Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2113 (23.4.1965)
- Date
- 1965-04-23
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 23 tk Ab»» <fe 1965 LA REMANA ISRAELITA Ereignisse der WocheEin Gruss aus Israel den Mitarbeitern der J. W. H. Sw.: — Einig« Worte sollen auch über unsere Mitarbeiter gesagt werden, wenn es auch nicht möglich ist, hier alle namentlich aufzu führen. Denn 25 Jahre sind eine lange Zeit, jedenfalls im lieben einer jüdischen Zeitung, die wöchentlich und vie!e Jahre hindurch sogar halbwöchentlich erschienen ist. Als erster muss mein unvergesslicher Vater, der Sanitätsrat Dr. Samuel Swarsensky. genannt werden, der die ersien Jahre mein bester und unentbehrlicher Berater gewesen ist und der sein umfassendes jüdisches und humanistisches Wissen ganz in den Dienst der J. W. gestellt hat. Jahre hindurch hat er die Korrekturbogen gelesen und alles getan, um d’e Zeitung zu fördern, ihr Niveau zu heben und mich zu ermuntern. die schwere Aufga be zu erfüllen. — Unter den langjä hrigen Mitarbeitern sind vor allem auch die bekannten israelischen Journalisten Schalom hen Chorin (Jerusalem», Meir Faerber (Tel Aviv'. Herbert Freeden »Jerusalem» und Dr. Ottensooser zu nennen die ebenso wie Rabbiner Dr. Neufeld. Dr. Yomtow Ludwig Bato und manche andere unseren Lesern einen tiefen Einblick in die Entwicklung und Problematik de* Landes vermittelten Dank schulden wir auch den Journalisten Kurt Grossmann (New; York). Stefan Schwarz (München). M. Kilai oder Mendel Karger, dem unsteten Reisenden durch Europa und Zentralamerika. Josef Fraenkel (London). Boris Smolar (ITA, New York) und vielen anderen, die ihre vorzüglichen Journalistischen und menscnhchen Qualifikationen in den Dienst unserer Zeitung gestellt haben. Aus der Schar der bonaerenser Mitarbeiter seien hervorgehoben: Rabb. Dr. Hermann Klein s. A. und Rabbiner Dr. Meir Rosenberg, deren religiöse und allgemeine Betrachtungen eine Bereicherung darstellten Curt Wilk. Hans Silber, Dr. Karl Kost. Herbert Dresel, Fred Heller s. A. und manche anderen sowie Curt Weissstein, dessen „Musik der Woche“ unsere Leser über ein sie in teressierendes, wenn auch nicht rein jüdisches Gebiet unterrichten. Eine dankbare Erwähnung müssen auch die bekannten und bedeutenden Journalisten Ilja Trotzky, A. L. | Schussheim s. A. und Dr. j Abraham Mibashan s. A. fin- | den, die immer der Zeitung mit grösstem Interesse gegen ¡iberstanden. Ueber die wichtigen Beiträge der Rabbiner Egon Loewenstein (Santiago de Chile» und Dr. Fritz Winter (Montevideo) wurde bereits berichtet. Zu den unbedingten Freun den und aufrichtigen Kritikern der Zeitung gehörte der Glückwunsch Vom Direktor der Kulturabteilung des Jüdischen Weltkongresses, dem bedeutenden jüdischen Gelehrten und Dubitow Uebersetzer ins Deutsche Dr. Aaron Steinberg, ging uns aus London das folgende Telegramm zu: „Herzliche Glückwünsche der Kulturabeifung mit Wünschen vieler glücklicher Jahre für Ihre grossartige Zeitung — Aaron Steinberg“ unvergess'iche Dr. Jakob Hellrrann s. A., dessen Ratschläge, Hinweise und Dynamik immer wertvollen Einfluss ausübten. Immer grosses Interesse für die Jüdische Wochenschau bewies mit seinen guten Ratschlägen und wichtigen Anregungen der ständige Delegierte des Jüdischen Weltkongresses in Argentinien. Herr Mark Turkow. selbst ein bekannter und ausgezeichneter Journalist, dem hier zu danken für uns eine re'bst verständliche Pflicht ist. Die Techniker der J.W. Ohne die .Techniker’ gibt es keine Zeitung. Den entscheidenden Anteil des Herrn Siegbert Freimark haben wir hervorgehoben. Er ist der für Satz und Druck der Zeitung