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Jüdische Wochenschau · 1965-03-05 · 2106 (5.3.1965) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2106 (5.3.1965)
Date
1965-03-05
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Año XXVI. N» 210« — 7 ^teriös^p^toenj!\d« Kiiste^Piedf antraf ^Is' er Viru* iiln ^soial ^¿5?lia- *en. fc881^!h W/1»^ Sn rnm. * >m auch Munitat ndf«' lebenseek-r aixi ^t'teckun» i ’"*«Ä Arbeit, iv rhcieimgesc West-tf, *n, m sie ai L mtu m Tropenfieij l 5*»el eig-ne " deshalb £fui feidew? awi 3 Afrika Ueg- Viren | te in das klein, »verfliegen" en konnte Pi Ibluffl sogar i®aelisohen der unter eine verhee ng hatte. Zwei Hühner fielen un Opfer. Bne ügcl-Epidemie fünf Jahren i iähnen Israeli of, Goldblum, h keine Zeit h Studium dieser;n systematisch zu lält sie vorläufig ’urch das Interesirikaner wird nun skt die mikrobio- 'orschung Israeli \i l«M1 — In Akkra ist sischen Handelsin und vom tsrae- Dtschafter Arnon n Handelsvertrag et worden, der slsaustausch awi. beiden Ländern n aoll Israel wird eine Reihe von liefern, darunter und -schlauche, er, Farbstoffe und rial. Dafür wird iana unter ande- .obohnen, Bauhola re Erzeugnisse be- TAI ER lírwíiwW i h «rill«* I m/n 500^- 5: m/n 2§0^ in/n ie Erhoehunq ** ‘nderS'^Bg voll VMarne*. 5 de M«rv,; de li»«5 WER GIBT DAS GELD? von CHARLES ROESMER im Prozess gegen die j Auschwihaer KZ-Mörder in Frankfurt a- M. hat der öffentliche Ankläger enthüllt, dass der Lager-Apotheker Victor Capesius, der unter schwerster Anklage vor den Geschworenen steht, versucht hat, Zeugen zu bestechen- So hatte er den Zeugen Stoffe zu Gratisferien ln sein Jagdhaus eingeladen, worauf dieser Zeuge die erwiesenen Wohltaten schleunigst mit einem geschriebenen Lobgesang auf den NS Verbrecher quittierte- Im übrigen haben Zeugen erklärt, dass NS Agenten an sie herangefcreten seien und Ihnen bis zu 50.000 D- Mark angeboten hätten, wenn sie sich bereit erklären würden, günstig für den Apotheker von Auschwitz auszusagen. Es ist nicht anzunehmen, da« die Familie des Angeklagten Capesius solche enormen Bestechung« Summen aus eigener Tasche auswerfen kann. Hinter diesen breitangelegten Korruptionsversuchen von Zeugen stehen zweifellos die neonazistischen Untergrund Organisationen, die i | offenbar viel Interesse an diesem sinistren Auschwitzer Mordgehilfen im weissen Apothekerkittel haben- Die Frage stellt sich, wer diese internationalen Gangstergruppen so grosszügig finan. ziert und es ihnen ermöglicht, für Bestechungszwekke derart exorbitante Sum men auszuwerfen. Der versuchte Zeugenkauf durch die Freunde und Komplizen der Mörder von Auschwitz ist so schwerwiegend, dass man alles versuchen sollte, der Quelle dieser Verbrecher isohen Manöver auf die Spur zu kommen- Die Geldgeber, die die Internationale von Malmö und andere Gruppen des braunen Suds finanzieren, sind zum Teil bekannt. Sollten gewisse Grossindustrielle an der Ruhr, in Schweden, in den Vereinigten Staaten und in Argentinien auch diesen brü ben Fischzug durch „Sonderspenden“ möglich gemacht haben? Steht diese Gruppe verblendeter und fa_ natisierter Geldgeber nicht nur hinter den Neonazis von heute, sondern vielleicht auch hinter den authentischen i Massenmördern von gestern? Juden kaempften gegen Hitler Paris. — Der französische Minister Jean Saimtenny volkzog als persönlicher Repräsentant des Präsidenten Charles de Gaulle die offizielle Einweihung der Ausstellung „Die Juden im Kampf gegen das Hitlerregime“, die den hero isohen Kampf des jüdischen Volkes gegen seine nazistischen Unterdrücker zeigt. Diese Ausstellung, die von dem