Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2090 (13.11.1964)
- Date
- 1964-11-13
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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■Viernes, 13 de Noviembre de J 964 t A SEMANA ISRAELITA A fio XXV. — No. 2990 Vi« Ereignisse der Woche 50 Jahre „El Diario israelita“ In diesen Tagen begeht die bedeutende jüdische Tageszeitung in jiddischer Sprache „Die Jüdische Zeitung“, mit spanischem Titel ,,E1 Diario Israelita“ ihr 50jähriges Bestehen. Wenn die jüdische Presse in Argentinien eine so grosse Rolle im jüdischen Le. ben dieses Landes spielt und darüber hinaus im allgemeinen jüdischen Leben, so ist dies zu einem guten Teil der Jüdischen Zeitung zu verdanken. die seit 50 Jahren ein festes Band um eine im Aufbau befindliche Gemeinschaft geknüpft hat, und den Neueinwanderern die im Zuge der grossen Emigrationswelfen ins Land kamen. Informationen über das jüdische Leben in der Welt, über Argentinien, über die Entwicklung auf dem Kontinent gegeben sowie Richtung und Haltung verliehen hat. Der Gründer der Zeitung, Matthias Stoliar s. A„ der vor wenigen Jahren gestorben ist hat es verstanden, einen grossen Kreis wichtiger Mitarbeiter für die Zeitung zu gewinnen und ihr damit ein aussergewöhnlich hohes Niveau zu geben. In dieser Zeitung veröffentlichte Dr. Jacob Hellmann s. A. seine Arbeiten über Moses Hess, die zu den glänzendsten schriftstellerischen Leistungen der letzten Jahrzehnte gehörten. Hier schrieben als Redakteur des Blattes vom Range eines A. L. Schussheim, Mark Regalski und viele andere, aber nicht nur in Buenos Aires lebende Journalisten und Schriftsteller publizierten hier ständig ihre Arbeiten. Unter denen, die heute regelmässig in dieser Zeitung berichten und ihre Artikel über verschiedene Gebiete des jüdischen Lebens veröffentlichen, befindet sich der bekannte jüdische Journalist Mark Turkow. f Jüdischen Wochenschau zähl te und durch seine Vorträge in verschiedenen unserer Organisationen eine lebende Verbindung zu dem wichtigen Sektor der jiddischsprechenden Juden herstellte, ähnlich wie dies heute durch die ständige Mitwirkung von Mark Turkow bei der Kulturarbeit in unserem Sektor geschieht. Es sei auch daran erinnert, dass A. L. Schussheim s. A. in der Pestschrift der Nueva Comunidad Israelita zu ihrem zehnjährigen Bestehen einen sehr schönen und instruktiven Artikel veröffentlicht hat. der dem Thema: „Vom Beginn jüdischen Lebens in Buenos Aires“ gewidmet war un<j den Lesern unseres Sektors zeigte wie allmählich jüdisches Leben in Argentinien entstanden ist. Den Herausgebern und der Redaktion der Jüdischen Zeitung gilt unser besonderer Gruss aus Anlass des 50jäh_ rigen Jubiläums. Dass diese Zeitung 50 Jahre als ein privates Unternehmen bestehen konnte und kann, zeigt zweierlei: erstens die Tatkraft, Energie und Leistungsfähigkeit der Herausgeber und der Redaktion durch fünf Jahr zehnte hindurch, sich eine Leserschaft erhalten zu haben, die treu zur Zeitung steht, und zweitens das Interesse der in Argentinien lebenden Juden an dieser Zei. tung und ihren Wunsch sich in der ihnen vertrauten alten Sprache über alle Vorgänge der jüdischen und nichtjüdischen Welt unterrichten zu lassen. Verbindungen Es ist kein Zufall dass sich Verschiedene der ständigen Mitarbeiter der Jüdischen Zeitung von Anbeginn des Erscheinens der .Jüdischen Wochenschau“ für deren' Publikationen interessiert haben. Es sei nur daran erinnert, dass einer der bekanntesten Journalisten, der seinerzeit in der Jüdischen Zeitung ständig seine interessanten Aufsätze publizierte, Jlja Trotzky, auch zu den ständigen Mitarbeitern der Makkabiade Bei strahlendem Sonnen, schein ging am Sonntag die 1. Panamerikanische Makkabiade zu Ende. Vormittags wurden die letzten Wettkämpfe abgewickelt, wobei Argentinien im Fusball