allein Verantwortliche. Seine Arbeit sieht man, sie ist aber anonym, w:ie die Tätigkeit mancher anderen, die nicht in Erscheinung treten Zu unseren treuesten Mitarbeitern sind U. Cukier, der Chef der Expedition, und Günther F. Jacobsohn zu rechnen die mit grosser Zuverlässigkeit ihre Arbeit schon mehr als 20 Jahre leisten. Unser erster Anzeigenwerber, Herr Manfred Engers, der schon vor dem Erscheinen der ersten Ausg.'be für uns tätig war, sei an unserem Jubiläum besonders erw'ähnt. Eine Ehrenpflicht erfüllen wir im Gedenken an Herrn Arthur Kroll, der mit einer beispielhaften Hingabe am Aufbau der Zeitung mitgewirkt und für ihre Verbreitung gesorgt hat. Fiir ihn war dieser neue Beruf in der Emigration eine wahre Berufung. Auch den Anteil unserer Sekretärinnen werden wir nicht unerwähnt lassen. Die erste Sekretärin war Hadassa Kaufmann noch als Haddv Geiblinger. die wie wenige weise, unter welch’;«hwierigen Bedingungen wir unsere Arbeit in kleinstem R^um begonnen haben. Die Damen EJly Fuhrmann und Frau Markowitz waren ebenfalls längere Zeit in unserem Büro tätig, und dann Frau Mali Chodziesner die 20 Jahre treu und erfolgreich, immer zu helfen bereit, mitgearbeitet hat. Auch die immer fleissige -und wertvolle Mitarbeit der Damen Marianne Anavi, Margarethe Wermer und Bet tv Wiener muss hervorgehoben werden. — Wir w'ollen auch nicht die Herren Mateo Urwand und Curt Hamburger vergessen, die in unserer Redaktion ebenso wie Frau Livia Neumann mitgearbeitet haben. „Es ist uns, der Redaktion des MB und dem Irgun Olej Merkas Europa, der Organisation der Einwandeier aus Mitteleuropa in Israel, ein besonderes Bedürfnis, Ihnen zum 25jährigen Bestehen Ihrer Jüdischen Wochenschau „La Semana Israelita“ unsere herzlichen Glückwünsche auszusprechen. Sie haben nunmehr fast ein halbes Menschenleben durch die Herausgabe dieser auf einem hoben geistigen Niveau stehenden Zeitung den in Ihrem Lande lebenden Juden aus Mitteleuropa einen Zusammenhalt gegeben, und in ih nen das Gefühl der Gemeinschaft und der Verbundenheit mit Israel und den jüdischen Zentren der Welt wachgehalten. Dafür kommt vor allem der Dank und eine hohe Anerkennung dem Gründer und Herausgeber Ihrer Zeitung, Herrn Dr. Hardi Swarsenskv, zu. „Wer weiss, wie schwer es ist, ein jüdisches, ein zionistisches Organ zu schaffen und es über die Jahre hin lebendig zu erhalten, der kann die ganz ausserordentliche Leistung und die stete Mühe und Sorge ermessen, die damit verbunden ist. Diese Leistung fordert zur Bewunderung heraus, und das Geschaffene wird umso bedeutsamer. wenn sich in ihm, wie es in Ihrer Zeitung der Fall ist, die Tradition fortsetzt, die sich in dem Besten, das das deutschsprachige Judentum hervorgebracht hat, ausdriickt. Das schafft die Verbindung mit unserer gemeinsamen Vergangenheit und bindet uns selber und untereinander für die gemeinsamen Aufgaben der Gegenwart und unserer Zukunft. Auf diese Weise ist La Semana Israelita auch zu einer Brücke von Ihren Lesern zu uns in Israel geworden. „Wir wünschen Ihnen als Freunde und Kollegen alles Glück zu Ihrem Jubiläum und einen weiteren Erfolg für die Zukunft und den Ausbau Ihrer Zeitschrift.