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Jüdische Wochenschau · 1965-03-12 · 2107 (12.3.1965) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2107 (12.3.1965)
Date
1965-03-12
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 12 de Ma< m» de 1905 LA SEMANA ISRAELITA aüo xxvi. — fr zwi T® treu Terrorismus bleibt unbestraft Die zunehmende Anzahl der Terrorakte und Drohun gen bekannter terroristischer Organisationen beschäftigt 'in den letzten Wochen in steigendem Masse die argen tinische Oeffentlichkeit- Besonders interessant war ein in der vorigen Woche publizierter Leitartikel der bedeutenden Tageszeitung ..La Prensa", die bekanntlich in ihren Urteilen sehr zurückhaltend ist- Wir halten diese Ausführungen für wichtig genug, um sie an dieser Stelle zum Abdruck ziu bringen. La Prensa schreibt: Die von extremistischen und totalitären Gruppen und Organisationen verübten Attentate sind nicht mehr au zählen. •Personen, Privateigentum und Denkmäler sind diesen Banden wehrlos ausgesetzt. Brandbomben und solche von grosser Zerstörungskraft erzeugen hohe Materialschäden und Teerbomben, sowie Aufschriften und Malereien verunzieren Bauten und Statuen. Persönlichkeiten des politischen. gremialen und kulturellen Lebens sind vor Attentaten nicht sicher. Man muss nicht weit zurückgreifen. um diese kriminellen Vorgänge zu überblicken. In den letzten Wochen allein wurde eine Reihe von Angriffen auf jüdische Organisationen der Stadt Corrientes verübt: in Ezeiza wurde eine Zelle ausgehoben. die über reichliche Geldmittel, Fahrzeuge und Code-Verbindungen verfügte ßowie über Nazi-Abzeichen und Flaggen; im Paraná- Delta wurde ein Attentat auf das Sarmiento-Museum verübt Erst vor wenigen Tagen zerstörte eine Bombe zum T*eil das Haus eines Senators und in der Ortschaft Lands wurde ein Sprengstoffarsenal im Besitz von Leuten entdeckt. die laut Polizeibericht als Terroristen bekannt sind- Das Schwerwiegendste daran ist die Straffreiheit, die diesen Gruppen volle Aktionsfähigkeit sichert- Der grösste Teil der Anschläge wird überhaupt nicht auf gedeckt und wenn, dann können die wenigen Inhaftierten in kürzester Frist wieder ihre Freiheit erlangen, indem sie entweder ausbrechen, oder „legal“ aus der Haft entlassen werden. Zur gleichen Zeit brüsten sich die Mitglieder der Regierung, dass das Land in den letzten Jahrzehnten niemals in einem ..so freien Klima ohne Standrecht und Ausnahmezustand" gelebt habe, wie jetzt. Die Oeffentlichkeit aber fordert, dass der innere Frieden ein echter Frieden sei, was im Augenblick nicht den Tatsachen entspricht. — DA1A fordert energische Massnahmen Die DAIA richtete an den Innenminister Dr. Palmero ein Schreiben, in dem sie auf die Terroristenanschläge hinweist, die „die verfassungsmässige Ordnung des Landes gefährden", weil sie rnbestraft bleiben und dadurch an Regelmässigkeit und Kühnheit zunehmen. ..Die Terroranschläge, die sich in der - Hauptstadt und im Innern des Landes häuften, lösten in der, öffentli. chen Meinung Alarmstimmung aus“, heisst es in dem Schreiben ..Monate hindu’ Ch wurden Organisationen bedroht, Persönlichkeiten provoziert, Schulen, Synagogen und Vereinsgebäude mit Bomben belegt, ohne dass auch nur einer dieser Vorfälle aufgeklärt worden wäre- Die Urheber der Atten täte befinden sich in Frei, heit- Es besteht kein Zweifel darüber, dass diese Straflosigkeit entscheidend zur Zunahme und zur Verschärfung des Terrors beiträgt. Das hartnäckige Stillschweigen von offizieller Seite zwingt uns, Herr Minister, zur