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Jüdische Wochenschau · 1965-01-15 · 2099 (15.1.1965) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2099 (15.1.1965)
Date
1965-01-15
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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i — Viernes, 15 de Enero de 1965 DA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N°?099 Die Offiziere und Soldaten, von denen in den kommenden Jahren die Verteidigung des israelischen Luftraumes und ein wichtiger Teil der Sicherheit des Landes abhiingen wird, beendeten vor kurzem ihre Ausbildung für die künftige Betreuung der neuen Riketenwaffen, die jetzt die erste Abwehrlinie gegen etwaige feindliche Luftangriffe darstellen werden. Die Ausbildung geilt auf einen ca. drei Jahre zuriickgehenden Vertrag zurück und wurde zum Grossteil in det amerikanischen Luftabwehrschule Fort Bliss, bei El Paso (Texas) absolviert. Die israelischen Soldaten machten sich in Fort Bliss mit Füh rungs-, Bedienung« und Instandsetzungs _ Fr.gen der Flakrakete Hawk unter den gleichen Bedingungen die auch für die amerikanischen Flakeinheiten gelten, ver traut. Die Unterrichtssprache war Englisch und die Anweisungen am Gerät erfolgten auf Englisch. Neben den Amerikanern und Israels lernten in Fort Bliss noch Einheiten fast aller NATO- Stiaten. sowie Soldaten aus Nationalchina (Formosa), Ja. jan und Südkorea. Für diese Ausbildungskurse stehen in Fort Bliss elf Hawk.Batterien mit insgesamt 2.500 Soldaten und Ziv.listen als Instrukteure zur Verfügung. In die Fort.Bliss Schule wurden von den USA 350 Millionen Dollar inve stiert. Die jährlichen Betriebsspesen belaufen sich auf über 310 Millionen Dollar. Allein das der Schule angeschlossene Schiessgelände ist über 5.000 Quadratkilome ter (ca. ein Fünftel des Staates Israel) gross. Der Ausbildungsstand der israelischen Soldaten in der Raketenschule von Fort Bliss (eine ähnliche Schule soll jetzt von der NATO in Kreta eingerichtet werden) wurde von den Instrukteuren als ,,erstklassig“ bezeichnet. Die Israelis sollen besser als fast alle anderen Absolventen bei den Kursen abgeschnitten haben und niemand fiel bei den Prüfungen der Kurse fe noch aus 7,5 cm Batterien bestand, die nur bei guter Sicht eine relativ hohe Treffsicherheit hatten, hat in den letzten zehn Jahren eine absolut revolutionäre Entwicklung der Fliegerabwehr eingesetzt, von der die Hawk ein wichtiges, wenn auch nicht das wichtigste oder letzte Ka pitel darstellen. Schon im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde die Wirksamkeit der traditionellen Flakgesehosse durch Radar, Anniiherungszünder und AUTO DER UN: man sieht syrischen deutlich die Einschüsse durch Ueberfall. fe heute praktisch noch keine überzeugende Abwehr, obwohl in den Grossmächten mit Höchsttempo an derartigen Plänen gearbeitet wird. Vom taktischen Standpunkt aus betrachtet, besonders in einem über sehr lange Grenzen verfügenden Land wie Israel ist anzunehmen, dass die etwaigen Raketen zum Schutz von lebenswichtigen Gebieten eingesetzt werden sollen, anstatt eine Art Flaksperre zu bilden, die relativ leicht umgangen oder durchbrochen werden könnte. Im Vergleich zu den bisherigen Fiakwaffen ist natürlich die Abwehrrakete nicht nur viel treffsicherer, sondern auch kostspieliger Dagegen hat die Hawk-Rakete ei ne (fast) absolute Treffsicherheit, und letzten Endes ist der einzige Weg, der einen vernünftigen Kostenver gleich ermöglichen würde ein Vergleich mit den Werten die bei einem möglichen Krieg verloi-en gehen würden, wenn solche Abwehrwaffen nicht vorhanden wären. An diesem Masstab gemessen ist die Anschaffung der