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Jüdische Wochenschau · 1964-11-27 · 2092 (27.11.1964) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2092 (27.11.1964)
Date
1964-11-27
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEÏBBEDON 2190 — I? izq. 2a Jèsttafita Jshj&eüicL T E 832613 Ano XXV. BUENOS AIRES, VIERNES 27 DE NOVIEMBRE DE 1964 Nv 2092 Der Triumph der Wenigen Der Charakter eines Volkes, so sagt Max Grunwald, offenbart sich in der Art, wie es seine Peste feiert, insbesondere, wie es sine Siegesfeier begeht. In diesem Sinne ist Chanukka ein ganz spezifisch jüdisches Pest. Es ist ein Denkmal für den Sieg eines friedlichen Bauernvolkes das Jahrhunderte lang ungestört seinen Boden bearbeitet und den Gebrauch der Waffen verlernt hatte, trotzdem aber über einen kriegsgewöhnten, schwer bewaffneten und an Zahl weit überlegenen Feind triumphiert. Das offizielle. jüdische Schrifttum jedqch berichtet nichts von den Schlachten und nichts von den Siegen, nennt nicht einmal den grössten Feldherm dieser Kämpfe, auch nicht die Orte, an denen sie statt, gefunden haben. Nichts sonst erinnert bei uns im Bethaus und in den jüdischen Heimen an jene Siege als ein Licht, das sich acht Tage lang nächtlich um eines vermehrt. Denn wir feiern im Chanukkafest nicht allein die Siege der Makkabäer, sondern vor allem die Wiederaufnahme des Tempeldienstes, das Anzünden der Menora die Symbol des neuen jüdischen Staates geworden ist. Das Chanukkalicht deutet auf den Sinn der Makkabäer-Siege und auf das Mittel und das Geheimnis dieser Erfolge hin: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr“. — Die Makkabäer-Bücher gehören zu den ausserbiblischen Schriften, den Apokryphen, die uns von dem Versuch des mächtigen Königs Antiochus Epiphanes von Syrien berichten, die Juden in die hellenistische Welt einzugliedern. Hiergegen empörten sich die Makkabäer unter der Führung des greisen Priesters Mattatia und seiner fünf Söhne, Joehanan Simon, Juda, Eleasar und Jonatan. Die grosse Masse des Volkes dagegen folgte den Verlockungen der Mächtigen, denen sich die damals Verantwortlichen längst angeschlossen hatten. Ihre Parole lautete, wie im 1. Buch der Makkabäer I, 11 nachzulesen ist: „Lasst uns doch mit den Völkern ringsum einswerden, denn seitdem wir uns von ihnen gesondert haben, hat uns viel Unglück betroffen.“ Die Geschichte der Makvon JEH11DA GOTTHEIMER kabäer ist in den letzten Jahrzehnten stärker ins Be. wusstsein des jüdischen Volkes getreten seitdem der Ruf nach nationaler Renaissance und würdiger Selbstbestimmung immer stärker wurde. Der Kampf der Mak. kabäer wurde zum Vorbild für den Freiheitskampf unseres Volkes in unserer Zeit. Es ist durch vus kein Zufall, dass der Jom Haazmauth nicht der Tag des Sieges über die vielen arabischen Länder ist, die ähnlich den Heeren des Antiochus der kleinen jüdischen Heldenschar an Rüstung und Menschen bei weitem überlegen waren, sondern es ist der Tag, an dem Israel seine Be freiung aus langer Sklaverei festlich und friedlich begeht. Wie einst die jüdischen Chronisten die Namen der Sieger, die Namen des greisen Mattatia und seines Sohnes Juda Hamakkabi nicht nannten, so ist auch heute der Namen des militärischen Kommandanten der Juden im Kampf gegen die arabische Welt nicht bek -nnt. Wie in den fernen Zeiten der Makkabäer so auch heute waren nicht Erfolge der Waffen das Ziel eines