Absendung dieses Schreibens. Wir stehen auf dem Stand- ISRAEL - BRIEFMARKEN Aül WIEDERVERKAEUFEH - ALLE NEUAUSGA BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficia! del Estado de Israel, VIAMOIfTE 55A. I/B — Bueno* Airea. Rea Araeatiaa Kindler-Taschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE- ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUMTER GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ’ ge Rechtsfäll.e Nr. 57/58/59: GERALD REÜITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SAI)E: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. BRIEFE DER WELTLITERATUR AUS DEM TRECENTO DANTE — PETRARCA — BOCCACCIO Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80 Bestellungen durch olle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München punkt, dass der Terrorismus nicht nur jenen Sektor gefährdet, gegen den er sich scheinbar richtet, sondern auch die gesamte, verfassungsmässige Ordnung des Landes, jene Sicherheit, die durch die ungestrafte Tätigkeit der Verbrecher praktisch annulliert wird. „Wir zweifeln die demokratische und antitotalitäre Einstellung der Regierung in keiner Weise an. Doch es steht fest, dass die Térro:an. schläge weitergehen. Der Bombenangriff auf die Wolffsohn-Schule, die Vorfälle in Corrientes und andere, von der Presse bestätigte Ereignisse weisen auf eine unhaltbare Situation hin, die ein energisches Eingreifen seitens der Regierung verlangt- Während wir dieses Schreiben abfassten, erreichte uns die Nachricht, dass in Lomas del Palomar ein schweres Attentat auf den ..Centro Israelita Alberto Gerchu. noff“ verübt wurde Das in der Zone gut bekannte Schulgebäude wurde von einem Auto aus beschossen. Natürlich wurde niemand festgenommen und wenige Stun den später wiederholte sich der unglaubliche Angriff: die Schule wurde zum zweiten Mal mit Schüssen belegt! „Dies ist ein neuer Fall, der die — wie wir zugeben wollen — unter früheren Regierungen begonnene, lange Liste von kriminellen Atten. taten bereichert “ ' Proteste im Ausland ln New York haben die Nachrichten über die permanenten antijüdischen Attentate in Argentinien grosses Aufsehen und Befiem den vor allem deshalb hervorgerufen, weil seitens der Regierung keine Schritte unternommen werden, um diesem Tieiben Einhalt zu gebieten. Vor allem wird unterstrichen. dass die Terrorgruppen meistens mit dem Wohlwollen der Polizeikräfte rechnen können, die im mer zu spät erscheinen und niemals einen Attentäter fassen. Der argentinische Botschafter in Kanada hat auf einen Protest des Kanadisch-Jüdischen Kongresses schriftlich geantwortet, dass die Regierung des Präsidenten Arturo U. Illia und die Partei, auf die sich die Regierung stützt, fest entschlossen seien, mit den gegen die jüdische Bevölkerung gerichteten Attentaten Schluss zu machen. In Argentinien, so heisst es in diesem Schreiben, wird es keine Probleme von Rasse und Religion geben. — Bikur Jeilim Bikur Joilim, die Hilfsorganisation zum Schutz der Kranken, legt den Bericht Die lebendige Verbindung C- H. — In wenigen Wochen wird das argentinische Judentum die Aktion 1965 der Einheitskampagne proklamieren und erneut seine Solidarität mit Israel bekunden. Seit 17 Jahren wendet sich die C- U. an die Juden in der ganzen Welt und ruft sie auf, dem jüdischen Staat bei ner Einwanderung und der Einordnung der in das Land Gelangenden zu helfen Ungeheure Fortschritte, die die Anerkennung fast der ganzen Welt gefunden haben, hat der jüdische Staat gemacht. Dort, wo gestern noch Wüste