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Jüdische Wochenschau · 1965-03-19 · 2108 (19.3.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2108 (19.3.1965)
Date
1965-03-19
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Ô — fernes, M de Marzo de 1M6 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N? 210« Die Fronten verlagern sich (Schluss von Seite 1) es erkennen musste, dass die europäischen Länder zu Russland halten müssen. Nur das kleine Albanien dient den Chinesen als Brückenkopf, ein europäisches Kuba Sozusagen. Ehe chinesischen Staatsleute reisen nach Afrika. Sie treten dort als ernste Konkurrenten auf. Der rotchinesische Handel hat auch in Amerika Fuss gefasst und droht, das ganze Finanzsystem durch konkurrenzlose Preise zu erschüttern. China hat damit die Rolle übernommen. die vor Jahren von den Japanern gespielt wurde, die ihre Waren zu niedrigsten Preisen verkauften, sodass man das alte Schutzzollsystem wieder hervorholte. Chinesen und Russen er. scheinen in wechselnder Folge ln Kairo, dem Tor Afrikas. Nasser profitiert von beiden. Wie lange wird dieses Doppelspiel möglich sein? Ehe Russen wollen sich nicht zwischen die Stühle setzen; ihre Doktrin von der friedlichen Koexistenz hat längst aufgehört, für sie nur eine Theorie zu sein. Friedliche Koexistenz ist für die Sowjetunion eine Lebensnotwendigkeit geworden, nachdem alle Bemühungen um einen Ausgleich und eine Verständigung mit Peking gescheitert sind. V. Charles de Gaulle Der französische Präsident «•klärte, Frankreich müsse — nach dem Verlust seines Kolonialreiches vor allem in Asien, — wieder Grossmacht werden. Er versucht, die ame rikanische Vormundschaft abzuschütteln. Seine These: Europa den Europäern. Auch er hat offensichtlich vergessen, dass es die Euro. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 päer waren, die Amerika gerufen haben. Eier Mohr hat seine Schuldigkeit getan, de Gaulle will ihn gehen lassen. Die alten, starren Fronten müssen durchbrochen werden, sagt de Gaulle. Er empfängt die Führer der kommunistischen Länder Osteuropas. Die Russen sind entzückt, dass auch im Westen einer aus der Reihe tanzt. Natürlich zeigen sie ein weites Entgegenkommen. Frankreich ist wieder ein Faktor in der Weltpolitik. Viele Hoffnungen trägt de Gaulle, der sich als ein weitblickender Staatsmann bewährt hat, auch die Hoffnungen Israels auf einen baldigen Frieden, trotzdem der politische Himmel noch durch schwere Wolken verdunkelt wird. Jedenfals hat auch de Gaulle dazu beigetragen, die Fronten zu lockern und zu verlagern. VI. Deus ex machina Dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Aegyptens neue Ablenkungsmanöver für die allernächste Zeit erwarten lasen, wurde an dieser Stelle vor einigen Wochen gerschrieben. Ein „deus ex machina“ erschien als Ge schenk des Himmels in Gestalt des Ostdeutschen Ul. bricht. In den vergangenen Jahren hat man natürlich von ihm gewusst und gelegentlich auch etwas gehört Zu einer .Weither iihmheit1 ist er allerdings erst jetzt in Aegypten geworden. Die Geschichte beginnt mit den deutschen Waffenlieferungen an Israel. Dass Nasser hiervon erst jetzt erfahr ren haben soll, ist natürlich auch ein Märchen. Was er erst jetzt feststellte, war für ihn sicherlich auch eine Ue berraschung: Die Bonner Re gierung war auf die Drohung Aegyptens, Ostdeutsch, land anzuerkennen, ohne weiteres bereit, ihren Israel Vertrag zu brechen. Und sie sagte es. In Bonn rechnete man mit einer tiefen Zufrie denheit Nassers über diesen neuesten Ausdruck deutcsher Treue... zu Aegypten versteht sich, denn Israel gegenüber wurde das Wort nicht eingehalten und der Vertrag zerrissen. Wenn es so leicht war, Bonn umzustimmen, konnte -man mefhr herausholen, meinte Nasser. Das war die Gelegenheit, verlorenes Terrain aufzuholen und mit dem Ostdeutschen immer mehr und mehr zu drohen. Das war aber auch die Gelegenheit, von den eigenen furchtbaren Sorgen abzulenken und von den Kommunisten neues Geld zu bekommen, obwohl Krutschew bei seinem Besuch manche kritischen, nicht gern gehörten Reden gehalten hat. Arabische Liga, Konferenzen der arabischen Staaten. Drohungen gegen die ganze westliche Welt, verstärkter Terror gegen Israel und andere reichlich billige Winkelzüge werden aber die ägyptische Lage nicht verbessern. Propaganda allein genügt nicht, um in dieser Welt zu bestehen. VH. ITALIEN UND NS-VERBRECHER Rom. — Ein Sprecher des italienischen Aussen. ministeriums und ein Sprecher des Justizministeriums erklärten auf Fragen, dass Italien die Verlängerung der Verjährungsfrist für NS,Verbrechen befürworte und der Deutschen Bundesrepublik hiervon Mitteilung gemacht habe mit dem gleichzeitigen Angebot, Material für die Kriegsverbrechen der Nazis zur Verfügung zu stellen. — (ITA) REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 FRAU oder MAEDCHEN für leichte Hausarbeit für 2 Hamen, mH Schlafen, 5 4.500,— Azonenaga 1106, V. Lopez Tel. 791-7893 Und Moskau? Der nordamerikanische Staatssekretär (Aussenminister der USA) erklärte, dass die Grenzen Israels nicht angetastet werden können. Diese Verlautbarung ist sicherlich wichtig, genügt aber nicht, um den arabischen Heisshunger zu bremsen. Dort spricht man eine harte Sprache, und dort versteht man nur diese. Wird sich der Westen einsehüchtem las sen? Welche Haltung nimmt Russland ein. Wartet man wirklich nur ah, dass andere die