blutij gen Kampfes, sondern die Freiheit, die sich das jiidi-! sehe Volk nach so langen; Jahrhunderten in seinem ei. j genen Lande erstreiten woll- ' te. Der Kampf den die Makkabäer austrugen, galt der Erhaltung des jüdischen Volkes und der Bewahrung seines Rechtes, nach seinen eigenen Grundsätzen zu le- I ben. Die Makkabäer wider. j setzten sich der Anbetung ' fremder Götter und rangen; um die Reinheit des Heilig 1 tums in Jerusalem, um die I eigene Gottesvorstellung und ■ um die Weiterfiihrung der j Gesetze, die dieses Volk —; damals wie zu allen Zeiten — von den anderen Völkern! unterschieden. Die Makkabäer verstanden, dass es sich nicht allein darum handeln kann, den äusseren Feind zu sch’a. gen und aus dem Land zu verjagen, sondern den Feind in uns selbst niederzuringen, der jene Tendenz verwirklichen wollte die in diesem; Satz „Lasset uns einswerden i mit den Völkern ringsum“ in die Tat umzusetzen sich an- | schickte. Chanukka schlägt j Jahr für Jahr das Thema ' „Assimilation“ an, zu dem jede Generation von Juden gezwungen ist, Stellung zu nehmen, solange es eine jü- ] dische Galut geben wird.! Assimilation ist in unserer I Zeit jedenfalls ein häufig l völlig falsch verstandener 1 Begriff. Eine natürliche. | wenn man es so ausdriieken i will eine norma’e Anglei- | ehung an jede Gegenwart ist | undiskutierbar. Das Leben 1 bringt verschiedene Wand- | lungen in jeder Epoche mit sich, die sich schon auf die Aeusserlichkeiten unseres! Daseins beziehen. Diese Art J der Assimilation ist nicht ge- | meint, wenn unsere Rabbi. | nen, Gelehrten, Politiker und; Soziologen von dem Assimi- I lationsprozess sprechen. Uej berall dort, wo Assimilation 1 | den Willen bedeutet, ,Jii-! j dischkeit“ zugunsten irgend- I welcher anderer, von uns i | nicht geleugneten Werte auf- I zugeben beginnt die geistige; und religiöse, die ideologi. i I sehe und politische Auseinan-;! dersetzung. Wo Assimilation ' von HORST WiNCKLER Vor einigen Monaten wurde der ehemalige SS-Obersturmbannführer Hans Walter Zech-Nenntwich vom Braunschweiger Schwurgericht wegen Beihilfe zum Mord zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Zwei Tage später war es aus dem Gefängnis verschwunden. Ein Auto stand bereit, das ihn zu einem Flugzeug brachte, das auch auf ihn wartete. So entkam er und konnte sich der ohnehin milden Strafe entziehen. Es ist nicht klar, ob die Schuldigen, die dem ehemaligen SS-Mann zur Flucht aus dem Gefängnis und dann aus Deutschland verhalfen, jemals ernsthaft zur Verantwortung gezogen worden sind. Der Fall hatte grosses Aufsehen erregt. So leicht war es ] also, aus einem Gefängnis zu entweichen, wenn man mir! die richtigen Beziehungen zu ehemaligen .Kameraden“ hatte. 1 Natürlich spielte auch eine Frau eine Rolle, die man als Haushälterin ein anderes Mal als Geliebte bezeichnet«. Der Flüchtling vor der Justiz muss sich in verschiedenen europäischen Ländern aufgehalten haben; er soll auch in Aegypten, dem Paradies für viele Nazis, gewesen sein. Nicht, die deutschen Justizbehörden, sondern die Reporter der deutschen Zeitschrift „Stern“ stöberten den glücklichen Flüchtling irgendwo auf. Sie traten mit iihm in Verhandlungen, sie machten ihm Angebote und sollen ihn auch schliesslich überredet haben nach Deutschland zurückzukehren und sich den Behörden zu stellen. Zech-Nenntwich, zu trauriger' Weltberühmtheit gelangt, entsprach diesen