Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2096 (26.12.1964)
- Date
- 1964-12-26
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Sábado, 26 de Diciembre de 1964 1, A SEMANA ISRAELITA Año XXV. — N9 2096 — 7 Russisches Veto im Sicherheitsrat Vereinte Nationen. — Sowjetrussland machte zum 103. Mal von seinem Vetorecht Gebrauch, um eine englisch - nordamerikanische Resolution über den bewaffneten Zusammenstoss an der Grenze zwischen Syrien und Israel zu verhindern, über die im Sicherheitsrat abgestimrnt wurde. Marokko und die OSR stimmten ebenfalls gegen die Resolution, die mit der Zustimmung der übrigen acht Ratsmitglieder zählte. Die Resolution machte keines der beiden Länder für den Vorfall verantwortlich und empfahl beiden Parteien die Zusammenarbeit mit der UN-Kommission für die Waffenstillstände. Marokko versuchte mit Un. terstützung der sowjetischen und tschechischen Delegierten einen Zusatz zu der Resolution durchzusetzen, in dem Israel für die Verletzung der Demarkationslinie und einen „unberechtigten Angriff aus der Luft“ gerügt wird. Dieser Antrag wurde nicht angenommen. Der Repräsentant Syriens Rafik Asha behauptete, dass „gewisse ständige Mitglieder des Sicherheitsrates Ungerechtigkeit und Vorurteile beweisen, weil sie Israel nicht verurteüen wollen“. Hierbei bezog er sich anscheinend auf die USA, England, das nationalistische China und Frankreich, die sich bei der Abstimmung über den marokkanischen Vorschlag der Stimme enthielten. Die vier genannten Mitglieder, sowie Brasilien, Bolivien, Norwegen und die Elfenbeinküste stimmten für die englisch-nordamerikanische Resolution, gegen die die Russen vetterten. König HUSSEIN von Ti ans Jordanien, kürzlich noch der heftigste Feind Nassers, heute sein Steigbügelhalter, bei seinem Deutschland besuch, wo er von der Wehrmacht besonders freundlich empfangen wurde. Auf dem Bild hantiert er mit einem Maschinengewehr, Transjordaitien und der Jordan Frankreich warnt Aegypten London. — Präsident Charles de Gaulle sandte den früheren französischen Ministerpräsidenten Edgar Fau re nach Kairo, um den ägyptischen Präsidenten Nas ser vor der Gefahr au warnen, sich in einen neuen Krieg gegen Israel einzulassen, um das ägyptische Volk über die ökonomischen Schwierigkeiten seiner Regierung hinwegzutäuschen. Dies meldete Paris. Gleichzeitig lief eine Nachricht aus Kairo ein, dass der sowjetische Vize-Premierminister Alexander Shelepin, einer der mächtigsten Männer der neuen Machthaber im Kreml, Nasser mitgeteilt habe, dass der Oberste Sowjet die Gewährung einer Anleihe von 280 Millionen Dollar am Aegypten gebilligt hat, die Nasser im Mlonat Mai von dem damaligen Premierminister Krutschew zugesagt worden war. Wie der „Sunday Telegraph“ schreibt, hat de Gaulle in seiner Botschaft Nasser versproohen, den französich-arabischen Handel reger zu gestalten, wenn Nasser von einem Angriff gegen Israel Abstand nimmt. Von einer Annahme dieser Belingungen durch Nasser wird es abhängen, ob de Gaulle Nasser zu einem Staatsbe such im nächsten Sommer in Paris einladen wird. Nas ser beabsichtigt, Bonn zu besuchen und möchte gleichzeitig gern nach Paris fahren. Der Besuch Shelepins in Kairo gilt nicht nur der Erfüllung des von Krutschew geleisteten Versprechens sondern auch einer allgemeinen Ueberprüfung der russisch-ägyptischen Beziehungen. (ITA) OLAMENU TEL AVIV POB 3002 ISRAEL NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES •SOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina I., Groesoktavformat — 180 Textseiten — 42 Bildertafeln 239 Illustrationen Gcmzleinenband $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 GOLD: Geschichte der Juden in der Bukowina H, Grossoktavformat — 232 Textseiten — 51 Bildertafeln 457 Illustrationen Gcmzleinenband $ 20.00 — Luxusausgabe $ 35.00 SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG GOLD: Geschichte der Juden in Wien ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: Vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 30.— BILDPROSPEKT KOSTENLOS DURCH: Edition „OLAMENU“ TEL AVIV. P.O.B. 3002, New York. — Eine eingehende und sorgfältig tun. Tüerte Analyse der mit der Ausnutzung der Jordanwasser verbundenen Fragen, die jetzt hier vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass die gegen, wärtigen Pläne für die Ableitung des Flusswaesers, die von Israel und Transjordanien ausgearbeitet worden sind, „im Augenblick nicht im Gegensatz zueinander stehen“. Dagegen wird in dem Bericht darauf verwiesen, dass dies nicht für die Zukunft gelten muss, solange Transjordanien das Projekt der Arabischen Liga unterstützt, die Israel durch die Ableitung der Nebenflüsse des Jordan an der vollen Durchführung des Baues einer israelischen Wasserleitung hindern will. Die Israe. iis haben ihrem Plan gemäss begonnen. Wasser aus dem Tiberias-See nach dem Süden abzupumpen, um die Küstenebene und den Negew zu bewässern. Aufgrund einer detaillier ten Prüfung offizieller tech nischer Angaben der transjordanischen Regierung und aus Quellen der Arabischen ISRAEL Alle Publikationen erscheinen in deutscner Spr Die Preise sind in U$A-Dollar angegeben. Liga vertritt der Bericht die Meinung, dass es bei einer uneingeschränkten Zusammenarbeit Transjordaniens mit Syrien und Libanon im Rahmen des von der Arabischen Liga aufgestellten Projekts „den Transjordaniern gelingen würde, die Israel aus dem Jordan zufliessen. de Wasser menge um ein Drittel oder mehr zu verringern“. Dies würde .zweifellos die transjordanisch-israelisohe Spannung verstärken, nachdem die israelische Regierung erklärt hat, dass Israel in der Frage des Jordanwassers seine Lebensreohte zu verteidigen gewillt ist“. Andererseits beruft sich der Bericht auf Anzeichen, dass Transjordanien versuchen könne, sich an einem übertriebenen Unternehmen zur Ableitung des Wasers nicht zu beteiligen. Die Studie wurde vom American Jewish Committee veröffentlicht. Ihr Verfasser ist. George E. Gruen, der der Abteilung für auswärtige Beziehungen dieses Comites angehört und ein Fachmann für Mdttelostfragen ist. — (ITA) Blick in die Welt;on HAROLD SCHWARCZ U THANT, der Generalsekretär der UN, teilte mit, dass auch noch in den nächsten Monaten die UN-Truppen auf Zypern bleiben werden. — PRAESIDENT LYNDON JOHNSON erklärte, dass die Pläne zum Bau eines neuen .Pana.ma-Kanals1 nunmehr ernsthaft überprüft werden, um die Freiheit des Handels und den Fortschritt aller amerikanischen Länder zu sichern. — Ein STREIK DER REDAKTEURE wurde in Italien proklamiert. — HEFTIGE KRITIK wurde von der Bundestagskommis, sion an der bundesdeutschen Atomwaffen-Wehrpolitik geübt, in deren Mittelpunkt der deutsche Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel gestanden hat. — LEVI ESHKOL wurde erneut mit der Kabinettsbildung betraut, nachdem sich die Mapai gegen Ben Gurion und für Eshkol entschieden hatte. — Die amerikanische LUFTRAUM-GESELLSCHAFT bat mehr als 900 Angebote erhalten, mit denen um Beschäftigung auf dem Mond gebeten wurde. — HAROLD WILSON, der englische Premier, konnte einen neuen Sieg im Parlament verzeichnen. — Die SOWJET-UNION lanzierte einen massiven Angriff gegen den kongolesischen Ministerpräsidenten Moises Tschombe in den UN. — ANTONIO DE OLIVBIRA SALAZAR, der Diktator Portugals, wird mit