Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2090 (13.11.1964)
- Date
- 1964-11-13
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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PUEYRREDON 2190 — 1’ tea- £cu Jetnütta J&ucueU&a T E. g 3 2 6 1 3 Año XXV. BUENOS AIRES. VIERNES 13 DE NOVIEMBRE DE 1964 No. 2090 WIE ICH ES SEHE Die November-Revolution _ „„„ JEHVDA GOTTHEIME« Kurz nach dem Ersten Weltkrieg erschien ein Buch unter dem bezeichnenden Titel : „Zehn Tage, die die Welt erschütterten“. An den genauen Inhalt der Schrift, die sich mit der kommunistischen Revolution im November 1917 beschäftigte, erinnere ich mich nicht. Aber diesen Titel habe ich bis heute nicht vergessen, obwohl ich damals noch ein Kind gewesen bin. Inzwischen haben wir viele Revolutionen erlebt; sie sind beinahe zu einem alltäglichen, gewiss aber zu keinem erschütternden Ereignis ge worden. Aber diese zehn Tage haben das Gesicht der menschlichen Gesellschaft in einer grundlegenden Form geändert, sicherlich in einem weit grösseren Umfang als der Autor sich dies selbst vorgestellt hat. Die Spaltung der Völker in solche, die dem Kommunismus frönen und solche, die gegen dieses Herrschafts- und Wirtschaftsregime eingestellt sind, wurde sofort vollzogen. Sehr bald senkte sich der Eiserne Vorhang, der das russische Riesenreich den Blicken der übrigen Welt entzog. Die Stabilisierung der kommunistischen Herrschaft war für alle Beobachter, die diesem eigenartigen, bis dahin unbekannten Phänomen von aussen zusahen, eine betrübende Überraschung. Dass wir Juden hiervon besonders schwer durch die Abtrennung des blühenden lebendigen, produktiven russischen Judentums aufs schwerste mitbetroffen wurden, ist eine bekannte Tatsache. Nach den blutigen Kämpfen zwischen der Revolution und Gegenrevolution auf russischem Boden versuchten die neuen sowjetischen Machthaber sofort, die alte zaristische Machtpolitik zu verwirklichen, wobei ihnen grössere Erfolge beschieden waren, als sie von den Zaren Jahrhunderte lang zu verzeichnen gewesen sind. Ueberall dort wo die westlichen Alliierten, die als Sieger aus dem Ersten Weltkrieg hervorgegangen waren, auf unerwartete Schwierigkeiten stiessen, bemerkten sie die unsichtbare Hand der kommunistischen Zentrale, die sich an allen Reibungsflächen der internationalen Spannungen einschalteten' um entweder die bestehenden Probleme zu vergrössern oder zu vergröbern oder aber neue Diskussionen und Streitfragen zu schaffen und zu schüren, Sehr bald sollte es sich her. ausstellen, dass das von den Mittelmächten (vor allem vom kaiserlichen Deutschland besiegte Russland nach seiner Niederlage imstande war, durch eine neuartige Politik seinen ehemaligen Verbündeten die Stirn zu bie-; ten, deren Macht am Eisernen; Vorhang auf hörte. Russland; war damals die grosse Unbe- | kannte für die westliche | Welt, deren Repräsentant | und Wortführer Lloyd Georj ge hoffte, mit den Russen j auf der von ihm einberufe-! nen internationalen Konfe- . renz zu Genua zu einem Einvernehmen zu gelangen. Man | erwartete damals das Er- ( scheinen Lenins. An seiner I hatte nur das eine Ziel, sämtliche .bürgerlichen' Positionen zu unterminieren und die Verwicklungen der inter nationalen Lage weiter zu er schweren. Inzwischen war Deutschland zu neuer Macht gekommen, da die Alliierten in ihrer wankenden Politik nicht die Energien zu entfalten bereit waren, um die Schaffung einer neuen deutschen Angriffsarmee zu verhindern. Es war die Zeit gekommen, die niemand so klar wie Clemenceau am Emde des Ersten Krieges vorausgesagt hatte : „Merken Sie sich gut, was ich Ihnen sagt: In sechs Monaten. in einem Jahr, in fünf Jahren zehn Jahren, sobald sie Lust haben, wie sie ja stets hierzu Lust haben, wer- Juden im USA* Kongress Washington. — Fünfzehn der in den Kongress gewählten Kandidaten sind Juden, was eine erhebliche Zunahme