Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2112 (15.4.1965)
- Date
- 1965-04-15
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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îïoevr», 15 de Abril de 1965 la semana israelita Ai» gftri. — » su* — C Wiedersehen mit Galilaea Ich war seit ein paar Monaten nicht im Galit gewesen In einem anderen Lande dürfte diese Unterlassung des Besuches einer Provinz noch kein Mangel an Bildung sein. In Israel ist man nicht auf dem laufenden, wenn man nicht mit eigenen Au. gen immer wieder sieht, wie sich das Land ständig verändert. Die Veränderung wird nicht etwa durch den Wechsel der Jahreszeiten bewirkt, die in Eiuropa eine dauernde Transformation der Landschaft mit sich bringt. Genau so wie die Wälder Israels kein „Geschenk1* der Natur sind, sondern vom Menschen gepflanzt werden, ist die Veränderung des Gesichts des Landes da« Resultat harter Arbeit. Nehmen wir zum Beispiel Yodt'at. Eis hat wie alles in Israel seine Geschichte. Hs war hier, dass eine kleine Gruppe von jüdischen Sol. daten unter Joseph Ben Mathias ein letztes Gefecht gegen die Uebermacht der römischen Legionen unter Vespasian kämpften. Als die Situation hoffnungslos wurde, erging der Befehl, dass sich die Verteidiger das Leben nehmen sollten, um nicht lebendig in die Hände des Feindes zu fallen. Alle führten den Befehl aus bis auf den, der ihn selbst erteilt hatte, der Kommandant, der später unter dem Namen Jo. sephus Flavins bekannt wurde. Diesem Umstand haben wir seine Geschichte über den jüdischen Krieg zu verdanken. Aber nicht davon wollte ich sprechen, nicht einmal von der kleinen Siedlung, die heute gegenüber dem histori sehen Felsen steht und selbst wie eine Festung aus römischer Zeit aussieht. Eine kleine Gruppe junger Menschen aus Tel Aviv. Haifa und Jerusalem beweisen dort, dass es auch unter der israelischen Jugend der heutigen Städte Pioniere gibt, wie in den grossen Zeiten der Chaluzim. In Yoctfat stiegen wir vom Auto in einen Jeep um, und fuhren eine Strasse entlang, die vor ein paar Wochen von HERBERT F REEDEN, Jerusalem magor (im Korasimgebiet), Mei Ami (Irrontal) und Maate Hagilboa. Nicht weit von Biranit gibt es eine der merknoch nicht existierte. Dieses , sam und verloren, eine Feukleine Erlebnis allein hätte! erwacht stand, um Wald . .. genügt, um den Ausflug nach j brande na. verhüten. Die hi-! würdigste» Strassen des Lan- Galiläa zu rechtfertigen. Man storische Assoziation des Nade», ebenfalls vom KKL ermuss dort gewesen sein, um mens Biranit geht auf die haut. Sie führt unmittelbar zu wissen, was hier eine neue j Zeit Alexander Janais zu. Strasse bedeutet. Eben war rück, des hasmonäischen Kö- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Geschftf te mit der grösste» Auswahl. S ARMEEN TO 1(47 T. E. 35 - 7933 CABILDQ 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Trkmvtrato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterangen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. alles noch unwirtliches Berg. lartd, von Lavagestein überzogen, unnahbar und unpassierbar. und plötzlich öffnet sich diese Berglandschaft und man spürt das riesige Potential des Landes, das noch kaum ausgenützt ist. Von der Strasse oben im Gebirge sieht man auf das Tal nigs, der dort ein« Festung i errichtet hatte. j Als wir jetzt nach Biranit kamen, war es schwer, den \ Ort wieder zu erkennen. Das! Surren von Traktoren, die ' Stimmen von Arbeitern, das Schlagen von Bauhäm mem, | liessen uns schon von wei- | tem erkennen, dass hier eti an den Grenzstationen ent lang, die sie vom Libanon trennen; ein paar Meter entfernt, grasen die übanesi. sehen Hirten mit ihrem Vieh, ihre Bauern bestellen die Felder und lassen sich nicht vom Kommen unseres Autos auch nur einen Augenblick in ihrer Arbeit unterbrechen. Das dritte Bntwiekht»gsge- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO M. Alees — PUEVIUBDON 216«, M iwj-T. ». 