“ Dr. HANS TRAMER gessen haben, so bitten wir i schon jetzt um Entschuldi- | gung. Ihnen allen sei an dieser Steile gedankt. Die Jüdische Wochenschau ist auch eine Art Familien- Unternehmen. Meine Schwester, Lotte Kaflinski, ist Mitglied der Redaktion, meine Brüder Rudi und Fritz Swarsensky, arbeiten seit Jahren jeder an seinem Platz mit. Mein Schwiegervater Herr Oskar Laboschin s. A. hat in mühevoller Arbeit Jahre hindurch unser Archiv angelegt. Alle haben ihr Bestes ge tan und dabei mitgewirkt, Delegación de Asociaciones Israelitas '»•gentinas (D.A.I.A.) Buenos Aires, Abril 17 de 1965 Señor Director de la Semana Israelita: Tenemos el agrado de dirigirnos a usted para expresarle nuestras cordiales felicitaciones en ocasión de la importante fecha que su semanario celebra. Un cuarto de siglo de existencia es un período dilatado de trabajo y acción, que LA SEMANA ISRAELITA consagró a la alta finalidad que determina su existencia. Esto le ha asegurado un lugar destacado en el periodismo judeo argentino en cuyos anales este 25? aniversario adquiere indudable significación. Al expresarle nuestras congratulaciones, formulamos sinceros votos de renovados éxitos dentro de la línea a que se ajusta la prédica de LA SEMANA IS¬ RAELITA desde su fundación. gez. HERZU GESANG Secretario gez. ISAAC GOLDENBERG Presidente Pflichtgemaesse Menschen von KARL MARX Herausgeber der Allgemeinen Wochenzeitung der Juden in Deutschland' Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUM ER GODDEN: Immer und einen rag. Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Eiziehung vor Verdun. Roman. Nr 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poetin Essays — Nr 55’ JOYCE CARY’ Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfäll .e Nr 57/58 59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. BRIEFE DER WELTLITERATUR AUS DEM TRECENTO DANTE — PETRARCA — BOCCACCIO Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80 Dreifachband DM 4,80 Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München; die auch heute noch zeitweise für uns tätig ist. Eine besondere Erwähnung müssen auch unsere administrativen Mitarbeiter in anderen südamerikanischen Ländern und den Kolonien in Argentinien finden, die alle zur weiten Verbreitung der JW beigetragen haben, unter ihnen vor allem Albert Lindenheim s. A. und Georg Neuländer s. A., beide Montevideo. Alfred Schw'arz (Bolivien), Eheleute Baum (Pa raguayt, die Herren Lewitz und Gotthilf (Chile), sowie unsere früheren und der jetzige Vertreter, Herr Leo Gans (Colonia Avigdor), Sali Springer s. A. (Moisesville), und Ile anderen, die hier persönlich nicht genannt worden sind. Sie alle haben allein oder mit ihren Frauen Jahre hindurch die Interessen der Jüdischen Wochenschau wahrgenommen oder nehmen sie heute noch wahr. Auch der ständigen Mitar beit der Eheleute Hülse s.A„ die in Buenos Aires stets neue Leser fiir die Zeitung warben, sei an dieser Stelle gedacht. Sollten wir irgendeinen Mitarbeiter versehentlich verdas Erscheinen der Jüdischen Wochenschau 25 schwere Jahre hindurch zu ermöglichen. Redaktionsgeheimnis Vielleicht gibt es doch noch einige, die sich darüber wundern, dass z. B. Jehuda Gottheimer nicht erwähnt wurde, obwohl er in diesen 25 Jahren allein etwa 2.000 Leitartikel geschrieben hat. Beachten Sie, lieber Leser, diese Zahl: zweitausend. Aber Jehuda Gottheimer kann ich ebenso wenig loben wie ich mich bei ihm bedanken kann, denn er wie auch B. B. Samuel, Jakob Katz- Rogasen. Sem Frankenstein, Dr. W.—, Horst Winckler. Harold Schwarcz und manche andere sind mit H. Sw. oder mit —y usw. identisch. Eine Zeitung wie die Jüdische Wochenschau herauszugeben. ist gar nicht einfach. Neben manchen anderen Voraussetzungen muss mar. eine besondere haben und Woche für Woche. Jahr um Jahr und nunmehr bereits (Weitere Ereignisse auf auf Seite 6) Zu den grössten Nöten der deutschsprachigen jüdischen Emigration in der Zeit, in der Deutschland von Mördern und Verbrechern regiert wurde, gehörte der Mangel an Information in deutscher Sprache, gehörte ein Organ, das Freunde