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Jüdische Wochenschau · 1964-11-20 · 2091 (20.11.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2091 (20.11.1964)
Date
1964-11-20
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Viernes, 20 de Noviembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. _ N* 2091 Aufregende Diskussion (Schluss von Seite 1) gierung. die vor .Andersgläubigen“ vollen Respekt besitzt und die Demokratie mit ihrer Freiheit für die religiösen Gefühle und Bekenntnisse aller Bürger, mögen sie zur Mn jorität gehören oder nicht, bis in die letzten Konsequenzen ernst nimmt. Im Angesicht dieser Tatsache dürfte es ungerecht sein. wenn Kardinal Ruffini das Konzil glaubt ermuntern zu müssen, von den Juden zu verlangen, keinen Hass gegen Christen zu empfinden. In diesem Zusammenhang muss aber noch auf eine andere Disposition des Staates Israel hingewiesen werden, der den Bau einer der grössten Kirchen, die es überhaupt im Orient gibt, mitfinanziert. Wenn man die Juden als Glaubensgemeinschaft hinstellt, so dürfte die Frage berechtigt sein zu welchem Tempel- oder Synagogenbau die Kirche jemals beigetragen habe. Wie dem auch sei, ist der Fakt, dass der Staat Israel zu diesem Kirchenbau in Nazaret beiträgt, ein Beweis mehr dafür, dass von einer Diskrimmierung oder einem Hass gegen die Christen auf jüdischer Seite nicht gesprochen werden kann und darf. Mit solchen Behauptun. gen werden neue Legenden gebildet, die nicht dem Ausgleich zwischen den Andersgläubigen dienen, sondern nur neue Gegensätzlichkeiten zu schaffen geeignet sind. Mit dieser Bemerkung über den angeblichen Hass der Juden gegen die Christen gab sich Kardinal Ruffini jedoch noch nicht zufrieden. Er sagte weiterhin: „Die Geringschätzung Israels <gegenüber den Christen) hat sich ständig erhalten, unveränderlich, und ausserdem haben sie immer ihre Hilfe der Freimaurerei geliehen, deren verbissener Kampf gegen die Katholische Kirche ohne Unterlass Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1« faq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeit CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. 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Wenn man diese Formel wörtlich nimmt, ist die Freimaurerei gegen alle Religionen, oder besser gesagt, gegen keine, jedenfalls keine bestimmte gerichtet. Die Behauptung, die Juden hätten die Freimaurerei verbissen in ihrem erbitterten Kampf gegen die Katholische Kirche unterstützt, wird ebenfalls durch keine konkrete Tatsache bewiesen. Eine Auseinandersetzung gegen diesen unmotvierten Angriff gegen „Juden und Freimaurer“ ist deswegen überflüssig. Festzustellen bleibt nur, dass durch solche unbewiesenen Thesen Gegensätze geschaffen oder vertieft werden, die man beseitigen wollte. Gegen den Kardinal trat ein anderer kirchlicher Würdenträger, der Bischof von Cuernavaca (Mexiko) mit überraschend scharfen Worten auf, der die Ausfälle gegen die Juden geisselte. „Ich habe den bekannten und abgegriffenen Refrain aus dem Mund eines bedeutenden Interpreten vernommen, der es verdient, zu der Kategorie jener gezählt zu werden, die auf die robusten Schultern der Juden und die Geheimnisse der Freimaurer alle Ue. bel dieser Welt abwälzen wollen“... Diese Worte sind klar; man braucht ihnen nichts hinzuzufügen. Die Juden dürften kerne weitere Veranlassung haben, zu diesem internen Problem der Küche und ihres Konzüs Stellung zu nehmen solange die Diskussion nicht beendet ist. Soweit es sich jedoch um Formulierungen handelt, die nur deswegen gesucht worden sind, um eine einheitliche Linie der Katholischen Kirche nach aussen hin zu demonstrieren, die aber in ihrem Kern an der bisherigen Stellung und Sachlage nichts ändern, dürften wir nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht haben, uns von solchen, von ei. JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdeckec * TaJliebeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Hand- und Maschinen Stickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 nigen Kirchenvätern sicherlich gut gemeinten, in ihren Konsequenzen aber nachteiligen Formulierungen zu distanzieren. Zu diesen ausweichenden Thesen gehört nicht nur diejenige, durch welche die Juden von heute vom Gottesmord freigesprochen werden sollen. Gewiss haben die Juden keine Möglichkeit der Einflussnahme, ob solche Beschlüsse gefasst werden oder nicht. Dagegen können sie mit aller Klarheit feststellen dass durch diese Formeln nur altes Unrecht konserviert wird. Wie weit die Umformulierungen gehen, zeigt eine andere Resolution oder ein Paragraph der allgemeinen Beschlussfassung in der Frage der kirchlichen Haltung gegenüber dem jüdischen Volk. So heisst es u. a. in der ersten Fassung: „Die Katholische Krche bedauert und verurtelt den Hass gegen die Juden und deren Verfolgung...“ — Die neue Fassung lautet demgegenüber: „Die Katholische Kirche bedauert und verurteilt den Hass und die Belästigungen gegen die Juden mit einem mütterlichen Gefühl“. — Wie kann man im Angesicht dessen, was Jahrhunderte hindurch geschehen ist, von „Belästigungen“ sprechen? Soll man die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes in der christlichen Welt wiederholen, die doch den kirchlichen Würdenträgern mindestens so gut bekannt ist, wie uns selbst? Offensichtlich w'ar den Konzilteilnehmern selbst bei dieser Abänderung des Textes nicht recht wohl, und sie traten in eine philologische Untersuchung der Bedeutung der Wörter „vexatio“ und „persecutio“ ein, um dann zu der Auffassung zu gelangen, dass Cicero diese beiden Wörter als gleichlautende Begriffe ohne Unterschied in ihrer Bedeutung benutzte, ... allerdings in den Beziehungen zwischen Eheleuten was der Vollständigkeit halber hinzugefügt sei. An dieser Stelle griff Monsignore Edmund Nowicki, Bischof in Danzig, in die Debatte ein und erklärte: „Cicero hin oder her, ich bitte anzuerkennen, dass vexatio weniger zum Ausdruck bringt als persecutio“. Durch den Begriff der vexatio werde so sagte Monsignore Nowicki, das Leben unter der ständigen Bedrohung mit Folterungen keineswegs gekennzeichnet. „Lassen wir ruhig Cicero beiseite und zitieren wir das Matthäus-Evangelium, wo von jedem Gläubigen verlangt wird, ein ganzer Anhänger Christi und nicht Ciceros zu sein.“ Auch dieser Teil der Debat- M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS dip!. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2U37 4» B. 46-1716 und 48 2124 Gerstenmaier and Nasser Bonn. — Der Präsident des deutschen Bundestages Dr. Eugen Gersteiunaier, wird Ende dieses Monats nach Kairo reisen, um dort mit Nasser und hohen ägyptischen Funktionären zusammenzutreffen. Gerstenmaier ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der herrschenden Partei in Deutschland, der CDU, und wie es heisst, ist ihm eine „Friedensmission“ übertragen worden. Er soll Nasser die Haltung Westdeutschlands zu Israel erklären und der VAR eine verstärkte wirtschaftliche und technische Hilfe verspreohen für den Fall, dass Aegypten davon Abstand nimmt, das ostdeutsche Regime anzuerkennen. Wie erinnerlich, drohen die Araber immer wieder, die von den Sowjets kontrollierte ostdeutsche Zone anerkennen zu wollen, falls Westdeutschland seine Beziehungen mit Israel noch enger gestalten sollte. (ITA) Verhandlungen zwischen Parteien Tel Aviv. — Expremierminister David Ben Gurion kündigte seinen Rücktritt aus dem Zentralcomite der Mapai an nachdem diese Partei in einer Abstimmung den Vorschlag des Ministerpräsidenten Levi Eshkol angenommen