Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1964-11-27 · 2092 (27.11.1964) · p. [Seite 7]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2092 (27.11.1964)
Date
1964-11-27
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9614256-9614737--3621-9614744
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

17 entity mentions

I NEUE BUECHER UOIVUINOI i Chanukka 5725 ,bl Ml LOEWENSTEIN Ternicli. fcnsten Kämpfer unserer Tradition. Merkwürdig, aber standen «us ist historische Wahr- Riicken ®it- und dem Wenn wir also vom Kampf c» oben, gegen die Assimilation spreis Üben aen, meinen wir nicht, aass Zeit der «r uns weigern, friedlich der lad positiv mit unserer Um. aus ging Bit zusammenzuleben. Wir nationafad Bürger der Länder in s kleinen »nen wir leben. Als solche s- Mit btben wir die Pflichten zu nntejii- »füllen, die uns aufgegeben eil Roth, snd, und von unseren Rech- 15 entlen Gebrauch zu machen, iten der Wir wenden uns allerdings Damals Segen die Atomisierung des n gegen jiidischen Menschen. Wir Bestand ringen um unseren Bestand st. Hat als Kollektiv. Als Mitglieder verloren, dieser Gemeinschaft wollen ein sehr wir unseren Beitrag leisten, en. Wer Wir wollen uns nicht an die Medinat Umwelt als Individuen verweis, lieren. Wir wollen unseren iem Bfr Charakter bewahren. Nur icht nur wer Charakter beweist, ge- Bestand rinnt sich die Achtung sei- : (remn- *r Mitmenschen, em nie- Mit Hecht wurde auf der geht es 5. Tagung der Centra von s histo. Oberrabbiner Dr. F. Pincuss Darum ein Wort zitiert: „Die Welt in sehr kennt uns als Nobelpreisträger als Wissenschaftler, als? Auch i west Schriftsteller, aber nicht als das Volk der Propheten“. Darum geht es, und das ist die Aufgabe, die allen Juden in der Welt gemeinsam ist. Als B:ne Newiim — Söhne der Propheten — wollen wir unseren Beitrag zur gerechten Lösung der Probleme leisten, mit denen die Völker ringen, in deren Mitte wir leben. Als Juden tragen wir eine Verantwortung für die soziale Gerechtigkeit. Das ist nicht Assimilation, sondern die Erfüllung einer Mizwa — einer jüdischen Pflicht. Diese Mizwa ist nicht von unserem geographischen Wohnsitz abhän. gig. Im Gegenteil sie eint uns mit den Juden in Medinat Israel. Wir wollen kein Judentum, dessen Bestand von Katastrophen abhängig ist, sondern von einem positiven Wert. Darum rang die Generation der Makkabäer. Die wollten als Juden leben kön. nen. Darum geht es auch uns. Die Menora steht für das Lieht, das vom Judentum ausgehen soll — für uns und die Welt. Mit den Worten des Psalmisten sagen wir: In ihrem Licht wollen wir das Licht — das Licht des Judentums — schauen. Ludwig Mareuse: Sigmund FREUD, Sein Bild vom Menschen, verlegt bei Kindler in München, 1964. — Der ausgezeichnete Meister des Wortes und scharfe Beobachter Ludwig Mareuse, dessen Werke mit steigendem Interesse gelesen werden, hat hier ein klares umfassendes, in mancher Hinsicht rührendes Bild von Freud, dem grossen, wenig verstandenen und doch unsere Zeit wie kaum ein zweiter Denker beeinflussenden Freud geschrieben. Es ist ein lesenswertes, belehrendes spannendes Buch, das Mar. cuse dem grossen Meister gewidmet hat. — Ephraim Kishon: Area de Noe Clase turista, Editorial Candelabro, Buenos Aires, 1964. — Neue Satiren aus Israel, geschrieben von einem geistreichen Autor, dessen Buch „Drehn Sie sich um, Frau Lot“ allgemein gefallen hat. Der Leser wird verstehen, dass alles in Israel ganz anders als sonstwo ist, und dass trotzdem dort alles so ist wie auf der übrigen Welt ... Kishon, dessen erheiternde und doch auch zum Nachdenken anregende Kurzgeschichten in viele Sprachen übersetzt