durch einen 3:1.Sieg gegen Uruguay, im River Plate Stadion den Meistertitel errang, und nachmittags fand die feierliche Schluss-Zeremonie im Club Naütico Hakoah, in Tigre statt. Nach Folklore- Vorführungen der peruanischen und argentinischen Delegationen sprachen J. Burstein und M. Seltzer, welche die grossen Anstrengungen hervorhoben, die zur Durchführung dieser Spiele notwendig waren. Der Delegierte Brasiliens betonte die ge. ' meinschaftlichen Bande, die Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 44/45: WILHELM v. SCHRAMM, Aufstand der Generale (Der 20. Juli in Paris) Nr. 46: MARQUIS DE SADE: Verbrechen der Liebe (Ausgewählte Erzählungen) Nr. 47: LEONHARD FRANK: Bruder und Schwester (Roman) Nr. 48: Nach dem Tauwetter, Neueste Russische Erzählungen. Nr. 49: ALDOUS HUXLEY: Affe und Wesen, Roman Nr. 50/51: RUMER GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun. Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval, Merkwürdige Rechtsfäll .e Es kosten: Einfachband DM 2.50; Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München die Juden Argentiniens mit ihren Brüdern in Amerika verknüpfen und wies besonders auf die in unserem Lande genossene Gastfreundschaft hin. In Anwesenheit des israelischen Botschafters, General J. Avidar, der Delegationen und eines zahlreichen Publikums wurden sodann die Preise verteilt, und in einem kameradschaftlichen Zusammensein klang diese Veranstaltung aus. In der nichtoffiziellen Punktwertung klassifizierten sich: Argentinien (115 Punk te) vor Brasilien (80) während die einzelnen Sportar ten folgende Resultate erga ben: Schach: 1. Argentinien 2. Chile 3. Perú Fussball: 1. Argentinien 2. Chile 3. Perú Volleyball: 1. Brasilien 2. Argentinien Volleyball (Damen) i 1. Brasilien 2. Perú 3. Argentinien Basketball: 1. Argentinien 2. Brasilien 3. Uruguay Schwimmen (Damen); 1. Brasilien Schwimmen Herren); 1. Argentinien Tischtennis: 1. Argentinien 2. Paraguay 3. Uruguay Tennis: 1. Argentinien 2. Chile 3. Perú J. M.-K. Antisemitische Attentate In Santiago del EStero wurden in der vergangenen Woche zwei Geschäfte, eine Bäckerei und eine Apotheke deren Besitzer Juden sind mit Teerbomben verunreinigt und mit blauer Farbe beschmiert. Das einem Juden gehörende Auto ist ebenfalls mit Farbe beschmiert wor. den. Man vermutet, dass Mitglieder der Tacuara Urheber dieser Bubenstücke sind. Die Polizei hat sofort Nachfor schungen nach den Tätern aufgenommen, von denen bisher noch jede Spur fehlte. Pressekonferenz im Ackerbauministerium Der israelische Agronom Ing, Isaac Abt berichtete in einer im Ackerbau-Ministerium veranstalteten Pressekonferenz über die Elindrücke, die er bei seinem Besuch verschiedener landwirtschaftlicher Zentren in Argentinien gesammelt hatte. Ackerbauminister Ing. Walter Klügler stellte den Journalisten den Gast aus Israel vor und wies im besonderen auf die hervorragenden Verdienste hin, die sich Ing. Abt auf dem Gebiet der Agrar - Wissenschaft erworben hat. In seinen Ausführungen ging Ing. Abt auf die Fortschritte ein, die er in der Landwirtschaft des Landes beobachten konnte, und um riss interessante Vorschläge für eine zukünftige Planung Ei machte das Angebot, dass Israel bereit sei, an den Projekten zu einer methodischen Weiterentwicklung auf die sem Gebiet technische Mitarbeit zu leisten. Musik in Buenos Aires „TERCER FESTIVAL DE MUSICA CONTEMPO¬ RANEA“ Bialik-Schule La Plata Die Bialik-Schule in La Plata veranstaltete zur Feier des „Dia del Niño“ ein grosses Pest für die Kinder, die diese jüdische Lehranstalt besuchen. Es gab einen Zeichen- und „Ikebana“-Wettbewerb, Sportspiele, ein Mario. netten-Theater und viele an dere Vergnügungen zur Belustigung der Kleinen. An der Ausgestaltung des Festes hatten sich die Damen.Kommission, der „Club de Paders“ und der „Club de Ma dres Jardineras“ der Schule, die Schüler der oberen Klassen sowie viele Geschäftsleute beteiligt die zahlreiche Preise für die Gewinner der verschiedenen Wettbewerbe stifteten. Den Höhepunkt bildete na. türlioh die Preisverteilung. In den verschiedenen Altersklassen des Zeichenwettbwerbs wurden Claudia Strubins, Susana Atelbuem, Gabriel Trastemberg, Marcos Rosengurt und Abraham Sandbank prämiiert, und für ihre „Ikebana“. Arrangements erhielten der 4jährige Jorge Maurer, die 6jährige Debora Brucolos. ki, der 7jährige Natalio Slutzky und der 9jährige Daniel Elsman die ausgesetzten Preise. Massnahmen gefordert In seiner letzten Plenarsitzung hat das jüdische Kulturzentrum von Rosario, das der Föderation Jüdischer Kulturverbände angeschlossen ist, an die Landesregierung, den Kongress, die öf. fentliche Meinung und die jüdische Kollektivität im besonderen zu appellieren beschlossen, um seiner Beunruhigung über das Anwachsen der antisemitischen Kampagne im Lande Ausdruck zu verleihen. Die antijüdische Hetze, so heisst es in dem Beschluss, wird von an einem Umsturz der verfassungsmässigen Ordnung interessierten Elementen geschürt und erreichte einen Höhepunkt mit einem von dem Brigadier Oliva dem Parlament unterbreiteten Schreiben und einem von dem Nationaldeputierten Cornejo Linares gestellten Antrag, auf die die öffentliche Meinung jedoch durch den Mund ei niger politischer Parteien, demokratischer Institutionen und jüdischer Organisationen (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) ISRAEL - BRIEFMARKEN A4 WIEDER VERKAEÜFKR — ALLE NEU ANSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, V1AMONTE 55«, I/B — Buho« Air««, R«p Arten*»»« EPHRAIM KISHOH: ARCA DE NOE Ein geeignetes Geschenk für jeden Freund ist dieses neue Buch des anerkannten israelischen Humoristen. EDITORIAL CANDELABRO — PASTEUR 341 Zum dritten Mal werden diese Festspiele in Buenos Aires veranstaltet. Sie sind vom „Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales“ (Institute Torcuata Di Telia) organisiert und finden unter den Auspizien der ^Sociedad Internacoinal de Música Contemporeana“ und mit Unterstützung des „Fondo Nacional de las Artes“ statt. In vier Konzeoten wurde ein aufschlussreicher Durchschnitt der gegenwärtigen verschiedenen Richtungen internationalen Musikschaffens geboten. Ein Programm war ganz der neuen chilenischen Musik gewidmet, ein anderes der elektronischen, ein weiteres Werken junger argentinischer Tonschöpfer, Der erste Abend stand im Zeichen von Henryck Gorek. ki, Luigi Nono, Paul Hindem’ith, Aldo Clementi, Gerardo Gandini und erhielt besonderes Interesse durch die Anwesenheit von Luigi Dalla, piccola, welcher bei seiner „música per tre pianoforti“ (1935) einen Klavierpart selbst übernahm. Gandini und Antonio Ta-uriello — dieser wirkite noch wiederholt als Pianist und Dirigent entsprechender Orchestergruppen mit — waren die beiden anderen Integranten. Die Festspiele versammelten die bonaerenser musikalische Elite, und man begegnete ausserordentlich zahlreicher Jugend. Es gab bei jedem Abend reichen Beifall. und argentinische „Prima ballerina“, und auch die übrigen Namen zeugen von mancherlei Herkunft. Entschei-! dend für dieses grossartige j Tanz-Ensemble ist nur das I Können und die Leistung, j Und seine Choreographin Ta-! tiana Gsovsky — das Colön.! Ballett dankt ihr von früher; her seine schönsten Erfolge | — ist Garantie und Synonym ] für den Dienst an Terpsichore; ihr sind auch die Tanzschöpfungen mit Ausnahme der Tschaikowskyschen zu danken. -:o:— „BERLINER BALLETT« IM COLON Berlin ist seit seiner pontisch.geographischen Einkreisung nicht nur die internationalste Stadt des freien Deutschlands sondern ganz Europas. Nicht zu verwechseln mit der 1955 ganz nach Schinkel wiederaufgebauten „Staatsoper unter den Linden“, die im Ostsektor liegt, ist das 