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Jüdische Wochenschau · 1965-02-12 · 2103 (12.2.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2103 (12.2.1965)
Date
1965-02-12
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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V fer ups, 12 de Forero de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N9 2103 Spannung zwischen Bonn und Kairo (Schluss von Seite 1) r Länder, die dieser Linie fol. , gen, in den Augen der Welt- Öffentlichkeit herabsetzen muss? Hier rächt sich auch die Doppelzüngigkeit und Unentschlossenheit, die Nachgiebigkeit und Unaufrichtigkeit der bisherigen westlichen Po- : litik gegenüber den arabischen Ländern. Warum soll man nicht Ulbricht einladen dürfen, wenn man sich erlauben kann, einem Prof es sor Böhm die Ein leise zu verweigern, nur weil er am Reparations-Abkommen mit Israel mitgearbeitet hat? Wer doppelte Masstäbe selbst anlegt, muss damit rechnen, dass der Partner oder Gegner dasselbe tut. Wenn die Amerikaner in der Person ihres Präsidenten Johnson den armen Aegvp tern Lebensmittel schicken wollen, obwohl sie wissen, dass Nasser gerade jetzt erst mit Shepilow die russisch, ägyptische Freundschaft bekräftigt hat, dann dürfen sie sich nicht wundern, dass Nasser immer weitere Forderungen stellen wird. Seine Aggressvität wird durch John son geradezu ermuntert- IV. Sie bedauern Wie Staatssekretär von Hase, der oberste deutsche Pressechef, mitteilte, wolle die Bundesregierung mit ihrer definitiven Entscheidung im Falle Nasser warten, in welcher Form Walter Ulbricht, der Ostdeutsche, in Kairo empfangen werde. Von Hase fügte hinzu: „Das Kabinett bedauert den allgemeinen Eindruck, den man gewonnen hat, dass sich Präsident Gamal Abdel Nasser ins kommunistische Lager begeben hat“ — Jeder kann natürlich den Eindruck gewinnen, der ihm zweckmässig erscheint. Dass Biber die Einladung Ulbrichts Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 21W 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 der bundesdeutschen Regiei rung erst diese Auffassung ' beibrachte, ist auffallend. ' Die Freundschaftsbekundun- , gen des und im Kreml sind spurlos in Bonn vorübergegangen. Man nahm sie nicht! zur Kenntnis. Die Besuche der Kommunisten Tschou En Lai und Krutschew in; Kairo sind in Bonn unbe. 1 kannt geblieben Die Liefe- 1 rungen von kommunistischen Waffen nach Aegypten und! in andere von den Aegyptern; beherrschte Länder wurden offensichtlich in Bonn nicht notiert. Die Liebesbezeugungen der führenden russischen, polnischen, chinesischen und sonstigen korrumu nistischen Politiker und an. 1 dererseits der ägyptischen! und arabischen Führer wur- : den anscheinend überhört. Erst Ulbrichts Besuch wirbelt so dicken Staub auf. Warum eigentlich? i Bekannt ist ferner allgemein, dass unter den kommunistischen Waffenlieferungen nach Aegypten auch ostdeutsche figuriert haben j Dass Aegypten mit allen osteuropäischen Ländern in einem engen wirtschaftlichen Kontakt steht, ist kein Ge- , I beimnis, auch mit Ost- ' ' deutschland. All das hat in | Bonn nicht gestört, denn : Im nächsten Monat sollte j der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Walter Scheel Kairo besuchen. | Erst weil Ulbrichst dorthin geht, ist Scheels Besuch aufgeschoben werden. : Minister Scheels Reise hatte keine offiziellen wirtschaftlichen Ziele. Er sollte der Eröffnung eines alten i Tempels beiwohnen, der mit! deutschem Geld vor der Gefahr einer Ueberschwemmung gerettet worden ist. Das konnten die Aegypter garnicht selber bezahlen... In dem deutsch-arabischen Disput spielen auch die angeblich geheimen deutschen Waffenlieferungen an Israel eine Rolle. Hiergegen haben die