dem Patriarchen von Lissabon eine Besprechung haben, um die. Beziehungen zwischen dem Vatikan und Portugal zu verbessern, die durch den Indien-Besuch des Papstes getrübt sind. — DIE RUSSEN haben sich entschlossen, einen Teil ihrer Schulden an die UN zu bezahlen. — Mitglieder des SCHWURGERICHTS FRANKFURT nahmen einen Lokaltermin im früheren KZ Auschwitz vor. — AUSGEWIESEN WURDEN drei russische Diplomaten aus den USA, 3 Amerikaner aus Russland, 3 Kongolesen aus der Sowjetunion. — ALEXEI KOSYGIN. der neue sowjetische Premier, soll zusammen mit Parteisekretär Leonid Breznev, im Mürz England besuchen, wie Harold Wilson mitteilte. — DEAN RUSK, Amerikas Aussenminister, hatte eine lange Unterredung mit De Gaulle, vor allem über das At. lantik-Bündnis. — MARSCHALL TTTO. der erste kommunistische Rebell gegen Stalin, wurde einmal mehr zum Präsidenten Jugoslawiens gewählt. — NEUE BUECHER Ludwig Mareuse: Sigmund Freud, sein Bild vom Menschen, verlegt bei Kindler, 1964. — Marcuses zahlreiche Werke haben immer ein inter. essiertes Publikum gefunden, da sein Stil und die Form seiner Schilderung grosser Persönlichkeiten Sachkenntnis und den Willen verraten, objektiv Charakter und Bedingungen zu schildern. So entwirft Mareuse auch in seinem Buch über den grossen Sigmund Freud das Bild eines kämpfenden Menschen, der sowohl nach Erkenntnis wie nach Anerkennung ringt. Freud gehört gewiss zu den grossen Umgestaltern des Lebensbildes, er gehört zu den grossen Entdeckern, der ganz neue Blickfelder in die Erkenntnis des Menschen und seiner Seele gestattete, zu jenen Persönlichkeiten, die tiefe Spuren der Gesellschaft zurücklassen, zu der sie gehörten. Mareuse bemüht sich zugleich auch das Bild des Menschen Freud zu geben der lange darauf warten musste, bis er anerkannt wurde, und der auch heute noch umkämpft geblieben ist (Die Richter-Kollegien für den Nobelpreis haben diesem grossen Arzt noch nicht einmal den Nobelpreis zuerkannt.) — Das Buch von Ludwig Mareuse bringt dem Leser die menschliche Gestalt von Freud näher, der eigentlich für den Durchschnittsbürger von heute nur ein Begriff oder ein Schema ist, das er akzeptiert oder ablehnt, ohne es eigentlich zu kennen Wenn auch Mareuse nicht das wissenschaftliche Fundament für das Verständnis der Freudschen Theorien liefert und auch nicht geben will, so erläutert und erklärt er in einfacher, überzeugender Form und lässt das Bild eines Menschen erstehen, der zu den Rettern der Mensch heit gehören könnte, wenn diese Menschheit einsichtiger und verständiger wäre. Jüdische Jugend in Frankreich Paris. — ln Strasbourg fand eine viertägige Konferenz der jüdischen Jugendbünde Frankreichs statt. An ihr nahmen 280 Delegierte und Beobachter teil. (OJI) t Rockwells neue .Filiale“ Paris. — Wie hier verlautete, hat der nordamerikanische „Hitler“, G. L. Rockwell, in der Stadt Dallas in Texas eine .„Filiale“ seiner Nazipartei eröffnet. (OJI) Nach langem, schwerem Leiden verstarb im 63. Lebensjahr mein lieber Mann, Bruder, Schwager und Onkel, Herr GUSTAV KAHN Im Namen aller Hinterbliebenen liUJ KAHN geb. JO&KPH Av. del Tejar 2849 dto. B. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Bitten sprechen wir aas: 1. Die noch Fehlenden sollten nun ihre wuerdige Beisteuerung ueberweisen. 2. Diejenigen, die bisher nur gezeichnet, aber noch nicht gezahlt haben, sind ersucht, dies jetzt zu tun. 3. Die Quofenzahler sollten so freundich sein, mehrere Quoten auf einmal zu entrichten, um uns zu heilen, unnoetige Unkosten fuer Inkasso zu vermeiden COMITE CENTROEUROPEü DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod) Sarmiento 2376, III. — T. E. 47-3820