Aufforderungen und erschien eines Tages beim Braunschweiger Staatsanwalt Dr K., der ihn freudig mit Worten begrüsst haben soll: „schön, dass Sie wieder da sind“. Der Staatsanwalt bestreitet diese Begrüssungsformel. Im niedersächsischen Landtag kam es zu einer strengen Kritik am Justizminister dieses deutschen Landes Dr. Arvid von Nottbeck,, der bemerkte,' dass seinen Beamten nur Vorwürfe wegen der Flucht, nicht aber wegen der Rückkehr des Verurteilten gemacht werden dürften. Aber es fiel allgemein auf, dass die Leute vom ..Stern“ bei einer Pressekonferenz eine dominierende Rolle gespielt haben. Die übrige Geschiohte, die mit dem „Stern“ und der Heim., kehr Zeeh-Nenntwichs zusammenhängt, klingt nicht nur wie ein billiger Kriminalroman, sie ist es auch. Wenn man schon verstehen sollte, dass ein Gefangener sich mit Hilfe seines Geldes und seines Einflusses die Möglichkeit verschafft, aus dem i_ _ unter der Parole angestrebt i wird, „Lasset uns doch mit 1; den Völkern ringsum eins- I werden“, setzt der jüdische ’ Widerstand gegen diese An. gleichungstendenaen ein, die > , bei konsequenter Durchführung zur Auflösung des Ju- 1 (Schluss auf Seite 2) Gefängnis — und dazu noch noch zwei Tage nach seiner Aburteilung — zu entfliehen, wie war es dann zusätzlich noch möglich, dass er unerer hat es auch nach einer gewissen Zeit getan. Er hatte also kaum einen Grund, ii’»3r die grüne Grenze zu gehen. Seine Rückkehr ist ebenso gekannt wieder in Deutschland | heimnisvoll wie seine Flucht, einreist nachdem seine Af- PRCZESS GEGEN NAZIMOERDER Tübingen. — Gegen drei ehemalige SS-Leute läuft vor dem Tübinger Gericht ein Prozess. Die An geklagten haben sich wegen Mittäterschaft bei der Ermordung von Häftlin gen im KZ von Stutthof bei Danzig zu verantworten. Es handelt sich um Otto Haupt, der unter der Anklage steht, 900 Gefangene ermordet zu haben Otto Karl, der angeklagt ist, Häftlinge durch Einspritzungen mit Gasolin getötet zu haben und Bernhard Liidike, der an der Erschisssung von 520 Menschen teilgenommen haben soll. Mit grosser Herzlichkeit hat der französische Staatspräsident Charles de Gaulle den transjordanischen König Hussein in Paris empfangen wohin der junge Monarch mit seiner Gattin in einem Sonderflugzeug der französischen Regierung gekommen war. Wie es in den offiziellen Versionen der grossen Nachrichten-Agenturen hiess, wollte Hussein die Sympathien de Gaulles für die „arabische Sache in Palästina“ gewinnen. Als kleines Barometer für das Steigen des französischen Prestiges in der internationalen Politik können die Besuche gelten, die man in den letzten Monaten dem General de Gaul, le abgestattet hat. Nur nebenbei sei darauf hingewiesen, wie sich das europäische Schwergewicht, das nach dem Zweiten Weltkrieg zu nächst nach Grossbritannien, dann nach Deutschland tendierte, ganz eindeutig heute nach Frankreich verlagert hat. Wie verlautbarte, wollte Hussein auch französische Jagdflugzeuge des gleichen Typs kaufen die von der israelischen Verteidigungs. Armee rm Kampfe gegen die räuberischen arabischen Ueberfälle benutzt werden. Ob man sie ihm verkaufte, wird man erst wissen, wenn israelische Jiigei gezwungen sein werden, transjordanische Eindringlinge abzuschiessen. Da es aber an dieser Grenze verhältnismässig ruhig war, wird man abwarten können, ob und welche Erfolge Hussein bei seinen Pariser Bemühungen gehabt hat. Hussein hat diesen