hatte, eine Annäherung an die Achdut Awo. da zu suchen und daher während der Dauer der Sitzungsperiode über David Ben Gurions Vorschlag, das Wahlgesetz zu reformieren, nicht in Beratungen einzutreten. Be. kanntlich setzt sich Ben Gute wirft ein Licht auf die Uneinigkeit in den kirchlichen Reihen bei der Behandlung der Judenfrage. Offensichtlich ist die Zeit noch nicht gekommen, wo die Katholische Kirche die Kraft hat, Fehler der Vergangenheit einzugestehen und den Juden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Es kann nicht verwundern, dass diese Diskussionen auch in unseren Reihen eine gewisse Verwirrung hervorrufen. Man antizipiert das, was man gern verwirklicht sehen möchte. Wir Juden wären sehr zufrieden, wenn endlich anerkannt würde, dass diese alten Doktrinen überholt, abwegig oder irrtümlich sind. Aber die Kirche ist offensichtlich noch immer nicht gewillt, dies anzuerkennen wenn auch in ihren Reihen viele mutige und die Wahrheit liebende Männer aufgestanden sind, die hierfür plädieren. Vor uns steht die Frage, ob und was von unserer Seite zu geschehen hat. Das ist ein ernstes Problem, das nicht von einem einzelnen Juden geklärt werden kann, sondern eine einheitliche Stellungnahme der Verantwortlichen erfordert. Denn es geht um eine Sache, die alle Juden betrifft und nicht nur einzelne. Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 rion schon seit langem für eine Aenderung des israelischen Wahlsystems ein, um es ähnlich wie das in England und den Vereinigten Staaten geltende zu gestalten. Der Sekretär der Mapai, Reuben Barkatt, gab der Hoffnung Ausdruck, dass Ben Gurion seinen Entschluss revidieren werde. Die Abstimmung über die Annäherung mit der Achdut Awoda ergab 182 zu 8 Stimmen bei 25 Stimmenthaltungen und eröffnet somit beiden Parteien die Möglichkeit, bei den nächsten Wahlen für das Parlament und die Stadtverwaltung sowie für die Histadrut eine gemeinsame Kandidatenliste aufzustellen, in der die Mapai allerdings eine starke Mehrheit haben soll. Ein Versuch des Minister für Wohnungsbau und Entwicklung, Josef Almogi, eine Resolution durchzusetzen, dass die Frage der Reform des Wahlgesetzes an eine Parteikonvention verwiesen werden solle, wurde mit 109 zu 51 Stimmen bei 18 Stimmenthaltungen abgewiesen. Wie es heisst bereitet Ben LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800,— jährl. Antisemiten in Südafrika Johannesburg. — Seit kup. zem erscheint eine antisemitische Publikation, deren angeblicher Zweck der Kampf gegen den Kommunismus ist und von einer dem Verband afrikanischer Kirchen angeschlossenen Organisation herausgegeben wirdi Sie heisst „Antikom“. Zwei bekannte Persönlichkeiten die an leitender stelle der Holländischen Reformkirche angehören, S. J. Ma« rais Steyn und Etienne Ma. lan, haben sich an die kirchlichen Behörden mit dem Ersuchen gewandt, eine klare Position zu beziehen, falls es sich bei diesen Verleumdungen um nicht autorisierte Meinungen handele. So behauptete das Blatt u. a„ Le. nin sei Jude gewesen. (ITA) Gurion einen Einspruch gegen den Beschluss des Zentralcomites vor. Während der siebenstündigen Sitzung, auf der 20 Mit. glieder der Parteileitung da« Wort ergriffen, forderte Ben Gurion die Bekanntgabe aller Einzelheiten der Abmachung über die Annäherung1 der beiden Parteien. Ministerpräsident Levi Eshkol verlas jedoch nur Auszüge aus diesem Abkommen. (ITA) Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiología — Hospital Fernández ELECTROCARDIOGRAMME CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDE! Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. T. E. 44-9493 u. 44-1542 SANTA FE 1391 BÉÉtiliÉnfaMiiiiowioaÉiiliiMiaiiiaiÉÉtiiiiÉÉlMÉÍÉii1 I iriiirtr«mruiii

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