wurden, ist als der erste grosse israelische Humorist in der literarischen Welt anerkannt. Man muss unwillkürlich auflachen wenn man seine Geschichten liest. — Als Geschenkband für „matrimonios jovenes“ empfohlen. — to -, lank - ii bericht mg zu it Chaichtig. lehren ier ge- König Juden, simila- ¡en alchwert wohl iirliche Um- >ie ¡eh. n aufdiebe- Es ist inhang kleines i «in iir Ge- ¡¡sehen unter n. Aus tlichen denen rscher; nicht ,n der nähme teil®- n entüt des ■ntums am," i Prof- Resulis P10' is isophie steht , der die unter i» ®' iheren e sind , Chationeh Aus Jude11' lisch01 tschie' R. Esriel Hildesheimer s. A. von Rabbiner Dr. NEVFELD pe, stete»' îri®e' We®- ier d* in un- ¡hid“' isätsh' :er er «" 65 Jahre sind seit dem Tage des Todes des grossen Meisters und Lehrers der modernen Orthodoxie Rabbi Esriel Hildesheimer vergangen. Ich habe keine persönlichen Erinnerungen an den grossen Lehrer, aber seine Beerdigung in Berlin machte auf mich als Schüler tiefen Eindruck. Ich durfte an der Trauerfeier teilnehmen, und sie vermittelte mir ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Alle die kleinen jüdischen Geschäfte in den Strassen des alten Berlin, durch die der Trauerzug ging, waren zu Ehren des grossen Toten geschlossen. So etwas sah ich in der Weltstadt Berlin nie vorher und nie nachher bei einer jüdischen Beerdigung. Ich empfand so ein klein wenig die Grösse des Mannes, die ich erst später in ihrem ganzen Umfang schätzen lernte. Worin bestand die Bedeutung von Rabbi Esriel Hildesheimer? Um es mit wenigen Worten zu sagen: In der Verladung strenger Toratreue mit moderner Kultur. Hildesheimer, der 1820 in Giaidingtn im Herzogtum Braunschweig geboren wurde, war shon mit 15 Jahren auf einer Jeschiwa bei Jakob Ettlinger in Altona, aber er erhielt gleichzeitig jüdische Bildung bei Chacham Bernays in Altona. Et empfand es nicht als Widerspruch zur traditionellen Bildung, das Domgymnasium in Halberstadt und nachher sogar die Universitäten in Berlin und Salle zu besuchen. Bei Gesensius promovierte er. Durch seine Heirat mit Henriette Hirsch, Tochter von Aron Hirsch in Halberstadt, Teilhaber der weltbekannten Firma Hirsch, Kupfer und jiessing, konnte er ganz im ■ Sinne unserer Weisen handeln und sich der Lehre frei k>n materiellen Sorgen widmen. ■ Nach langem gründlichen Studium übernahm er erst mit 31 Jahren 1851 ein Rabbinat im damals ungarischen Eisenstadt, 1859 erging an ilm der Ruf eines kleinen Kreises positiver Berliner Juden, die eine fromme Privatgemeinde in Berlin in bewusster Opposition zur herrschenden Richtung der Berliner Gemeinde gründen wollten. Das religiöse Leben in der Metropole Deutschlands lag damals darnieder. Die Gemeindef(ihrer hatten nicht für die Entwicklung der schnell anwachsenden Gemeinde gesorgt. Innerhalb der Gemeinde kam es zu scharfen Auseinandersetzungen, als die Gemeinde an die einige Jahre vorher errichtete Orgelsynagoge in der Oranienburgerstrasse den Führer des liberal - reformerisohen Judentums Abraham Geiger, berief. Vorher hatte an dieser Dr. Joseph Aub gewirkt, den die orthodoxen Kreise noch hingenommen hatten. Sie konnten sich aber unmöglich Abraham Geiger gefallen lassen. So wurde als moderner, streng gesetzestreuer Führer Esriel Hildesheimer 1869 nach Berlin berufen. Er wurde von einer kleinen Gruppe gewählt, die in ausgesprochener Opposition zur Gemeindeleitung stand. Dabei war er selbst alles andere als ein Kämpfer. Dem Kreis von Hil. desheimer standen nur sehr geringe Mittel zur Verfügung, die zuerst nur die Erhaltung eines bescheidenen Betraumes ermöglichten und erst später erfolgte die Gründung der Synagoge in der Gipsstrasse. 