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Jüdische Wochenschau · 1965-04-23 · 2113 (23.4.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2113 (23.4.1965)
Date
1965-04-23
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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» — Viernes- »S dt Ahr« de 1865 LA 8KMANA ISRAELITA Añe XXVI. — *113 ff PRIVATES" NEONAZI-TREFFEN Rom. — Neonazistische Verbände und extreme Rechtst!nippen aus England. Belgien. Holland. Schweden. Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Oesterreich waren Gäste Ihrer italienischen Kollegen bei einer zweitägigen „Studiensit.zung“. die in Mai and im Sitz der „Republik der Mussolini-Armee“ stattfand. Die Neonazis wählten das Datum von Ostern und Pessath und der Gedenkfeiern für den Widerstand, um auf ihrer unglaublichen, zwar kleinen Konvention über ..Themen der Rassenprobleme ' zu debattieren. Die Teilnehrr.erzahl betrug fünfundzwanzig. Unter den Italienern befand sich Antonio Monaco, der 1960 verhaftet wurde, wei' er Hakenkreuze an die Mailänder Synagoge schmierte und an Juden Drohbriefe versandte. Das jüdische Dokumentationszentrum von Mailand richtete ein Protest tele gramm an Aussen minister Taviani unu forderte das Verbot, der Konvention, weil diese eine Provokation darstelle. Anscheinend ..Konnte“ die italienische Polizei jedoch nicht intervenieren, weil es sich um eine ..private Veranstaltung“ handelte, (ITA > Im Sturm unserer Zeit (Schluss von Seite 1) Oie Juden in Südafrika In den letzten Jahren kamen die Juden Südafrikas in eine schwierige Lage. Fast alle Juden sind Zionisten, und die Regierung Israels tritt of- Bnoung der älteren Genera tionen übernommen, wobei i allerdings das amerikanisclie Konzept der Gemeindezen- J tren nicht ganz durchgefen und stark gegen die Poi führt wird. Die meisten Gelitik der Apartheid der Regie lung Südafrikas auf. Diese Differenzen bilden einen Grund der Auseinandersetzungen in den Zeitungen und werden daher stärker als sonst behandelt. Die BHVwanderung, zumeist aus Litauen, betrug zwischen 1880 und 1937, 70.000 Juden. Heit 1937 ging mit der Fremdengesetzgebung die Einwanderung von Juden stark zurück. Von den 16 Millionen Einwohnern sind drei Millionen Weisse, davon 115.00b Juden. In Johannesburg leben 50.000 und in Kapstadt 20.000 Juden. In wirtschaftlicher, kuturel’.er und politischer Beziehung ist die jüdische Bevölkerung eingeordnet. Sie zeigt eher Neigung zur englisch sprechenden Bevölkerung als zu den anderen Gruppen, Die grundlegenden Institutionen des jüdischen Lebens wurden schon von den ersten Einwanderern geschaffen, ha ben allerdings im Laufe der Zeit manche Wandlungen erfahren. So haben die Synagogen nicht nur Programme für die Erziehung der Jugend, sondern auch für die meinden sind nominell ortho dox. Es haben sich allerdings in den letzten Jahren auch Reformgememden gebildet. Die beiden grossen Organisationen sind die der Zionisten j Dr. FREY A B 0 6 A D 9 FUEVRREDON 2IN V izq. nachm 16—19 (Ihr Tslefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spexialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 und des Board of Deputies Schon seit jelver waren die Juden Südafrikas der zionistischen Idee ergeben, die Beiträge an die israelischen Fonds werden von 23.000 Personen gezeichnet. Südafrika gehört auch zu den Ländern mit den durchschnittlich höchsten Zahlungen für Israel. In den letzten Jahren war allerdings die Transferierung der gesammelten Gelder nach Israel nicht mehr möglich. Der Zionistischen Föderation gehören alle Parteischattierungen an. Der Board of Deputies ist die Repräsentation der 330 Gemeinden und Organisationen. Seine Aufgabe ist die Aufrechterhaltung der Gleichheit der jüdischen Bürger, er hat aber a<uch Funktionen für die Erziehung unternommen. Oft arbeiten auch beide Organisationen auf diesem Gebiete zusammen In Johannesburg haben die Tagesschulen 2 000 und in Kapstadt 800 Schüler. Dem Lehrermangel half die Jewish Agency ah, indem «srh Ir eiche Lehrer aus Israel nach Südafrika geschickt wurden. Die Rel igionsschu len werden insgesamt von 15.000 Kindern besucht. Das Erzieh u ngsprogra m m benötigt erhebliche Finanzen, die nicht leicht aufaubringen sind. Johannesburg und Kapstadt haben ihre eigenen Ereiehungsräte. Für die lokalen Bedürfnisse wird