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Jüdische Wochenschau · 1965-03-19 · 2108 (19.3.1965) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2108 (19.3.1965)
Date
1965-03-19
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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yiernes, U de Mir» de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* *108 — Die fleissigste Oper der Welt Die israelische Oper ist mit jBxreu elf Vorstellungen verschiedener Opern im Novem ber 1964 und 13 im Dezem ber, mit ihrer Saison von fünfzig Arbeitswochen fahre und nur zwei Wochen perien ohne Zweifel die fleigsigste Oper der Welt. Mit ihren vielen Einstudierungen «nd ihrem abwechslungsrel oben Programm ist sie auch die aktivste Oper, leider aber nicht in materieller Hinsicht mit ihrem Budget- Diese so abwechslungsreiche Gestaltung des Reper toires stellt die Oper natürlicherweise vor schwierige Aufgaben, aber die Zahl der potentiellen Opernbesucher ist in einem Lande mit insgesamt 2,5 Millionen Seelen eben so beschränkt, dass viel Abwechslung geboten werden muss, um genügend viele Leute zu oftmaligem Besuch EU bewegen- Es gibt auch bereits genügend opernfreudige Interessenten, die ihnen (Schon wohlbekannte Opern bei Neubesetzung der Hauptrollen mit guten Solisten wiederholt hören wollen- Im Rückblick über die sie ben Jahre, die die Oper nun Schon in ihrem jetzigen Saal Spielt, hatte sie eigentlich mit keiner ihrer Aufführungen einen Misserfolg zu beklagen, oft aber ausgesprochene Erfolge zu verzeichnen, die sich im Jahre 1964 zu einem Rekordbesuch steigerten. Im Jahre 1962 erzielte die Oper bis zu dreizehn Aufführungen im Monat, und jetzt gelangte sie sogar auf 24 Vorstellungen, was auf Verdoppelung des Besuches hinweist. In der Saison 1963/64 gab es 250 Vorstellungen mit 300 000 Besuchern. Ein Mitglied der Opernlei. tung erklärte mir diese ungeheure Arbeitsintensität nicht nur mit Leistungswillen, sondern auch mit materiellen Gründen: Das Personal und das Ensemble der Oper beziehen fixe Monatsgehälter, jeder Tag kostet Geld, und jede Vorstellung bringt Einnahmen. Die öffentliche Unterstützung ist für eine so grosse Kulturinstitution, die 215 Leute beschäftigt, von der daher etwa 600 Seeler. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gescbäf te mit der grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 * 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. von MEIR FAERBER abhängig sind, viel zu gering. Die Unterstützungen decken zusammen nur 25 Prozent des Budgets, der Kartenverkauf deckt etwa 50 Prozent des Aufwandes, so dass sich das Defizit auf ein Viertel des Budgets beläuft und die Oper schwer verschuldet ist Vor allem müsste eine Konsolidierung der Schulden durchgeführt werden, damit wenigstens die rückständigen Gehälter beglichen werden können. Dass unter solchen schwierigen materiellen Verhältnissen d»s künstlerische Niveau der Oper gehoben werden konnte, ist in erster Linie auf die unversiegbare Energie ihrer Leiterin, Frau Ed Ls de Phüippe, zurückzuführen und daneben auch der Hingabe und Einsatzbereitschaft des Personals zu verdanken- Nicht nur die Kritik sondern auch das Publikum ist heute sehr anspruchsvoll und stellt hohe Anforderungen Natürlicherweise bemüht sich die Opernleitung vor al lern, israelische Solisten zu beschäftigen. Vorwürfen, dass sie das nicht tue, hält die Opernleitung entgegen, dass beispielsweise jetzt folgende israelische Solisten mitwirken: Die Soprane Judith Lazarovici und Esther Baumwell, der Tenor Adrian Stör, Mezzo-Sopran Nomi Pinkus und Bass-Bariton Nehemia Smilansky. Auch einige San ger aus dem Ausland haben sich bereits so weit akklima tisiert, dass sie hebräisch singen. Auf israelische Künstler allein kann sich die Oper aber nicht einstellen, denn dies würde den Erfordernissen einer so aktiven Oper nicht genügen, und in keinem Lande verzichtet die Oper prinzipiell auf ausländische Gäste. „Don Giovanni“ wurde im Laufe von sieben Monaten vor 75.000 Zuhörern gegeben und blieb nach über 60 Vorstellungen noch weiter als attraktiv im Repertoire- „Eugen Onegin“ hörten in J etwa 30 Vorstellungen bereits 30 000 Leute- Im November und Dezember gab die Oper „Aida“, „Rigoletto“, „Traviato“, „Turandot“. „Madame Butterfly“, „Tosca“. „Carmen“, „Die Perlenfischer“ „Eugen Onegin“, „Der Barbier von Sevilla“ und „Faust“, gewiss ein umfangreiches Programm- Das Haus hat zwar nur 970 Plätze, aber es gibt in Jerusalem