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Jüdische Wochenschau · 1964-11-20 · 2091 (20.11.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2091 (20.11.1964)
Date
1964-11-20
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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i — viernes, 30 de Noviembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — N* 209Ï fien** Ereignisse der Kinus des Waad Hakehilot Woche Die 7. Konvention (Kinus) des Waad Hakehilot (Federación Argentina de Comunidades Israelitas Argentinas) 'Wurde in dieser Woche durchgeiührt. Die Delegierten von 80 jüdischen Gemeinden au. serhalb von Buenos Aires haben an diesem Kongress teügenommen während Buenos Aires durch die AMIA, die grosse Kehilla vertreten war, in deren Reihen wiederum Delegierte der verschiedenen bonaerenser Gemeinden eingeschlossen waren. Der Kongress begann mit einer Gedenkstunde am Monument der Märtyrer in Ta. blada. Die feierliche Eröffnung fand im überfüllten Saal der AMIA mit dem Absingen der Nationalhymnen in Anwesenheit von Delegierten ausländischer Gemeinden, der Repräsentanten der zentralen Organisationen und in Anweeenheit des israelischen Bot. schafters und seiner Mitarbeiter statt. Einleitend sprachen der neue Rabbiner der AMIA, Dr. Blum, der früher in Chile gelebt hat, sowie der Sekretär der AMIA. Dr. León IPodhorzer, der israelische Botschafter, General Josef Avidar, der Vorsitzende der lateinamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Moisés Goldman. Eodann ergriff im Namen der DAIA und des Zionistischen Zentralrates der Präsident der Zionistischen Organisation, Herr Emilio Gutkin, das Wort. sehen Judentums, das mit den ersten Pionieren und später mit der Schaffung der Jüdischen Zeitung die Grundlage für den Aufbau und den Fortschritt gelegt haben. Die argentinische Judenheit fühlt sich, getreu den Grundsätzen des Jüdischen Weltkongresses, als ein untrennbarer Bestandteil des ganzen jüdischen Volkes. Das argentinische Judentum setzt bewusst die Kette der Generationen fort und kämpft entschlossen für die Einheit und die Identifizierung mit dem jüdischen Volk. Jeder würdige Jude empfindet einen Angriff gegen eine andere Judenheit als schmerzlich Unsere Solidarität mit Israel ist nicht eine einfache Frage des Zionismus, sondern eine Angelegenheit jüdischer Würde und der Bewährung unseres jüdischen Lebens. Fainguersch unterstrich die Leistungen der argentinisch jüdischen Gemeinschaft, deren Erfolge für andere Juden. heiten beispielhaft sein könnten. Die argentinische Judenheit ist auf der Grundlage freiwilliger Mitarbeiter organisiert, durch welche sie einen volkstümlichen Charakter erhält. i bensgebieten durchgeführt werden und die argentinische Judenheit ein fester Bestandteil des alten und wieder hergestellten jüdischen Volkes sei und bleibe. — Die Konventio Der Vorstand der Jüdi- Bchen Gemeinde in Montevideo und Präsident des dortigen Zentral.Comites Herr Jaime Balter, begrüsste den Kongress. Zum Abschluss der Eröffnungs - Veranstaltung sprach dann der Präsident der AMIA, der auch gleichzeitig Präsident des Waad Hakehilot ist, Herr Gregorio Fainguersch. Die Rede von Fainguersch Fainguersch wies in seiner gross angelegten Eröffnungsrede auf zwei bedeutsame Ereignisse im Leben der argentinischen Juden hin: Auf die Feiern des 75. Jahrestages des Beginns der jüdischen Kolonisation in Argentinien sowie auf das 50jährige Bestehen der Jiddischen Zeitung. Diese beiden Ereignisse stehen am Anfang der Entwicklung des argentini- Der Präsident ging dann auch auf Fragen der Erziehung, der Kultur und der jüdischen Traditio]) ein. Er forderte Verständnis für die neue Generation, wenn sie nicht ohne weiteres mechanisch alles das, was vorher geschaffen