1873 konnte Hildesheimer seinen Plan verwirklichen, ein Rabbiner - Seminar zu gründen, das in glücklicher Vereinigung von strenger Orthodoxie mit modernem jüdischen Wissen fast 70 Jahre lang Rabbiner ausbildete. Die von Hildesheimer geschaffene Gemeinde Adas Jisrcel war nur ein Privatverein. Um ihre Lebensfähigkeit zu stärken, erstrebte er eine Anerkennung als öffent lich-rechtliche Körperschaft mit Steuerhoheit. Mit der Hilfe vieler Freunde erreichte er die Genehmigung Bismarcks und des preussischen Parlaments zur Anerkennung jüdischer Sonderge. meinden. Diese Spaltung, die nach aussen zwei Judentümer in Erscheinung treten liess, kann heute überhaupt nicht mehr verstanden werden, ist aber aus der unduldsamen Haltung der assimilierten Gemeindegewaltigen jener Zeit zu verstehen. Die spätere Entwicklung gab Hil. desheimer insoweit recht, als die religiösen Einrichtungen seiner Gemeinde allmählich Vorbild anderer Gemeinden wurden und die sich sträubenden liberalen Vorsteher der Hauptgemeinden nötigten, die religiösen Bedürfnisse ihrer konservativen Gemeindemitglieder zu befriedigen. Als orthodoxer Jude wirkte Hildesheimer auch für Erez Israel und besuchte zusammen mit seinem Schwager Hirsch (Halberstadt) Palästina. Noch von Eisenstadt aus schuf er 1868 eine Organisation zum Bau von Armen- und Pilgerwohnungen in der Nähe von Jerusalem und begründete die Vereine Esrat Nidachim und Lemaan Zion. Sein Geist wirkt auch heute, 65 Jahre nach seinem Tode, noch fort, vermutlich in Kreisen der newyorker mitteleuropäischen Orthodoxie und in Israel z. B. in der Gemeinde Ichud schiwat Zion, die unter ganz anderen Verhältnissen keine Sonder-, sondern Einheitsgemeinde ist, und im Rabbinerverband Asriel, der nach ihm genannt ist. Sein Geist lebt auch in den zahlreichen Enkeln wei ter, die in Israel wirken, von denen als Exponent Dr. Aron Barth s. A. genannt sei. Numismatische Tagung Führende Numismatiker aus aller Welt führten zehn Tage lang vor kurzem wissenschaftliche Diskussionen unter den Auspizien der Israelischen Numismatischen Gesellschaft durch. Hauptthema war die Entwicklung der Münzen in Phönizien und im antiken Palästina. Taschenbüoiier: Reihe Geist und Psyche, Kindler Verl g: Erich Neumann: Tiefenpsychologie und neue Ethik (Bd. 2005). — Frank Victor: Die Handschrift, eine Projektion der Persönlichkeit (Band 20006). Geschichte und Schicksal der Juden in Heilbronn". (Stadt Heilbronn, Stadtarchiv 1963). Von einem Heilbronner Bürger, der im Ausland lebt, ■war auf einer Pfingsttagung zu Heilbronn im Jahre 1960 die Anregung ausgegangen, die Geschichte und das Schicksal der Juden dieser Stadt dokumentarisch festzuhalten. Die Idee fand allgemeinen Anklang, und der Oberbürgermeister der Stadt, Paul Meide, setzte die Annahme eines solchen Antrages im Gemeinderat durch; er beauftragte Hans Franke, Redakteur der „Neckar-Zeitung“ von 1920—1934, diese Aufgabe zu übernehmen, die zweierlei Themen behandeln soll: Eine Darstellung der Wege und Schicksale der Juden von Heilbronn 1933 und 1945 zu geben und zu erforschen, was aus ihnen wurde, und zum anderen. Aufschluss über ihre Geschichte von den mittelalterlichen Verfolgungen des Jahres 1050 etwa bis zur nationalsozialistischen Schreckensherrschaft zu er. teilen. — Das Ergebnis liegt in einem sorgfältig bearbeiteten und würdig ausgestatteten Buch von fast 400 Seiten vor, das sowohl den Aufstieg der Heilbronner Judenbeit von den ältesten Anfängen, über die sehr wenig Quellenmaterial zu finden war. bis zur Blütezeit zu Anfang dieses Jahrhunderts schildert, als auch die geistig-religiöse Entwicklung darstellt, das