Würfel werfen? Schon längst gefällt es in Moskau nicht, dass Nasser auch der Pekinger Konkurrenz alle Wege nach Afrika ebnet. Ein internationaler Beobachter meinte, dass die Russen in Tel Aviv eine minde' stens so bedeutsame Bot schaft unterhielten, wie in in Kairo. Ob dies zutrifft, können wir schwer beurtei len. Jedenfalls haben sie ihre Botschaft in Israel. Die Beziehungen haben sich sogar gebessert, wie allgemein ver. sichert wird. Es gibt keinen Grund, dass die Beziehungen nicht enger sein sollten und könnten, als sie es die letzten Jahre waren. Schliesslich war es Stalin, der den Staat als zweiter, unmittelbar nach Truman, anerkannte. Israel wurde aufgrund eines mit Zweidrittelmehrheit gefassten Beschlusses der UN geschaffen. Russland führte hierbei ein entscheidendes Wort. Mit der Lockerung der Fronten sollte sich allmäh lieh auch der Weg zu einer engeren Verbindung mit der Sowjetunion öffnen, die zwischen dem Kreml und beina. he allen westlichen Ländern besteht. In diesem kritischen Augenblick könnten die Möglichkeiten hierfür günstiger sein, denn alle Fronten sind in Bewegung. PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken Tailißbeutel Käppchen Maz zot-Taschen Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2U37 4» B. 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superí 2719 T. E, 76-6784 u. 76-2312 Neuer syrischer Angriff Tel Aviv. — Neue Zusammenstösse zwischen syrischen Truppen und israelischen Einheiten in der befestigten Zone von Almagor im Norden des Tebiras-Sees meldete ein israelischer Armeespre. eher. Ein israelischer Traktorfahren wurde schwer verletzt, als die Syrer Kanonen, und Mörserfeuer eröffneten. Der gleiche Sprecher gab bekannt, dass israelische Tanks sofort den syrischen Angriff beantworteten, so dass die Siedler von Almagor unter dem Schutz der Armee ihre Arbeit auf den Feldern fortsetzen konnten. — Syrien er. hebt Anspruch auf diese Zone, weil sie — nach Behaupttung von Damaskus — „den arabischen Bauern gehört“. Neunzig Minuten danach beschossen die Syrer erneut die isratlischen Kolonisten, und auch diesmal „brachten sie die israelischen Tanks zum Schweigen“. Ueber von den Syrern erlittenen Verluste wurde nichts berichtet. Die Angriffe ereigneten sich einen Tag nachdem der Chef der Waffenstillstands- Kommission entschieden hatte, dass die israelischen Tanks, die Anfang März von der syrischen Artillerie unter Beschuss genommen wurden, „auf israelischem Gebiet operierten“. Mehr Waffen... Washington. — Sowohl Transjordanien wie Saudi Arabien fordern mehr Waffen von den USA- Saudi Arabien wünscht moderne Jet- Flugzeuge, die sich mit denen der Israelis französischer Herkunft und mit den russischen MIG-Apparaten der Aegypter messen können. Transjordanien verlangt moderne, mittlere Tanks des M . 48 Typs, wie Israel sie im Verlauf des Abkommens mit Westdeutschland erhielt. (ITA) Kaire beglich Schulden Kairo. — Aegypten hat zum Jahrestag — Kairoer Presseberichten zufolge — alle überfälligen Schulden im Ausland beglichen. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Nach unbestätigten Berichten aus gewöhnlich gut unterrichteten Finanzkreisen haben die ägyptischen Behörden zur Tilgung eines Teils längst fälliger Auslandsschulden einen Teilbetrag der ägyptischen Goldreserven verkauft, die im Wochenausweis der Kairoer Zentralbank vom 10. Dezember vergangenen Jahres mit rund 600 Millionen Mark angegeben wurden. Diese Goldreserve ist der bisher unangetastete Privatschatz, den Exkönig Faruk in Aegypten lassen musste. Statuten beschlossen Kairo. — Der gemeinsame arabische wissenschaftliche Rat für Atomforschung hat vor kurzem in Kairo einen Statutenentwurf für die Verwendung von Atomenergie für friedliche Zwecke beschlossen. Nach Abschluss einer ersten Sitzungsperiode in Kairo veröffentlichte Radio Kairo den Plan, durch den vor allem die arabische Politik auf dem Gebiet der Atomenergie koordiniert und vereinheitlicht werden soll- Ausserdem beabsichtigt der Rat die Gründung eines Forschungsinstituts durch idle Mitgliedstaaten. LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparee* los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. Blockführer in Auschwitz Lodz. — Ein Gericht in Lodz hat den polnisch®? Staatsangehörigen Aieksaa* der Stankiewicz wegen Kriegsverbrechen zu 13 JafcL ren Gefängis verurteilt. Der Angeklagte wurde für schutU dig befunden, als Blockf¡ihrer im Konzentrationslag« Auschwitz während des Krieges au der Ermordung sowjetischer Kriegsgefangene* beteiligt gewesen zu sein. Entschädigung an Deutsche Tel Aviv. — Israel wird an deutsche Staatsbürger, di* früher auf israelischem Gebiet angesiedelt waren und ausgewandert sind, 55 MiUift. nen Mark Entschädiguntf zahlen. ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Prof. de U Facultad, Jefe «el Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernándes CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817, Consultas: Montag bis Freitag; 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo.. Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiente 3116 T. E. 87-1362 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52.8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGUs LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. IOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. L. 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