Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2105 (26.2.1965)
- Date
- 1965-02-26
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes. 26 de Fein ero de 1965 L, A SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* 21 «5 — 5 ANTISEMITISMUS IN SÜDAMERIKA New York. — Einen Auf. ruf au einer energischeren Bekämpfung der antisemitischen Elemente in Latein - amerika richtete Mark Turkow, der Leiter der Exekutive des lateinamerikanischen Büros des Jüdischen Welt kongresses, an den nordamerikanischen Sektor des JWK. der hier zu einer Tagung zu sammentrat. Turkow befindet sich zu Besuch in den USA und wird von hier aus nach Kanada reisen, bevor er nach Buenos Aires zur lick - kehrt. Er kam aus Israel, wo er dem kiirzlichen Zionisten, kongress beiwohnte. Der lateinamerikanische Delegierte des JWK berichtete nach seiner Begriissung durch Schinischon Heller, dass in vielen lateinamerikanischen Ländern der Antisemitismus aufkam, der jedoch seiner Ansicht nach nicht die grösste Gefahr für die Juden sei. Andere Faktoren so führte er aus, die aus der unsicheren politischen und sozialen Situation in diesen Ländern resultieren, vor allem aber die assimilatorische Tendenz unter der jüdischen Jugend und der Mangel an Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung ★ MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG ★ LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel Mcdpü 982 Tel. 31-7845 einem intensiven jüdischen Kulturleben bedrohen die südamerikanische Judenheit. Eine grosse Gefahr für die Juden in Lateinamerika kä. me ferner von der Rührigkeit der arabischen Agenten, die Feindschaft gegen die Juden zu erwecken bestrebt sind. Turkow hob hervor, dass kein Zweifel über die Position verschiedener lateinamerikanischer Regierungen bestehen könne, doch müssten seiner Ansicht nach weit schärfere Massnahmen von. seiten der Behörden ergriffen werden, um die antisemitischen Elemente und ihre Aktivität zu unterbinden Er anerkannte die Besorgnis der jüdischen Gemeinden in anderen Ländern über die Vorfälle, von denen die lateinamerikanischen Juden betroffen werden, doch vertrat er den Standpunkt dass diese jüdischen Gemeinden zuerst mit den südamerikanischen Gemeinden Beratungen pflegen sollten, bevor sie zu irgendeiner Aktion schreiten. Ueber die Agitation von Mitgliedern der Arabischen Liga, die es sich angelegen sein lassen, die südamerikanischen Massen gegen die Juden aufzuhetzen, äusserte Turkow, dass es in erster Linie deren Absicht sei, Israel und den Zionismus zu schädigen. Zu diesem Zweck unterstützen diese Leute die wütenden Antisemiten und die antisemitischen Organisationen in der Hoffnung, ihre eigenen Ziele durchzusetzen. Hier erwähnte er dass in Lateinamerika zahlreiche nazistische Gruppen leben, die mit der Unterstützung der arabischen Hasspropaganda rechnen. Während seiner Reise durch die Vereinigten Staaten und Kanada, wird Mark Turkow mit den nationalen jüdischen Organisationen den Kontakt aufnehmen und auf Veranstaltungen in Boston, Chicago, Detroit. Jersey City, Los Angeles, Milwaukee, Philadelphia und des Kanadischen Jüdischen Kcngreses in Montreal und Toronto sprechen. TT Al DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURt MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 ALFREDO STERN MALERARBEITEN DEPARTAMENTOS — BUEROS — HAEUSER Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 y Vidal 1575 Die Aegypter haben auf der Sinai-Halbinsel schon mit dem Bau von Zelten und der Vorbereitung von Uebungsla. gern für die „Befreiungsarmee“ begonnen — so hat der Korrespondent der .Weit" sei nem Blatt unlängst aus Aegypten gemeldet. Sein Bericht war voreilig, denn zunächst werden noch keine Lager gebaut, und wenn sie errichtet werden sollten, so werden sie noch fi-ir lange, sehr lange Zeit leer stehen müssen. Denn Ahmed Schukeiri, der Vorsitzende des Befreiungsrates der Araber Palästinas, dem diese Armee sehr am Herzen liegt, steht noch (am Anfang seiner Arbeit. Schukeiri hatte bei