und Verwandte wieder zusammen führte, als das Schreckencregime zu Ende ging. Zur Schaffung solcher Organe gehörten pflichtbewuss te Menschen, Menschen, die sich auch bereit fanden finanzielle Opfer zu bringen, Menschen, die dazu beitrugen. dass das national-jüdische Bewusstsein wach gehalten wird. Hardi Swarsenskv war einer der Wenigen, die nicht nur die Quaifikation besassen, sondern auch rechtzeitig verstanden, um was es geht. Ich glaube, es war im Jahre 1941, als ich in Marokko zum ersten Mal „La Semana Israelita“ — Die Jüdische Wochenschau — sah. Ein Passagier brachte sie mit nach Tanger. Damals kannte ich Hardi Swarsensky nur dem Namen nach. Man hatte ihn mir als den „wilden Blau- Weiss-Führer“ aus Berlin geschildert, ein wilder Jug«idführer. an dem seine Jugend hing, ein Non-Konformist. Die erste Ausgabe zeigte mir, dass er das alles geblieben ist. Und er ist es, glaube idh, bis zum heutigen Tage aeblieben. Wäre er das alles •nicht gewesen, dann könnte ich ihn heute nicht zum 25. Jahrestag des Bestehens seiner Zeitung aufs Herzlichste beglückwünschen und der Hoffnung Ausdruck geben, dass diese in der Zeit der Not entstandene 2ieitung seinen Lesern noch viele, viele -Jahre Freude macht. Nun werden aber manche dieser Leser sich darüber wundern, dass ich diese wirklich von Herzen kommenden nachdem meine Zeitung und ich in den Nachkriegsjahren — ich glaube bis etwa 1957 — ständigen und heftigen Angriffen ausgesetzt waren. Hardi Swarsensky und seine amerikanischen Mitarbeiter konnten aus dieser weiten Entfernung naturgemäss nicht verstehen, dass ich aus meinem jüdischen Herzen heraus bei gründlichster Prüfung der deutschen Nachkriegssituation, insbesondere nach der Gründung der Bundesrepublik aus rein realpolitischen Gründen mich für die Verständigung einsetzte und an den echten Willen der für das Naehkrieg-s- Deutschland verantwortlichen Politiker, mit dieser schrecklichen Erbschaft fertig zu werden, glaubte. Ich bin denen zu Dank verpflichtet, die mich damals kritisierten, weil bekanntlich sachliche Kritik neue Anregungen mit sich bringt. Der 25. Jahrestag der „Jüdischen Wochenschau“ fällt in eine Zeit, in der sich in allen Erdteilen Krisenherde aufzeigen, er fallt in eine Zeit, in der die Uneinigkeit des westlichen Blocks uns grosse Sorgen bereitet. In diesen Monaten vergrösserte sich die Gefahr für Israel in erheblichem Masse. Die Drohungen werden immer deutlicher, die Erpressungen des Herrn Nasser grenzen schon heute an das heran, was wir schon einmal erlebt haben. Deshalb soll dieser Glückwunsch verbunden sein, mit einer Mahnung an alle Leser dieser Zeitung, wachsam zu bleiben und alles zu tun, um dem Staate Israel zu helfen, Hardi Swarsensky mache weiter so! Mein Glückwunsch gilt Dir. Deiner Familie, für die Du Dich in der schweren Zeit in bewundernswerter Weise eingesetzt hast, er gilt allen Deinen Mitarbeitern. die zum Teil ja auch ISRAEL - BRIEFMARKEN Ai* WIEDERVERKAEUFEB — ALLE NEUAVSGA- BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, [AMONTE 56®. t/B - Bmm, Aire* (te* Argentía* Glückwünsche ausspreche, die meinen sind. LUACH — (KALENDER) Freitag, den 23- April 7. Pessach-Tag — 6. Tag im Omer 21. Nissan Sonnabend, den 24. April 8. Pessach Tag — 7. Tag im Omer VISKOR — Toten-Gedenken 22- Nissan Sonntag, den 25 Aprh 8 Tag im Omer 23. Nissan Montag, den 26. April 9- Tag im Omer 24. Nissan Dienstag, den 27 April 10- Tag im Omer 25. Nissan Mittwoch, den 28. April 11. Tagim Omer 26- Nissan Donnerstag, den 29 April 12. Tag im Omer 28 Nissan Gedenken des Ghetto Aufstandes in Warschau 1 Freitag, den 30. April I 13 Tagim Omer 28- Nissan