1961 wiederaufgebaute „Charlottenburger Opernhaus“, welches den Namen „Deutsche Oper Berlin“ führt. Die Nomenklatur der an ihm singenden und wir kenden Künstler verrät, dass sein Ensemble an Internationalität der ehemaligen Hauptstadt an nichts nachsteht; und das gleiche gilt für das „Berliner Ballett“, das dieser Oper nach ihrem Umzug aus dem provisorischen „Theater des Westens“ in ihren neuen, definitiven Sitz fest eingegliedert worden ist. Eine Elite dieses trotz relativ kurzem Bestehen weltberühmten Ballettkorps — es sind 20 Tänzer und Tänzerinnen — werden von 12 Solisten angeführt, unter denen Gert Reinholm und Marion Zite von früheren Gelegenheiten bekannt sind. Unter ihnen befinden sich je eine australianische, französische Das erste Programm — es gibt deren drei auf dieser good will-Tournee — begann mit „Paean“ (Hymnus ans Leben) mit auf Band aufge. nommenei, keineswegs hypermoderner elektronischer Musik (Remi Gassmann und Oscar Sala). Da Namen für uns Schall und Rauch sind nennen wir nur die Solisten: Marion Cito und Klaus Beelitz, an erster Stelle, boten eine wie selbstverständlich erscheinende Prachtleistung. „Orques“ (nach der Lisztschen symphonischen Dichtung) verhalten Gert Reinholm und Didi Carli zu ei. nem rauschenden „Rentrde“- Applaus auf offener Szene nnd am Schluss des rührend und innig getanzten Werkes. (Die „Prima ballerina“ hatte das Colön-Baliett vor wenigen Jahren als gewöhnliche Reihen-Tänzerin verlassen). Die Australianerin Joan CacL zow tanzte mit Rudolf Holz den klassischen „Pas de deux“ unter dem Namen „Der schwarze Schwan“ aus dem berühmten Tschaikowsky-Ballett „schwanensee“ (3. Akt) nach der klassischen Choreographie von Marius Petipa, hervorragend dargestellt, und wohl als Konzession an den Durchschnitts-' Ballettomanen gedacht, dem diese Tanzart Erfüllung bedeutet. Den zweiten Teil des Premieren-Abends bildete in seiner Gesamtheit „Hamlet" (Musik: Boris Blacher) in der uns schon bekannten Schöpfung von Tat i ana Gsowsky, der sie noch einige neue interessante Nuancen zugefügt hat. Reinholm (Titelheld), Cito (Ophelia), Nora Vesco (Gertrud), Holz (Claudius) und Beelitz (Laertes) waren die unerhört eindrucksvollen Solisten, denen die übrigen Mitwirkenden in nichts nachstanden. Speziell seien noch die Totengräber (Tenbrink und Schmalz) erwähnt, die zu den morbiden Fagott-Kapriolen ein Kabi. nettstiick gaben. Das überfüllte Colón (mit Stehparketts, trotz $ 1.000.—) war begeistert und erreichte unzählige Vorhänge, di® auch dem jungen, dynamischen Dirigenten Hagen Dürr galten, ein vorbildlicher Koordinator zwischen Brettern und Graben; das Philharmonische Orchester klang erfreulich positiv, bei ihm eine seltene Tugend. Cnrt B. M. Weissstein LUACH — (KALENBEB) Freitag, den 13. November Sonnabend, den 14. November 8. Kislew 9. Kisiew Parschat WAYKTZE 1. B. M. XXVIII 10 — XXXII 2 Haftara Hoschea XII 13 — XIV 10 Sonntag, den 15. November Montag, den 16. November Dienstag, den 17. November Mittwoch, den 18. November Donnerstag, den 19. November Freitag, den 20. November Sonnabend, den 21. November Parschat WAYISOHLACH 1. BjM. XXXn 3- Haftara Ovadia I 1 —* 21 10. Kislew 11 Kislew 12. Kislew 13. Kislew 14. Kislew 15. Kislew 16. Kislew -XXXVI 43 Sonntag, den 22. November Montag, den 23. November Dienstag, den 24. November Mittwoch, den 26. November Donnerstag, den 26. November Freitag, den 27. November 17. Kislew 18. Kislew 19. Kislew 20. Kislew 21. Kislew 23. Kislew (Foi die teil! m qué tinis Carl der Regí Disk alle zum und Stiita getan Set) unto und getan Ban di nicht sonde: chen straft diirfei Der ( unten ner Filant leiste Bterr Sehns konur gang Hein* Bw aeugte Gastfr« Golden de. dop] Eim Heil tet, te im Rlani Frau sendei Ñachi dankt Gold« rerR ne sei ternhi Agec Im feetafi den ein ge gesteh (veseni Darau der in Al JF7/ Ja