seinen Bemühungen um Organisierung der Araber Palästinas auf eine Regierung und ein Territorium verzichtet, aber er hatte auf Bildung einer besonderen Armee der palästinensischen Araber bestanden, weil dieses Heer für ihn ein Machtfaktor sein könnte. Die erste Spitzen-Konferenz in Kairo hatte auch dem Armee-Plan zugestimmt, und sogar König Hussein hatte keinen direkten Widerspruch gegen diese Ideen erhoben. Schukeiri hatte dann viele Monate mit der Organisierung eines Kongresses der Flüchtlinge und der Bildung des Befreiungsheeres zugebracht, er hatte dabei immer wieder auf Gründung des Heeres gedrängt, um we nigstens eine reale Machtposition in die Hände zu be kommen. Seine Organisations-Bemühungen machten sehr langsame Fortschritte Schliess. lieh konnte er das Büro sei- .nes .Befreiungscomites" in der jerusalemer Altstadt eröffnen. Aber er sah bald, dass er es nur mit einem Vereins-Sekretariat zu tun haben würde, denn König Hussein machte ihm eines klar: Werbung für eine besondere Palästina-Armee in Transjordanien könne nicht in Betracht kommen. Der König wies ihn darauf hin, dass die Armee des transjordanischen Staates in ihrer Mehrheit aus Palästinensern besteht, dass sie in der Nationalgarde sogar über 30 Prozent stellen. „Wozu dann eine besondere Armee auf transjordanisohem Boden?“ — hatte Hussein gefragt. Schukeiri wusste, zu welchem Zweck er sie brauche, aber es konnte aus diplomatischen Erwägungen nicht offen antworten. So kann es dazu kommen, dass Büro, Fahnen und Publikationen der „Befreiungsorganisation“ in Jerusalem bleiben, wäh rend die militärischen Formationen nur auf ägyptischem Boden konzentriert werden können. Nur Aegyp ten kömmt in Frage, da auch Syrien und der Libanon nicht die Bildung palästinensicher Formationen auf ihrem Gebiet zu lassen wollen, und die Idee einer interterritorialen von Schukeiri geführten Armee erst recht weit von sich weisen, da sie von ihr Hetze und Revolutionstendenzen statt der geplanten Befreiung Palästinas erwarten König Hussein verbot jedenfalls zunächst jede Werbearbeit für die Palästina. Armee auf seinem Territorium und erklärte, er müsse zunächst mit Nasser nochmals das gare* Problem be handeln. KOMMANDANT OHNE ARMEE Schukeiri hatte inzwischen einen Kommandanten für seine Armee ernannt und zwar den Palästinenser Wadij Madani, der zuletzt stellvertretender Ohef der Armee von Kuweit war. Nachdem die Presse den Namen Ma danis publiziert hatte, ergab sich bald, dass der Bruder Madanis in Haifa iebt. wo er ' Tanksteilen-Besitzer ist Er hat es vorgezogen, friedlich auf israelischem Boden zu bleiben, statt sich in Kriegsabenteuer einzul ssen Mit seinem militärisch eingestellten Bruder steht er seit langen nicht mehr in Ver bindung. Der israelische Bru der erzählte jedenfalls, dass sein Bruder sich gern tut kleidete, Uniformen liebte und ein grosses Geltungsbedürfnis zur schau stellte. Nach dem Bruder erinnerten sich auch führende Israelis an Madani, dei schon im Zweiten Weltkrieg in der britischen Armee gedient hatte. Der frühere General, stafschef Aluf Laskow er zählte, dass er zusammen mit Madani in einem Offizierskurs war und eine Zeitlang mit ihm in einem Zimmer wohnte. Madani war damals der einzige Araber, der einen Offizierskurs der britischen Armee erfolgreich absolvierte, und jüdische Kursteilnehmer hatten ihn sehr unterstützt, damit er sein Ziel erreichen konnte. Sie standen mit Madani persön lieh sehr gut, da er damals keinerlei Zeichen von Feind. Seligkeit gegen Juden zeigte Nach dem Palästinakrieg verliess Madani das Land, diente eine Zeitlaug in der Armee von Saudi Arabien und stellte sich dann dem Scheich von Kuweit zur Ver fügung. Ahmed Schukeiri. der von Madanis Tätigkeit noch in der sauditischen Armee gehört hatte, berief ihn — als Palästinenser — an die Spitze der „Befreiungsar mee“. Vorläufig ist Madani e n General ohne Heer und ohne Waffen, und wenn er über beides verfugen sollte, dann wird seine Situation auch nicht beneidenswert sein. Soldaten wird er