Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1964-11-13 · 2090 (13.11.1964) · p. [Seite 5]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2090 (13.11.1964)
Date
1964-11-13
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9614256-9614719--3601-9614724
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Vier ne», 13 de Noviembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2090 — 5 Ff^iirniccp iW Wnrhp Neues vom Leo-Baeck-Institut B il lylHUI tfV fl JL'W I | hiess die von dem (Anfang New Yorker Arbeiiszenuum O n, sehlomo 1 Velgen Jahres in Tel Aviv des L.B.I. herausgegebenen (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) die gebührende Antwort er. teilt hat. In dem gleichen Communi qué wird an Worte des argentinischen Vizepräsidenten Dr. Carlos H. Perette erinnert, der die offene Ablehnung der Regierung gegen die rassische Diskriminierung erklärt und alle fortschrittlichen Kreise zum Kampf für ein freies und souveränes Land zur Stützung dieser Position aufgefordert hat. Schliesslich wird die endgültige Auflösung der sich unter Namen wie Tacuara und Guardia Restauradora getarnten nazi-faschistischen Banden gefordert, die heute nicht nur gegen die Juden sondern gegen die freiheitlichen Kräfte im Lande ungestraft ihre Attentate verüben dürfen. Der Golden Age Club unternahm mit seinen Mitgliedern am 2. November, einer Einladung der Asociación Filantrópica Israelita Folge leistend, einen Ausflug in das Elternheim nach San Miguel. Sehnsüchtig wurden die Ankommenden bereits am Eingang von vielen Insassen des Heimes erwartet. Eäne reiche Kaffeetafel zeugte von der herzlichen Gastfreundschaft, die dem Golden Agen Club zuteil wurde. Den Gästen wurde eine doppelte Begrüssung zuteil. Einmal durch den Chor des Heims, von Frau Loeb geleitet, und durch herzliche Wor. te im Namen der Asociación Filantrópica Israelita von FVau Jacoby, die allen Anwesenden einen angenehmen Nachmittag wünschte. Ihr dankte die Vorsitzende des Golden Age Club und gab ihrer Freude Ausdruck, dass eine schöne Harmonie das Elternheim mit dem Golden Age Club verbindet. Im Anschluss an die Kaf. feetafel begab man sich in den Gesellschaftsraum, wo ein geschmackvoll zusammen gestelltes Programm die An wesenden bestens unterhielt. Darauf begab man sich wieder in den Garten, um noch ein kleines Plauderstiind chen mit Freunden zu verleben, und hochbefriedigt wurde der Heimweg angetreten. Der Golden Age Club, der nun sechs Jahre besteht, hat sich zum Ziel gesetzt, seine Mitglieder und Gäste regelmässig zweimal monatlich zusammenzuführen. um ihnen bei einer gemütlichen Teestunde, durch Unterhaltung, kulturelle Darbietungen in Wort, Musik und Gesang angenehme Stunden zu berei- Araber zur Wahl Johnsons New' York. — Die ,.New York Times“ beshreibt die arabische Reaktion auf die Wahlen in USA und berichtet, dass die arabische Presse den Sieg Johnsons als „das kleinere Uebel“ bezeichnet«. Nach Ansicht der „Times“ ist Goldwater den Arabern äusserst unsympathisch, weil sie ihn „als pro-israelischer als Johnson“ ansehen. (ITA) ten. Darüber hinaus wurden Freunde gefunden, Freundschaften erhalten und vertieft, und diesem Ziel ist er bis heute treu geblieben. Audienz beim Innenminister Eine Delegation von Parlamentariern und im öffentlichen Leben stehenden Persönlichkeiten, an deren Spitze der Deputierte Juan Antonio Solari stand, wurde beim Innenminister vorstellig, um die Ergreifung konkreter Massnahmen zur Unterdrückung „totalitärer und antidemokratischer Aktivitäten“ zu verlangen. In ihrer Unterhaltung mit Dr. Palmero forderten sie die strikte Anwendung des im vergangenen Jahr erlassenen Dekrets, durch das die Auflösung extremistischer Gruppen, wie Tacuara und Guardia Nacionalista Restauradora, angeordnet wird, und das bis heute noch in Kraft ist. Im weiteren ersuchten die Delegierten den Innenmini¬ DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER «4 ADenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO* BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 ster, die Aktivitäten geflüchteter Nazis und anderer Fa. schisten zu untersuchen die mit hiesigen faschistischen Gruppen Zusammenarbeiten, und jede Art von schriftlicher mündlicher Propaganda zu verbieten, die darauf hinzielt, Unfrieden und Hass aus religiösen oder rassischen Motiven zu nähren Sie wiesen des weiteren auf die Notwendigkeit hin, die nichtdiplomatischen