Werden der bedeutenden Mittelgemeinde aus dem Zusammenschluss verschiedener kleiner Bezärksgemeinden zu einer Einheit. Naturgemäss ist den Nazimassnahmen ein sehr breiter Raum eingeräumt, die ganze .Tragik des Zusammenbruchs erfasst und der einzelnen Persönlichkeiten, die sich um die jüdische Gemeinde wie um das Gesamtwohl der Bürgerschaft verdient gemacht hatten, gedacht worden. Der 10. November 1938, in dieser Mittelstadt von 48.000 Einwohnern, von denen bei Beginn der Naziepoche 800 Juden waren, erfährt hier eine tief aufwühlende Beschreibung. ES fehlt auch nicht an Fotos der schönen, 1877 errichteten Synagoge, der übrigen Gemeindeeinrichtungen sowie eine Schilderung des Vereinslebens. Der 27 jüdischen Gefallenen des 1. Weltkrieges ist ebenso gedacht wie all der vielen anderen, die seit Jahrzehnten und Jahrhunderten mit der lieblichen Stadt am Neckar verbunden waren. Und so, wie aus dem kulturellen Leben der Stadt der vorletzte Gemeinderabbiner Dr. Max Beermann, der dort von 1915 bis zu seinem Ableben im Jahre 1935 gewirkt hatte, nicht wegzudenken ist, so enthält das Werk auch, neben einer Reihe anderer, ein Lebensporträt des Oberieh, rers Isy Krämar (1877—1963), der sich ganz besonders um die Auswanderung seiner Stammes- und Glaubensbrüder bemüht hatte. Braucht man zu erwähnen, wie wichtig der industrielle und kaufmännische Anteil am Aufstieg der Stadt Heilbronn gewesen ist, wie jüdische Aerzte und Rechtsanwälte, jüdische Wissenschaftler, Konzert- und Theater- Fachleute zum Ansehen ihrer Heimatstadt beigetragen ha. ben? Die Ueberlebenden haben aus ihren neuen Wohnländern durch Berichte über ihre Erlebnisse und ihr Ergehen dazu beigetragen, dass aufschlussreiches Material dem Buch eingefügt werden konnte. In seinem Anhänge bringt es in einer erschütternden Statistik die genauen Musik in Buenos Aires , GURRELIEBER ‘ VON ARNOLD SCHOENBERG T. Colón: Südamerikanische Erstaufführung Ein musikalisches Kuriosum: Ein halbes J. hrbundert nach ihrer Uraufführung fanden die „Gurrelieder“ eine , Fin-de-siecle“ . Komposition von Arnold Schönberg auf das Poem des dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen (in der deutschen Uebersetzung von Robert Franz Arnold) ihren Weg nach Buenos Aires. Hier ist der Vater des Dodekap'nonismus und in weiterem Sinne der gesamten modernen Musik überhaupt noch nicht er selbst. Das Opus entstand in seinem Rohbau um d'e Jahrhundert wen-, de und bedeutet Auskl ng und Fnde der Aera Wagner, Bruckner, Brahms. Uebergang zu Mahler und Debussy. Schönberg benötigt ein Monster.Orcnester una einen ebensolchen Chor. (Es musste seinerzeit spezielL 48zeiliges Notenpapier für die Partitur . Reinschriit gedruckt werden!). Instrumente: Je 25 Holz- und Blechbläser, 1. und 2. Geigen je lOfach, Bratschen und Celli je 8fach geteilt, mehrfach zu besetzen, Kontrabässe, 4 Harfen und 10 Mann Schlagzeug. Stimmen: 3 vierstimmige Männerchöre (Waldemars Mannen) und ein 8stimmiger gemischter Chor. Solisten: Waldemar, Tove, Waldtaube, Bauer, Klaus Narr und ein Sprecher. In anerkennenswerter Anstrengung stellte das Teatro Cotón ungefähr je 150 Instrumente und Stimmen die von dem hiermit debütierenden 36jährigen mannheiroer Generalmusikdirektor Horst Stein mit in einer den. gewaltigen Dimensionen und der ganz ausserordentlich kompli. zieiten Partitur — sie ist schon äusserlich so umiangreich, dass sie kaum auf ac-a Pult Platz lindet — entsp.ecnenden lächerlich kuizon Probenzeit von zwei Wochen, bewunderungswürdig geordnet und zu einer PrachLeistung geführt wurden. Der in Tcdesgiauen ur schlagende Letensiausch, die wiide Kantate der gespenstischen