Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2097 (2.1.1965)
- Date
- 1965-01-02
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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**T- |Ä &■ '-sh á — Sábado, 2 de Enero de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — No. 2097 DA1A gegen Verjaehrnng Die DAIA als Dachorganisation einer der grössten Judenheiten der Weit hat zur Frage der Verjährung der Kriegsverbrechen Stellung genommen, nachdem das Executivmitglied des Jüdischen Weltkongresses. Dr. Hardi Swarsensky, der auch der Leitung der DAIA angehört. über dieses Thema bei der Tagung der lateinamerikanischen Executive des JWK referiert hatte. Die DAIA konnte zu der Frage nicht schweigen, dass die deutsche Regierung eine Verlängerung der Verjährungsfrist für die Verfolgung von Kriegsverbrechen abgelehnt hat. Erst vor einigen Tagen hat Dr. Nachum Goldmann, Präsident des Jüdischen Weltkongresses und der Sio. nistisehen Weltorganisation, in Bonn zu diesem Fragenkomplex Stellung genommen Die DAIA richtete ein Schreiben an den Deutschen Botschafter in Argentinien, Dr. Ernst Günther Mohr, und bat ihn, den Antrag der DAIA auf Verlängerung der Verjährungsfrist für die Straftaten der Kriegsverbrecher an die Regierung in Bonn weiterzuleiten. oder zum Vorteil gereichen. Vor allem aber sollte man darum bemüht sein, diese Art der Streitigkeiten im eigenen Bause zu schlichten oder auszutragen, nicht aber in die Oeffentlichkeit zu bringen. Sylvester-Feiern Gleichzeitig wandte sich die DAIA an den argentinischen Aussenminister Dr Miguel A. Zabala Ortiz, dessen Aufmerksamkeit auf diese Frage gelenkt wurde — Erfolg dies Macabí Einen erfreulichen sportlichen Erfolg konnte der bonaerenser Macabi erringen, dessen erste Basketball - Mannschaft von der zweiten Division in die erste aufge stiegen ist. Bei der Spielstarke der argentinischen Vereinsmannschaften verdienen die Maeabi-Spieler die voile Anerkennung für ihre Leistung. Hoffentlich wird es der Macabi-Manschaft gelingen, in der obersten Spielklasse ehrenhaft abzuschneiden. — Schekel-Aktion Wegen der Ergebnisse der Schekelaktion ist es zu nicht erfreulichen Auseinanderset■ Zungen und Diskussionen gekommen. deren Partner die zionistischen Arbeiter-Parteien auf der einen und die liberalen Zionisten auf der anderen Seite hier in Buenos Aires waren. Man sollte in Zukunft derartige Auseinandersetzungen vermeiden, die niemandem zur Ehre Man hat oftmals darüber diskutiert, ob jüdische Organisationen Sylvester-Feiern veranstalten sollen oder nicht. Die einen sagen, Sylvester ist kein jüdisches Fest, die anderen sagen es handelt sich um eine nichtreligiöse Begriissung des bürgerlichen Jahres im üblichen Stil der uns umgebenden Umwelt, in der wir in der Galut leben Es mag auch noch andere Argumente dafür und dawider geben, die wir aber hier nicht aufzäh len wollen, weil die ganze Frage nicht von der Bedeutung sein dürfte, die manche ihr zu schreiben wollen Wir werden alle zugeben, dass es grössere sorgen und wichtigere Diskussionen in unserem jüdischen Leben als dise gibt. Das .bürgerliche“ Jahr zu begriissen, ist ischer. lieh auch nicht vom Standpunkt des jüdischen Religionsgesetzes verboten. Es dürfte sich hier weniger um die Frage handeln, ob es den Juden erlaubt oder verboten ist, Sylvester zu feiern: es