ausländischen Agenten aufmerksam zu machen dass ihre Einmischung in interne Fragen unerwünscht ist, und ihnen ausdrücklich zu verbieten, rassische oder politische Propaganda gegen Sektoren oder Gruppen von argentinischen Bürgern zu betreiben, wobei sie als Beispiel die Arabische Liga nannten. Zur Bekräftigung ihrer Behauptungen überreichten die Delegierten dem Innenmini ster eine Liste der Attentate, die von diesen Elementen verübt wurden, und aus der zu ersehen ist, dass in diesem Jahr von Januar bis Oktober fünf Ueberfälle mit Feuerwaffen stattfanden und in elf Fällen Häuserwände mit Inschriften und Farbe beschmiert wurden. Seit Oktober 1963 bis heute wurden 23 Attentate mit Waffen und Bomben und 14 gegen Gebäude oder Wohnungen aufgezählt. Dr. (Friedncn) Schlomo Rülf hatte bereits angesehene Rabbinatsposten in Ham barg (1922—26), Bamberg (1926—28) und Saarbrücken (1929—35) absolviert, als er, kurz vor der Saarabstimmung des Jahres 1935, nach Palästina übersiedelte. Dort war er zunächst L<*rer an der Landwirtschaftsschule in Mikwe Israel und hern; ch Schulleiter in Naharia, wo er seitdem lebt. „Ströme im dürren Land“ nennen sich seine Lebenserinnerungen, die — als Veröffentlichung des Leo Baeck-Instituts — in der Deutschen Verlags - Anstalt (Stuttgart) angekündigt werden. „Dies ist ein ehrliches, unsentimentales Selbst Zeugnis, das Dokument eines Herzens, eines beharrlichen Juden, auch das Dokument einer Zeit, aus der wenige so ungebrochen hervorgingen, dass sie weiterzugehen vermochten“ — mit diesem Satz aus dem Vorwort werden Riilfs Memoiren gekennzeichnet, der als Sohn eines Rabbiners, als Enkel jüdischer „Ackerbürger“ alle Stationen seines Wirkens in Deutschland als Uebergänge erlebte und 1935 heimkehrte, um als Erzieher und Pionier am Aufbau des Landes der Väter mitzuarbeiten. II. „Die Durchsetzung des jüdischen Minderheitsrechts in Oberschlesien 1933 — 1937“ Bertrand Rassel üht Kritik London. — Der englische Philosoph Bertrand Rüssel, der schon verschiedentlich die antijüdisohe Diskriminierung in der Sowjetunion kritisiert hat, erklärte nunmehr, dass den russischen Juden „nichts anderes übrigbleibt, als sich den ihnen aufgezwungenen Bedingungen der Assimilation zu unterwer. fen“. Rüssel versicherte, er spreche „als wahrer Freund Russlands und seiner Politik der Koexistenz“. Dies betonte er in einem Schreiben an Aaron Vergelis den Herausgeber der einzigen jddi. schen Publikation „Sowjetisch Haimland“, die in Russland erscheint. Der vom 29. Oktober datierte Brief -wurde erst jetzt von Rüssel veröffentlicht. Er hat ihn in Beantwortung eines „Offenen Briefes“ geschrieben, den Vergelis in seinem Blatt abgedruckt hatte. Der „Offene Brief“ stellte die Antwort auf ein Schreiben Rüssels dar in dem Lord Rüssel die den russischen Juden zugefügten Diskriminationen aufzählt. Vergelis bezog sich auf dieses erste Schreiben Rüssels, ohne jedoch seinen Text zu publizieren. Bertrand Rüssel weist u a. darauf hin, dass „die kommunistischen Parteien in Ita. Ihr Begleiter ¡m Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung * MASSKLEIDUNG * FERTIGKLEIDUNG * LOHNANFERTIGUNG CpAß&wt Ernst Koppe] Mcdpü 982 TeL 31-7845 lien und Frankreich, in den Vereinigten Staaten und Kanada in Schweden, Oesterreich und anderen Ländern öffentlich gegen die antisemitische Literatur, die Diskriminierung gegen die jüdische Religion, die Degradie rung der jüdischen Kultur“ protestiert haben. Er beschuldigt Vergelis, der „groben Irreführung seiner Leser indem er diese wichtige Tatsa che verschweigt und ehrliche Kritiken falsch interpretiert“. Lord Rüssel widerspricht den Behauptungen von Vergelis, dass „die sowjetischen Juden heute weniger Verlangen nach jüdischer Kultur empfinden als in den zwanziger und dreissiger Jahren“. Er schreibt: „Zur Zeit des stalinistischen Personenkults wurde die jüdische Kultur erstickt und ihre Exponenten wurden ermordet. Die seither gewährten Erleichterungen sind unzureichend und viele betrachten die Art und Weise, in der man die Sehnsucht und das Bedürfnis nach jüdischer Kultur verringern will, als unannehmbar.