Reiter, die sich in tristanesker Chromatik und Spätromantik äussern, fanden in Sinn einen absolut über der S cv-e stehenden, tiefschürfenden und aufwühlenden Ausdeuter, der d;e Massen in überlegener Ruhe und gleichzeitig sehr temperamentvoll führte. Das R’e?en-Orc’-ester k ang auch in den zah’’-eichen „fo’-t'Simi“ (mit und ..ffff“!) stets sa-ber und transparent, es gab kein „Overplay“, in ähnlichen Slärken sonst unausbleiblich und schwer zu vermetoen. Val du sciam rella hatte die gut (deutsch) singenden Chöre ordentlich einsüudiert. Fritz Uhl als „Walde rar“ bot eine abgerundete I Pistung, d e an Qualität und Stimmschönheit weit über seine bisherigen hiesigen Partien herausiagt. Hildegard Hillebrecht (Tove) sarg berückend rein. Noemi Scu .a (Waldtaube) best ch durch feine Musikalität, der „Kla1 s- Narr“ von Eugenio Valori, und Victor de Narke (schwer zu interpretierender „Sprecher“) bewegten sich auf gleich hoher Ebene, die zu erklimmen Jorge Algorta (Bauer) verwehrt war. Das Auditorium bejubelte diese „Spät Premiere'* und machte besonders Horst Stein und d’e Solisten zum Gegenstand langer Ovationen. Cnrt B. M. Weissstein Literarische Nöthen Ehrende Wahl In New York wurde Max Bressler zum Präsidenten des Jüdischen Nationalfonds von Amerika gewählt, als Nach folger von Albert Schiff, der das Amt vier Jahre bekleidete. Max Bressler gehört dem Aktionscomitee an und war Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas. Hamburg ehrt Naziopfer Die Stadt Hamburg beab sichtigt, Strassen und Plätze nach Personen zu benennen die sich Verdienste um die Stadt erworben haben md durch die Nazis umgekom- Angaben über die Deportationen und aller Daten, die in dieses schmerzliche Kapitel gehören. Dem Werke, das in ehrlicher Gesinnung verfasst worden ist, soll die weiteste Verbreitung gewünscht werden. C. W. Marquis de Sade: Justine. Erschienen bei Kindler, 1964. Die Beriihmheit lind Berüchtigkeit de Sades (Sadismus) beruhen in erster Linie auf seinem Roman Justine. Die Leidensgeschichte eines Mädchens von Sade am Ausgang des 18. Jahrhunderts geschrieben, zeigt die Gleichlagerung der menschlichen Leidenschaften und ihre geringe Veränderlichkeit durch die Jahrhunderte. Gerade deshalb ist dieser Roman nicht veraltet. — men sind. Zunächst soll ein Strassenzug den Namen des Anwalts Max Eichholz tragen, der von 1920 bis 1933 Mitglied der Bürgerschaft, Stadtparlaments, war. Man nimmt an. dass er in Aus hwitz umgekommen ist. Seme Mutter war die VorkämDferin der deutschen Frauenbewegung, Julie Eichholz. Seine Witwe und Söhne leben in Amerika. Famüiengsechichte von Karl Marx Das Marx-Engels-Archiv in Moskau erhielt eine Sammlung von 126 mit der Familiengeschichte von Marx zusammenhängenden Dokumenten, viele aus der Zeit, in der die Familie in Deutschland ein orthodox-jüdisches Leben führte. Spender war der Maler Friedl ich Len k i, der aus der Familie Marx stammt. Stiftung In seinem Testament bedachte Adolf Amram aus Philadelphia die Jvidsiche Verlags-Gesellschaft von Amerika mit 100.000 Dollar zur Verwendung für begabte Autoren, die ohne Stipendien ihre Bücher nicht schreiben nnd finanzieren könnten. Amram, der 1900 ohne einen Pfennig in die Vereinigten Staaten kam, hat neben seiner erfolgreichen geschäfLichen Tätigkeit des öfteren, kulturelle Institutionen in New York und Washington bedacht. Zur BAR MIZWA unseres Sohnes DANIEL ELIAS die am Sonnabend, den 28. November, um 9 Uhr im Tempel Lamroth Hakol, Florida, Caseros 1450 stattfindet, laden wir hiermit herzlichst alle unsere Freunde ein. BENNO DURST KITTY DURST

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.