88-MIS hi. AprH iam 15. Mm Schlussgesetz beschlossen Dr. W.: — Wie mitgeteilt wurde, ist das sogenannte Schlussgesetz zum Bundesentschädigungsgesetz in dritten Lesung vom Bundestag angettommen worden. Jedoch sind: die Einzelheiten der neuen Bestimmungen noch nicht bekannt. Um Gesetzeskraft zu erhalten, muss das Schlussgesetz nun vom Bundesrat bestätigt und dann vom Bundes-, Präsidenten unterzeichnet werden. Nach den letzten Informationen werden noch einige Wochen vergehen, bis der Präsident seine Unterschrift unter dieses Gesetz leisten! wird. Deun werden auch noch zwei oder drei Monate verstreichen. bis das Gesetz in i-— ***>*>*» íí 'i-. ■■ TÄti;® f Y#*' '-W •V Die indische Frau in Israel hat die gleichen Rechte, die ein Mann auch hat, sie hat aber auch die gleichen Pflichten. Unser Bild zeigt ein Maedchen auf der Wacht an der Grenze. hinab, in dem über viele Mei j was geschieht. Und tatsächlen hinweg, sich die Kanäle I lieh, der Bau der Häuser nädes Nationalen Wasserprojektes winden. Man braucht kein Stratege zu sein, um zu ahnen, dass diese Strasse nicht nur zu neuen Feldern, Gärten und Dörfern führen wird, sondern dass sie auch ihren Platz in der Verteidigung des Landes hat. Das zweite der drei Entwickln ngsge biete im Galil, das jetzt vom Keren Kaye. meth erschlossen wird, hat Biranit zum Zentrum. Biranit gehörte vor einer Reihe von Jahren nicht zu den erfolgreichsten Versuchen in dieser Gegend- Ich erinnere mich, wenn man die nördliche Grenzzstrasse von Naharia nach Saasa entlang fuhr, an eine Stelle zu kommen, wo es mitten in der Wildnis ein paar Strassen und ein Schild gab — Biranit — mehr existierte nicht. Es war nicht gelungen, Menschen zu bewegen, diesen Siedlungspunkt zu übernehmen. Den einzigen Fortschritt, den es im Laufe der Jahre gab, war die Errichtung eines Aus. sfchtsturms, auf dem, einhert sich dem Ende, und bald wird eine Gruppe der Nachal (Pionier Siedlerkorps der israelischen Armee) dort einziehen und das Gelände, das vom Keren Kayemeth urbargemacht worden ist, bestellen. Das ist der vierte Siedlungspunkt, den der Keren Kayemeth im Laufe der letzten Jahre für die NahaljUgend errichtet hat, nach Al- Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigeae Fabriken«* — UttverbindHehe Vorführung Auf Wunsch ZahJungserleichtemitgen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Sazntl&g und Sem*ag von 9—10 Uhr im AussteUungshaus CaHe ANDONAEGUi 2083 Tel.: 52-2003 4 Quader von Statfan Urquiza USA 0»1»f;att«N hei Shazar Jerusalem. — „Der Schlüssel zu Israels Sicherheit liegt in Händen der USA“, erklärte Salman Shazar einer in Israel zu Besuch weilen den jüdische Delegation. Bs sei ein zweifacher Schlüssel, fügte Shazar hinzu, der aus dem politischen Gewicht der öffentlichen jüdischen Meinung in Amerika und der Hilfe besteht, die den Juden aus verständnisvollen nichtjüdischen Kreisen geleistet wird. Die Delegation bestand aus 50 Gemeindeführern aus über 20 Städten Nordamerikas. — (ITA) Jüdisch« Schüler in USA New York. — Die Schul sauson in Amerika wurde mit 600.000 Schülern in den verschiedenen jüdischen Schu len eröffnet. In New York erhalten jetzt 155.000 Schüler jüdische Erziehung, also nur ein Drittel der in Betracht kommenden jüdischen Kinder. Etwa die Hälfte der eingetragenen Schüler