Verband für das „Denkmal des unbekannten jüdischen Soldaten“ und dem „Zentrum für zeitgenössische jüdische Studien“ veranstaltet wird, bringt eine Sammlung von Dokumenten, offiziellen Berichten und Fotos aus 15 von den Nazis im Kriege besetzten Ländern und aus Palästina. Sie will beweisen, dass die Juden nicht wie zahmes Vieh zur Schlachtbank geführt wurden, sondern trotz der völligen Aussichtslosigkeit ihren Henkern Widerstand leisteten. Die Botschafter von Israel, Bulgarien, Polen und der Tschechoslowakei, wie auch diplomatische Vertreter eines Dutzends anderer Länder, darunter Sowjetrussland, die Vereinigten Staa. ten, Ungarn, Jugoslawien, Belgien, Australien, Norwegen, Schweden und Holland, wohnten der Zeremonie bei, die vor dem Monument für den unbekannten jüdischen Märtyrer stattfand. Der Minister für Kriegsveteranen und Kriegsopfer, Jean Saintenny, den zahlreiche hohe französische Beamte und Delegierte der Organisationen der Kriegsveteranen umstanden, forderte die Jugend Frankreichs und der Welt auf, „niemals den Heldenmut der Ghettokämpfer und ih-! rer Führer zu vergessen, die starben, damit die Freiheit leben könne“. Französische Soldaten in Paradeuniform und mit entblössten Säbeln salutierten vor dem Mahnmal. Saintenny erwähnte auch in seiner Rede, dass die Juden es als Erste in der Welt wagten, sich Hitler und den Nazis entgegenzustellen. Sie waren die Ersten, die in Westeuropa und später in den besetzten Gebieten des Ostens den Kampf aufnahmen, und in Warschau gelang es ihnen, sechs Wochen lang der Uebermacht der deutschen Wehrmacht Widerstand zu bieten Der Präsident der Zionistischen Organisation, Dr. Nachum Goldmann, nannte die Ausstellung „von historischer Bedeutung“, da sie das zeigt, wovon viele jüdische und nichtjüdische Geschichtsschreiber zu berichten unterlassen haben, nämlich den jüdischen Widerstand. Sie liefert den überzeugenden Beweis, dass die Generation des Zweiten Weltkrieges nicht nur unglücklich sondern auch heroisch war. „Heute“, so führte er aus, „wissen alle, dass diese Generation Unmenschliches litt, aber nicht alle wissen, dass sie auch kämpfte. Es ist ein Wunder, dass so viele Juden, die voneinander weit getrennt waren, in isolierten Gemeinden lebten, rechtlos und wie Tiere zusammengetrieben, sich Waffen verschafften und gegen ihre Unterdrücker erhoben.“ Der Präsident des Jüdischen Weltkongreses erinner. te daran, dass diese Organi- Naoh kurzer schwerer Krankheit verliess uns am 22. Februar 1965 unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Giossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Paula Levy geb. Blum (früher Bingen a. Rhein) im Alter von 71 Jahren. Im Namen aller Hinterbliebenen WERNER LEVY CECILIA LEVY geb. MARBE9CH LYLLY LEVY Buenos Aires, Amenabar 2466. *v:-- JÜDISCHE WOCHENSCHAU 1940 - APRIL - 1965 ( ( ( < ( ( < --—■—- < 25 i-_——— - ■... i ( ( ( < < ( < ( < ( i JAHRE » » ___— » » QiJe*ftfuuA,Cfs/uieiüt& trotz Krieg - Verfolgung - Vernichtung BANNERTRAEGER EINER BESSEREN ZUKUNFT AUS ALLER WELT In türkischen Gewaessern Tel Aviv- — Nachdem seit 1959, nach einem unliebsamen Zwischenfall, israelische Fischer nicht in türkischen Gewässern fischen durften, ist kürzlich ein Ueberein kommen zwischen einem haifaer Reeder und einem türkischen Fischerkonzern abgeschlossen worden, das den israelischen Fischern in einer gemischten Mannschaft das Fischen gestattetsation immer wieder versuchte, die Aufmerksamkeit der Welt auf das tragische Schicksal der europäischen Juden zu lenken, doch „alle unsere Rufe verhallten ungehört, vielleicht w’eil die alliierten Regierungen sich nicht einmal einen Begriff von der nazistischen Politik der Ausrottung machen konnten, aber vielleicht auch, weil sie nicht einmal einen w'inzigen Teil der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel dazu verwenden wollten, um die Ausrottung der Juden zu verhindern oder zu verzögern.