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Jüdische Wochenschau · 1965-04-23 · 2113 (23.4.1965) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2113 (23.4.1965)
Date
1965-04-23
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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a* «• «• ma L* glVAKA I»»A*U1A MTI. — W* MM — > Viele Jahre zu spaet Omi United Pres« meldet* au» Algier interessante Einzelheiten über den Besuch, den der lebenslängliche Präsident Jugoslawiens, Marschall Tito, Algerien abstatte*, sowie über die Begegnung Titos mit dem Präsidenten Ahmed Ben Bella Eine merkwürdige Gesellschaft hat sich dort zusammengefunden. Freiheitsheld Tito, Rebell gegen Stalin und Hallstein-Doktrin, der erste Mann, der es gewagt hatte, sich zwischen die Blöcke zu stellen, als dies noch höchst gefährlich war, hatte der Welt das Exempel gegeben, dass die Grenzen zwischen den erfrorenen Fronten doch nicht so hart und so scharf seien, wie man dies ursprünglich angenommen hatte. Jetzt lässt er sich in Algier feiern. Tito ist Kommunist. Natürlich gibt es Kommunisten verschiedener Farbtönung, vom chinesischen Knallrot über das sowjetische saturierte Rot zum titoistischen Hellrot, womit allerdings die Farbskala der Roten keineswegs er schöpft ist. Hierzu konnte man den Algier-Befreier Ben Bella vernehmen: Algerien stehe immer auf Seiten der Kommunisten in Vietnam. Im Kampf der „Nationalen vietnamesischen Befreiungsfront“ hält, wie Ben Bella nochmals unterstrich, Algerien zu den Kommunisten. Dies bedeutet Nichtblockgebundenheit und Neutralismus. Wie man unschwer erkennt, werden hier von Ben Bella die gleichen Lehren aufgetisch. die sonst nur Nasser verbreitet. Die Parteinahme für die Kommunisten wird kühn als Neutralismus bezeichnet. Obwohl Ben Bella einseitig für den Kommunismus Stellung ergreift, erklärt er sein Land als nicht „blockgeounden“. Da mit will man sich die westlichen Gelder sichern, denn solang Algerien nicht zum kommunistischen Block gehört, hat auch der Westen, lies Washington, noch die Möglichkeit. Hilfeleistungen für Nasser, Ben Bella und Co. anzubieten und vorzunehmen. Wer aber weiss es besser, ob sein Land .blockgebunden* ist oder nicht als Ban Bella, denkt man in Washington und finanziert unentwegt die Feinde des Westens auch weiter. Nach Ben Bella ergriff Tito das Wort, denn alle Diktatoren sind grosse Redner, die viel und lange sprechen. Tito war offensichtlich durch die Ausführungen seines Kollegen Ben Belia stark angeregt worden Br sprach scharf gegen die nordamerikanische Aggression hu Vietnam, die er verurteilte. Dies war wiederum dem nordamerikanischen Botschafter, der diesen Festlichkeiten beiwohnte, zu viel. Empört sprang er auf und verliess mitten während der Rede Titos die Eh rentribiine, auf der er gesessen hatte, um sich die Beschimpfungen gegen sein Land anzuhören. Was sonst hatte er dort erwartet? Ohne Zweifel gehörte zu dieser Demonstration Zivilcourage, die der USA- Botschafter bewiesen hat Abgesehen von dem persönlichen Mut, den der amerikanische Botschafter bewiesen hat, kommt diese politische Demonstration reichlich spät und dürfte auch mit der sonstigen amerikanischen Politik gegenüber Staatsmännern wie Tito, Ben Bella, Nasser, Sokarno u. a. in einem deutlichen Widerspruch stehen. Heute gegen Bec Bella oder Tito bei Massenversammlungen zu protestieren, ist eine leere