Araber an sich nichts einuwenden. Sie machen al- , lein zahlreiche Waffengeschäfte. Wohl aber bietet ihnen die deutsch israelische Transaktion wieder einmal einen willkommenen Vor wand, selbst neue Drohungen ausz-ustossen und Fordei rungen zu stellen- Dieses Rezept hat sich während der , Aegide Nasser* glänzend be- ] währt. Drohungen wirken immer auf die saturierten I Westmächte, die nur daran interessiert sind, den Status quo zu halten, Geschäfte zu | machen, den Wohlstand zu i erhöhen und in Ruhe um je- : den Preis zu leben. | Die deutschen Stellen mel- : den selbst, dass sowohl die; Vereinigte Arabische Repu- , blik wie Syrien einen gro- : ssen Druck auf die westdeut- I sehe Regierung ausüben, um | gerade mit Hinblick auf die; Waffenlieferungen an Israel weitere fnanzielle Hilfe von der Bundesrepublik zu erhalten- So lange die Westmöchte nicht die Kraft auibringen oder den Willen zeigen, klare politische Linien einzuhalten und konsequent antiwestliche Machenschaften auszuschalten, wird man jedem Diktator, ob er nun Nasser oder Sokarno heisst, die Möglichkeit bieten, eine gefährliche Schaukelpolitik zw betreiben. V. Die andere Seite Der Staat Israel hat in diesem politischen Kampf nicht offiziell Stellung genommen. Aber nicht nur Is rael ist von diesen Vorgängen betroffen, sondern auch das jüdische Volk ausserhalb! der israelischen Grenzen. | Wir haben eigene Probleme j mit der Bundesrepublik, die sich nicht nur auf die Vergangenheit beziehen. — ] Im Augenblick jedoch steht noch immer die Frage der 1 deutschen Atom - Experten, Wissenschaftler wie Techniker, im Vordergrund, die heute in Aegypten dabei helfen, Vernichtungswaffen gegen Israel zu produzieren. Bisher hat die Bundesregie- : rung trotz mancher Versprei chungen die Sachverständi- ' gen nicht zurückgezogen. Die i Gründe hierfür sind nicht ' wesentlich; die Grundtatsa- ' che interessiert l Eine zweite internationale i Frage ist die Aufnahme otf-; fizieller Beziehungen zwi- 1 sehen Israel und der Bundesrepublik. Als der Regierung ' Adenauer daran gelegen war, diese Beziehungen herzustellen, wollte Israel nicht. Und als dann Israel wollte, zeigte Adenauer die kalte Schulter. | Der Hinderungsgrund war letzenendes die drohende Haltung der arabischen Staa ten: erkennt ihr Deutschen die Israelis an, dann erkennen wir Araber die Ostdeutschen an. Wenn man sich diese einfache Formel überlegt. muss man über die Pri- I mitivität der arabischen Po- I litik. aber auch über deren Wirksamkeit erstaunt sein. Es sieht so aus, dass die Araber den Bundesdeutschen j die Entscheidung aufzwingen! oder leichter machen •wollen. Wenn Bonn seinen Prinzipien treu bleibt, — ob dies der Fall sein wird, muss na- | türlich abgewartet werden, — j j dann wäre mit dem Abbruch der diplomatischen Bezieh unj : gen zwischen der Bundesre-! : publik und Aegypten ¡¡w rech- | | nen, sobald Ulbricht mit j | Pomp als Chef der DDR j! empfangen werden solltej WTenn die Beziehungen abge<; brochen werden, bedeutet das : I sicherlich nicht ohne weite. | res die Aufnahme von dij 1 plomatischen Beziehungen j! zu Israel. Denn der Bruch; i mit Aegypten wird die Be-; Debatten im USA-Senat Washington — Der Senat debattierte über das umstrittene Verijot weiterer Wirtschaftshilfe an Aegypten. Verschiedene Senatoren ausser ten sich zu einem Aenderungsvorschlag, den eine Kommission des Abgeordnetenhauses vorgelegt hatte. Der demokratische Senator für Oregon, Wayne Mor se, erklärte, er sei entschieden gegen eine Einschränkung dieses Verbots, da Nasser die USA-Hilfe dazu benutze, „um die Aggression zu finanzieren und er durch seine antiamerikanische Politik jeden Anspruch auf Hilfe verwirkt hat“ Andere Senatoren schlossen