der bisher im Kongress vertretenen Juden darstellt. Sechs neue Abgeordnete kamen zu den neun bisherigen Deputierten hinzu, die sämtlich wiedergewählt wurden. Mit den drei jüdischen Senatoren, die ihre Mandate weiter ausüben bilden die 18 Juden im Kongress einen Rekord in der Geschichte Amerikas. (ITA) Ludwig Erhard an Levi Eshko! Bonn. — Die deutsche Bundesregierung gab bekannt dass Bundeskanzler Ludwig Erhard ein Schreiben des israelischen Ministerpräsidenten Levi Eshkol beantwor. tet hat, das dieser vor zwei Monaten an ihn richtete, um seine Aufmerksamkeit erneut auf die Tatsache zu lenken, dass deutsche Wissenschaftler in Aegypten an der Entwicklung und Massenproduktion von Vernichtungswaffen arbeiten, welche gegen Israel zum Einsatz gelangen sollen. Die Mitteilung wurde in einer Pressekonferenz von Dr. von Hase Staatssekretär für Information, gemacht. Seiner Aussage nach wurde das Schreiben an Levi E5shkol in der vergangenen Woche dem Chef der israelischen Einkaufs-Mission in Köln Felix Shinar überreicht. Dr. Hase lehnte es ab, Einzelheiten über den Inhalt von Erhards Schreiben zu enthüllen und versicherte nur. dass Erhard auf alle Fragen, die von Eshkol aufgeworfen wurden, ausführlich eingegangen ist.“ — (ITA) Stelle kam der mit Geheimnissen umwobene Volkskom. missar für das Auswärtige Tschitscherin begleitet von seinem Assistenten Joffe und dem Spezialisten für westliche Demokratie Litwinow. Entgegen allen Erwartungen stand plötzlich die russische Delegation im Mittelpunkt des Weltinteresses. Damals fielen auch die Worte der Russen: „.. Ich erwarte kein politisches Einverständnis, das zwischen bürgerlichen Staaten und einer Sowjet-Republik unmöglich ist“. Man schrieb das Jahr 1922. Unter Stalin setzten die furchtbaren „Reinigungspro zesse“ ein die unzählige Opfer forderten. Ein Blutregiment wurde geführt, das die schwärzesten Zeiten des Zarismus und der Revotion in den Schatten stellen sollte Die russische Aussenpolitik Verstaendigung mit den Arabern London. — Die neue Labour-Regierung bemüht sich, zwischen England und Aegyptens Präsident Nasser ebenso wie mit den anderen arabischen Staatsmännern bessere Beziehungen herzustellen, wie der neue Aussenmi. nister Patrick Gordon Walker erklärte. Er betonte diese Tendenz auf einer Pressekonferenz, bei der er ferner äusserte, dass dieses Bestreben keinen Wandel in der Unterstützung Israels durch Grossbritannien bedeuten würde. Der Vorteil, über den die Labour-Regierung im Mittelosten verfügt, so setzte Walker hinzu, bestehe darin, dass „wir keine Suez Regierung sind und nicht diesen Ballast mit uns schleppen“. Der „Daily Mail" publizierte diese Erklärung unter der Ueberschrift „England breitet Nasser einen Teppich unter seine Füsse“ und fügt den Kommentar hinzu, dass Nasser von der neuen Regierung eingel iden werden dürfte, um die Suez-Affäre zu begraben und den Weg für die Zukunft freizulegen. (ITA) | den die Deutschen unh wieder überfallen“... Es dauer-; te 18 Jahre. — | Aber es dauerte viel weni. ger, bis Deutschland erneut aufrüsten sollte, und dieses | Programm wurde bereits in ' den Anfängen der Weimarer | Republik entworfen. Erst Hit- | 1er liess alle Schranken fali len und verwandelte ganz of- ' fen das Dritte Reich in eine Armee mit einem Lande und nicht nur in ein Land mit eine Armee. Obwohl er sechs lange Jahre hindurch gegen das „jüdische Sowjetruss. land“ gewettert hatte, schloss er seinen Pakt mit Stalin, der als einziges Opfer Litwinow auf der Strecke liess, der durch den inzwischen vergessenen Molotow ersetzt wurde. Dann kam Hitlers Angriffs- ] krieg. Stalin sah ruhig zu, wie der europäische Westen überrannt wurde. Als Hitler sich stark genug fühlte, überfiel; er — trotz der Warnung sei- I ner militärischen Ratgeber — Russland, auf dessen Eis. und Schneefeldern die mit den modernsten Waffen ausgerüsteten Nazi-Heere