alle zwei Jahre eine Aktion für den „United Communal Fund* durchgeführt, der dem Board of Deputies sur Verfügung steht. und werden nicht untergehen. solange Menschen bereit sind, ihren Ueberzeugungen zu leben, ihre geistige Tradition zu wahren und über den engen Kreis des eigenen Daseins der Gesamtheit zu dienen. Verstehen wir doch, dass dies bleibende, ewige Werte sind, die nicht mit einer Handbewegung oder einem Achselzuki ken abgetan werden können. I Erlebten wir doch alle selbst.; w’ie dieser unser Glauben an Recht und Freiheit, an Sitt- | hdhkeit und Wahrheit der j einzige Born unserer Lebenskraft in einer schrecklichen i Zeit gewesen ist. wo wir der gepanzerten Faust eines Imsserfiillten Gegners nichts anderes als diesen Glauben entgegenzustellen hatten und nicht allein überlebt haben sondern den Triumph des Rechts über das Unrecht miterleben durften. Deswegen wenden wir uns an diesem Tage, an dem die Jüdische Wochenschau mit Genugtuung auf ihr 25jähriges Erscheinen blicken kann, j an alle Menschen guten Wildas einigende Band echter Brüderlichkeit über alle möglichen Differenzen , zu stellen. Wir wenden uns an unsere eigene Gemeinschaft, endlich die trennenden, oft kleinlichen und unbedeutenden Gegensätze den Notwendigkeiten der Gesamtheit unterzuordnen und zu begreifen, dass in Zeiten wie unseren die Einheit und das Zusammenhalten wichtiger sind, als kleinliche, häufig nur persönlich bedingte Auseinandersetzungen. Wir wenden uns an alte Teile des argentinischen und lateinamerikanischen Judentums. alte und überholte Gegensätzlichkeiten zu überwinden und jene grössere Familie zu schaffen, die nicht nur aus äusseren Gründen klug daran tut. sich enger zusammenzufinden, sondern auch aus innerer Ueberzeugung. Wir sitzen alle im gleichen Schiff das von den Stürmen unserer Zeit hin- und hergeworfen würd. Aber wir sitaen nicht zufällig in diesem gleichen Schiff, sondern deshalb, weil wir alle Juden sind und es bleiben wollen. Denn nur dann wer den wir auch die heutigen Stürme überleben. Einen besonderen Dank hat eine jüdische Zeitung. Telegramm ans Jerusalem Israels früherer Botschafter in Argentinien und heutiger Präsident des Instituts Jad w'schem. Dr. Arie Leon K .bovv, sandte uns das folgende Telegramm: In Anerkennung ihrer aufopferungsvollen Arbeit für die nationalen jüdischen Ziele sende ich der Jüdischen Wochenschau und ihrem Gründer die herzlichsten Glückwünsche, vor allem aber dem bedeutenden Schriftsteller Jehuda Gottheimer, dessen Artikel ich ständig lese und hochschätae. ARIE LEON KllBOVY die im ersten Kriegsjahr ihr Erscheinen hier auf nahm, dem Lande Argentinien und seinem Volk abzustatten. Nur ein freies Volk konnte uns die Möglichkeit dazu bieten, in einer landfremden Sprache zu unserem Kreise zu sprechen. Dass unsere Gemeinschaft in einer verhältnismässig kurzen Zeit sich hier einleben konnte, dürfte zu einem guten Teil auch dem Wirken und Erscheinen der Jüdischen Wochenschau zugute gehalten werden. Selbst in den schweren Zeiten der Diktatur haben wir unsere jüdische Linie vertreten können. Allen Redereien von doppelter Loyalität zum Trotz haben wir bewiesen, dass man auch als bewusster und nationaler Jude dem Land zu dienen vermag, kl dem wir wohnen. Die ewigen und echten Ideale sind nicht an Völker oder Grenzen gebunden. Unser jüdisches Volk hat bereits bei seinem Eintritt in die Geschichte verstanden, dass die ewigen Gesetze der Menschheit und Menschlichkeit keinem einzelnen, sondern allen Völkern gehören, für sie Geltung haben und verpflichtend sind. Auch im Bewusstsein unserer eigenen religiösen und kulturellen, unserer geistigen und sittlichen Vorstellungen und na- Zum Tode von Palacios PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und ujverbindlich beim Rauf oder Verkauf von GESTHAEFTEN WOHNUNGEN BAELSEBN VTRREV DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 0: Jverltren Tel Aviv. — Holland gewann unlängst in Ta) Aviv ein Fussba 11 Länderspiel gegen Israel mit 1:0 (1.0) Toren. Das einzige Tor erzielte der Halbrechte Frausen in der 32. Minute. (AWZ) Obwohl Parteimann, ist Dr. Alfrede Palacios in seinen letzten Lebensjahren zu einer Persönlichkeit herangewachsen, die der ganzen argentinischen Nation zur honen Ehre gereichte. In jeder Beziehung war er ein Repräsentant echten