geht auch — und vielleicht in erster Linie — um eine Ft'ge des guten Geschmakkes. Wenn aber Organisationen oder sonstige Gemeinschaf, ten es für angebracht halten, eine solche Veranstaltung zu machen oder zu dulden, dann dürfte es gleichgültig für die Beurteilung dieser Frage sein, ob ein .Kreis von Mitgliedern“ oder der Oekonom die Veranstaltung durchführt. Die Ver. antivortung wird nicht dadurch den Vorständen abgenommen, dass sie die Sache einfach anderen überlassen. Im übrigen dürfte niemand etwas einzuwenden haben wenn sich Mitglieder einer Gemeinschaft in dieser Nacht zusammenfinden, um das Neue bürgerliche Jahr gemeinsam zu begriissen. Es so’lte nur in einer Form geschehen. die unserem Ge schmack angemessen ist Kooperative Juncal Der Gedanke der wirtschaftlichen Kooperativen (Genossenschaften! ist im jüdischen Leben von Argen- IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 44/45: WILHELM v. SCHRAMM, Aufstana der Generale (Der 20 Juli in Paris) Nr. 46: MARQUIS DE SADE: Verbrechen der Liebe (Ausgewählte Erzählungen) Nr. iK: LEONHARD FRANK: Bruder und Schwester (Roman) Nr. 48: Nach dem Tauwetter, Neueste Russische Erzäh lungen. Nr. 49: ALDOUS HUXLEY: Affe und Wesen, Roman Nr 50/51: RI7MLR GOBDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun. Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval. Merkwürdi ge Rechtsfäll .e Es kosten: Eiiifachband DM 2.50: Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen, durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München tinien auf einen besonders fruchtbaren Boden gefallen. Den landwirtschaftlichen Kooperativen ist zu einem sehr grossen Teil das Gelingen der jüdischen Kolonisation auf dem argentinischen Kamp zu verdanken. Der Kooperativismus, wie er auch im städtischen jüdischen Sektor sich entwickeln und entfalten' konnte, wird für das gesamte Wirtschaftsleben des Landes oftmals als beispielhaft hingestellt. Verhältnismässig spät wurde der Gedanke der Schaffung einer Kooperative in unserem Sektor aufgegriffen und von einem Kreis der Mitglieder der ACIBA realisiert. Die Kooperative JUNCAL hat bereits ihre Tätigkeit aufnehmen körmen. Wie je. des neue Werk hat auch die Kooperative JUNCAL mit gewissen Schwierigkeiten zu kämpfen, zumal der Kooperativ-Gedanke in unserem Sektor erst allgemein ,heimisch“ werden muss. Erfreu, lieherweise hat man sich nicht auf einen bestimmten Kreis von Mitgliedern und Begünstigten beschränkt, sondern von Anfang an verstanden, dass die Wirtschaft eine'/Einheit ist, weswegen sich auch eine Kooperative nicht engherzig an ihre oder unsere Leute halten darf. Wenn auch die Kooperative JUNCAL von einem bestimmten Kreis initiiert und aufgebaut w'orden ist, so ist sie doch unser aller Sache, die auch die Mitarbeit aller, die hierzu imstande sind, verdient. Es ist ein gutes Werk, auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis aufgebaut, dazu bestimmt, den Gedanken der Gemeinschaft und des Zusammenhaltens aus der Sphäre des Geistigen oder Gefühlsmässigen auf das Gebiet der Wirtschaft und des Existenzkampfes zu übertragen. Verdiente Ehrung Das zentraleuropäische Comité der Vereinigten Kampagne hatte statt einer Arbeitssitzung seine Mitglieder zu einer kleinen Ehrung zusa.n mengerufen, in deren Mittelpunkt die langjährige Sekretärin und Mitarbeite rin, Fräulein