verbluteten oder erfroren. Das Dritte Reich war noch nicht zusammengebrochen, als der Kampf um die Zukunftsgestaltung zwischen Russland und seinen Alliierten begann. Dieses Ringen ist auch heute nicht beendet, aber wird unter ganz ande ren neuen Bedingungen ausgetragen. Den sogenannten „Kalten Krieg“, den Stalin einleitete, haben seine Nachfolger abgeschlossen. Die Methoden sind milder geworden, die Problematik blieb beste’ hen. Neue politische Kompo. neuten sind aufgetreten. Die Aera Krutschews gab die Pa i role der „friedlichen Koexi- i stenz“ heraus, die heute ei- | | ne Selbstverständlichkeit ge- I worden ist. Der Westen ak.! | zeptierte diese Chance einer . Verständigung, um seine Po! I litik und wirtschaftlichen Er |! rungenschaften zu halten und auszubauen. i Natürlich konnte kein Zweifel daran bestehen, dass die Sowjetunion, deren Ende man von Jahr zu Jahr vorausahnte oder ersehnte, ein; Machtfaktor geworden war, | der sich seit den Zeiten der Revolution Lenüis und seiner ersten politischen Schritte auf der internationalen Arena zu einem Koloss entwik kelt hatte, von dem die eine Erdhälfte vollkommen beherrscht, die andere in pausenlosem Atem gehalten worden ist, auch noch bis zum letzten Tage vor dem Sturz dieses unberechenbaren Niki ta Krutschew. Soeben waren wir Zeugen, wie die freie Welt unsicher wurde, als Krutschew plötz lieh von der Partei beseitigt worden ist. Manche sprachen es offen aus, die meisten aber waren der Meinung, dass im Interesse der Erhaltung des Weltfriedens das Verbleiben Krutschews an der Macht wünschenswert gewesen wäre, desselben Nikita Krutsc-hew, der bis dahin eine der wesentlichen Bedrohungen dieses imaginären Welt, friedens gewesen ist... Inzwischen hatte sich der Eiserne Vorhang ein wenig gelüftet. Der Aussenstehende konnte den Eindruck gewinnen, dass die Zwangsherrschaft über die Satelliten ein wenig lockerer geworden sei, nachdem vor allem der rumänische Aussenminister in Paris erschienen war, um mit de Gaulle über eine Annäherung zu sprechen. Auch in; anderen kommunistischen Ländern in Mittel, und Ostj europa waren Tendenzen j spürbar, die auf eine Erleichterung der bisherigen j Zwangsmassnahmen schlie-! ssen liessen, vor allem in Polen und der Tschechoslowa. j kei. Diese Entwicklung ist | mit dem Wechsel der entscheidenden Personen in Russland zunächst unterbroj chen worden. Man wird abwarten müssen welchen Weg diese Länder mit- oder gegen. | einander beschreiten werden! Nachdem Krutschews Thej se von der friedlichen Koexi-; stenz zum Allgemeingut des 1 politischen Rüstzeugs in Ost j und West geworden war, also 1 die bittere Voraussage von; ehemals durchbrochen wur- ■ de, ein politisches Einver. j ständnis sei zwischen bür. gerlichen Staaten und einer Sowjet-Republik unmöglich, ist ein ganz neuer Faktor in den letzten Jahren in den Vordergrund der politischen Gegen das Reclitsbewusstsein jon SEM FKANKEISSTEIN Zum ersten Mal in einem deutschen Gerichtssaal hat ein Rechtsanwalt die These aufgestellt, dass „Adolf Hitler nicht des Mordes beschuldigt werden könne, weil er nicht aus niedrigen Beweggründen, sondern zum Teil sogar aus edlen Mot.ven heraus gehandelt habe“. Der 42 Jahre alte Rechtsanwalt Gerd Heinicke, der im Judenmordprozess von Hannover plädierte, folgerte aus seiner These, dass es auch keine Beihilfe zum Mord geben könne, wenn das Hauptdelikt nicht Mord sei. Er forderte das Schwurgericht Hannover auf, endlich mit dem „Unrecht“ Schluss zu machen Beamte und Soldaten, die „nur ihre Pflicht“ getan hätten, zu bestrafen. „Hitler hat als Diktator ausserhalb der Gesetze gestanden. Er war niemand gegenüber verantwortlich“, sagte der Anwalt. Der „Führer“ habe nicht aus niedrigen Beweggründen gehandelt und geglaubt, bei der Vernichtung des jüdischen Volkes eine „heilige Aufgabe“ zu erfüllen. Nach, träglich in diesem Tatbestand den Paragraphen des Mordes mit dem Sinninhalt des Strafgesetzbuches hineinzuinterpretieren, sei „Rechtsromantik“. Rechtsanwalt Heinikke: „Ein Staatmann, der andere Menschen tötet weil er glaubt, sie zersetzten sein Volk, handelt niemals aus niedri. gen Beweggründen. So furchtbar diese Taten, so furchtbar der Tod der Opfer war, diese Taten sind aus edelsten Motiven begangen worden.