Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2099 (15.1.1965)
- Date
- 1965-01-15
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 15 de Enero de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N" 2099 WIE SEIN NAME Das Grenzgebiet im Norden des Landes und insbesondere der Streifen entlang des Jordan bat während der letzten Jahre (viel zu oft) Schlagzeilen geliefert: die Syrer, deren innere Entwicklung alles andere als gefestigt ist, suchen ihre Zuflucht in ,Grenzzwischenfällen“, die nach innen die .Aktivität“ beweisen und von anderen Diskussionen ablenken soll. In den letzten Monaten hatten sie sich einen bestimmten Punkt ausgesucht, am Nordufer des Tiberias Sees, am Einfluss des Jordan. Wenn auch der Fluss die internationale Grenze darstellt, wurde er von ihnen oft überschritten, und die unbesiedelten Hügel auf dem Gebiet des Staates Israel nächtlich heimgesucht. Um diese Zwischenfälle zu been den, wurde 1961 mit der Vor bereitung fiir eine Besiedlung des Geländes begonnen, und der Keren Kajemet Leisrael, der Nationalfonds hat es übernommen, das Gebiet von 22.000 Dunam zu entsteinen, Zufahrtswege zu bauen und es zur Bebauung bereit zu stellen. Es sin<j vier Siedlungen vorgesehen, die Gemüse anbauen, Obstbäume pflanzen und Viehzucht treiben werden. Ein Punkt ein kleines Gemeinschaftsdorf ist schon errichtet, Al Magor, d.h. ..ohne Furcht“ Junge Menschen sind hierher gekommen eine Naohalgruppe, die die doppelte Aufgabe des chalu zisohen Aufbaus verbunden mit Wache und Verteidigung übernommen hat. Landschaftlich liegt der Ort so schön wie fast kein zweiter in Israel, auf den flachen grünen Hügeln über dem breiten Flusstal mit freier Sicht auf den See vom Norden her — im Osten die Bergziige des Go. lan mit dem Hermon und Libanon im Hintergrund das Galil. Das Gebiet wird der Chewel Korasim genannt nach der Stadt, die es einmal hier auf dem Hügel gegeben hat. Eine Erwähnung finden wir im Neuen Testament, wo der Ort zweimal, bei Lukas und Matthäus, verwünscht wird. So heisst es bei Matthäus: „Da fing er an die Städte zu schelten, in welchen die meisten seiner Taten ge schehen waren, und hatten doch nicht Busse getan. We he dir. Korasim. weh dir Bethseida. Denn wären sol. che Taten zu Tyros und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Busse getan!“ Was sich eigentlich seinerzeit ereignet hat, erfahren wir aus keiner der beiden Quellen, aber wahr schein lieh erfolgte die Verfluchung, weil diese Städte bis zum vierten Jahrhundert, dem Beginn der byzantini. sehen Periode im Lande, rein jüdisch geblieben waren im Gegensatz zu den Orten östlich des Sees, der Dekauolis, dem Zehn-Städte Bund, deren griechische Bevölkerung schnell die neue Religion an. nimmt. — Sie scheinen keine grosse Begeisterung der neuen Sekte entgegengebracht zu haben, denn auch das nachbarliche Kfar Na ALFREDO STERN MALERARBEITEN DEPARTAMENTOS — BUEROS — HAEUSER Unverbindliche Kostenvoranschläge fiir jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 y Vidal 1575 I. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 (ATECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires í T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma? DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY « & « & S' STAMPS CENTER \SS 94 AUenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 chum, das Kapernaum des Neuen Testaments, bekommt es in gleicher Weise ab- (Matt. 11, 23.) „Und du Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben? In die Hölle wirst du heruntergestossen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen waren, die bei dir geschehen sind, es stände noch heut.i gen Trges.“ Kein Synagogenrest, wie wir sie heute noch im Galil finden und bewundern, stammt aus der Zeit der römischen Besetzung, also aus der Zeit von Jesus, wie es tüchtige Fremdenführer ger. ne den Touristen einzureden versuchen. Alle Ruinen die wir früher entdeckten, sind Reste einer späteren Periode. in der das Galil das Zentrum des jüdischen Lebens war, wo die mündliche Lehre kodifiziert wurde Die in Korasim schon vor längerer Zeit freigelevfen Ruinen stammen von einem Bau. der wahrscheinlich erst am Ende des dritten -Jahrhunderts entstanden ist und der kaum hundert Jahr.? ge. standen hat, denn der Ort wurde schon in der Mitte des vierten Jahrhunderts zerstört, während andere Städte wie etwa das benachbarte Kfar Nachum länger besiedelt waren. Korasim wird übrigens auch im Talmud erwähnt als der Platz, dessen Kern gutes Mehl gibt, das man für die Speiseopfer verwendet hat. — Die Aufgabe, die die Synagoge in jenen Tagen übernommen hatte, ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn sie befreite von der Pflicht der Opfer- Darbietung im Tempel in Jerusalem und setzte das Gebet an ihre Stelle. So konnten sich das Volk und die Religion auch nach der Zerstörung seines Zentralheiligtums weiter erhalten. Die Mauern und die anderen Ruinen von Korasim sind aus dem Basaltstein der Umgebunggearbeitet worden, und der schwarze Stein ist viel schwerer zu behauen als das weisse Gestein, des in der ehemals reicheren Handelsstadt Kfar Namuch verwendet wurde. Trotzdem bewundern wir die Arbeiten, die Ornamente und Kapitale, mit denen Mauern und Säulen geschmückt waren. die alle den kulturellen Einfluss des Hellenismus zeigen. Neben Rosetten und den üblichen in Stein gemelsselten Symbolen wie Granatapfel und Trauben finden sich hier menschliche Porträts. Zu beiden Seiten der ehemaligen Heiligen Lade befanden sich steinerne Löwen. Der steinerne Stuhl des Synagogen Vorstehers, de'r „Sitz Moses“, trägt eine aramäische Inschrift, in der sich der Erbauer der Halle seinen „Anteil mit den Gerechten“ als Lohn erbittet. Der Sitz ist seinerzeit in das Museum nach Jerusalem gebracht worden und für die Israelis heute nicht erreichbar, auch Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeifen Carlton-Kleidung ★ MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG ★ LOHNANFERTIGUNG CofcCilcMt Ernst Koppel Moipü 982 Tel. 31-7845 j ' "■"*î - " * ‘ ALT-NEUES KABINETT ESHKOL BEIM STAATSPRAESIDENÏEN SHAZAR Washington. — Beamte der USA Regierung äußerten, die Aegypten gewährte Hilfe müsse fortgesetzt werden, um die Araber in ihrer feindseligen Haltung gegen Israel zur Mässigung beeinflussen zu können. Die Beamten erklärten, es sei nicht wünschenswert, durch Einstellung der USA-Hilfe einen Konflikt mit dom Nasser-Reg'me zu provozieren, der sich für Israel gefährlich auswirken könne. Sie bezeichnefen die Anwe. senheit der Amerikaner in Kairo als sehr wichtig und meinten, die amerikanische Hilfe habe d-ciu beigetragen, dass die Aiaber bisher Abstand davon genommen haben, wegen der Frage der Jordan-Wasser einen Krieg gegen Israel zu entfesseln, (ITA) Gemeinsames Düsseldorf. — Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bau, Steine, Erden und stellvertretende Aufsichtsrats - Vorsitzende der gewerkschaftseigenen Woh. nungsbaugesellschaft Neue Heimat, Georg Leber, teilte wenn er noch dort aufbewahrt wird. Der Name Korasim be zieht sich sicherlich auf das hebräische Wort „lichros“, was soviel wie verkünden, erklären bedeutet.' Wir wissen nicht, was hier verkündet werden sollte und die Her kunft des Namens ist noch, genau so ungeklärt wie von Kfar Nachum, weil man nicht weiss, welcher Nachum gemeint war. Die Stadt Korasim hat furchtlos die Verwünschungen des Neuen Testaments überstanden. Sie ist erst un. tergegangen, als die Uebermacht der Byzantiner ein jüdisches Leben in dem ganzen Bezirk unmöglich gemacht hat Die für viele Jahrhunderte vernachlässigten Felder und Hügel mtis. sen neu bearbeitet und bebaut, sie müssen erlöst werden, und das ist eine der Aufgaben der neuen Siedler. Die Ruinenfelder einerseits, die schmucken kleinen Häuschen. wenige hundert Meter entfernt andererseits stellen so recht zwei Gegensätze neben einander, die für das Is. rael von Heute bezeichnend sind: Ruinen und neuer Aufbau. nach seiner Rückkehr von einer Israel-Reise mit, dass die Neue Heimat gemeinsam mit der israelischen Woh nungsgesellschaft Rasseo in der Nähe von Tel Avvi 3.000 Wohnungen bauen will. — I Denkmalsweihe Wien. — Vor kurzem wurde in Belgrad ein Denkmal zu Ehren von rund 800 österreichischen Juden eingeweiht, die 1941 in Zasavica! bei Sabac von den Nationalsozialisten ermordet worden waren und deren Ueberreste 1959 exhumiert und in ein Massengrab auf dem Belgra. der jüdischen Friedhof umgebettet wurden. (AWZ) für Ausgrabungen London. — Die britischen Spender, die die Ausgrabungen für Massada förderten, haben weitere Unterstützung zugesagt. Es sind die Ehepaare Harry Sacher und Terence Kennedy, die Wolfson- Stiftung und die Londoner Zeitung „The Observer“ M. FLAMM 0HASC0MUS — T.E. 2910 — Córdoba 38 unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer AB 23. FEBRUAR GEOEFFNET FUER ERWACHSENE Reservieren Sie beizeiten für Karneval und Pessach. Telef. Auskünfte in Bs. Aires: 76-2312 u. 70-5805 INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas ANDONAEGUI 1270 Bueno« Aires T. E.: 51 - 4810 ^liLUium»»iiiiiiimnmiiiiiiiimutiniiminuninnmnninmnnnimiianiimiiiiniiHsiiH¡iH«» 11 LA F0#Öfcf. ._,’<ykostüm'-^.w. .eXheitskämpfertn aus Süd'— dlllllllllllllllllliMlllllllllllllllilïlllllllllllllliiiiiiiiiiiiiiiii iimimimiiiiiiimimmmiiimmmü: