Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2093 (4.12.1964)
- Date
- 1964-12-04
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Z — Viernes, 4 de Diciembre de 1964 Ö IL ra A jn A M. tj .&•> r\ ah Die im Trüben fischen (Schluss von Seite 1) Aktionen im wesentlichen ausgeblieben ist, so liegt das weniger an der jüdischen Abwehr gegen derartige Angriife als an dem gesunden Empfinden der Lateinamerikaner für Gerechtigkeit und Freiheit, einem Empfinden und Denken, das sich alle, die in diesen Staaten leben, auch wenn sie anderen Ursprungs sind, allmählich zu. eigen gemacht haben. Eine sichtbare Folge ist. dass die in grosser Zahl in den lateinamerikanischen Ländern wohnenden Bürger arabischer Herkunft, die in vielen Republiken einen starken Einfluss haben, nur in geringem Umfang und meist nur auf äusseren Druck das Vorgehen der vielen arabischen Agenten förderten oder mit. machten, die unter den verschiedensten Flaggen und Firmen in wachsender Zahl und schnellerer Folge erscheinen. — n. Ohne Zweifel ist Aegypten ein einflussreicher Faktor im politischen Leben unserer Gegenwart. Es ist immer falsch, seinen Gegner zu unterschätzen. Die einem Diktator gegebenen Möglichkeiten werden von Nasser mit grossem Geschick ausgenutzt. Umso erstaunlicher sind die vielen Rückschläge und Niederlagen die General Nasser auf vielen Gebieten seiner politischen und wirtschaftlichen Anstrengungen zu verzeichnen hat. Hieran können auch die Bemühungen der Grossmächte nichts ändern, die sich gegenseitig zu übertreffen bemühen, den ägyptischen Wünschen zu entsprechen, und die Nasser mit Krediten und Waffen, mit ¡Sachverständigen und Materialien zur Seite stehen. Aueh nicht eine Weltmacht steht .hundertprozentig“ auf ägyptischer Seite, selbst Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1* izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: -6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49 5850 nicht Moskau oder Peking, obwohl manche Sozialisierungsmassnahmen durchgeführt worden sind, die einen starken kommunistischen Einfluss verraten. Nach zuverlässigen Berichten, die in einem Land mit gelenkter öffentlicher Meinung ein seltener Artikel sind, deuten drastische Sparmassnehmen auf eine Krise hin, durch! welche der bisherige Status I der ägyptischen internationalen Politik gefährdet wird. Von der hiermit zur gleichen Zeit ausgelösten inneren Krise soll in diesem Zusammenhang nicht weiter gesprochen werden. Es gibt verschiedene Gründe für diese ägyptische Kapital- und Wirtschaftskrise, vor allem der übereilte Versuch, das Land in einen Industriestaat zu verwandeln. Die weitschweifigen politischen Ambitionen Aegyptens auf internationalem Gebiet haben offensichtlich die Machthaber verleitet, Projekte aufzunehir.en und anzufangen, die ihre Leistungsfähigkeit überschritten. Denn mit der Hilfe ausländischer Kredite allein kann keine Wirtschaft entwickelt werden. Der Faktor Mensch ist der entscheidende, wofür Israel — sehr zu Nassers Leid-! wesen — den überzeugenden Beweis liefert. In allen Berichten wird hervorgehoben, dass die schematische Einführung sozialer Gesetze zu den augenblicklichen Schwierigkeiten geführt habe. Kürzere Arbeitszeit bei erhöhten Löhnen sei eine gewiss populäre Parole, aber ein unmöglich wirksames ökonomisches Prinzip. Auch die fachliche und menschliche Vorbereitung bedingen die Schwäche des ägyptischen Arbeiters, der nur ein Zehntel der Arbeitsmenge bewältigt wie ein Arbeiter in anderen Ländern. Deswegen bieibt die Produktion zurück, und die aufgestellten, umfassenden Pläne werden nicht realisiert. Die Bewaffnung einer mit den tatsächlichen Verhältnissen keinesfalls übereinstimmenden Armee mit den modernsten Waffen, die gewaltigen Ausgaben für die Durchsetzung der »ussenpo litischen Zwecke und andere Gründe, die auf der gleichen Ebene liegen, überschreiten die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes, das eine Grossmacht sein will, ohne hierzu die erforderlichen Voraussetzungen zu haben. Die Prognosen der Wirtschaftsexperten sind nicht einheitlich, welche Zukunft Aegypten erwartet. Manche meinen, die Reduzierung der gewaltigen Ausgaben könne zu einer Gesundung sehr allmählich überleiten. Andere teilen diese Ansicht nicht, sondern sagen die Verschär- PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSEBN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdeeken Talfißbeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 fung der Krise voraus, da es keinen Ausweg gäbe. Nach den alten Rezepten und Gesetzen, die für Diktaj toren gelten, werden die Machthaber alles tun, um durch aussenpolitische Manöver und Aktionen die Auf. merksamkeit der Bevölkerung von den innenpoliti- | sehen Problemen atozuzie. I hen. Deswegen dürften die j aussenpolitischen Husaren- | ritte mit Anklagen gegen die .Schuldigen“ erneuert und verstärkt werden, weil sie ihre eigene Schuld nicht zugeben werden. Deswegen muss Israel mit neuen ägyptischen Aktionen rechnen. — III. Die Differenzen im arabischen Lager, die bisher immer wieder trotz der einheitlichen Proklamationen gegen Israel hervortreten, haben zu einer Annäherung Nassers an Transjordanien geführt. Die Entwicklung dieses Landes und seiner Beziehungen zu Aegypten einer¬ und zu Israel andererseits spiegeln die Unsicherheit der Situation eines Landes wider, das seine Entstehung letzten Endes einer Laune der britischen Orientpolitik zu verdanken hat. Sein erster König, Abdulla, wurde auf Veranlassung einer anderen Macht ermordet, als er sich offensichtlich gegen deren Willen bereit zeigte, mit Israel zu irgendeiner Art Verständigung zu gelangen. Der ihm folgende Sohn musste wegen mentaler Erkrankung abgesetzt werden; den Thron bestieg der zweite Sohn Abdullas, der jetzige König Hussein. Transjordaniens Schicksal ist seine geographische Lage zwischen Aegypten und Syrien. Will Transjordanien bestehen bleiben und nicht zur Provinz des einen oder anderen Grossen an seinen Grenzen hinabsinken, muss es zwischen diesen beiden Ländern jonglieren. Hiernach richtet sich auch sein Verhältnis zu Israel. Beunruhigung der israelischen Grenze ist immer die Folge eines aussenpolitischen Drukkes auf Transjordanien. In letzter Zeit hat Nasser aus verschiedenen Gründen sich mit Hussein ausgesöhnt. Die Folge ist eine Reihe diplomatischer Hilfsstellungen, die Hussein an Nasser zu leisten gezwungen ist. Der in England erzogene Monarch ist in Europa gern gesehen. Bei seinem kürzlichen Besuch in Paris versuchte er de Gaulle für die arabische Sache zu gewinnen. Frankreichs Präsident ist auf dem besten Wege, die Welt für sich und sein Land auf friedlichem Wege zu erobern. Seine zielbewusste und geschick. te Politik hat ihm binnen kurzer Zeit zu einer Machtstellung verholfen, die ihn Ein demokratischer Staat New York. — Präsident Johnson begrüsste die 41. J<ohreskonven tion des Nationalcomites israelischer Gewerkschaften in einer Botschaft, die vor 2.000 Delegierten verlesen wurde. Er nannte Israel „ein Beispiel auf dem Weg der freien Gesellschaft in den aufstrebenden Nationen“ und rühmte die Anstrengungen der israelischen Arbeiterklasse, „einen demokratischen Staat aufzubauen, der in Israel den auch in Amerika herrschenden Glauben aufrechterhält, dass alle freien Menschen gleich welcher Herkunft gemein same Ideale und Ziele verfechten.“ (ITA) Neues Gesetz London. — Ein neues, durch das belgische Kabinett erlassene Gesetz verbietet dem früheren Nazi.Kollaboranten Leon Degrelle die Rückkehr nach Belgien. — M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2U37 4’ B. 46-1716 und 48-2124 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano i Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52-7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG nicht nur von den beiden Weltmächten Amerika und Russland unabhängiger machte, als beinahe alle Beobachter dies jemals für möglich hielten, sondern eröffneten ihm auch die