Ilse Blaustein, gestanden hat. Seit 39 Jahren arbeitet Ilse Blaustein in einer mustergültigen, hingebungsvollen Form für die Verwirklichung des zionistischen Ideals und damit für eine bessere Zukunft unseres Volkes. Nach Argentinien gekommen, hat sie sich sofort weiter in den Dienst der von ihr selbst gewählten Aufgaben gestellt und war seit 1939 Beamtin des Keren Hajessod und später der Einheitskampagne. Jetzt tritt sie als Beamtin zurück, wird aber nunmehr zu ihrer und aller ihrer Mitarbeiter grossten Genugtuung weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten ehrenamtlich an den Zielen mitarbeiten, die den Inhalt ihres Lebens bilden. Anerkennung Anerkennende Worte für die hervorragende Arbeit des Hilfsvereins (Asociación Filantrópica Israelita) fand unser Kollege „Mundo Israelita“ in seiner letzten Ausgabe vom 26. Dezember. In ei- ■kt/:;/® Mß Ml mmëi Das sind Soldaten der israelischen Verteidigungs-Armee, die auch für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt werden. nem ausführlichen Artikel w'ird das Werk gewürdigt, das der Hilfsverein im Dienst der Kollektivität aufgebaut hat und mit grossem Erfolg weiterführt. — Nanu... Vor einigen Tagen erschien in der grossen bonaerenser Morgenzeitung „La Prensa“ ein Bild mit der lieber-, schrift: Bekannter deutscher Sportler kommt nach Argentinien. Interessiert liest man weiter und stellt zu se;nem Erstaunen fest, dass der bekannte deutsche Sportler, der hierher gekommen ist, niemand anders als der Industrie - Magnat und als Kriegsverbrecher abgeurteilte Alfred Krupp von Bohlen Haibach ist. der an einer Regatte teilnehmen würd. Krupp ist inzwischen in allen alliierten und deutschen Kreisen wieder hoffähig geworden.^ Ihn aber als bekänn ten Sportler zu bezeichnen, dürfte wohl .doch ein etw'as schiefes Bild vermitteln... Ausstellung auf der „Jerusalem“ Am vergangenen Sonntag wurde auf dem israelischen Schiff „Jerusalem“ im Hafen von Buenos Aires eine schwimmende Ausstellung eröffnet, die aus den Bildern von zehn eordobeser Malern besteht, von denen jeder ein Bild als Beitrag zum Argentinischen Pavillon der He bräischen Universität in Jerusalem gestiftet hat. Anwesend waren der Direktor der Kultur-Abteilung des argentinischen Aussenministeri ums, D. Marcos Victoria, in Vertretung des Aussenministers; Senats-Vizepräsident Dr. Eduardo J. A. Gamond; Staatssekretär für Kultur, D. Antonio de la Torre . in Vertretung des Staatspräsidenten Dr. Illia; der Minister für Oeffentliehe Bauten der Munizipalität, Ing. Bernardo Jaroslawsky; der Ratgeber der Israel-Botschaft in Argentinien, Herr Aba Geien; der Beisitzer des Nationalfonds fqr Künste, D. Jacobo Feldman; Schiffskapitän Tuve T, Smolensk; der Präsident der argentinischen Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität, Dr. José Grinstein und der Präsident ihrer eordobeser Zweigstelle, Dr. Raül Kirtchuk. Als erster ergriff Dr. Grinstein das Wort, der den zehn argentinischen Malern José ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEÜFEH — ALLE NEUAUSGA BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep Argentine New York. — Die Regierung Westdeutschlands wurde von den Führern von 18 bedeutenden jüdischen Organisationen in den USA angeklagt, durch ihre Weige. rung, die Verjährungsfrist für die von den Nazis begangenen