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Jüdische Wochenschau · 1964-12-26 · 2096 (26.12.1964) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2096 (26.12.1964)
Date
1964-12-26
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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lábaclo, 26 de Diciembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Amo XXV. — N° 2096 — 3 Vor dem 26. Zionistenkongress Am 31. Dezember soll in Jerusalem der 26. Zionistische Weltkongress eröffnet werden, der bis zum 10. Januar 1965 dauern wird. An dem Kongress, der über wichtige neue Entwicklungen in der Zionistischen Bewegung zu entsehliessen haben wird, werden sich 530 bis 540 Delegierte, davon 350 Delegierte aus 31 Ländern und 190 aus Israel beteiligen Bin Novum ist es, dass auch 70 Delegierte der Jugendverbände, wie 30 bis 50 Delegierte grosser jüdischer nichtzionistischer Organisationen, wenn auch ohne Abstimmungsrecht, am Kongress teilnehmen Diese 106 bis 120 Delegierte der Jugendverbände und der grossen jüdischen Organisationen werden sich an allen Beratungen aktiv beteiligen können. Ihre Teilnahme an den Debatten wird zweifellos dem Kongress einen besonderen Stempel aufdriik. ken und sollte sich segensreich für die ganze Bewegung auswirken. Gilt es dooh, der Zionistischen Weltorganisation einen neuen Auftrieb zu geben. 1,3 Millionen Schekel wurden in 51 Ländern verkauft und in 5 Ländern wurden eigene Wahlen für die Bestimmung der Delegierten abgehalten, so in Mexiko, Kolumbien, Uruguay, Brasilien und Frankreich. Der Kongress wurde diesmal durch zahlreiche Landes- und Orts Versammlungen sorgfältig vorbereitet, bei denen die Probleme, vor die der Kongress sich gestellt sieht, eingehend dargelegt und erörtert wurden. Insgesamt 300 derartige Veranstaltungen, an denen auch die Führer der Bewegung teilnahmen, wurden abgehalten. TAGESORDNUNG UND ARBEITSMETHODE Mit zwei einleitenden Vorträgen wird der Kongress er öffnet werden. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Nachum Goldmann. wird über die zionistische Arbeit in der Diaspora MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschät te mit der grössten Auswahl. SARMtENTO 1147 T, E 35 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvlratu Eigene Werkstätten Zahlungserleichteruneer Zuvorkommende facb männisehe Bedienung von Dr. KURT OTTENSOOSER (Israel; sprechen und der Leiter der Jewish Agency, Mosche Sharett über die in Israel. Der Schatzmeister der Jewish Agency, A. Pinkus, wird den Kassenbericht erstatten und das Budget für die kommenden Jahre darlegen. Die Arbeit des Kongresses selbst wird dann in den 11 Kommissionen geleistet werden. Die Leitung hat bereits ihre Vorschläge ausgearbeitet, die dem Kongress zur Annahme vorgelegt werden sollen. Die Regierung Israels nimmt an den Verhandlunun<i Forschung eine besonders wichtige Aufgabe zu. 16 JAIIRE ZIONISTI¬ SCHE ARBEIT Mit der Gründung des Staates nahm die Zionistische Weltorganisation grosse Aufgaben auf sich, und ihre Leistungen in diesen Jahren verdienen Anerkennung und Bewunderung. In diesen 16 Jahren investierte die Jewish Agency in ihrer Arbeit 1.815 Millionen Dollar, denen über 90 Prozent Israel direkt zugute ka Araber waren prozionistisch Jerusalem. — Das Originalschreiben, das Emir Feisal im Jahre 1919 an Felix Frankfurter richtete und in dem er erklärte, dass „wir Araber die zionistische Bewegung mit der grössten Sympathie betrachten'1 ist, wie jetzt bekannt wurde, in den londoner Archiven der Jewish Agency auigefunden worden. Die arabischen Führer haben systematisch geleugnet, dass Feisal je. mals einen solchen Brief geschrieben hat, Der Brief wurde von dem berühmten Obersten Lawrence auf Englisch geschrieben und trägt die arabische Unterschrift Feisals. Dieser hatte den arabischen Aufstand gegen die Türken im Ersten Weltkrieg geführt und wurde zur Belohnung dafür zum König vor, Syrien gemacht. Anfangs bezeugte er dem Zionismus Sympathien, von dem er sich Unterstützung für die Festigung seines Königtums versprach. Als er im Jahre 1920 von den Franzosen aus Syrien vertrieben wurde, begann er den Zionismus zu bekämpfen. Oberrichter Frankfurter war der juristische Berater der zioni stisehen Delegation auf der Friedenskonferenz von Versailles