Geste. Jetzt sitzen sie alle fest im Sattel, so fest, wie eben Dikta toren zu sitzen pflegen. Ohne Zweifel sind sie alle von den gleichen Amerikanern hochgezüchtet worden. Im Grunde genommen hat sich an dieser Politik des Weissen Hauses nichts geändert. Ohne Foster Duiles. ohne Dean Rusk und die anderen Exponenten der amerikanischen Schwer- und Petroleum-Industrie würde es längst keinen Nasser mehr geben, und ein Ben Bella wäre niemals ans Ruder gekommen. Aber die Amerikaner stört nur das, was ihren TELBRIN S. A. INDUSTRIAL Y COMERCIAL ron B. B. SAMUEL Fabricación de Tejidas ★ MEDRANO 1654 T. E. 7i 3009 T. E. 71-1897 eigene« Interessen zuwiderläuft. Rücksichtslos wurde der wankende Thron Nassers auf Kosten Israels von Duiles wieder aufgerichtet, nicht zuletzi auch deswegen, weil man in Washington mit Gewalt veihindern wollte, dass London und Paris stärkere Einflüsse auf die Entwicklung des Nahen Ostens nehmen könnten. An dieser harten Duiles-Linie hat sich nichts geändert, auch nichts während der Aera Kennedy. Präsident Johnsen lässt die Nasser und sonstigen arabischen Führer ungestört, ihre bekannte anti-israelische Hetzpolitik treiben. Drohungen ausstossen, wie dies jetzt der syrische Ministerpräsident tat, Kriegsvorbereitungen treffen und Unruhe stiften. Noch nicht einmal mit Worten warnen die Amerikaner, obwohl sie doch Israels Bundesgenossen sind.... Was ist damit getan, dass ein Amerikaner demonstriert? Will man aus dem Nahen Osten ein zweites Korrea oder ein zweites Vietnam machen, anstatt für Frieden und Ordnung zu sorgen, solange noch Zeit hierfür ist? Zu spät zu kommen, ist zu einem typischen Zeichen der nordamerikanischen Politik geworden. Ungeheure Werte und viele, auch arherikanische Menschenleben könnten fiir nützliche Zwecke eingesetzt werden, anstatt Kriege im letzten Augenblick zu führen. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDeftWnMENT« b» a*. — ruerRRRooi* um. i* m. T B. tt-Wll 23. April IM» *i. Nissan 3JÜS 20 JAHRE NACH DER BEFREIUNG London. — Die BBC erinnerte in zwei getrennten Sendungen an den 30. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen Belsen, die am 15. April 1945 statt fand. So lief in der Television eine Gederik.sebau, in der ein Interview mit General Glyn Hughes gezeigt wurde, welcher seinerzeit, Stabsarzt in der II. Britischen Armee war und übermenschliche Anstrengungen gemacht hat. vielen Ueöerlebenden des Lagers die Gesundheit zurückzugeben. In der Hebräischen Stunde brachte die BBC ein Sonderprogramm, an dem ausser General Hughes der Präsident des Verbandes der Ueberlebenden von Bergen Belsen, Josef Rosensaft, ferner Dr. I. Levy und Rev, L. Hardman, ehemalige Armee Kaplaue, sowie Ä J. Goldsmith, Korrespondent der ITA und einstiger Kriegsberichterstatter an dieser Stätte, teilnahmen — (ITA) también ti la más fino ta estereofonía presenta combinado estereofonico de alta ßdelidad W&tf. ÂËI?lT»SV ' ■ v w tm plüi Wíi mm '¿&. 'WÍF* ¡i mmé wSt fmam mm km ti con radio onda f| corta y larga y canales independientes 4 Parlantes (2 de 20 cm. y 2 de 10 cm.). Control de balance para equilibrio perfecto Cambiador automático de discos de 4 velocidades, con pastilla estereofónica reversible, con dos púas Amplificador estereofúnico con realimentación negativa y de Alta Fidelidad Fino gabinete consola. Modelo Escandinavo. 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