wurde, übernehmen will, und wies auf den Entwicklungsprozess hin, der immer neue Gesichtspunkte und immer neue Probleme schafft. Es sei durchaus nicht ausreichend, sich lediglich auf ein „emotionelles Judentum“ zu stützen und nur ein sentimentales jüdisches leben zu führen. Man muss danach trachten, den jüdischen Geist zu durchdringen und die jüdische Berufung in ihrem vollen Umfang zu verstehen. Die schöpferische Un. ruhe vieler Generationen auf kulturellem Gebiet müsse sich auf uns und die kommende Generation übertragen. Das argentinische Judentum würde nicht gestatten, dass irgendwelche Strömungen die Einheit gefährden. Die Föderation der Jüdischen Gemeinden Argentiniens wird ihre Kräfte darauf konzentrieren damit die ihr zufallenden’ Aufgaben der jüdischen Arbeit auf allen Le- Kindler-Taschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 44/45: WILHELM v. SCHRAMM, Aufstand der Generale (Der 20 Juli in Paris) Nr. 46: MARQUIS DE SADE: Verbrechen der Liebe (Ausgewählte Erzählungen) Nr. 47: LEONHARD FRANK: Bruder und Schwester (Roman) Nr. 48: Nach dem Tau weiter, Neueste Russische Erzählungen. Nr. 49: ALDOUS HUXLEY: Affe und Wesen, Roman Nr. 50/51: RXJMBR GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun. Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval, Merkwürdi ge Rechtsfäll .e Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch olle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Der 7. Kinus beschäftigte sich in seinen Arbeitssitzungen mit den Berichten, die vom Generalsekretär, Dr. Podhorzer, und dem Schatzmeister Alter Hirsch abgegeben wurden. Sie behandelte kulturelle Probleme aufgrund eines besonderen Referats, das Herr Professor Lazaro Schallman gehalten hat. Bemerkenswert ist auch eine Rede des Präsidenten der DAIA. Dr. Isaac Goldenberg, über die speziellen politischen Probleme. Weitere Referate wurden u. a. von Mark Turkow Dr. León Dujovue und Dr. Kamenszain gehalten. Der Vatikan und die Juden Rom. — Eine vollständig revidierte und mit einem neuen Titel versehene Version der Erklärung des Kirchenkonzils über die Beziehungen der Katholiken zu den Juden, die in weit stärkerer Ausdrücken als das Original gehalten ist, wurde nunmehr aufgesetzt un<j soll noch in dieser Woche an die 2.500 Prälaten zur Verteilung gelangen, wie die nordamerikanischen Bischöfe in einer Pressekonferenz ankündigten. Das neue Dokument heisst nach Aussage eines Mitglieds des Sekretariats für die Einheit der Christen: „Eine Erklärung über die Beziehungen der Katholiken mit den nichtchristlichen Religionen“. Der über die Ju den handelnde Teil der neuen Deklaration scheint, wie dieser Gewährsmann mitteilte, „noch viel energischer als die erste Version zu sein.“ Da jedoch vor Schluss des Konzils am 21. November noch eine grosse Zahl von Dokumenten zur Beratung vorliegt, so nimmt man an. dass die Abstimmung nur zu einer „Annahme unter Vorbehalt“ führen dürfte und mit einer definitiven Approbation erst auf der vierten Tagung des Oekumenisehen Konzils im Jahre 1966 gerechnet werden kann. (ITA) Die Verhandlungen erstreckten sich über mehrere Tage. ORT.Kurse für Elektronik Am Sonntag, den 22. November, um 10 Uhr wird die Technische ORT-Schule in ihrem Sitz in der Yatay 240 offiziell die Kurse für höhere Elektronik einweihen, die schon seit einigen Monaten stattfinden. Die argentinische Zweigstelle der ORT unterhält seit über 25 Jahren eine Gewerbeschule, in der jüdische Jugendliche in handwerklichen oder technischen Berufen ausgebildet werden. Die Nachmittagskurse für Radiotechniker sind dem offiziellen Schulwesen angegliedert. Ferner werden Abendkurse für Radiotechnik und Television für Erwachsene abgehalten. Für die Kurse in höherer Elektronik wurde eine moderne Apparatur