besucht nur den Sonntagsunterricht Die jüdischen Tagesschulen der Orthodoxen werden von 50.000 Kindern besucht. Da es in New York 450.000 Schulkinder aus jüdischen Familien gibt, sind etwa 300.000 überhaupt ohne jüdischen Unterricht. biet in Gaiüäa hat den Cha. sonberg zum Mittelpunkt Auf der Karte hat es ihn »war immer gegeben, aber ausaer professioneilen Geographen war er niemandem bekannt. Vor ein paar Monaten war ich zum ersten Mal da, als der erste Kilometer einer Strasse in den Berg gesprengt wurde. Heute fuh ren wir 14 Kilometer hinauf, Kraft tritt. Man wird »ich ab» noch etwas mit Geduld wappnen müssen, bis die durch das neue Gesetz gegebenen Berechtigungen realisiert werden können. Jahre hindurch haben sich die Beratungen über dieses neue Gesetz hingezogen. Ein erbitterter Kampf wurde hinter den Kulissen und im Wiedergutmachungs - Ausschuss des Bundestages geführt, der Ws zum Gipfel, an Parzellen von tiefer, brauner Erde vorbei, die hinter einer Schicht von Steinen hervorgezaubert worden ist. Hier gibt es fruchtbare Böden, die imstande sein werden, dem Dorf eine Lebensbasis zu geben, das in nächster Zeit auf dem Berg entstehen soll. Alles hier spielt sich auf dem Hintergrund einer menschenleeren Landschaft ab. Die wenigen menschlichen Behausungen, die man findet. sind arabische Dörfer. Jüdische Siedlungen gibt es so gut wie keine. Man braucht nicht zu so sensationellen Behauptungen zu greifen, wie es kürzlich der londoner „Jewish Observer-* tat, als er von der Gefahr sprach, das Mittlere Galil könne zu einem „Zypern“ oder „Algerien“ werden. Aber die bevöl kerungspolitisehe Bedeutung dieses Projektes darf nicht unterschätzt werden. Nicht umsonst nannte Ministerpräsident Eshkol bei seinem kürzlichen Besuch im Norden des Landes die Besiedlung Galiläas eine der dring, liebsten Aufgaben unserer Generation. dem Finanzministerium manciie Konzession a bringen musste, bei weitem aber nicht seine eigenen Pläne für da» Schlussgesetz verwirklichen konnte, von den Forderungen der Verfolgten and Verfolgtenverbände einmal gans abgesehen. Eine wichtige Erleichterung, Verbesserungen und neue Möglichkeiten werden sich eröffnen, auch für diejenigen, die erst nach dem berühmten Stichtag aus Ländern hinter dem Eisernen Vorhang auswandern konnten. Bis das Gesetz nicht in seinem endgültigen Wortlaut voriiegt, dürfte es verfrüht sein, Beifall zu spenden oder Kritik zu üben, Eklä uterrun gen zu machen oder Meinungen kundzutun. Bis zu dem Augenblick der Unterzeichnung des Gesetzes ist Zurückhaltung geboten. Von mancher Seite wurden denen, die aus irgendwelchen Gründen bisher keine oder nur eine geringe Entschädigung erhielten, von geschäftstüchtigen Agenten Versprechungen gemacht; auch erschienen bereits voreilige Publikationen. Nichts jedoch dürfte irrtümlicher sein, als leere Erwartungen hervomirufen. Umso grösser muss später die Enttäuschung sein. Deswegen dürfte man gut daran tun, wenn man zunächst einmal abwartet, bis konkrete Stellungnahmen erfolgen können, was erst nach Bekanntwerden des definitiv beschlossenen und von «Ken verfassungsmässigen Körperschaften sanktionierten Gesetzgebung der Fall sein kann. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUHDEN; DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG ven 16 18 Uhr T. L: S3 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vortraege - Ver waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E. SO - 6930 PUEYRRED0N 2190 esq. Av. US HERAS I’ 'N i- ( \ 7 ■■((■ (Uf .uuuuM.ou.ummu.üiUüuT.umuüUhi iv-Limu.» Uln lu auto ,uu Uuu mvm» uvurn uu ... ..J.„. «turi-i (! i : un; ¡ 1;\t i ti Vi