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Jüdische Wochenschau · 1965-01-02 · 2097 (2.1.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2097 (2.1.1965)
Date
1965-01-02
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Wë WM ■T W N 2 — Sábado, 2 de Enero de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — No. 2097 luit y- **’ -í¿4^v. (Schluss von Seite 1) eels sind gewiss nicht zu übersehen, dürften aber dazu beitragen, die von Nasser verfolgte E-inkreisungspoHtik gegen Israel erheblich zu stören. HI. Der schwarze Kontinent Die explosive Entwicklung der afrikanischen Länder zur Unabhängigkeit hat durch die Schaffung einer ganzen Reihe neuer Staaten ihren Fortgang genommen. Einige dieser Staatenschöpfungen sind — jedenfalls kann man sich dieses Eindrucks nicht erwehren — in einer Form gemacht, damit diese Länder nicht lebensfähig sein können. So konnte man beobachten, wie sich soeben gegründete Länder durch Zusammenschluss am Leben zu erhalten bemühten. Dass der afrikanische Kontinent heute vielleicht mehr als früher zum Tummelplatz . internationaler Interessengegensätze geworden ist, kann wohl kaum bestritten werden. Dabei ist nicht nur an den Kongo zu denken, der nur als Beispiel gelten kann. Die Drahtzieher des Unglücks, die Waffenfabrikanten aller Waffen produzierender Länder, geben sich im Kongo — und in anderen afrikanischen Staaten — ein trauriges Stelldichein. Wer bezahlt, bekommt Waffen Die Weissen, die in diesen Ländern leben, werden mit ihren „eigenen Waffen“ liquid ie-f. Die Grausamkeit dieses Kampfes, die gewiss nicht einr-w,,g sein dürft?, ist kend. Der p’i» westliche Kolonialismus picht im. sehWÄ.-vevt KcmicnL iv.it dem modcr. nen Impei v'-licrnus alitr Schattierung-mit Moskau, Peking und Kairo, zu-am- ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—ID Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalte; REPARATUREN Spezialgeechaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. ierät Sie kostenlos und inverbindlich heim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN BiEDSEBN VIRREV DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 men. Hiermit parallel laufen die von den Kommunisten geförderten politischen Bemühungen Nassers, die Hegemonie Afrikas an sich zu reissen. Die Schwierigkeiten, die sich ihm entgegenstellen, kommen in erster Linie von afrikanischen Politikern, die entschieden gegen die nasseristisch . kommunistischen Anstrengungen sind, ohne besondere Sympathien für den Westen zu haben. Der Kampf um Afrika befindet sich noch am Anfang der Befreiung des Kontinents von alten Fesseln. Eine Reihe afrikanischer Länder steht mit Israel in en. gen und freundschaftlichen Beziehungen, weil Israel orne jede koloniale Absichten diesen Ländern hilft und von ihnen durch ihre Freundschaft Hilfe für seine eigene schwierige Position erwartet. So verworren die afrikanische Lage oder die Situation einiger afrikanischer Länder im Augenblick auch sein mag, die sich hier anbahnende Entwicklung kann für die Zukunft von grosser Bedeutung werden. - IV. Die Rassenfrage Der Kampf um die Gleichheit aller Menschen wird mit einer grossen Erbitterung weitergeführt. Die Kluft zwischen Theorie und Praxis, zwischen Erkenntnis und Wirklichkeit ist so schroff v. ie vorher. Auf diesem Gebiet hat das vergangene Jahr leider keine Fortschritte gebracht, wenn auch unverkennbar -mit dem Sieg Johnsens bei der amerikanischen Präsidentenwahl die weissen Rassisten eins Niederlage erhalten haben. L-:i acr j.:; aisses Procisiiis ouauoarc sien die Zwiespältigkeit ner amerikanischen Politik, die sich kci. ueewegs nur auf diese, für die USA innenpolitische, Frage erstreckt. Es ist für jeden gerecht denkenden Menschen ehr innerer Widerspruch, dass Amerikaner, die Schwarze sind, vor aller Welt mit Nobelpreisen — und dazu noch mit dem Nobelpreis für den Frieden — ausgezeichnet werden, in Amerika selbst aber unzweifelhaft Bürger zweiter Klas. se sind. Wh wollen auch nicht verkennen, dass es sich hierbei in erheblichem Umfang um eine innerchristliche Frage handelt, bei welcher sich die Unaufrichtig keit der