Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2090 (13.11.1964)
- Date
- 1964-11-13
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ß — Viernes, 13 de Neviemtoe de 1964 Ii A SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2690 Die November-Revolution (Schluss von Seite 1) sondern auch anderswo, vor fUlem in Afrika und einigen lateinamerikanischen Staaten zu schaffen. Es geht um die Hegemonie im kommunistischen Lager. Zum ersten Mal seit den zehn Tagen, die die Welt erschütterten ist eine Macht auf gestanden, die tatsächlich in der Lage ist, ernsthaft die Bastion des Kreml zu gefährden, Gewiss sind bereits Risse im Riesenbau der .östlichen Welt“ zu beobachten, ob sie aber tief genug sind. um einen Zusammenbruch herbeizuführen, muss bezweifelt werden. Im politischen Geschehen unserer Zeit zu prophezeien, dürfte immer ein Wagnis sein. Dagegen ist es empfehlenswert, scharf zu beobachten und den weiteren Gang der Ereignisse mit der grössten Aufmerksamkeit zu verfolgen. Heute dürfte nur feststehen, dass die Chinesen den alten Standpunkt vertreten dass ein politisches Einverständnis zwischen .bürgerlichen“ Ländern und einer Sowjet - Republik unmöglich sei, ein Standpunkt, den sogar Stalin bereits zeitweise überwunden hatte. Um seine Einfluss-Sphäre zu vergrössern, hat Krutscbew eine pro-arabische Politik geführt, über deren Ausmasse man erst von den neu. en Herren in Moskau unterrichtet wurde. Der Westen hat sich hiergegen nur dadurch zu wehren versucht, dass er den Strom der Gelder, Waffenlieferungen und sonstigen Hilfeleistungen, den Russland in die verschiedenen arabischen Staaten lenk, te, iiberbieten wollte. Die Nutzniesser dieses unerhör ten, in seinen Auswirkungen schwer zu übersehenden, politischen Treibens waren Nasser und seine Helfershelfer. Washington sah alles durch die rote Brille. Dean Rusk setzte kritiklos die Politik von Poster Dulles fort. Das Rüstungspotential Aegyptens Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1’ Ni nachm. 16—19 litar Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 und anderer arabischer Länder steht in einem umgekehrten Verhältnis zu ihrer wirtschaftlichen Situation von anderen Aspekten des Lebens ganz abgesehen. Jedenfalls war Nasser in der Lage, in einer Reihe arabischer Staaten mit militärischem Einsatz zu intervenieren. Selbst in diesem eigenen arabischen Lebensbezirk konnte von einer friedlichen Koexistenz keine Rede sein. Die ständigen inneren Revol. ten sind ein Reflex hiervon. Alle diese internen Auseinandersetzungen um die wirkliche Macht in der arabischen Welt werden von dauernden Drohungen gegen den Staat Israel begleitet, ohne dass irgendeine klare und wirkungsvolle Stellungnahme des Westens erfolgt ist, das im übrigen Mitglied der Vereinten Nationen ist und auch von dieser Seite zumindestens eine deutliche Proklamation gegen die arabischen Droh- und Hetzreden erwarten dürfte. Neben Nasser ist es der algerische Präsident Ahmed Ben Bella, der sich darum bemüht, den ägyptischen Chef in seinen Drohungen gegen Israel zu übertrumpfen. Vor wenigen Tagen führte Ben Bella sein mit modernsten Waffen ausgerüstetes Heer vor; die Waffen wurden von der Sowjetregierung geliefert. Hunderte Soldaten sollen in Kriegsausrüstung auf ost-deutschen Lastwagen vor ihrem Herrn vorbeigefahren sein. Ben Bella sagte wörtlich: Algier ist bereit gegen Israel und gegen den Verräter Moisés Tschom. bé, den Ministerpräsidenten des Kongo in den Kampf zu ziehen. Im weiteren Verlauf seiner Rede lobte er Frankreich, mit dem er bis zur Unabhängigkeitserklärung seines Landes in einem furchtbaren Krieg gelegen hat, und pries de Gaulle, dem er eine besondere Freundschaftsbotscháft sandte. Warum schweigen die Mach te im Angesicht der Drohungen und offenen Kriegserklärungen, die Ben Bella gegen Israel (und gegen Tschombé) nun schon zu wiederholten Malen ausgestossen hat? — Nach dem Sturz Krutschews wäre es doch an der Zeit, mit der Parole der friedlichen Koexistenz auch im Mittleren Osten ernst zu machen. Werden die Russen ihre Lieferun. gen zugunsten