Besuch in Paris sicherlich auf Anweisung, bestimmt aber im Einvernehmen mit Nasser gemacht, dessen Schergen den König Hussein vor einigen Jahren abzufangen ver suchten als er sich nach Euvon B. B. SAMUEL ‘ ropa begeben wollte. Der Kommandant des Flugzeuges, I im dem Hussein damals reiste, war gezwungen, seine königliche Last nach Am. man, der transjordanischen Hauptstadt, zurückzubringen. Inzwischen hatte sich Nasser mit Hussein — jedenfalls zeitweise — ausgesöhnt. Deshalb fühlte sich Hussein diesmal bei seiner Begegnung mit de Gaulle äls arabischer Sprecher und Wortführer. Wie man mitteilte, habe der König gewusst, dass er Frankreichs Freundschaft zu Israel nicht erschüttern könne. Offensichtlich hat er es trotzdem versucht. Genaue Einzelheiten wird man jedoch vorerst nicht erfahren. Dass auch de Gaulle ein grosses Interesse daran hat seine Beziehungen zu den zahlreichen arabischen Staa. ten zu verbessern, ist sicher. In allen Ländern und allen Kontinenten versucht der französische Staatschef den Einfluss Frankreichs zu erhöhen, wiederherzustel'en oder aufzunehmen. Seine Fernost-Politik, seine undogmatische Position zu den kommunistischen Ländern, zu China und Rumänien, um nur zwei Beispiele zu nennen, seine Südamerika-Reise und jetzt seine Fiihlungn' hme mit den Arabern sind hinreichende Beweise, wie de Gaulle systematisch die Weltmacht Frankreichs wieder aufbaut. Das Charakteristische in der Situation der arabischen Länder ist deren Unsicher, heit. Dass in Syrien und im Irak in kurzen Abständen eine Regierung der anderen folgt, — wie erst jetzt wieder Kabinettswechsel in Syrien, Irak, Libanon und Sudan, das eng mit der arabischen Welt verbunden ist, vor sich | gingen, unterstreicht, wie ■ wenig stabil die Lage dieser Staaten ist. Die arabischen I Hoffnungen, denen sowohl j Amerikaner wie Engländer als au eil die mit einander stark rivalisierenden Russen und Chinesen weit entgegenkamen haben sich trotz allem nicht erfüllt. Man sucht i nach einer neuen, zwischen! dem Osten und Westen ste. | henden Macht und findet sie im Augenblick in Frankreich, j das sicherlich zum Westen! gehört, aber doch weitgehend I unabhängig von ihm geworden ist. In diesem Sinne ist Hussein die erste Schwalbe, die i noch keine Freundschaft schafft, aber den Weg bahnt, i um zu einem für die Araber , neuen Ergebnis zu gelangen.! Heute müssen die Araber damit rechnen, dass sie mit ih. ren anti-israelischen Forderungen in Paris auf taube Ohren stossen werden. Aber die politischen Konstellationen sind einer ständigen j Entwicklung unterworfen de.; ren Folge mitunter auch die j Aenderung von Standpunk- ' ten, Freundschaften. Pakten , und Positionen ist. Dass alle Beteiligten dies wissen, darf man als sicher unterstellen Unter solchen Bedingungen erscheint es das Gegebene dass der Gaulle oder seine Beauftragten den Versuch ei- | ner Vermittlung übernehmen, um eine Bresche gegen die I arabische UnVersöhnlichkeit ’ zu schlagen. Gewiss weiss man auf jüdischer Seite dass ein grosser Unterschied zwischen Freundschaft und | Mittlerschaft besteht. Mitt- 1 lerschaft müsste wenigstens | zeitweise zu einer Neutralisie- , rung der Freundschaft fiih.! ren. Ob das wünschenswert I Ist, müsste genau geprüft! werden. | Siclier ist, dass eine Inter- 1 vention de Gaulies im israe- 1 Usch.arabischen Konflikt zu Nach einer anderen Version hat Zech-Nenntwich in der Villa