gewesen, sind Städte entstanden, wurden Industrien errichtet, neue Kibbuzim entstanden, das geistige Leben erreichte ein beispielloses Niveau und das alles trotz oder vielleicht gerade wegen der arabischen Drohungen, die Israel zwingen, gewaltige Summen für seine Verteidigung bereitzustelien. Die Araber haben ihren „Krieg im Frieden“ auf die Juden in der ganzen Welt ausgedehnt und gewisse Vorgänge auf unserem Kontinent beweisen, dass auch wir, die argentinischen Juden in vorderster Front stehen. Die wenigen Mänr.er, die in unserem Sektor die verantwortungsvolle Arbeit für die Einheitskampgane leisten, fragen sich oft, ob sie genügend Unterstützung seitens unserer Institutionen finden und ob ihre Aufrufe zur Zeiehlung für den Keren Hsjessod in unserer Kollektivität das notwendige Echo finden Und sie fragen sich, ob nicht gerade die deutschsprechenden Juden als die ersten Opfer der grausigen Verfolgungen des Nazismus nicht viel spontaner, zahbeicher und grosszügiger antworten müssten! Es ist bekannt, dass das zentraleuropäische Comité auch im ■jahi'fe 1964 sein Aufkommen wesentlich verbessert hat, aber es soll andererseits nicht unerwähnt bleiben, dass sehr viele Menschen in guter wirtschaftlicher Situation nicht zu bewegen sind, ihre Zeichnung abzugeben. Und unter diesen befinden sich viele, die in unseren Institutiönen organisiert sind, wenn auch die Mehrzahl «er „Neinsager“ aus denen besteht, die auch heute noch „Randjuden“ sind, und nirgendwo eingegliedert sind Weiter fehlt ein grosser Teil der „zweiten Generation“ junge Menschen, die bereits eigene Familien begründet haben und in guten wirtschaftlichen Verhältnissen sind. Die Arbeit für die Einheitskampagne ist eine Ehrenpflicht aller bewussten Juden und kann und darf nicht auf die wenigen Menschen beschränkt bleiben, die das 'zentraleuropäische Comité bilden. Mit diesen Fragen wird sich die Generalversammlung beschäftigen müssen- Die Einheitskampagne bildet die lebendige Verbindung zwischen Israel und den Juden in der ganzen freien Welt Der Jude, der für den Keren Hajessod beisteuert, beweist mit der Tat dass er sich seines Judeseins bewusst ist und sich mit dem gewaltigen Werk des Aufbaus und der Verteidigung des jüdischen Staates verbunden fühlt- LÜACH — (KALENDER) Freitag, den 12. März 8- Adar Sonnabend, den 13. Mälz 9- Adar Parsohat WAYIKRA 3. B.M. I 1 — V 26 Parsohat SACHOR 5. B. M. XXV — 17—19 Haftara I Sohmu’el XV 2—34 Sonntag, den 14 März 1®- Adar Montag, den 15. März 11. Adar Dienstag, den 16. März 12. Adar Mittwoch, den 17. Mär, 13. Adar TA ANIT ESTER — Fasten Elster Donnerstag, den 18. März 14. Adar PURIM Freitag, den 19. Miärz 15. Adar Sshoschan-Furim Sonnabend, den 20. März 16- Adar Parschat ZAW 3. B. M. VI 1 — VIII 36 Haftara Yirmeyaihu VII 21 — Vm 3, IX 22—23 IT II n n IT ii n n n i über das 68- Jahr ihrer TR. tigkeit 11964), vor, in dem ein anschauliches Bild von der segensreichen Arbeit dieser Organisation gegeben w'ird Der soziale Charakter der medizinischen Hilfe fiir weite Kreise braucht nicht weiter unterstrichen zu werden. Auch aus unseren Kreisen sollte dieser wichtigen Arbeit weit mehr als bisher Aufmerksamkeit geschenkt werden. — Ghetto-Gedenkfeier Am 29. April (27. Nissan) findet im Luna Park zum 22. Jahrestag des Warschauer Ghetto.Aufstandes eine grosse Gedenkfeier statt. Wie die Kundgebung vor zwei Jahren, die noch in Al. ler Erinnerung ist, soll auch diese Massendemonstration ein flammender Protest gegen den Nazismus sein- Die DAIA übernahm gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden Argentiniens die Organisation dieser Massenversammlung. an der nicht nur das Judentum, sondern auch die Repräsentanten weiter demkoratischer Kreise der Nation teilnehmen werden. Dieses Jahr wird eine bedeutende Rednerin auf der Tribüne stehen: Tzivia Lubetkin, eine Heldin des Ghettos, die aktiv an den Kämpfen gegen die Nazi-Barbaren teilnahm und daher lebendes Symbol des titanischen Ringens um die Menschenwiir de der Juden und um die Menschenrechte im Allgemeinen darstellt. Die Zusage Tzivia Lubetkins, die Anwesenheit hervorragender, führender Persönlichkeiten des Landes und die Teilnahme breitester Schichten der begeisterungsfähgien Jugend sichern der Veranstaltung durchschlagende Wirkung. Eine zweite, religiöse Gedenkfeier findet am Sonntag, den 2. Mai, auf dem Friedhof von Tablada vor dem Monument für die Jifc dischen Helden und Mlärtji rer statt. Abschied für General Avidar Eine gemeinsame, von Vertretern der DAIA, der AMIA, der argentinischen Zionistischen Organisation und der Campaña Unida pro Israel gebildete Kommission wurde mit der Veranstaltung der Abschiedsfeier betraut, die Argentiniens jüdische Kollektivität dem israelischen Botschafter, General Joseph Avidar, aus Anlass seiner Rückberufung bereiten will. Die vier Organisationen bereiten für den Abend des 25- März in den Salons des Plaza Hotels einen Empfang vor, in dessen Rahmen der Jischuw den diplomatischen Vertreter Israels und dessen Gattin, Frau Dr. Jamina T. Avidar ehren wird. Die für das Bankett uner. lässlichen Karten sind während der Bürostunden bei der DAIA zu erhalten. Attentat in Montevideo Die Ermordung des litauischen Nazis Herbert Cukurs löste in Montevideo eine antisemitische Hasswelle aus, die in verschiedenen Drohun. gen ihren Niederschlag fand. Hakenkreuze erschienen auf den Mauern und anonyme Telefonanrufe verständigten Polizei und Rabbiner, dass man die Synagogen mit Bomben belegen werde. Die Polizei untersuchte daraufhin alle Synagogen, fand aber nichts Verdächtiges. Bisher wurde nur eine Synagoge von einer Bombe leicht beschädigt. Bekanntlich wird die Ermordung des Naziführers Cukurs, der aktiv an^ der Ausrottung von 30.T)00 Juden beteiligt war, als jüdischer Racheakt hingestellt. Einer Version zufolge habe man versucht, ihn zu entführen und ihn, als er sich verzweifelt zur Wehr setzte, erschossen. Die glückliche Geburt unseres Enkels und Neffen zeigen hocherfreut cm: ERIKA und SALIE FRANKENBERG Cuba 2263 TOMMY FRANKENBERG Rotterdam Adresse in Israel: ELY und INES EZRACH, Rehov Yalag 1 Holon — Tel Aviv CARLOS HEIMANN R OS ITA HEIMANN geb. MEYER geben hiermit ihre VERMAEHLUNG bekannt. Die Trauung findet s.G.w. am 20. Maerz um 22 Uhr in der Synagoge Achduth Jisroel, Moldes 2449, statt. Buenos Aires, Manuela Pedraza 2428. —- --—-- ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5125? Fasten Ester Mittwoch, den 17. März Purim Donnerstag, den 18 März Schuschan Purim Freitag, den 19. März Schabbat Hagadol Sonnabend, den 10. April Erew Pessach Freitag, den 16. April 1. Tag Pessach Sonnabend, den 17. April 2. Tag Pessach Sonntag, den 18. April 7. Tag Pessach Freitag, den 23. April 8 Tag Pessach Sonnabend, den 24. April Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto 27. Nissan) Donnerstag, den 29. April Yom Haatzma’ut Freitag, den 7. Mai Lag BeOmer Donnerstag, den 20. Mai Erew Schawuot Sonnabend, den 5. Juni 1. Tag Schawuot Sonntag, den 6. Juni 2. Tag Schawuot Montag, den 7. Juni

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