Flakraketen eine Gelegenheit und völlig gerechtfertigt. Kanadisches Flugzeug Tbl Aviv. — Ein israelisches Kampfflugzeug entdeckte im israelischen Luftraum ein kanadisches Trans portfiugzeug, dessen Pilot nicht seine Nationalität bekanntgeben wollte, wie ein israelischer Sprecher erklärte. Das Flugzeug, das im Aufträge der UN Waren an Bord führte, wurde zur Fortsetzung seiner Route nach El Arisch im Sinai-Gebiet autorisiert, nachdem die telaviver Behörden eine Untersuchung über die Gründe für das Schweigen der kanadischen Mannschaft angeordnet hat ten. durch während bei-den ame. rikanischen Kursteilnehmern ca. fünf Prozent jährlich stecken bleiben bzw. die Prüfungen nicht bestehen. FUER ISRAELS VERTEIDIGUNG Wie wreit wird die neue Flakwaffe, für deren Einsatz die israelischen Mannschaften nun ihren einjährigen Kurs beendet haben. Luft raum und Gebiet vor feindlichen Flieger - Einbrüchen schützen können? Ist ein Schirm von solchen Fl kraketen als „dicht“ zu betrach, ten, kann er dort wo die traditionellen Flugabwehrwaffen, d. h. im Kampf gegen Düsenflugzeuge, versagen, eine Antwort auf alle, oder auf die wichtigsten Forderungen der israelischen Sicherheit geben? Ohne Zweifel hat die Entwicklung der Raketentechnik innerhalb weniger Jahre die Zukunftsaussichten der Luftwaffe und der Luftabwehr grundlegend verändert Während 1940 die Flakwaf HOTEL LAGO UW Inhaber: Leo Kahn RIO CEBALL0S — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Auskunft in Buenos Aires: 76.2009 v. 8—10 Uhr BEKANNT DURCH AUFMERKSAME BEDIENUNG UND HERRLICHE LAGE JUAN JULIUSBURG VERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) elektrische Rechen- und Uebertragungsgeräte wesentlich erhöht. Aber selbst bei all diesen Modernisierungen war die Treff Wahrscheinlichkeit dieser Flakgeschütze beim Einzelschuss ca. drei Prozent und im E’alle von Düsenflugzeugen sank sie praktisch auf Null. Die Antwort auf die Gefahren der Angriffe mit Düsenflugzeugen suchte man deshalb sofort nach dem Weltkrieg ln der Schaffung von Flakraketen. Aber dennoch war die erste Rakete dieser Art, die „Nike Ajax“, erst im Jahre 1953 operativ verwendbar. In den folgenden Jahren wurden Dutzende von neuen Flakraketen-Ty_ pen entwickelt, von denen in den USA für die Abwehr von feindlichen Anflügen hauptsächlich die „Nike Ajax“ die „Nike Hercules“ und die jetzt von Israel ebenfalls übernommene „Hawk“ eingesetzt wurden. Allen amerikanischen Elak. raketen sind zwei Elemente gemeinsam, d. i. ihre aerodynamische Bauart für Ueberschallgeschwindigkeiten und ihre Zweistufigkeit. Auf jeden Fall haben diese Abwehrwaffen eine deutliche Ueber. legenheit über Hochleistungsflugzeuge d. h. selbst über Ueberschallflugzeuge wie Aegyptens MIG 21 oder den viel besprochenen HA 300 Andererseits bleiben jedoch Raketen-Angriffe selbst ine Bedrohung, auf welche die Hawk, oder die anderen ähnlichen Flakraketen, keine Antwort bieten. Ueberhaupt gibt es gegen Raketenangrif. Juden und Christen Boston. — Auf der nächsten Sitzung des Zweiten Vatikanischen Konzils werden die Konzilsväter mit aller Sicherheit beschliessen, dass die Juden nicht mehr als die Schuldigen am Tode Christi betrachtet werden dürfen, so erklärte Kardinal Richard Cushing, Erzbischof von Boston, vor den Mitgliedern einer jüdi sehen Organisation dieser Stadt. „Wir alle ob Juden oder Christen“, fügte er hinzu, „sind für den Tod Christi gleichermassen verantwortlich, denn Christus wurde gekreuzigt, um die Sünden der ganzen Menschheit zu sühnen.