Einsiedel in Rena, gen gev/ohnt, wo er auch von den „Stern“-Reportern besucht worden ist. Warum haben diese Journalisten nicht , , , . . _ sofort Anzeige erstattet? gelassen obwohl jeder Pass- | statt dessen wurden Verkontrollbeamte diesen Namen i handlu über eine Heirat kennen musste. Warum ist; des verurteilten mit seiner Fluchthelferin in Schottland geführt, wohin man ihn bringen wollte, wenn er damit i einverständen ist, dass der „Stern“ die Bilder seiner — | Hochzeit veröffentlicht. Das einer Entspannung führen wäre allerdings eine Sensakönpte. Die Verhärtung der ] tion gewesen, wenn „Stern“ färe wochenlang alle Zeitun. gen beschäftigt hatte. Jeder Tourist, überhaupt jeder, der die deutsche Grenze überschreitet, wird kontrolliert, einen Zech-Nenntwich aber hat man ohne weiteres durchdieser Mann bei seiner Grenziibersohreitung nicht verhaftet worden? Der verurteilte SS-Mann wollte sich doch stellen, und zu einem guten Teil konstruierten — Gegensätze bildet eine spürbare Belastung der internationalen Politik, die gewiss von den Kommu. nisten eine Zeit hindurch geschürt wurde heute aber allgemein als überflüssig empfunden wird. Die Grenzzwischenfälle zwischen Syrien und Israel bieten einen Anlass, das Ge. sprach zu beginnen, das sicherlich bereits irgendwo aufgenommen worden ist, worüber jedoch die Oeffentlich. keit nicht unterrichtet wurde. Viele Menschen aller Völker die Bilder des wegen Beihilfe! zum Mord verurteilten SS-; Mannes von dessen Hochzeit j in Schottland hätte veröfj fenthoben können. Erst als i die Kreise sich um Zechj Nenntwich und seinen Ver-! steck enger zogen, hat er es j für richtig gehalten, nach I Braunschweig zurückzufahren. Alles an dieser Affäre ist undurchsichtig. Das, was in der Oeffentlichkeit a!s eine schlechte Posse oder als Justiz-Komödie erscheint, ist in Wahrheit äusserst traurig und wirft ein erschütterndes sind heute aufgeschlossener; Licht auf die Haltung der Beals vorher, auf ein Wort de Gaulles zu hören, vor allem dann, wenn es ein Wort zum Frieden sein wird. — hörden, die allerdings nur dann nachlässig ist, wenn es sich um die Aburteilung von Ehemaligen handelt. Absage an Antisemitismus Johannesburg. — Eine Erklärung, in der die Ablehnung des Antisemitismus in Südafrika bestätigt und das Versprechen geleistet wird, dass die Holländische Reformkirche niemals den Antisemitismus unterstiit. zen wird, wurde dem südafrikanischen Board of Deputies durch die Synode dieser Kirche übermittelt. Das schreiben an die jüdische Organis :tion ist die Antwort auf einen Protest, den der Board of Deputies gegen die inoffizielle kirchliche Publikation „Anticom“ erhob weil diese einen Artikel über die Beziehungen der Juden in Südafrika und in der Welt mit dem Kommunismus veröffentlichte. „Die Juden Südafrikas gemessen die gleiche Frei heit wie alle anderen Bürger in unserem demokratischen Land, und die Holländische Reformkirche wird niemals den Antisemitismus unterstützen und nichts verlautbaren oder tun, um den Antisemiten M terial in die Hände zu spielen“, heisst es in dem erwähnten Schreiben. Die Synode billigte auch die Haltung des Board der die politische Agitation und Gewalt ver urteilt, und sagte zu, dass sie von den Herausgebern des „Anticom“ Auskunft verlangen werde, und die erhaltene Information dem Board mitzuteilen beabsichtige. (ITA)

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