und korrespondierte mit Feisal. um friedliche Beziehungen zwischen Juden und Araber in Palästina herzustellen. Der prozionistische Brief Feisals stammt aus diesem Briefwechsel. (ITA) gen des Kongresses aktiven Anteil, wie sich überhaupt das Verhältnis zwischen der Regierung und der Zionistischen Bewegung und ihren Institutionen, seitdem Mini, sterpräsident Levi Eshkol die Regierung übernahm, wesentlich gebessert hat und wieder eine enge wurde. EIN VIERJAHRES¬ PROGRAMM Die Leitung wird dem Kongress ein Vierjahrespro. gramm vorlegen, dessen Hauptziel es ist, die enge Zusammenarbeit zwischen der Diaspora und dem Staate Israel zu stärken und in den Mittelpunkt der Bewegung zu stellen. Israel muss sich um die Diaspora bemühen, und das Interesse der Diaspora muss der Entwicklung in Israel und der Förderung des Staates auf allen Gebieten gelten. Der Jugend fällt dabei ei. ne wichtige Aufgabe zu. Sie muss sich endlich wieder kennenlernen und Zusammenarbeiten. Es gilt bei dieser Zusammenarbeit, die ge meinsamen jüdischen Interessen auf kulturellem und religiösem Gebiet zu beto. nen; jüdische Sprache, jiidi scihes Wissen ist dafür die erste Voraussetzung, und so fällt auch den Abteilungen für die Jugend, für Lernen Teppicbhaus - M. Hochberg JNEKKE1CHTE AUSWAHL AN HAJNDGEKTUPFTElM TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samttag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader von Station Urqutaa Tel.: 52-2993 men. 1.200.000 Juden wunderten aus 81 Ländern seit der Staatsgründung in Israel ein, und Hunderttausende von Familien wurden produktiv eingegliedert. 429 neue Siedlungen und Dörfer wurden gegründet, 51 weitere erweitert. 33.000 ländliche Wirt Schaftseinheiten, in denen 137.500 Menschen leben, wurden errichtet, und 1,5 Millionen Dunaim Boden werden von ihnen bearbeitet, und diese neuen Siedler produzieren heute ein Drittel der landwirtschaftlichen Erzeug nisse des Landes. Bewundernswert ist auch die Leistung der Aliat Hanoar, die JugencLAlija, die Als Jude verkleidet New York. — Glaubwürdigen Meldungen zufolge soll der nordamerikanische „Führer" der Nazipartei, G. L. Rockwell, unlängst heimlich nach Kanada gereist sein, um dort an einer Universität einen Vortrag zu halten. Bevor er diese Absicht durchführen konnte, musste er jedoch auf behördliche Aufforderung das Land wieder verlassen. Die Einreise gelang ihm als bärtiger Jude verkleidet, denn er wird in Kanada als persona non grata betrachtet. Die kanadischen Behörden sollen erklärt haben, dass sie Rockwell das nächste Mal verhaften werden, wenn er wieder nach Kanada zu kommen versuchen sollte. (OJI) Protest gegen Rom London. — In Damaskus protestierten 12.000 Personen verschiedener christlicher Gemeinden gegen die vom Oekumenischen Konzil angenommene Deklaration über die Juden. Mit riesigen Spruchbändern durchzogen sie die Strassen der Stadt. Die Demonstration löste sich ohne Zwischenfall auf, nachdem an den Papst appelliert worden war, damit er die Deklaration zurückziehe, ,um zu verhindern, dass sie von den Zionisten für politische Zwecke missbraucht werden könne“. 85.000 j ugendliohen ihre Sorge zuwandte. Aoer auch für die jüdische Erziehung in der Diaspoia wurden wichtige Dienste geleistet. 1.500 Lehrer aus Israel arbeiten an 650 jüdischen Schulen in der Diaspora, und wertvolle Hilfe wurde weiteren 2.000 solchen schulen zu. teil, während 1.140 Lehrer aus den Ländern der Diaspora ihre jüdischen Kenntnisse in Jerusalem ergänzten und auch 3,000 .Jugendliche an Kursen in Israel teilnahmen. Darüber hinaus kamen noch 25.000 Jugendliche zu Sommerkursen nach Israel. Auch der Bericht über die Tätigkeit der Jewish Agency in den Jahren 1960—64 kann sich mit Stolz sehen lassen In dieser Periode wurden 1,2 Milliarden IL für Einwanderung, Einordnung, Bau von Häusern für die Neueinwanderer und die Jugend Alija ausgegeben. KEREN HAJESSOD Dem Kongres ging eine Welt-Konferenz des Keren Hajessod in der Zeit vom 22. bis zum 24. Dezember in Je. rusalem voraus, an dem 200 Delegierte aus 52 Ländern teilnahmen. Der Präsident des Keren Hajessod Dr. Israel Goldstein hat dabei über die Tätigkeit des Keren Hajessod in den letzten vier Jahren seit der letzten derartigen Konferenz berichtet. In dieser Periode trafen 250.000 Neueinwanderer im Lande ein und konnten im Lande eingeordnet werden. Hierzu brachte der Keren Hajessod — United Israel Appeal einen Betrag von 167 Millionen Dollar auf von denen 120 Millionen Dollar von den nordamerikanischen Juden gegeben wurden. Das Programm für die nächsten vier Jahre, das auf der Konferenz vorgelegt wurde. sieht eine weitere Einwanderungswelle von etwa 65.000 Neueinwanderern pro Jahr vor, und es wird daher als Ziel die Aufbringung von 350 Millionen Dollar für die nächsten vier Jahre in ~\us sicht genommen, wobei der B 'U von 70.000 Wohneinheiten in dieser Periode vorgesehen ist. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires — PUEYREDON 2190, 1? izq. _ T. E. 83-2613 26. Deaember 1964 20. Tewet 57?' Vorschlaege der USA-Juden New York. — Der Wiederaufbau des jüdischen Volkes — überall in der Welt zu einem „zusammenhängenden Ganzen" und die Reaktivie. rung der zionistischen Weltbewegung auf politischem Feld in Zusammenarbeit mit verantwortlichen nicht zionistischen Institutionen in Verteidigung der jüdischen Rechte werden die hauptsächlichsten Vorschläge sein, weiche die Führer der Zioni stisehen Organisation Amerikas und des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten auf dem 26. Zionistenkongress machen werden. Dies erfuhr man auf einer Sitzung der Exekutive der ZOA, bei der Präsident Dr. Max Nussbaum unterstrich, dass die neue Linie im Gegensatz zu früheren Zionistenkongressen steht und zum ersten Mal .der Welt angekündigt werden soll, dass der Staat Israel und die Zionistische Bewegung ihre Kräfte vereinen, um die Zukunft des jüdischen Volkes in historischem und geistigem Sinne wieder herzustellen.*. Wie Dr. Nussbaum ausführte, könne dieses Programm nur dann durchgeführt wer den. wenn ohne Berücksichtigung der von dem Jüdischen Weltkongress hierzu aufgestellten Pläne die Zionistische Bewegung in den Ländern der Diaspora ihre „anachronistische und über, holte“ politische Parteistruktur aufgibt und die Führung der jüdischen Oetreinden in der freien Welt im Namen einer zionistischen Einheits- Bewegung übernimmt“. „Die Zeit ist gekommen lind besonders in den USA, da wir daran denken müssen. eine zionistische Föde ration zu schaffen, die alle zionistischen Gruppen umfasst und alle zionistischen Aktivitäten übernimmt, die heute oft von den einzelnen zionistischen Gruppen doppelgleisig durchgeführt werden", erklärte er. Dr. Emanuel Neumann, Präsident des Weltverbaudea der Allgemeinen Zionisten,, betonte die Notwendigkeit einer „kritischen Neueinschätziung der jüdischen Position in vielen Ländern und des Kampfes um das jüdische Ueberleben in einer modernen Welt“. Er wies darauf hin, dass die „Emissäre und Agenten vieler arabischer Staaten in Gemeinschaft mit neonazistischen und neofaschistischen Elementen eine wütende a<nti jüdische Kampagne führen“, die von den Araberstaaten mit aus giebigen Mitteln unterstützt wird und nicht nur für Isra. el ein neues und ernstes Problem bildet sondern auch von den Zionisten und den Juden in der Welt bekämpft werden muss. „Die Zionistische Bewegung. die für das Wohl Israels arbeitet“, argumentierte Neumann, „kann sich ihrer Verantwortlichkeit für dfi« Judentum der Diaspora nicht entziehen. Die Zionistische Weltorganisation, die ursprünglich als politisches Instrument zugunsten des jüdischen Volkes gescbaffen wurde, muss sich in Zusammenarbeit mit anderen verantwortlichen -'iidis'’Vien Gebilden politisch selbst erneuern. um für die jüdischen Rechte und Interessen sowohl in Israel als auch in rb»r Diaspora einzutreten.“ — (ITA) „Jüdische Gemeinden in der Welt“ New York. — Das Institut für jüdische Fragen kündigt eine dritte, verbesserte Auflage des Buches ..Die jüdischen Gemeinden in der Welt“ an, die im Jahre 1965 erscheinen soll. ESTUDIO JURÍDICO INTERNACIONAL ûr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS ★ EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattunt BUEROSTUNDEN: DIENSTAG. MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. L: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANO, Erbschaftssachen — Vertraege - Verwalt1' gen - Miets-, Zivil* und Handelssachen I. E.: 80 - (930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HER AS

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