und Haifa auch Vorstellungen in grö sseren Sälen, und daraus ergibt sich, dass der Durch sohnittsbesuch pro Vorstei lung grösser ist als der telaviver Saal an Publikum fasst. Erfreulich ist, dass die Zahl der jugendlichen Opernbesucher ständig zunimmt- Im Jahre 1963 haben etwa 40.000 Jugendliche, Schüler von ungefähr 300 Schulen, die Oper besucht. Von Sondervorstellungen für Schüler ist man abgekommen, weil man die Jugend gewöhnen will, reguläre Opernabende zu besuchen, was erzieherischer ist. Ausser in Haifa und Jerusalem gab es Vorstellungen in Kiriat Bialik, Kfar Ata, Na. haria und Beer Schewa- Al- Israels Touristenindustrie von Dr. KURT OTTENSOOSER (Israel) LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires — PUEYREDON 2190, 1? izq. _ T. E. 83-2613 19. März 1965 15. Adar II. Die Touristenindustrie Israels hat im vorigen Jahr 60 Millionen Dollar verdient (gegenüber nur 53 Millionen Dollar im Jahre 1963) und steht damit an erster Stelle der Devisen - verdienenden Industrien des Landes, wie sich aus den letzten Statistiken ergibt. Hierzu aber kommt noch, dass 80 Prozent des Deviseneinkommens der Hotelindustrie zusätzlich verdiente Devisen (added value) darstellen und dies der höchste derartige Prozentsatz der hiesigen Exportindustrie ist. Im abgelaufenen Jahre hatten rund 251.000 Gäste aus dem Ausland Israel besucht, eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber der Vergleichsziffer des Vorjahres. Dies entspricht der Steigerung des Welttouristenverkehrs im vergangenen Jahre, wenn auch einzelne Länder sich einen wesentlich darüber hinausgehenden Zuwachs daran hatten sichern können, so etwa Portugal, Griechenland, Jugoslawien und Westindien, wo die Zuwachsziffern pro Jahr sich auf 20 bis 30 Prozent stellen. Angesichts der erwarteten weiteren Steigerung des internationalen Touristenverkehrs rechnet auch Israel mit steigenden Verkehrsziffern und bemüht sich um den Ausbau seiner Fremdenindustrie. Hs wurde jetzt ein eigenes Ministerium für die Touristenindustrie in Israel er. richtet und der Knessetabgeordnete Akiba Govrin, der bisher Minister im Handels¬ und Industrie - Ministerium war, an die Spitze des neuen Ministeriums gestellt. Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigea« Fabrikation — UnverbiadKah« Vorführern?! Auf Wunsch Zahlungserleichter’ingen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Var kauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—10 Uhr im Ausstellungehaua CaHe ANDONAEGUI 2083 TeU 52-2995 4 Quader von Station Urguiza Minister Govrin arbeitet jetzt einen Fiinfjahresplan für Israels Touristenindustrie aus, der eine Steigerung der Zahl der Gäste aus dem Ausland in dieser Periode bis auf 600.000 Besucher im Jahre 1970 vorsieht. Hierbei soll auch den Bedürfnissen der Touristen aus dem Mittelstand besonders Rechnung getragen werden. Die Bettenzahl in den erst, klassigen Hotels des Landes soll weiter gesteigert werden und von jetzt 9.000 Betten durch zusätzliche 5.000 Betten auf 14.000 gebracht werden. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass Israel ein Land ist, das das ganze Jahr hindurch mit seinem schönen Klima, der warmen Sonne auch in den Wintermonaten einen angenehmen Aufenthalt sichert. Dies sollte dazu führen, dass sich der Strom der Gäste über das ganze Jahr verteilt. So hofft man dann auch zu einer besseren Ausnützung der Hotelbetten zu gelangen. Hat sich die Propaganda für die Israel-Touristik bisher in erster Linie an das Publikum in den USA und den europäischen Ländern gerichtet, so hat man jetzt auch mit Nachdruck sich an das reisende Publikum in den Ländern Südamerikas, Asiens und Afrikas gewandt. Aus Argentinien war in diesen Wochen eine Gruppe von führenden Vertretern der Touristenindustrie und der Reisebüros als Gäste im Lande, die sich begeistert von den sich hier im Lande bietenden Möglichkeiten für einen schönen, interessanten und genussreichen Ferienaufenthalt zeigten. Angesichts der verhältnismässig hohen Fahrtkosten, besonders für Gäste aus den amerikanischen und Ueberseeländern bemüht man sich jetzt intensiv darum, verbilligte Reisemöglichkeiten zu schaffen, damit auch Reisende mit einem beschränkten Budget die Möglichkeit zu einem Besuch Israels erhalten. Der Strom der Gäste soll besser als bisher auf das ganze Land verteilt werden; gute Gelegenheiten für Cam. ping und die Errichtung von weiteren Jugendherbergen sind vorgesehen, An der Verbesserung der Dienste in