Argentinismus. Sein Denken und Wirken verkörperte die edelste Tradition nicht nur eines Volkes, sondern machte Dr. Palacios zu einer volkstümlichen argentinischen Er scheinung, die in der ganzen freien Welt höchste Achtung genossen hat. Sozialist und Humanist in des WTortes schönster Bedeutung trat Palacios für Recht und Freiheit aller Menschen ein. Welcher Popularität sich Dr. Palacios. der ein berühmter Jurist und Universitätslehrer. ein Parlamentarier und Senator, ein Diplomat und Politiker von hohem JUDITH SCHENK OLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Scöabbosdeckee TaUißbeutel Käppchen Mar zot-Taschen ■ Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E. 731155 BÄR Hermanos MADERAS JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2637 4» B. 46-1716 und 48-2124 Rang gewesen ist, überall erfreute wo er auftrat, ist be kannt. Jubelnd begrüssten ihn die jüdischen Volksmassen im Luna-Park vor wenigen Jahren, als er auf einer Grosskundgebung in Erinnerung und zu Ehren der Ghet to-Kämpfer gesprochen hat. Mit dem Freiheitskampf des jüdischen Volkes und mit Israel verband ihn eine echte Freundschaft, die auf dem Gleichklang der Gesinnung beruhte und aus der gleichen Quelle genährt wurde: dem Recht und der Freiheit aller Menschen zum Siege zu verhelfen. Deswegen wird Dr. Palacios auch vom jüdischen Volk nicht vergessen werden. Dr J. P. Kroll Bicher INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo.. Mitt., Freit., 15—19 Uhr., Samstag 14—16 Uhr OLAZABAL 2512 - 76-7980 Privat 80-3546 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E 76-6784 a. 76-2312 Dr. B. Schwär« ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TET .EP VORA NMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN IS T. E. 58-4052 HEL8UERA U SEMANA ISRAELITA Semanario — apareo* los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Luja. Director: Amoldo W. B. Swarsenshy Pueyrredón 2190 1» ixq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. % 800.— jährl. t-kmalen Werte sind wir als Juden immer Humanisten und Universalisten gewesen. Auf dieser Ebene treffen wir uns mit den besten Söhnen aller Völker. Auch heute erblicken wir hierin den wesentlichen Beitrag, den unser Volk für eine bessere Welt, für eine bessere Zukunft aller Nationen leisten kann. An dieser humanitären Auf gäbe im bescheidenen Rahmen unserer Möglichkeiten mitgewirkt zu haben und hierfür zu leben, verleiht uns die innere Kraft und Berechtigung. unsere Stimme zu erheben. Alien Menschen guten Wilieos rufen wir zu, sich an diesem gewaltigen Befreiungskampf der Menschheit. der gleichzeitig um unser Recht und unsere Freiheit geführt wird, im tiefen Glauben an die Idee der Menschlichkeit zu beteiligen. ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Or. BLUMENFELD Prof de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41 2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarniento 3115 T. E. 87-1362 BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden. Dienstag — Dounerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76 8673 u. 73-8500 Dr. L KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchiingen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sieh vorher telefonisch ansumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 o. 44-1542 t* ff"'**1. I. AK** ,nt M* . .mar IW Ar '®”: Me* p,'aS sr»:î ff*'' als o Di ^*n', Welt Exetri We“ prfroreneB rl „ er s es ii er man 4» 11 **Tin Ai?i« M steh m ™ ” Tito i»1 K LUV - versch«^ *räC^tw to* . illerdini »»■““..“Hi sdn*« 151 geil* r«r,ie - ....oicrfWl * jsett» } gammln««' parnes**«' »als unttf’tnd deutet Nichtbio Wie ®an ur die 1 verbreitet- Df Wird kühn als Bella einseitig erklärt er *in mit «'Al man» solang Algen gehört, hat il ¿1» Möglich*« und Co. amut es besser, ob als Ben Bella ziert anentwei Nach Ben Diktatoren sin chen. Tito wai seines Kolleg®1 sprach scharf sion ’n Vietnai dem i'ordameri lichteten bei» und verliess m rentrihiine, sui schimpiungen hatte er dort ser Demonstri schafter bewie Alsgesebeu amerikanische se politische te auch mit genüber Staal Sokarno u. - hen. Heute ge Sammlungen siwen sie alle toren zu sita von den gleict Im Grunde gi Weissen Haus ohne Dean f amerikanische de es längst Bella wäre Aber di LA ein U I-;. 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