“ „Nur fünf oder sechs Bücher sind in Russland seit 1948 in jiddischer Sprache gedruckt worden, und nicht eines hiervon war von einem lebenden Autor“ fährt Rus. sei fort und fügt hinzu, die den russischen Juden seit 1956 gewährten Erleichterungen seien ihm wohlbekannt und er begrüsse sie als „eine kleine Abschwächung der von Stalin gegen die Juden verübten Verbrechen, aber sie sind recht mager und kümmerlich und entsprechen keineswegs den intellektuellen Bedürfnissen einer 3 Millionen Seelen zählenden Gemeinschaft, von denen fast eine halbe Million Jiddisch als Muttersprache spricht.“ hiess die von dem (Anfang vorigen Jahres in Tel Aviv gestorbenen) ehemaligen ober schlesischen Rechtsanwalts; Dr. Georg Weissmann 1940 | verfasste Denkschrift, die viele Einzelheiten dieser Epiehe, | namentlich die Vorgänge um j die an den Völkerbundsrat gerichtete sogen. Petition Bernheim vom Jahre 1933 festgehalten hat. Bekanntlich lief das Deutsch-Polnische Oberschlesien - Abkommen vom 11. Juni 1922, durch das die in Oberschlesien lebenden Minderheiten 15 Jahre lang geschützt werden sollten, 1937 ab; es sollte auch für die in diesem Gebiet le benden Juden Geltung haben. FS ist ein Verdienst des L.B.I., dass Weissmanns umfangreiches Memorandum, ein wirkliches Zeitdokument, jetzt erstmals veröffentlicht wird, in dem im Juni 1964 in Tel Aviv erschienenen 22. (deutschsprachigen“ „Bulletin“. Dr. Franz Meyer, Tel Aviv, der in den 30er Jahren eine führende Rolle in der massgebenden jüdischen Organisationsarbeit im Deutschen Reich spielte, schickt dem Text eine kurze, in struktive Einführung in die längst vergesene Materie voraus. Zu den übrigen Mitarbeitern an diesem neuesten L.B.I.-Bulletin gehören Dr Hanns G. Reissner (New Nork); er schreibt über Jean Pauls Einfluss auf den Stil von Leopold Zunz. Ferner: Professor Dr. Walter A. Berendsohn - Stockholm („Der. Buch- und Kunstverlag B S. Berendsohn in Hamburg“) und Reuwen Michael, der Isaak Rülf (1831—1902) und die Anfänge des Zionismus in Deutschland behandelt: Dr. Rülf war Rabbiner in Memel und, gleichzeitig, Redakteur des „Memeler Dampfboots“. III. Fast in jeder Spalte der Frühjahrsausgabe des vom New Yorker Arbeiiszenuum des L.B.I. herausgegebenen N ..chrichtenblaWes „LBI News“ ist von Neuerwerbungen, meist Schenkungen, aie Reue, die die umfangre.che Buch-, Dokumenten , Memoiren- und Bildersammlung des Instituts ständig erweitern und bereichern. Da wird Deispielsweise von 73 Medaillen berichtet, die die Hofgiaveure Friedrichs des Grossen, Jacob Abraham und Abraham Abramson, im 18. Jahrhundert angefertigt haben; sie sind vom Schatzmeister des New Yorker L.B.I., Fred W. Lessing, auf einer Auktion im vergangenen März erworben und dem Institut dediziert worden. Professor Bugen Spiro, der unlängst 90 Jahre alt gewordene, aus Deutschland stammende Maler und Graphiker, schenkte dem LBI eine Zeichnung „Prophet Ezechiel“. Man erfährt aus den „News“ auch, dass Georg Hermanns literarischer Nachlass von seinen drei Töchtern dem Institut vermacht wurde; er besteht aus mehr als 70 Mappen mit unveröffentlichten Manuskripten des Autors, mit Notizen, Ausschnitten u. dgl. Einen vollständigen Satz der so selten gewordenen „Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung“ (München) der Jahre 1926—38 stiftete ein in England ansässiges Mitglied der Familie Feuchtwanger. Eine Siegfriel Bendixen-Graphik, die den hamburger Rabbiner Isaac Bernays 11792—1849) darstellt, ist die Schenkung eines Freundes in New York. In die Dutzende geht die Zahl der Bücher- und Dokui mentenspenden. die nicht \ nur aus New York und den; USA stammen: man liest da; auch von zahlreichen Zeitunj gen. die aus Südamerika. Is-; rael, Deutschland, aus Schwej den, der Schweiz, ja aus Süd- . afrika kommen. I Dr. E. G. LOWENTHAL Neue Synagoge in Jerusalem Jerusalem. — Ein Comité der Stadtverwaltung des He chal schlomo und der Jeschurun _ Synagoge befasst sich mit Plänen für die Konstruktion einer neuen zentralen Synagoge. SPEZIALPREISE fuer FLVGPASSACEN mich IS RA EL zu erfragen bei: VIA WIND j 25 DE MAYO 189 T. E. 34.6919 Para importante establecimiento de trajes de caballeros se busca JEFE DE VENTAS de 35—45 años de edad. Se prefiere judío, ale. man, que conozca ©1 ramo. Unica oportunidad para persona dinámica, y emprendedora, que desea abrirse un buen porvenir. Se asegura coa. fiato de trabajo y pasajes. Enviar fotografía, re. ferencias y curiculum vitae. Dirigirse a TERNOS RECORD calle Jirón Camana 465, Lima - Rep. del Perú ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76*7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Piaza 1779

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.