christlichen Rassi. sten offenbart, die in ihrem Hass auch vor Geistlichen nicht zurückschrecken und .schwarze“ Kirchen in Brand stecken. Die Rassenfrage ist zu einem Prüfstein der westlichen Welt geworden. Der JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdeckeo - TaUiebeutei Käppchen Maz zot-Tasehen - Hand und Maschkienstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E. 73-9155 Horizont Hass muss auch dem Leben verschwinden, der an die primitiven Instinkte der Men. sehen appelliert und die Völker in unversöhnliche Lager trennt. Deswegen ist die Rassenfrage keinesfalls nur auf die USA oder Südafrika beschränkt, sondern geht alle und uns im Besonderen an V. Das Konzil nach unter diesem Aspekt war das Oekumenische Konzil in Rom von grosser Bedeutung. Das vergangene Jahr wurde mit einem Besuch eingeleitet, den Papst Paul VI. den Heiligen Stätten und damit auch dem Staate Israel abgestattet hat. Ueber die Bedeutung dieser päpstlichen Reise ist viel geschrieben worden. Die Kirche unterstrich den „rein religiösen Charakter“ des Papstbesuches. Wir haben keine Veranlassung hieran zu zweifeln, wissen aber, dass dieser Besuch für Isra. el auch politisch nicht ohne Bedeutung gewesen ist. Dass hiergegen die Araber protestierten, liegt auf der Linie ihrer irregeleiteten Hasspolitik, die aber auch die Entscheidungen des Konzils nicht aufhalten konnte. Bei nüchterner Betrachtung derjenigen Verhandlungen, in deren Mitteipunkt die Frage der Stellung der Kirche zu dsn Juden in bestimmten Fragen gestanden hat, wird man nicht bestreiten können, dass die arabischen StöiungSversuche einen Einfluss ausgsübt haben, Wahrscheinlich nur aus diesem Grunde ist es bisher nur zu einer Vorabstimmung gekommen, so dass sich die nächste Phase deö Konzils ncch einmal — wenn auch nicht im Prinzip jeden — mit der Frage der Juden auseinandersetzen muss. Die Freisprechung der Juden an dem Kreuzigungstod Christi ist nach unserer Ansicht eine ausschliesslich innerkirchliche Frage, Als ein jüdisches Problem hat diese Frage niemals bestanden Keine jüdische Generation hat eine Schuld für dieses Geschehen empfunden. Wenn die Katholische Kirche heute ihren Standpunkt revidiert, werden wir dies mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen. Es ist nur ein Akt der Gerechtigkeit. Dass der Judenhass unter den christlichen Völkern zu einem erheblichen Teil aus dieser Quelle der Schuldbelastung entsprungen ist und gespeist wurde, eröffnet nunmehr nie Hoffnung, dass die antijüdische christliche Einstellung allmählich geringer wird. Auch hier stehen wir in der Rassenfrage dem gleichen Widerspruch zwischen Confitería NIZA Servicios de lunch de cc.tcgorir SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 M0HEL N. PLAKSIN Superí 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 London. — Premierminister Harold Wilson forderte ein internationales Abkommen zur Einschränkung der Waffenlieferungen an Israel und die arabischen Staaten sowie die Schaffung einer „atomfreien Zone“ im Nahen Osten. Er antwortete im Unterhaus auf die Frage, ob England an Israel „Buccaneer“-Kampfflug. zeuge verkaufen werde, und erklärte: „Die Lösung des Problems der Aufrüstung im Mittelosten besteht darin, ein internationales Abkommen zu treffen und in diesem Raum eine atomfreie Zone zu schaffen, damit die Lage durch die Lieferung von Atomwaffen nicht eine weitere Verschärfung erfährt.“ Wilson äusserte sich zu dem Vorschlag des konservativen Abgeordneten Frederick Bürden, Israel diese Kampfflugzeuge zu verkaufen, weil „Israel ein kleines und isoliertes Land ist, dessen Absichten bestimmt nicht aggressiv seien und es im Interesse des Volkes liegen muss, dass solche Länder Waffen zu ihrer Verteidigung erhalten“. Wilson stellte fest, dass die Regierung nicht gebeten worden sei, Israel diese Flugzeuge zu verkaufen, und wenn dies geschehen sollte, sie sich vor „schwierige Fragen gestellt sehen würde“, da sie an einer Vermeidung des Rüstungswettlaufs Interesse ha. be. (ITA) Erkenntnis und Wirklichkeit, zwischen dem sittlichen Postulat und der Praxis gegenüber: alle Menschen sind Brüder, so heisst ‘es; aber immer noch ist der Mensch der Feind des Menschen... VI. Südamerika Wenn man seinen Blick über die politische Landkarte streifen lässt, wii’d man feststellen müssen, dass es an allen -Ecken und Enden brennt, vielleicht nicht lichterloh, aber immerhin sicht, bar. Die Zypernkrise ist nicht überwunden, in Vietnam toben blutige Kämpfe, in Kongo wird ein Krieg ,bis aufs Messer“ geführt, die Indonesen stehen zum Ueberfali auf den neuen malesischen Staat bereit, usw. Kuba, Britisch-Guayna, Haiti und andere uns näher liegende Länder sind ständige Unruheherde. Grosse Umwäl zungen fanden Brasilien und Bolivien statt. Die evolutionäre Entwicklung unseres Kontinents findet permanent in revolutionären Bewegungen ihren Ausdruck. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass kein Land von den Fieberzuckungen befreit bleibt, die heute unsere Erde erschüttern. Da die Juden immer die ersten Opfer anormaler politischer Verhältnisse sind, konnten die Folgen nicht ausbleiben. Die meisten subversiven Bewe. gungen benutzten antisemitische Slogans und schlossen in ihre terroristischen Programme auch Attentate gegen Juden und jüdisches Eigentum ein. Diese Erschei. nungen verschwinden, wenn sich die Lage stabilisiert. Da aber bisher die Situation in diesen Ländern keineswegs normalisiert werden konnte bleibt mit der Gefahr des Umsturzes auch die antisemitische Bedrohung beste hen. VII. Grosse Unruhe Die Menschheit steht vor einer Fülle grosser und bisher ungelöster Probleme; auch wir Juden. Israel gibt vielleicht nicht nur uns ein wunderbares Beispiel dafür, wie trotz aller sorgen und Gefahren der zielbewusste friedliche Aufbau einer besseren Welt vor sich gehen sollte. Vielleicht sollten wir uns alle im Angesicht der sicht, baren Bedrohung unserer Existenz fester zusammenschliessen und innere Differenzen zurückstellen, bis einmal ruhigere Tage kommen. Dies dürfte -für Israel wie für jc-de jüdische Gemeinschaft gelten. Es ist klüger, aus freien Stücken und rächt c'-st direkt den äusseren Druck zn eb’er Geschlossen. IA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece ios Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 I» 1Zq T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. heit zu gelangen. Das ist ge» wiss eine alte Weisheit, die meist an der menschlichen Schwäche scheitert. Man braucht kein Mystiker zu sein, um: inmitten einer Unheil trächtigen Unruhe, von der alle Völker und Nationen ergriffen sind, auf die Naturkatastrophen hinzuweisen, die gerade in letzter Zeit aufgetreten sind: Ueberschwemmungen, Erdbeben, Stürme, ungewöhnli ohe Regenfälle, Kälte- und Hitzewellen usw. Gibtes eine direkte oder geheimnisvolle, von uns nicht erkannte oder nicht hinreichend zu erklärende Beziehung zwischen diesen Ereignissen und dem menschlichen Verhalten? Man hat oft genug beobachtet, dass Tiere vor solchen Naturereignissen plötzlich unruhig, rastlos und wild werden. Und der Mensch? Eines aber sehen wir im. mer wieder im Angesicht solcher Naturereignisse: die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten. Dies sollte wenigstens Aihass genug sein, dass Menschen wie Völker bescheidener v "den und nicht aus Unvernunft die Kräfte des TJnic.1,-:.ngs und der Ve nic1'"ung durch SelbstVip.ss uni Krieg mutwillig v«.vr. "• .-. :n. JACOB LAPIDUS dipt Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2937 4* ß. '46-1716 and 48-2124 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLAZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Dr. ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher M  L E R HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 f&'i ■ G3LD m. MEDICO APARATO CIRCULATORIO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES Médico del Hospital Fernánder CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag. 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 31 IG T. E. 87*1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Dr. BENJAMIN L I P N I Z K Y ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-G500 Dr. L. 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