Chancen, als rettender Engel bei verschiedenen Weltkonflikten aufzutreten und auf diese Weise das Internationale Kräfteverhältnis zu verlagern. Die grosse arabische W;it mit ihren vielen Ländern und unschätzbaren Reichtümern ist auch für de Gaille interessant. Trotzdem hat er dem arabischen König zu verstehen gegeben, dass er die Freundschaft zu Israel nicht preisgeben werde. Insoweit ist die Mission Husseins in Paris gescheitert. Auch seine weiteren sowie die allgemeinen arabischen Aktionen, auf die Deutsche Bundesrepublik einen neuen politischen Druck auszuüben, indem mit der Anerkennung des ostdeutschen Staates gedroht wurde, hatten keinen Erfolg. Deswegen ergriff man eine Massnahme, bei der man nicht auf Widerstand zu stossen Gefahr lief. Transjordanien zensurierte alle christli chen Geistlichen, die beim Vatikanischen Konzil für die Annahme der Resolution über die Juden stimmten... Im transjordanischen Parlament forderte der Ministerpräsident den Papst auf, diese Resolution zu widerrufen. Die Katholiken des Landes wurden ermahnt, der Christlich - Orientalischen Kirche beizutreten. Sanktionen werden befürchtet. Der Vatikan gab bekannt, dass er mit Bedauern von der überraschenden Haltung der transjordanischen Regierung gehört habe, die Bi schöfe auf eine schwarze Liste zu setzen, die für die fragliche Entschliessung ge stimmt hätten. Die Regierung befände sich in einem Irrtum, denn es handele sien nur um eine Entscheidung auf religiösem Gebiet. — Hiermit dürfte diese merk. | würdige Angelegenheit noch \ nicht beigelegt sein. — IV. In dieser Woche jährte sich zum 17. Male der Tag, an welchem die Vereinten Nationen für die Errichtung eines jüdischen Staates gestimmt haben. Es war aus verschiedenen Gründen eine historische Abstimmung. Schon weil die USA und Russland gemeinsam ihre Stimme hierfür abgegeben haben. Truman und Stalin hatten die gleiche Anweisung ihrem Repräsentanten vor den UN erteilt. Damit war der Staat noch nicht geschaffen. Hier soll jedoch nicht über den beginnenden, blutigen Krieg, das Versagen der UN und die Schwäche einer Kolonialmacht gesprochen werden. Man wollte zwar durch diese Resolution ein uraltes Ur recht wieder gutmachen, hatte aber dann nicht mehr die Kraft, seine eigenen Beschlüsse zu realisieren. Der historische UN - Beschluss war ein Erfolg der Zionistischen Organisation und damit des ganzen jüdi. sehen Volkes. Es war der er ste Schritt, den dieses Volk aus der Sklaverei in die Freiheit gemacht hat. Deswegen ist es gut und richtig, dieses Datum in unserer Geschichte lebendig zu halten, für uns wie für alle Völker der Erde. BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. Zionistischer Kongress in Chile Santiago de Chile. — Insgesamt 218 Juden wanderten im vergangenen Jahr nach Israel aus, wie auf der Schluss-Sitzung des 44. Kon. gresses der chilenischen Zionistischen Föderation mitgeteilt wurde. Hermann Schachner wurde zum Präsidenten der Fö. deration gewählt. Amelia Fliman und Leon Tchimino sind Vizepräsidenten und Max Einstein Generalsekretär. (ITA) 2*5 Millionen Einwohner Jerusalem. — Die israelische Bevölkerungszahl ist auf 2,5 Millionen gestiegen. Davon wurden 38,8 Prozent im Land geboren. Statistischen Erhebungen zufolge ist die Lebenserwartung für israelische Männer auf 77,9 Jahre und die für Frauen auf 73 Jahre gestiegen und hält somit die Spitze in der Welt. Im Durchschnitt bekom. men die jüdischen Frauen Israels drei bis vier Kinder, bei den arabischen Frauen sind es sieben bis acht. 59 Prozent aller israeslischen Familien besitzen eigene Wohnungen. (ITA) Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiología — Hospital Fernández ELECTROCARDIOGRAMME CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Ubr HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENRE1SE ZURUECK Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. TOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. 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