der arabischen Länder einstellen? Wird sofort die chinesische Konkurrenz einspringen, um den möglicherweise von den Russen geräumten Platz einzunehmen? Das sind die Fragen, die an die östliche Welt zu richten sind. Ist es aber nicht noch bedeutend wesentlicher, vom Westen eine klare Stellung zu fordern, besonders von den USA. die durch den über, legenen Wahlsieg Johnsons ein offenes Bekenntnis zur Demokratie und zum Frieden abgelegt haben? Wird Washington wieder ausweichen und darauf spekulieren, dass die Drohungen Nassers und Bellas* sowie anderer arabischer Potentaten nicht realisiert werden? Welche Antwort wird Charles de Gaulle, die grosse Hoff, nung und Stütze der freien Welt erteilen? Verbindet doch Frankreich eine echte Freundschaft mit Israel, die jetzt einer erheblichen Belastungsprobe augesetzt wird. Kann man die Worte Ben Bellas als leeres Gebell einfach übergehen? Hieraus würden alle anderen, und nicht nur die Kommunisten, nur auf eine permanente Schwäche der westlichen Führer schliessen. Dass Israel bisher in der Lage ist, einem arabischen Angriff zu widerstehen, ist doch kein ernsthaftes Argument, nun der Entwicklung mit gekreuzten Armen zuzusehen. Kann man nicht Blut, vergiessen und alle mit einem Krieg verbundenen Erschütterungen rechtzeitig vermeiden? Sind hierzu nicht die Grossmächte und die Vereinten Nationen berufen und verpflichtet, deren Generalversammlung einmal mehr zum Tummelplatz wüster ge. gen Israel gerichteter Beschuldigungen gemacht werden soll? Alle diese Fragen verlangen eine klare Antwort. Aber der Westen hat nicht den Mut, eine Absage den arabischen Ländern zu geben, ob. wohl diese nur eine eindeutige Sprache verstehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Geschichte auf einer anderen Ebene, mit anderen Partnern und doch mit denselben destruktiven Kräften wiederholt, die wir zwischen den beiden Weltkriegen erlebt haben. Die Schwäche, Uneinigkeit und Unentschlossenheit des Westens ist eine weit grössere Gefahr für den Frieden als der mit seinen Waffen klappernde Ben Bella oder der Drohredner Nasser. Aber eines Tages kann sich aus diesem Verhalten eine Gefahr für alle entwikkeln, ob der Kampf nun in Asien oder Afrika beginnt. Die Welt wird nicht überdauern, wenn noch einmal zehn blutige Tage kommen werden, die nicht nur zu einer Erschütterung, sondern zur totalen Vernichtung führen müssen. Golda Meir besuchte Chile Santiago de Chile. — Israels Aussenminister Golda Meir verliess Chile, wo sie an den Feierlichkeiten anlässlich der Regierungsübernahme durch den gewählten Präsidenten Dr. Eduardo Frei teilgenommen hatte. Vor ihrer Abreise nach Israel gab Frau Meir ihrer Befriedigung über die Resultate ihres Besuches Aus druck, bei dem sie nicht nur Gespräche mit dem neuen Präsidenten und hohen Funktionären führte, sondern auch mit vielen lateinamerikanischen Aussenministern, die in Vertretung ihrer Länder in Santiago weilten, Gedanken austauschte. Golda Meir wohnte auch verschiedenen von der jüdischen Gemeinschaft organisierten Veranstaltungen bei und besuchte die Primarschule, die den Namen „Estado de Israel“ trägt. (ITA) Der Bibelwettbewerb in Jerusalem PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. >erät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecker TaUifibeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Hand und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Ueberfübrttng nach Israel Jerusalem. — Der Rat der Chassidischen Rabbiner in Israel hat ein Comité gebildet, das sich mit der Frage der Ueberführung der Ueberreste des Beseht. Baal schemtow, befasst. Der Beseht wurde 1700 in Okup. Polen, geboren und starb 1760 in Medzin Podolien. Jerusalem. — Der alle drei Jahre stattfindende Bibelwettbewerb, der im Jahre 1958 im Rahmen der Feiern des 10. Jahrestages der Staatsgründung begann, wurde bekanntlich in diesem Jahr von einem Nicht-Israeli, Graham Mitchell, einem 30 jährigen Buchhalter und Adventisten aus Australien gewonnen. Die Israelis hatten natürlich erwartet, der Gewinner werde wieder einer der ihren sein, aber