nur in der Zone von Gaza rekrutieren können, und niemand weiss, wieviele von den Fliichtlin gen der Gaza Zone bereit sein werden, sich seiner Armee anzuschliessen — deren Finanzierung noch keineswegs gesichert ist. Waffen wird Madani in erster Linie von Aegypten erwarten müssen, aber Aegypten kann nach seinem Jemen-Krieg auch nicht Waffen für eine neue grosse Armee zur Verfügung stellen. Der „politische Chef“ Schukeiri erklärte daher, dass er sich sowohl konventionelle Waffen als auch Raketen aus Russland beschaffen wolle. Aber in zwischen hat Schukeiri zu. geben müssen, dass ein Besuch in Russland nicht in Betracht kommt und also keine Waffen aus der Sowjet- Union zu erwarten hat. HILFSTRIPPF. NAS'KERS Wenn jedoch die Befreiungs-Armee Waffen erhalten und ihr Training absolviert haben wird, dann wird sie vor dem Problem der Zweck, bestimmung stehen. Das Heer eines normalen St ates hat immer Sicherheitsaufga ben zu erfüllen und ist nicht nur für den Krieg da, aber die Armee ohne Territorium dient keinem Staate, sondern hat nur die Aufgabe des Angriffs gegen Israel. Wird man die Soldaten lange tatenlos in Lagern halten können, wenn die arabischen Staaten immer wieder erklären werden, dass die Zeit für eine Aktion noch nicht gekommen sei? Die Soldaten werden zu Angriffen und Kommando-Aktionen drängen, aber die ägyptischen Gastgeber werden sie aufgrund allgemein .politischer Erwägungen zurüokhalten. Dann wird sich zeigen, dass die „Befreiungs“-Armee Juden in Marokko keine Freiheit besitzt, sondern dass sie höchstens ein Hiifsheer der Aegypter dar stellt. Das hatte Schukeiri vermeiden wollen, in dem er die Idee der interterritorialen Armee mit Zweigsforma tionen in allen Ländern und einem zentralen Kommando in Jerusalem in die Debatte geworfen hatte. Diesen Vor schlag hatten die arabischen Staaten eindeutig abgelehnt, und König Hussein hatte durch seine Haltung jeder Hoffnung das Ende bereitet, dass Schukeiri auch in Transjordanien über militärische Macht verfügen könne. Nur auf der Sinai-Halbinsel und in der Zone von Gaza werden Schukeiris Emissäre tätig sein können, aber der wahre Komman dant der geplanten Armee wird Nasser heissen, und möglicherweise werden eines Tages die Formationen dieses Heeres z. B. n-ch dem Jemen statt nach Palästina geschickt werden, wenn dies Nasser in den Kram passen wird. Schukeiri und sein Armeeohef Madani sind in keiner Washington- — Bei einer Tagung des American Jewish Committees sprach der marokkanische Botschafter in Washington. Er wies darauf hin. dass die Bezienun. gen zwischen den jüdischen und moslemischen Gemeinden des Landes enger und freundlicher seien als je Die Unabhängigkeit des Landes habe eine Politik der Integration der jüdischen Bevölkerung gestattet, so dass im politischen und wirtschaftli sehen Letferi eine volle Gleichberechtigung bestehe- Nach Angaben des American Jewish Committee eben heute zwischen 65.000 und 80.000 Juden in Marokko Der Botschafter erklärte, dass es heute in Marokko kein jüdisches Problem gebe. Drei Juden seien in Moslem-Wahlkreisen in das Parlament gewählt worden, was zeige, dass eine freundliche Beziehung entstanden sei. beneidenswerten Situation, und Wadji Madani hat von der neuen militärischen Karriere, die er jetzt begonnen hat, kaum viel Lorbeeren zu erwarten. JUNIO 14 LUNES ITINERARIO DEL S/S "JERUSALENT* ZARPA DE HAIFA EL 24 DE MAYO con escalas en: Ñapóles, Marsella, Lisboa, Madeira, Rio, Santos, Montevideo, Buenos Aires. ZARPA DE BUENOS AIRES EL 14 DE JUNIO CON ESCALAS EN: Santos, Rio, Madeira,, Ñapóles, Haifa, Regando el 4 de julio., Consulte a su agente de viajes o a ZiMXD'at ISA Alt NAVIGATION CO. ttß. MAIPU 866 - Tel. 32-7465 7823 BUENOS AIRES HOTEL LAGO TOr Inhaber: Lee Kahn RK) CEBALL0S — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Auskunft in Buenos Aires: 76-2009 v. 8—10 Uhr Anmeldungen für Pessach werden angenommen- BEKANNT DURCH AUFMERKSAME BEDIENUNG UND HERRLICHE LAGE AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205