aus USA mithilfe der Welt-ORT angeschafft, die ähnliche Institute in über 20 ländern, so in Frankreich, Israel, Polen, Marokko, Iran, Brasilien und in der Schweiz unterhält. Die argentinische ORT besitzt auch in der Provinz Entre Rios eine Schule für Agromechanik in Dominguez und Berufsschulen für Frauen in der gleichen Ortschaft wie auch in Clara. Zu der Einweihung der Kurse für höhere Elektronik ergingen Einladungen an hohe Staatsbeamte, Deputierte und das Ministerium für Erziehung, sowie an den Israel- Botschafter in Argentinien und Repräsentanten der jüdischen Gemeinschaft im Lande. diese offensichtlich für die nichtjüdische Welt bestimmten Erklärungen überhaupt notwendig waren, bleibt unverständlich. Niemals wäre ein rabbinisches Schweigen missverstanden worden. Auf den Streit zwischen der Congregación und dem Mundo Israelita, der spanisch geschriebenen Wochenschrift, die von Herrn Prof. Dujovne geleitet wird, wollen wir nicht näher eingehen, wenn man sich auch nicht ganz des Eindrucks erwehren kann, dass ein vorgenommener Themawechsel einen peinlichen Eindruck hervorrufen musste. Wir nehmen nicht an dass von irgendeiner Seite böse Absichten gehegt werden. Sowohl Rabbiner Schlesinger wie der Gemeindevorsitzende Dr. Israel Etlis sind dem Zionismus stets eng verbunden gewesen, sodass es ausgeschlossen erscheint, dass sie sich jetzt plötzlich vom Zionimus oder dessen politischer Organisation distanren wollten. Dies wäre ein geradezu lächerliches und groteskes Unterfangen, denn es gibt kein Judentum ohne Zionismus! Sefardische Gemeinde Die Asociación Comunidad Sefardí de Buenos Aires beging ihr fünfzigjähriges Bestehen. In einer kleinen Broschüre wurde Rechenschaft über die geleistete Arbeit und das Erreichte abgelegt. — Neue Dokumente gefunden Eine Kontroverse Der tschechoslowakische Innenminister S-trougal hat jetzt in Prag Einzelheiten über deutsche Dokumente aus der Kriegszeit bekanntgegeben, die kürzlich im „Schwarzen See“ in Südböhmen gefunden worden waren. Unter anderem wurde in versenkten Kisten der Briefwechsel zwischen Hermann Göring und dem SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich über die „Endlösung der Judenfrage“ geborgen. In einem Schreiben Görings vom Juli 1941 wird Heydrich mit der gesamten Planung und Vorbereitung der „Endlüsung“ beauftragt. Unter dem Datum vom 25. Januar 1942 teilte Heydrich iich unglückliche dem Generalgouverneur in Polen, Hans Frank, mit, dass die vorbereitenden Arbeiten bereits liefen. Acht Monate später meldete Frank in einem ebenfalls sichergestellten Brief an das Reichssicherheitshauptamt, dass in Theresienstadt in Nordböhmen bereits 43.000 Juden zusammengezogen worden seien und weitere 26.000 erwartet würden. In den Kisten fand man auch einen von Wehrmachts-, SS- und Abwehroffizieren ausgearbeiteten Plan für einen Ueberfall auf die Stabsquartiere der in Italien operierenden fünften und achten amerikanischen Armeen in der Nacht zum 9. März 1944. Ob das Unternehmen, das das Kennwort „Operation Anzio“ trug, abgesagt wurde oder scheiterte geht aus den Schriftstücken nicht hervor. Aus den Dokumenten geht nach einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK weiter hervor, dass der deutsche Geheimdienst im Widerspruch zum deutsch-italienischen Freundschafts- und Beistandsvertrag in Italien tätig war und zum B-.ispiel Aussenminister Ciano „beschattete“. Ausserdem seien Beweise dafür gefunden worden, dass die NSDAP eine Sonderkommission ins Leben gerufen habe mit dem Ziel, „die Geschichte der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Dollfuss im Jahr 1934 und der Zeit vor dem .Anschluss“ im Jahr 1938 zu fälschen“. Strougal teilte mit, dass man auch Informationen über Agenten und V-Männer des SD und der