sie gaben auch nicht ihrer Enttäuschung Ausdruck, als das Re. sultat in dem Riesensaal in Jerusalem bekannt gegeben wurde. Auch während des Wettbewerbs waren keine „nationalen Schranken“ zu spüren, wie es bei derartigen internationalen Veranstaltungen sonst der Fall ist. Dies ist vielleicht damit zu erklären, dass die aus 20 Ländern stammenden Teilnehmer wohl verschiedene Zungen sprachen, aber doch sprachen sie alle die gleiche Sprache die Sprache der Bibel. Der israelische Meister, der „Jeschiwa - Bocher“ Jomtow Krasnianski wurde um nur einen Punkt Zweiter. Doch er stand weit hinter seinen Vorgängern, den Gewinnern von 1958 und 1961 zurück, Amos Chac.ham und Jichie Alshei die dieses Mal unter den Schiedsrichtern sassen Den dritten Preis gewann Iria Immonen, eine Bibliothekarin aus Helsinki, die sechseinhalb Punkte hinter Graham Mitchell ab<sehloss. Sie erhielt jedoch eine ehrende Erwähnung für die Vollständigkeit ihrer Antworten und die grossen Kenntnisse, die sie mit gewinnender Bescheidenheit zeigte. Alle, denen es nicht gelang, für das Finale klassifiziert zu werden darunter der ein. zige jüdische Kandidat aus dem Ausland, Joshuoa Singer aus Amerika, erwiesen sch als hervorragende Kenner der Bibel. In den Jahren, die auf den ersten und zweiten Bibelwettbewerb folgten, wandten sich viele Menschen gegen das, was sie die „Vulgarisation“ der Bibel nannten. Die Kennt nis der Bibel, so äusserten sie, kann nicht gemessen und auf einen sieg des Gedächtnisses reduziert werden. Natürlich besteht kein Zweifel, dass ein Bibel-Weltmeister nicht eo ipso der grösste der Bibelgelehrten ist. Aber das „Lernen“ der Bibel kann auch nicht nur ein rein mechanisches Unterfangen sein. Die Propheten auswendig zu kennen bedeutet vielleicht nicht, sie in ihrer ganzen Tiefe zu erfassen, aber es ist nicht möglich, sie immer wieder zu lesen, ohne von ihrer Botschaft durchdrungen zu sein. Wenn also diese Veranstaltungen zum Bibelstudium anregen, so dienen sie einem hohen Zw'eck. Wer die Kandidaten betrachtete, konnte sich Rechenschaft geben, dass ihnen das Studium der Bibel mehr bedeutet hatte als die Aussicht, einen Meistertitel zu gewinnen. Ohne Zw'eifel waren unter ihnen zahlreiche Gelehrte. Alle waren sie aber Menschen, denen die Liebe zur Bibel anzusehen war. So sassen sie an einem langen Tisch vor dem Podium, Männer und Frauen aus 20 Län- LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 I» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien; $ 500_pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. dern, aus der Schweiz und Nigeria, aus den LTSA und Aethiopien, aus Uruguay, Neuseeland, Argentinien, Finnland, Italien, Kanada, Guatemala, Holland, Brasi. lien, Oesterreich und vielen, anderen Ländern, und das Publikum war tief beeindruckt von diesem einzigartigen Zeugnis für die allen gemeinsame Quelle, aus der sich der Menschen Geist nährt. Auch die Bedeutung der Tatsache war nicht zu leugnen, dass der Wettbewerb in Israels Hauptstadt stattfand, der ewigen Stadt Jerusalem, dem Geburtsort der Bibel, aus der das Wort des Schöpfers an die Menschheit erging. JOSHUA JUSTMAN Mosche Dajan trat zurück Jerusalem. — Als Nachfolger Mosche Dajans der in der vergangenen Woche wegen politischer Meinung» - Verschiedenheiten mit Ministerpräsident Levi Eshkol von seinem Amt als Ackerbauminister zurücktrat, wurde nunmehr Dr. Chaim Guivati ernannt. Der neue Minister war vorher Generaldirektor dieses Ministeriums. (ITA) Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiología — Hospital Fernández ELECTROCARDIOGRAMME CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag; 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-23J2 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2U37 4’ B. 46-1716 and 48 2124 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN n. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52-7734 Dr. B. Schwaru ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 HAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. 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