der die Kulturen des Westens und des Ostens in einer seltenen Harmonie in sich aufgenommen hat, gehört Tartakower au den führenden Männern der Zionistischen Bewegung und des Jüdischen Weltkongresses. Seine nun folgenden Ausführungen gereichen uns zu grosser Ehre: Lieber Herr Dr. Swarsensky: Ich erfahren soeben, dass j die durch Sie redigierte Jti- | dische Wochenschau in den i allernächsten Tagen das Jui biläum ihres 25jährigen Be Stehens feiern wird. Ich bitte Sie, anlässlich : dieses Ereignisses meinen I herzlichen Gruss sowie den Wunsch entgegennehmen zu! wollen, dass es Ihnen ver- ' gönnt sein möge, die segensreiche Abeit der Veröffentlichung dieser Zeitschrift viele Jahre weiter führen zu können. Ich habe persönlich die Möglichkeit gehabt, das hohe Niveau der Wochenschau sowie ihren Einfluss auf die öffentliche Meinung nicht rnir in Argentinien sondern auch in vielen anderen Ländern beobachten zu können. Ich fühle mich berechtigt. Ihnen und den anderen Freunden zu sagen, dass ich sie als eine der besten Zeitschriften in der heutigen jüdischen Welt betrachte, die es ver standen hat. mutig und mit Frfolg für die jüdische Sache, sowie für die allgemeinen Ideen der Demokratie und des Fortschrittes zu kämpfen. Man kann sich das l jüdische Argentinien kaum REfSEN IM IN- UND AUSLAND BESSER bedient sie íPjñWrtür \***”*'’#,»* Su Agencia de Viajes Tucumán 978 p. 4 T. E. 35-2567 2779 PELZE ARROYO 821 T. E. 41-3620 AEHER ohne die Semana Israelita vorstellen. Schreiten Sie nun weiter auf diesem Wege vorwärts, mutig und stolz wie Sie es bisher getan haben, und seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass Sie viele Freunde haben, die Ihr Werk bewundern und bereit sind, Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich drücke stark Thre Hand Ihr ergebener ARIEH TARTAKOWER Neue positive Einstellung Lieber Doktor Swarsensky! Es ist mir ein besonderes Bedürfnis, Ihnen anlässlich des Jubiläums Ihrer — unserer — „Jüdischen Wochenschau" einige wenige Worte der Bewunderung und Dankbarkeit zukommen zu lassen. Sie haben es verstanden, in einer ausweglos erscheinenden Zeit den Grosstell unserer Menschen die durch die Ereignisse in Mitteleuropa hierher verschlagen wurden, aufzurütteln und ihnen die Wege zu zeigen, die uns halfen, über diese Jahre hinweg zum Aufbau und Ausbau unserer Vereine schreiten zu können. So wurde es möglich, den kulturellen Zusammenhalt moralisch zu untermauern. Ich nehme für mich in Anspruch, die Entwicklung der letzten 32 Jahre beurteilen zu können, da ich sie ja schliesslich vom ersten Tage an hier im Lande miterleben konntt, und weiss. wie sehr uns allen eine klare Einstellung gegenüber dem Judenschicksal nötig war. Dass alle unsere Menschen sich wirtschaftlich schnell einordnen konnten und zurechtfanden, haben sie selbst bewiesen; dass es aber darüber hinaus notwendig und möglich war, eine neue positive Einstellung zum Judentum zu gewinnen, ist Ihr Verdienst. — Es ist erforderlich, fiese Arbeit in intensiver Weise weiterzuführen, damit die heranwachsenden Generationen auch klar erkennen, wo ihr Platz ist. Sie bei dieer so wichtigen Arbeit begleiten i und unterstützen zu können, | ist mir ein besonderes Be- > dürfnis. i Ich begrüsse Sie und Ihre | Gattin aufs freundschaftlichste Ihr; ERNESTO OPPENHEIMER Für die Zukunft sorgen Lieber Chaver Dr. Swarsensky: Wenn eine Zeitung wie die „Semana“ ihr fünfundzwanzigstes Jubiläum feiert, dann sollte man in seinem täglichen Einerlei sich der Mühe unterziehen, darüber nachzudenken: „Was war für mich die „Semana“, was gibt sie mir jetzt und was wird und kann sie in Zukunft für uns bedeuten? Zunächst gilt meine herzlichste Gratulation dem Chefredakteur, Dr. Hardi Swar- SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA "B'NE JISROcl" Santiago de Chile lieber Freund: Sehr geehrter