Verbrechen zu verlängern, „ihrer moralischen Verantwortung auszuweichen“. Die Beschuldigung wird in einem an Aussenminister Gerhard Schröder gerichteten Schreiben erhoben, der bei seinem kiirzliehen Besuch in den USA ein Gespräch mit jüdischen Persönlichkeiten über dieses Thema abgelehnt hatte. Das erwähnte Schreiben Aguilera, Henry Arän, Alejandro Bonow.e, Egidio Cerrito, Jorge Horacio Cordo. ba, Enrique Monaco, Raül Pecker, Antonio Pedone, Raül Felipe Puccio Posse und Francisco Vidal dankte und deren Spenden er als eine positive Geste würdigte. Nach ihm sprach Botschaftsrat Gefen und beglückwünschte die Veranstalter dieser Ausstellung für ihren Beitrag zur Festigung der Bande zwischen Argentinien und Israel. Als letzter Redner richtete D. Antonio de la Torre im Namen des -Präsidenten Dr. Illia einige Worte an die Anwesenden, in denen er dem Glauben an den Fortschritt und die Eintracht unter den Menschen zum Ausdruck brachte. wurde von Label Katz, Präsident der Bene Brit uhd stellvertretender Präsident der grössten jüdischen Organisationen, im Namen der 18 vorstelligen' Organisationen unterfertigt. Desgleichen wird der Bonner Regierung vorgeworfen, dass sie sich gegenüber den Ersuchen, die an dem Raketenpxogramm der VAR neteiligten deutschen Wissenschaftler zurückzurufen, gleichgültig verhält. Das Schreiben verwaist auf die „erklärte Absicht der VAR, diese Waffen in einem Vernichtungskrieg gegen Israel 1 zu benutzen“. In herben | Worten wird an einem Telegramm Schröders vom 24. uNovember Kritik geübt, in! dem dieser - behauptete, es sei „recht -unwahrscheinlich, dass eine beträchtliche Anzahl von bisher nicht entdeckten Nazi Verbrechern in Zukunft entdeckt werden würde“. Dies, so heisst es in dem Schreiben, ist „ein spekulatives Urteil und widerspricht ausserdem den Schätzungen vieler Behörden, die annehmen, dass diese Zahl in die Tausende geht“. (ITA) Neue Synagoge Jerusalem. — Mehr als 500 neue Synagogen werden gegenwärtig in Israel gebaut, gab das Religionsministeritim bekannt. Bereits jetzt gibt es in Israel 5.000 Synagogen. (AWZ) Die BAR MIZWA unseres Sohnes MARCELO MANUEL findet s.G.w. am 9. Januar 1965 im Tempel Bet Israel, Cramer 2070 statt. SIGFRIDO MANN und Frau ROSA INES geb. JOAQUIN Empfang: Sonntag, den 10. Januar, von 18—20 Uhr in Cramer 2070. LUACH — (KALENDER) Sonnabend, den 2. Januar 28. Tewet Parsehat WA’ERA 2. B. M. VI 2 — IX 35 Haftara Yecheskel XXVIII 25 — XXIX 21 29. Tewet Neumondankündigung SCHWAT Sonntag, den 3. Januar Rosch Chodesch SCHWAT Montag, den 4. Januar Dienstag, den 5. Januar Mittwoch, den 6. Januar Donnerstag, den 7. Januar Freitag, den 8. Januar Sonnabend, den 9. Januar Parsdhat BO 2. B. Mi. X-l — XIII-16 Haftara Yirmieyahu XLVT 13 — 28 Sonntag, den 10. Januar 7. Schwat Montag, den 11. Januar 8. Schwat 1. Schwat 1. Schwrat 3. Schwat 4. Schwat 5. Schwat 6. Schwat lit m edo®a® a,jA «n*® P\ort*itJähr „erden . gel# «od „ _pn ein fCderD*® 5jííS* TC" -n einieer ** ¡ct mriir ..an fEtat-Jahr' 'iefern Sraliel tst neU jabxesprodukhon allS tarn-, and lan sn. Das an sich Optimum von Den jährlich überschritten. SÄ »dieses Jahr mit wenigstens Mn gerechnet-. Wert soll 156j-66 auf 400 erhöht werden, hr Begleiter im Beruf, für die und bei Festlich Carlton-KIe * MASSKLEIDl * FERTiGKLEl * LOHNANFER Ernst Maipú 982 DEINE SP! DEIN HOB AUTO. Avä