Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2095 (18.12.1964)
- Date
- 1964-12-18
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
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LA SEMANA ISRAELITA K — Viernes, 18 de Diciembre de 1964 Año XXV, _ No. 2095 Was für ein Land das ist (Schluss von Seite 1) Prozent für 2,5 Millionen Menschen. niese Zahlen sprechen für »ich. ln seinem weiteren Bericht weist der Autor auf den hohen Anteil der Wissenschaft für die Entwicklung Israels hin und erwähnt in erster Linie das Weizmann-Institut in Rechowoth, das heute über Abteilungen für höhere Mathematik, Kernphysik, Xsotopen-Forschung, organische Chemie, experimentelle Biologie. Biophysik, Elektronik. Photochemie, Biochemie und Pflanzengenetik verfügt. Sodann geht der Bericht auf die besondere Bedeutung des Negew ein, in dem heute nur 10 Prozent der israelischen Bevölkerung lebt, darunter 20.000 Beduinen in 18 Stämmen, obwohl der Negew Zwei Drittel der Oberfläche Israels ausmacht. Die besonderen Anstrengungen des Staates Israel zur Erforschung und Erschliessung der Wüsten des Negew werden in aller Breite dargestellt. Auf die besonderen Forschungen zur Nutzung der Sonnen-Energie und der Entsalzung des Meerwassers wird besonders aufmerksam gemacht. Neben zahlreichen anderen Anstrengungen, die der Erschliessung des Landes dienen, wird auf die Aufforstung hingewiesen. In 15 Jahren wurden 65 Millionen Bäume gepflanzt. Hierzu heisst es u. a.t „Zwischen Tel Aviv und Jerusalem liegt der Märtyrerwald mit 6 Millionen Bäumen, die zum Gedenken an die in Europa ermordeten sechs Millionen Juden angepflanzt wurden. Abgesehen davon, dass die Wälder die klimatischen Bedingungen verbessern, wird auch der felsige Boden durch Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezi algeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und lnverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 die Sprengwirkung der Wurzeln aufgelockert sodass das Wasser in die Erdkruste dringen kann.“ — Hierin darf man eine der segensreichen Wirkungen der auch heute noch höchst wichtigen Tätigkeit des Jüdischen Nationalfonds, Keren Kajemet Leisrael (KKL), erblicken, was hier nur nebenbei unterstrichen werden soll. Sodann kommt der Autor auf die Entwicklungshilfe zu sprechen, die dieses selbst in dynamischer Entwicklung stehende, kleine Israel anderen Völkern seit dem Jahre 1958 leistet. Bisher gingen etwa eintausend israelische Experten nach Afrika, Asien und Lateinamerika. Ungefähr 4.500 Studenten und Praktikanten kamen nach Israel, um dort ihre Ausbildung zu erhalten oder zu ergänzen. Abkommen und Kontakte bestehen mit etwa 80 unabhängigen und noch nicht unabhängigen Ländern der drei Kontinente. Das Hauptgewicht der israelischen Hilfeleistung liegt in der technischen Beratung. Besondere Hilfeleistungen durch Israel erhielten Aethiopien (Abessinien) in Afrika neben anderen Ländern im französisch- und im englischsprechenden Westafrika, in Asien wurden vor allem in Burma, Ceylon, Iran. Kambodscha, Thailand und den Philippinen die israelischen Kenntnisse zur Verfügung gestellt. In Lateinamerika ist Israel u. a. an Entwicklungsprojekten im Norden Brasiliens, in Bolivien und Venezuela beteiligt. Im Jahre 1957 58 kamen 137 Lernende aus 26 Entwicklungsländern nach Israel, im Jahre 1963 waren es bereits 2.272 Lernende aus nicht weniger als 80 Ländern. Heute sind 131 israelische Experten auf dem Gebiet der Medizin in 15 Ländern tätig, 184 landwirtschaftliche Fachleute in 35 Ländern, 58 Jugendleiter in 10 Ländern usw. In der ausführlichen Analyse des Freiherrn von Ledebur werden zahlreiche andere Fragen und Tatsachen hervorgehoben: das Gesundheitswesen, die multilaterale Entwicklungshilfe, Institute und Institutionen der israelischen Bildungs- und Ausbildungshilfe, das Afro.Asiatische