Herr Dr. Swarsensky: Das 25. Jubliäum Ihrer Jüdischen Wochenschau ist ein Grund der Freude und des Stolzes für das gesamte zentraleuropäisohe Judentum, das auf dem südamerikanischen Kontinent eine zweite Heimat gefunden hat. Sie und Ihre Zeitung waren die Ersten auf unserem Erdteil, die offen und voller Mut in jenen schweren Jahren des Krieges die entsetzlichen Grausamkeiten des Nazismus gegenüber unseren Brüdern und Schwestern aufgedeckt und veröffentlicht haben. Unbeirrt von Anfeindungen sind Sie gerade Ihren Weg gegangen. Nach dem Kriege waren Sie, getreu den Idealen Ihrer Jugend, einer der hervorragendsten Vorkämpfer für Medinat Israel. Unterstützt von einem Stabe hervorragender Leitartikler nehmen Sie in jeder Nummer Ihrer Zeitung zu den brennenden Tagesfragen Israels und der ganzen Welt in Artikeln Stellung, die von Ihren Lesern in aller Welt immer mit Spannung erwartet und von dem ersten bis zum letzten Buchstaben mit grösstem Interesse gelesen werden. Ihre umfangreiche journalistische und schriftstellerische Tätigkeit hat Sie nicht daran gehindert, überall dort Ihr grosses jüdisches und allgemeines Wissen und Santiago, 12. April 1965 Ihre hinreissende Beredsamkeit zur Verfügung zu stellen, wo man Sie benötigt hat. Sie haben nicht nur das Präsidium zahlreicher Organisationen in Buenos Aires jahrelang innegehabt, sind Direktor unserer Centra und waren auch Leiter der Campaña Unida. Unsere Glückwünsche die wir Ihnen aus Anlass des 25. Jubiläums Ihrer Zeitung namens unserer Gemeinde und unseres Gemeindeblattes aussprechen, kommen aus ehrlichem Herzen, von guten Freunden, die sich mit Ihnen freuen über Ihre und Ihrer Zeitung Erfolg« und stolz darauf sind. Sie als ihren Freund betrachten zu dürfen. Gleichzeitig möchten wir Ihnen bei dieser Gelegenheit danken für das Wohlwollen und die Unterstützung sowie das Verständnis, das Sie immer in grosszügigster Weise unserem Boletín Informativo entgegengebracht haben. Wir und unsere Gemeinde freuen uns schon darauf, unseren Frennd Swarsensky am 29 Juli hier oei uns begrüssen zu dürfen und ihm bei dieser Gelegenheit noch einmal unsere herzlichsten Glückwünsche persönlich ausspreohen zu können. Wir verleiben mit einem herzlichen Schalom Ihre sehr ergebenen: Dr. H. Reich Präsident Kurt A. Hofmann General-Sekretär sensky, dem Artikelschreiber Jehuda Gottheimer und' allen bekannten und unbekannten Mitarbeitern. — Für mich war die „Wochenschau“ in den ersten schweren Jahren des Hierseins und des Zweiten Weltkrieges ein Lichtblick in eine bessere jüdische Zukunft. Sie hat mir Zuversicht eingeflösst, und wurde so für mich ein geistiges Lebensbedürfnis. Heute haben die Zeiten sich geändert und mit ihnen die Menschen. Die Existenz unserer Menschen hier im Lande ist durchschnittlich eine gehobene: die Wiedergutmachung hat besonders bei den Aelteren wesentlich dazu beigetragen. Der Staat Israel ist schon etwas Selbstverständliches geworden. Man liest nicht gern Zeitungen, die an Vergangenes erinnern und das jüdische Gewissen mahnen. Mir gibt die „Semana“ auch heute noch viel Sie ist für mich eine Brücke des pulsierenden mannigfaltigen Lebens einerseits hier und des im Aufbau befindlichen Staates Israels andererseits. Man wird orientiert, man weiss was und wo etwas los ist, auch wenn es nicht immer angenehm ist.— Und als Letztes, wie sieht die Zukunft einer in deutscher Sprache geschriebenen Wochenzeitung aus? Welche (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 14) M, Frigorífico Frigoingia Roe. Anón. Industrial, Comeiciai« Inmotoiixaria y Agropecuaria Administración: Pórtela 2628/38 Fábrica: J. Farrell 847 y Humayta 854 T. E. 208 8096/97/98 Val. Alsina _ Pdo. Lahús - Peía. Be. As. Su viaje a TEL AVIV hágalo por Lufthansa vía Zurich, con conexiones inmediatas. Consulte a su agencia de viajes. Lufthansa,