Gestapo gefunden habe, dit man jedoch „aus Sicherheitsgründen“ jetzt noch nicht veröffentlichen könne. Die Auswertung der Dokumente gehe weiter. Eine Koncroverse ist über das Verhalten des Herrn Rabbiners Dr. Guillermo Schlesinger und die Haltung der Congregación Israelita de la República Argentina über uns hereingebrochen, obwohl die jüdische Kollektivität nichts notwendiger benötigt als inneren Frieden. Die Spannungen, die wir in der Hoffnung nicht erwähnten dass sie eines Tages in vernünftiger Weise beigelegt werden würden, sind inzwischen von der jüdischen Presse übernommen worden, sodass wir unsere Leser ebenfalls kurz informieren wollen. Den Anfang bildeten reich- Ftormulie. ¡ rungen, die von Herrn Rabbiner Dr. Guillermo Schlesinger in einer öffentlichen Bekanntmachung gebraucht worden sind. Zwar versicherte Herr Dr. Schlesinger, was ihm auch ohne weiteres geglaubt werden kann, er habe es nicht so gemeint, wie es interpretiert wurde. Wozu Was not tut In Krisenzeiten, — und wir leben in Argentinien in einer schweren Krise der jüdischen Existenz —, tut EINIGKEIT not. Für Einzelgänger ist kein Platz. Gewiss ist es schwer uns Juden alle auf einen Nenner, auf eine Linie und unter einen organisatorischen ,Hut‘ zu bringen. Unwillkürlich denkt man an den Stoss.Seufzer Chaim Weizmanns, dem Truman zur Wahl des Präsidenten Israels gratulierte. Weizmann stöhnte über die ihm bevorstehende schwere Aufgabe, aber Truman wollte ihn trösten und wies daraui hin, dass er, Weizmann, nur der Präsident von 600.000 Menschen sei, er, Truman, aber über viele Millionen regieren müsse.. Worauf Weizmann ihm sagte: Vergessen Sie nicht, dass ich der Präsident von 600.000 Präsidenten sein muss. Gewiss glaubt jeder, er kann es besser machen. Aber er glaubt es nur, und so kommt es zu Missverständnissen, zu Berichtigungen, Entschuldigungen und Kontroversen, zu Schauspielen, die alles andere als angenehm sind. Was not tut, ist, dass alle Disziplin wahren auch diejenigen, die glauben, dass sie (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDER VERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Bueno* Airee, llep Argentina EPHRAIM KISH0N: ARCA DE NOE Ein geeignetes Geschenk für jeden Freund ist dieses neue Buch des anerkannten israelischen Humoristen. EDITORIAL CANDELABRO — PASTEUR 341 Unsere liebe Mutter und Schwiegermutter, Frau g CAEC1LIE (ZIREL) STERN geb. PARISER hat uns am 14. November 1964 im Alter von 91 Jahren für immer verlassen. ERNESTO STERN und Fiavr MARGARETE LEVY geb. STERN (London) Auf Wunsch der Entschlafenen hat die Beerdigung in aller Stille sfatfgefunden. L U A C H (KALENDER) 15. Kislew 16. Kislew -XXXVI 43 Freitag, den 20. November Sonnabend, den 21. November Parschat WAYISCHLACH 1. B.M. XXXII 3 Haftara Ovadia II — 21 Sonntag, den 22. November Montag, den 23. November Dienstag, den 24. November Mittwoch, der 25. November Donnerstag, den 26. November Freitag, den 27. November Sonnabend, den 28. November Parschat WAYESCHEW 1. B. M. XXXVII 1 Haftara Arnos II 6 — III 8 Neumondankündigung TEWKT Sonntag, den 29. November 24. Kislew Entzünden des 1. Chanukka-Lichtes Montag, den 30. November 25. Kislew 1. Tag CHANUKKA Dienstag, den 1. Dezember 26. KisJew 2. Tag CHANUKKA 17. Kislew 18. Kislew 19. Kislew 20. Kislew 21. Kislew 22. Kislew 23. Kislew — XL 23 Erst. Hütet* sus, Statist durcto nach 6. í Tatsi des jato Beta liehe bete fite Es der sehen männ junge bei im schien Katef lieh: ler m sehen als ßpraci sprech Prauei 1955 ten, Zur biege Aral für deren nicht braue! die rer rend seine t* — Hintei rer 3948- Verm: von statt Anwa< von uäms Die ebene Bevöli dem susaj bedien sprach ist aul sanier sent a Spred Nieder gelt ( Sehwe Al

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