sich dieser Auffassung an. Zur Debatte stand ferner der Resolutionsantrag des demokratischen Senators für Connecticut Abram Ribicoff, den dieser mit Unterstützung von 67 anderen Senatoren einbrachte. Die Resolution fordert den Kongress auf, die D:skriminierung gegen die russischen Juden und andere religiöse Minderheiten in der Sowjetunion zu verurteilen. Ein ähnlicher Antrag Ribicofis war im vergange. nen Jahr vom Senat mit 60 gegen 1 Stimme angenommen worden, wurde jedoch autf Druck des State Departments zurückgestellt. (ITA) U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Arnoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1’ izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. U Thant macht Vorschlaege Vereinte Nationen- — Zwei | nen die Kalamität dadurch | Fragen, die Israel und seine; Beziehungen mit den Ara. i bem betreffen, wurden im : Rahmen des Berichts des UN- : | Generalsekretärs U Thant! über die Finanzkrise der Ver- '! einten Nationen von allen l wichtigen Delegationen einer Prüfung unterzogen. | Eine dieser Fragen bezieht sich auf einen Vorschlag II j Thants für ein „eingehendes Studium aller Anstren. I gungen zur Erhaltung des i Friedens in allen seinen I Aspekten“, das u. a. den : Streit zwischen den USA und! der Sowjetunion über die | Zahlung der Quoten für di« ' UN-Truppen beinhalten soll- ■ Unter diesen Streitkräften j zur Erhaltung des Friedens I werden an erster Stelle die : UNEF-Einheiten genannt, die; an der Grenze von Gaza und ■ in Scharm el Scheik am Golf | von Akaba stationiert sind. 1 Der andere Vorschlag TJ Thants bezieht sich auf den Fall, dass es der Generalversammlung nicht gelingen! sollt«, die strittige Finanzfra-! ge zwischen Amerikanern | und Russen beizulegen. Nach; Ansicht des Generalsekretärs sollten die Vereinten Natio- ' Ziehungen zu anderen arafoisehen Ländern nicht berü'h-! ren, wenigstens zunächst i nicht. | Dass die Beziehungen zwi sehen Deutschland und Is. i rael für den jüdischen Staat, keine unbedingte Lebensfrage darstellen, dürfte eindeutig klar sein. Allmählich aber ist sie zw einer internationalen Prestigefrage in dem Ringen um politische Positionen zwischen Israel und seinen arabischen Gegnern , geworden. — PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENK0LEWSK! KüLTUSSTlCKEREIEN Schabbosdecker - TaUißbeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Handand Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T, E 73-9155 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E,. 76-6784 u. 76-2312 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dip). Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2U37 4’ B, 46-1716 und 48-2124 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Dr. B. 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U | Thant regte an. falls das vol-; le Budget der UNWRA nicht - zur Annahme gelangen soll- | te, das Büro zu bevollmächj tigen. seine Arbeit bis Finde 1965 nach den Richtlinien 1 seines Budgets für 1964 fort. . zu setzen. i Die Delegationen debafc. tierten über diese Fragen \ hinter den Kulissen während der zeitweiligen Unterhrei chung der Beratungen der ' Generalversammlung. ENFERMEDADES 1« LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Proí. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israeiit*. Trasladó su consultorio a I. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES VERREIST IM FEBRUAR Vertreter im Consultorio: Dr. HERSZKOWICZ CUBA 2141 — T. E. 73-8782 n. 73-8817 Consultas: Montag bis Freitag. 15—18 Uhr Eilige Anrufe: 70-4484 oder bei Dr. SANGUINETTI: 76*2406 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. 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