den Hotels wird ständig gearbeitet, und dies gilt besonders der Küche. Neue Vorschriften sehen jetzt vor, dass Hoteldirektoren und Stellvertreter das Diplom einer anerkannten Hotelfachschule besitzen müssen. Auch die Regierungs- Hotelfachschule im Hotel Tadmor erzieht gut ausgebildetes Hotelpersonal. Es darf mit Befriedigung festgestellt werden, dass die Sonder kur. se für Schüler aus den jungen Staaten sich grosser Beliebtheit erfreuen und stark besucht werden. Die Hotelindustrie Israels hat sich bereits einen guten Namen in der Welt zu schaffen gewusst. Grosse ausländische Hotelkonzeme wie Sheraton und Hilton haben hier Hotels errichtet, das Hilton-Hotel in Tel Aviv wird im kommenden Jahr seine Tore öffnen. Die Ho. telindustrie und die Touristik nehmen im Rahmen der Wirtschaft des Landes einen wichtigen Platz ein. lein in Haifa werden jährlich mindestens 15 Aufführungen veranstaltet, obwohl die Stadt sich an den hohen Kosten nur mit 500 IL als Beitrag zum Jahresbudget beteiligt- In der israelischen Oper nehmen Solisten maximal an zehn Vorstellungen im Monat teil. Gäste verlangen meist, öfter eingesetzt zu werden- Momentan sind an der Oper 16 Solisten beschäftigt, was im Vergleich mit anderen Opern eine relativ sehr geringe Zahl ist. Bei einem so reichen Repertoire müssten eigentlich hundert Solisten zur Verfügung stehen. Die Mailänder „Scala“ hat im Laufe einer Saison etwa 300 Solisten. Unter den berühmten Sängern des Auslandes besteht grosses Interesse an Einladungen nach Israel, und täglich laufen Bewerbungen für Gastspiele aus aller Welt ein. Seit langem bemüht sich Edis de Philippe um den Bau eines modernen Opernhauses, denn das jetzige Gebäude entspricht den Anforderungen nicht, weder den Wünschen des Publikums, dem vor allem ein entsprechendes Foyer und ein Buffet- und Rauch-Salon fehlt, noch den Erfordernissen des grossen Ensembles mit Orchester, Ballett, Solisten und Chor. Auch die Bühne ist viel zu klein- Im neuen Hause soll die Bühne mit allem, was dazu gehört, doppelt so gross sein wie der Zuschauerraum. Zur Finanzierung der Errichtung des Opernhauses werden Mäzene gesucht- Israelische Original-Opern wurden bisher nur zwei gehört- Die erste war vor Jahren „Dan der Wächter“ („Dan Haschomer“) und die zweite „Alexandra die Has monäerin“ von Ahron Aschman und Awidom. „Alexandra“ hat 50 Aufführungen erreicht, kann also relativ ak Erfolg angesehen „werden. Das Einstudieren einer neuen Oper kostet nicht nur viel Energie, sondern es ist auch sehr riskant, denn es erfor-, Gedenkstaette über Gestapokerkern München. — Ueber den, Kerkern des ehemaligen Gestapogebäudes in München, will die Stadt ein Erinnerungsmal fiir die Opfer des Nationalsozialismus errichten. Auf diesen Vorschlag et« nigte sich jetzt die Denkmalskommission des Münchner Stadtrats. Die Münchner Gestapo, die ihren Site im früheren Wittelsbacher-Palais hatte, nahm in den Kellern während des Dritten Reiches Verhöre vor und vollstreckte Torturen, so dass Passanten die Schreie der Gequälten hören konnten. Das Gebäude wurde während des Krieges total zerstört. Der bayerische Staat hat verfügt, dass dort keine Bebauung er-folgen darf. dert vor allem eine Investition von zehntausenden IL. Trotzdem würde die Oper das Wagnis auf sioh nehmen, wieder ein israelisches Originalstück aufzuführen, wenn ein geeignetes und erfolgversprechendes Werk angeboten würde. Leider gibt es kein entsprechendes Angebot. Auch manche ausländische Opern, die hier aufgeführt wurden, waren in gewisser Hinsicht recht riskant und haben schliesslich doch Erfolg gehabt, so beispielsweise „Don Pasquale“, „Kiss me Kate“ „Turandot“, „Die Perlenfischer“ und zuletzt .Eugen Onegin“. Nicht jedes Opernhaus wagt sich an solche Aufführungen heran. — Das Ballett, das unter Mangel an Tänzern und Tänzerinnen und natürlich an Geldmitteln leidet, hofft man, weiter auf- und ausbauen zu können. Für eine Oper braucht man neben Fachkenntnis und Energie auch einige „G“s, nämlich Glauben, Glück, Geduld, Geschicklichkeit, Gefühl, vor allem aber Geld, viel Geld- Bis auf letzteres scheint in Israels Oper alles vorhanden zu sein. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRAGEN — Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung 3UER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaítssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E. 80 - 0930 PUEYRRED0N 2190 esq. Av. LAS HERAS

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