Institut, das Technikum in Haifa, das Internationale Institut zur Ausbildung im Gemeindedienst und vor allem die Hebräische Universität in Zusammenhang mit der Medizinischen schule der Hadassah. Dort heisst es u. a.: „Seit 15 Jahren macht Israel erhebliche Fortschritte bei der Hebung des Gesundheits- JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Tatlisbeutel Käppchen - Maz zot-Taschen Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E, 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 Standards. Die Kindersterblichkeit ist auf 26 bei 1.000 Lebendgeburten gefallen und damit die zweitniedrigste Ziffer der Erde“. In einem langen Schluss. kapitel kommt der Autor zum Thema „Folgerung und Zusammenfassung für die Entwicklungshilfe der Bundesrepublik“ zu sprechen interessant unter dem Aspekt der bekannten hohen Stufe der deutschen Wissenschaft und Technik. Er tritt für eine Verstärkung der wissenschaftlichen Kontakte auf dem Gebiet der Natur, und Sozialwissenschaften im Hinblick auf die Entwicklungshilfe ein. „Gerade in diesen Disziplinen finden wir auch deutscherseits ausgezeichnete junge Kräfte, die unbelastet von der Vergangenheit, reibungslos mit ihren israelischen Partnern Zusammenarbeiten können“. Dieser Gedanke wird dann erweitert und mit vielen Einzelheiten erläutert. Der Aufsatz schliesst mit den Worten: „Israel welss, dass es hierdurch (gemeint die Entwicklungshilfe) auch die zukünftigen wichtigen Märkte, die es selbst benötigt, entwickeln hilft. Damit leistet Israel, ein zweifellos zum Westen gehörendes Land, für diesen einen bedeutenden Dienst bei der Erschliessung der Märkte, auf die wir alle an gewiesen sind.“ — Aus dieser verhältnismässig kurzen Uebersicht dieser ebenso ernsten wie interessanten Studie geht die Bedeutung Israels im Programm für die Entwicklungshilfe hervor. Die Ausführun. gen bilden eine Anerkennung israelischer Leistungen aufgrund wissenschaftlicher Analyse und nüchterner Forschung. Zum Schluss wird die allgemeine Bedeutung dieser israelischen Anstrengungen, anderen „nichtentwickelten“ oder in der Entwicklung begriffenen Völkern uneigennützig beizustehen, für die westliche Welt unterstrichen. Der Autor geht nicht auf die verschiedenen politischen Aspekte dieses Fragenkreises ein. die vielleicht nicht zu seinem Thema gehören, dennoch aber zur Bildung eines Gesamturteils wichtig sind. Man kann nicht übersehen, dass diese gewaltige Arbeit von Israel inmitten einer ihm feindlichen Welt geleistet wird, die sich in ständi. ger Vorbereitung einer ..neuen ' Runde“ befindet. Gerade hierzu könnte die Bundesrepublik manches sagen und tun, indem sie — um nur ein Beispiel anzufiihren — die in Aegypten tätigen deutschen Experten für Atomwaffen, Raketen, und Flugzeugbau ebenso wie die nazi- MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4« B. 46-1716 und 48-2124 Neues Kraftwerk in Haifa In Gegenwart von Entwicklungsminister J. Almogi, Bürgermeister J. Chuschi, IEC- Direktor J. Jeled, einem Vertreter der US-Botschaft sowie Direktions- und Belegschaftsmitgliedern der Elektrizitätsgesellschaft fand unlängst in Haifa auf dem Gelände der alten Kraftwerke die feierliche Grundsteinlegung zu einem neuen Gross- Kraftwerk, „Haifa III“ statt. Es wird zwei Einheiten von je 125.000 kW — bestehend aus Turbogenerator Dampfkessel und Hilfsanlagen — j enthalten. Die Einheiten werden praktisch sogar eine Kapazität bis zu 10.000 kW haben. Das 1935 erbaute älteste haifaer Kraftwerk, Haifa I, hat eine Kapazität von 84.000 kW und Haifa II insgesamt 150.000 kW (zwei Einheiten von je 75.000 kW). Die neuen Anlagen werden einen präzedenzlosen Zuwachs von zusammen einer Vierteimillion kW mit sich bringen. Die erste Einheit wird 1966 und die zweite im Jahre 1967 ln Betrieb genommen. Nach drei Jahren der Bauzeit wird die gesamte „konventionelle“ Stromerzeugung« - Kapazität (ohne Atomkraftwerke) 1 Million kW erreichen; davon wird etwa die Hälfte von Haifa gestellt werden. Die Erweiterung der haifaer Anlagen wird 115 Millionen IL — davon zwei Drittel in Devisen — kosten. Diese werden von der USA-Regierung in Form von Maschinen, uund zwar durch langfristige Anleihen der „Internationalen Agentur für Entwicklung“ A.I.D. und der Ex- Import-Bank zur Verfügung gestellt. Bei der Grundsteinlegung wehte daher auch das „Sternenbanner“ neben den Israelfahnen. Der US.Botschaftssekretär Strauss betonte den guten Gebrauch, den Israel von den US-Geldern mache. Während Haifa I (mit alten Anlagen) 400 Gramm Brennstoff für eine Kilowattstischen „Ausbilder“ zurückruft. Der hier angeführte Aufsatz unterstreicht ohne dies ausdrücklich zu betonen, die grosse Friedensarbeit, die das kleine Israel für den Fortschritt in der Welt leistet. Diese Darstellungen in einer offiziellen oder halboffiziellen Zeitschrift sollten gerade in Bonn eine Resonanz finden und endlich zu einer Aenderung der Haltung der Bundesregierung gegenüber verschiedenen Lebensfragen Israels und des jüdischen Volkes führen. — Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52-7734 Dr. B. Schwartz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Stunde verbraucht, werden jetzt in den hochmodernen Anlagen von „Haifa III“ nur 270 Gramm hierfür nötig sein. Minister Almogi erklärte, dass das Stromleitungsnetz 1964 Mizpe Raraon und bald danach (1965) Nahal Paran in der Wüste erreichen wird. Dann wird auch bald Elat an das Landesstromnetz direkt angeschlossen werden und die Leitungen für „Licht und Kraftstrom“ werden „von Dan bis Elat“ reichen. Israels Atom-Kraft- und Wasser-Werk, „das erste der Welt“ wird 150.000 kW Strom und 100 Millionen cbm Wasser erzeugen können: aber trotzdem wird auch der Bau konventioneller Kraftwerke, schon wegen der Strombedürfnisse der Landeswasserleitung, fortgesetzt. Unbelehrbar Paris. — Aus Kairo verlautete hier, dass die koptischen Priester in ganz Aegypten die römisch-katholischen hohen Geistlichen, die auf dem Kirchenkonzil für die Erklärung über die Juden gestimmt haben, Verräter an der Christenheit, Atheisten und imperialistische Agenten nannten. Es gelang ihnen sogar, einige römisch-katholische Gemeinden aufzuwie. geln, die vor ihren Kirchen Sprechchöre veranstalteten und von den Priestern ver. langten, sie sollten an den Kirchen Anschläge anbringen, in denen sie die Deklaration des Oekumenisc'nen Konzils als willkürlich erklären und die Juden als Gottesmörder brandmarken. — (WJC) Ut SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrred&n 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500_pro Jahr Ausl. $ 800.— jáhrl. Energischer Protest New York. — Der Präsident der Zionistischen Organisation Nordamerikas (ZOA), Dr. Max Nussbaum, nahm die Anwesenheit des westdeutschen Aussenministers, Dr. Gerhard Schroeder, in New York zum Anlass, um mit klaren Worten gegen die Entschliessung der Bonner Regierung zu protestieren, die Verjährungsfrist der nazistischen Kriegsverbrecher zu verlängern, weil dies „aus verfassungsmässigen Gründen unmöglich“ sei. Die Rede fand ein starkes Echo. Verschiedene jüdische Organisationen haben sich dem Protest angeschlossen und bereiten einen Autklärungsfeldzug vor. (ZINS-). Naziverbrechen London. — In Polen wunde ein altes deutsches Archiv gefunden das eine Liste von 3.601 Häftlingen aus dem KZ Gross-Rosen enthält, die von den Nazis auf dem Friedhof von Liegnitz verbrannt worden sind. Die Verbrechen geschahen zwischen dem 15. August 1940 und dem 23. Ja. nuar 1943. (OJP Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO APARATO CIRCULATORIO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkranklieiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. T. E. 44-9433 u. 44-1542 SANTA FE 1391