“ TEL AVIV BEI NACHT Ausdruck der Dankbarkeit Vor 25 Jahren als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war die Zahl der jüdischen-Nazi- Flüchtlinge aus Mitteleuropa, d. h. aus Deutsch! nd Oesterreich und der Tscke choslowakei auf na :ezu 70 000 gestiegen. Noch im Juli/August 1939, kurz vor Toresschluss, konnten viele von ihnen nach England gerettet werden, individuell und in Gruppen (man denke an die Kindertransporte!), je nachdem wie rasch die Bemühungen, Mittel und Methoden der ad hoc gebildeten Orga. nisationen und Institutionen wirksam wurden. Das w ren hektische, aufregende Wochen, die unvergessen bleiben. Allein mehr als 40.000 von den insgesamt 70.000 stammten aus Deutschland (nach dem Stand der Grenzen von Anfang 1938), natürlich alle diejenigen mitein. gerechnet, die. wenn es euch verhältnismässig wenige waren, schon seit Anfang 1933 herübergekommen waren Einige Tausend sind während des Krieges und vor allem nach dem Kriege weitergewandert, vor allem nach Amerika und in die britischen Commonwealth Länder, auch nach Palästina ''Israel, während die Zahl der Rückwanderer im Vergleich dazu als verschwindend gering zu bezeichnen ist. Das Gros der Flüchtlinge gliederte sich ein, sozial, beruf lieh und staatsrechtlich, und bildet heute einen integralen Bestandteil von Land und Bevölkerung, ohne dass sie ihre Herkunft und ihr Schicksal vergessen haben und auch nicht ihre Dankesschuld an Grossbritannien, dem sie die Rettung ihres leben« verdanken. Als Zeichen dieser Dankbarkeit haben die Organisationen der jüdischen Flüchtlinge aus Mitteleuropa, unter Führung der „Association of Jewish Refugees in Great Britain“ (A.J.R.), unlängst, nach Ablauf von 25 Jahren, einen „Thank-You Britain“.E\incls errichtet, dessen Erträgnisse die „British Academy“, die 1901 gegründete, führende geistesw'issenschaftliche Gelehrtengesellschaft Englands. für die Förderung bestimmter geisteswissenschaftlicher Forschung«- und Studienvorhaben verwenden wird. Wenn der Appell an mehrere tausend ehemalige jüdische Nazi-Flüchtlinge den erwar- Denkmal in Rom Rom. — Im Zentrum des jüdischen Wohnviertels in der italienischen HauD+stadt am Attavio-Tor, wurde vor kurzem in einer eindrucksvollen Fleie’-stunde ein Mahn mal für die römischen Ju den enthüllt, die während des Krieges deportiert und ermordet wurden. (ITA) Verkehrsunfaelle in Israel Tel Aviv. — Im ersten Halbjahr 1964 fanden in Israel 41 Menschen den Tod bei Verkehrsunfällen gegenüber 27 im ersten Halbjahr 1963 und 20 in der gleichen Zeit des Jahres 1962. teten Erfolg zeitigt, wird mit der Aufbringung eines Kapitals von 40.000 bis 60.000 Pfund Sterling gerechnet. An der Beschaffung der Mit. tel wollen sich neben mehr landsmannschaftliohen auch soziale, religiöse und kulturelle Vereinigungen sowie Frauengruppen und Bne Brith-Logen, soweit sie von diesem ETüchtlingskreis ins? Leben gerufen worden sind, beteiligen. Zu den Schirmherren des Fonds gehören vier prominente Profesoren, nämlich die Medizin-Nobelpreisträger von 1945 bezw. 1953, Boris Chaim (aus Berlin) und Sir Hans Adolf Krebs (aus Hildesheim), sowie der bekannte Neurologe Ludwig Guttmatrn (aus Oberschlesien) und der au« Riga stammende Sozialphilosoph Sir Isaiah Berlin. E. G. L. l! Ploetzlich und unerwartet verschied am ... 7. Januar mein über alles geliebter, unvergesse licher Mann, Schwager und Onkel, Herr Ly. $ In tiefer Trauer: ANNA GOTTSELIG geb. FROEHLICH MEINHARD HAAR u. Frau REGINA, geb. FROEHLICH, London Neffen und Nichten, London - Zürich Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 1.50 $ urug. lahresabono 65.— $ urug. ¡ ANZEIGENANNAHME Librería Neulaender RIO BRANCO 1231 TeL 83887 EINZELVERKAUF: NEULAENDER RIO BRANCO 1231 JUEDISCHE BUCHHANDLUNG, FLORIDA 1230

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