“ Die Ausstellung, so fuhr Goldmann fort gleiche einer Anklage gegen die demokratischen Völker, die die Nazilehre nicht ernst nahmen. Er schloss mit den Worten: „Alle jüdischen und nichtjüdischen Ueberlebenden stehen gleichermassen als Angeklagte vor der Geschichte, vor der sie sich wegen ihres Mangels an politischer Vorstellungskraft, an Vorausbliok und an Willen zu verantworten haben, vor allem aber jedoch, weil sie nicht in einem Augenblick gehandelt haben, in dem eine Reaktion noch das Naziübel mit der Wurzel ausreissen könnt« — (ITA) Friedhof geschaendet Prag- — Ueber eine Friedhofsschändung berichtet die Prager Zeitung „Prace“. Danach haben in den ersten Tagen dieses Jahres unbekannte Täter auf dem jüdischen Friedhof von Trebic (Südwest-Mähren) über 50 Grabsteine umgeworfen und zerstört- Unter diesen Grabsteinen seien viele historisch wertvolle Steine aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Kein Ruhegehalt München. — Der frühere stellvertretende Leiter der Gestapo in München, Dr- Alfred Trenker, erhält wegen „eines schuldhaften und erheblichen Verstosses gegen die Grundsätze der Mensch, lichkeit und Rechtsstaatlichkeit“ kein Ruhegehalt. Die V- Kammer des Verwaltungsgerichts München hat mit diesem Urteil die behördlichen Beschwerden bestätigt, die Dr. Trenker das Ruhegehalt nach dem Gesetz zu Artikel 131 des Grundgesetzes entzogen haben. Nach den Feststellungen des Gerichtes hati Dr. Trenker Anfang 1943 auf Grund eines Erlasses des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD vom 17- Dezember 1942 eine grössere Anzahl ausländischer Arbeiter in das Konzentrationslager Dachau verbringen lassen. Das Verwaltungsgericht sah in dem Verhalten Dr- Trenkers einen Verstoss gegen die Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit. Es wies deshalb die gegen den Freistaat Bayern gerichtete Klage Dr. Trenkers ab. Froigabe von Archiven London — Die Sowjet Union hat nunmehr beschlossen, die Auschwitz-Ar. ohive, die 1945 bei der Befreiung des Todeslagers beschlagnahmt wurden, freizugeben. Die Archive enthalten Tausende von Akten m.it den Namen von Millionen umgekommener Juden und anderer Opfer des Nazismus sowie Namen von deutschen Beamten. Bonn spioniert für Kairo London. — Die Wochenzeitschrift „The Jev.üsh Observer and Midie East“ veröffentlichte einen Bericht darüber, dass der westdeutsche Spionagedienst alle Informationen über Israel automatisch nach Kairo weiterleitet- Man könne daraus ohne Zweifel darauf schliessen, dass eine enge Zusammenarbeit des deutschen und dos ägyptischen Spionagenetzes besteht- (ITA) Tschou en-ÜM nach Kairo London- — Der Chine»,_ Ministerpräsident Tschou e.n- Lai wird im März Aegypten einen zweiten Besuch abstatten. Die der Regierung nahestehende Kairoer Zeitung „Al Ahram“ berichtete, dass der Besuch unter anderem der Vorbereitung der zweiten afrikanisch-asiatischen Konferenz dienen soll, die im Frühjahr in Algier stattfinden wird. (AWZ) MITTEILUNG Das Comité Centroeuropeo macht darauf aufmerksam, dass dit- Aktion 1964 am 26 Maerz abgeschlossen wird. Wir bitten alle unsere Beisteuerer, noch fehlende Zahlungen ur gehend zu überweisen. COMITE CENTROEUROPEO, de la CAMPAÑA UNIDA Sarmiento 2376. III. — T. E. 47-?? (Bürostunden: 12—19.30 Uhr)

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