“ Als der Rechtanwalt davon sprach, dass Hitler auch nicht gegen das Völkerrecht verstossen habe, unterbrach ihn der Gerichtsvorsitzende, Oberlandesgerichtsrat Buchholtz, und verwies auf die Haager Landkriegsordnung, nach der die Tötung von Zivilpersonen im besetzten Gebiet verboten sei. Rechtsanwalt Heinicke: „Wenn man Hitler des Bruchs des Völkerrechts in dieser Hinsicht beschuldigt, muss man das auch folgerichtig in den Fällen Nagasaki, Hiroshima und Dresden bei den damaligen Kriegsgegnern tun.“ Rechtsanwalt Heinicke vertritt die Ansicht dass dis Tötung der Juden im juristischen Sinne nicht grausam gewesen sei. Hitler habe kein Interesse daran gehabt, dass die Menschen vor der Vergasung Angst hätten oder Schmer, zen litten während der Pro- :_, zedur. Das seien unerwünsch te Nebenwirkungen gewesen. Auch von Heimtücke könne keine Rede sein, denn Hitler habe offen ausgesprochen, dass er die Juden liquidieren wolle. Heinicke: „Wenn den Juden vor der Vergasung vorgespielt wurde, sie sollten lediglich geduscht werden, dann war das nicht Heim, tücke, sondern man wollte ihnen nur die Todesangst ersparen.“ Der Rechtsanwalt griff scharf die Nürnberger Prodie durch kehl Argument erhärtet worden ist: Hitler als Diktator habe ausserhalb der Gesetze gestanden. Der Nazi, Verteidiger meint, dass der Diktator niemandem verantwortlich war. Selbst wenn er im Dritten Reich niemandem gegenüber eine Rechtfertigung für seine Raub- und Mordpoiitik habe geben miiä. sen. stent er d .mit nicht auserhaib des Gesetzes. Zumindest bleibt er gegenüber dem Gesetz verantwortlich, das „„„„ „„ Mord unter Strafe stellt — zesse an und appellierte an , . _ . . „.v.._! und auch rni Dritten Reich unter Strafe gestellt hat. Es das Schwurgericht, endlich „dem Recht in Deutschland zum Siege zu verhelfen“ und | mit der Bestrafung ehemali- : ger Nazis Schluss zu machen. Diese Ausführungen sind j weder mit den Gesetzen ei. i ner zivilisierten Rechtsord- ] nung noch mit denen der Loj gik zu vereinbaren. Schon der Ausgangspunkt der Bewäre grotesk mit dieser Erklärung allein alle Schandtaten und Verbrechen zu lega. lisieren. Absurd ist die These, das« i Mord deswegen aufhört, ein ■ Mord zu sein, wenn dieses ■ Verbrechen aus „edlen Motti ven“ begangen wird. Wäre Pachtungen dieses merkwürder Fall könnte jeder —• digen Vertreters des Rechts; l’nQ nur ein Diktator —« ist eüie leere Behauptung, tlun 1111 laSiien’ was er w‘uwenn man diese wirren ~ ' Rechtfertigungsversuche hört) Auseinandersetzungen mit muss man befürchten dass dem Wiedererstarken Rotchisolche Entstellung der Rechtsnas getreten. ES dürfte nicht . und Moralbegriffe, wenn abwegig sein, in der erbitter-! man sie dulden sollte, erneut ten Kontroverse Krutschews mit den Rotchinesen eine der entscheidenden Ursachen, wenn nicht den ausschlaggebenden Grund für seine Absetzung zu erblicken. Bekanntlich wurde immer behauptet es seien ideologische Differenzen, die von den beiden grossen kommunistischen Ländern ausgetragen werden. Der Sand, den man damit dem Westen in die Augen streuen wollte, vermoch te nicht den klaren Blick zu verschliessen. Gewiss gab es Streitigkeiten über die Interpretation der kommunistischen Doktrinen, aber diese waren ebenso Ursache wie I zu einer Erschütterung des | Rechtsbewusstseins führen. | Der Hinweis, dass andere | auch gegen allgemeine Rechts. 1 grundsä tze verstossen hätten, j kann niemals ein Verbrechen j entschuldbar oder ungesche. hen machen. Hier dürfte vielmehr ein Fall vor liegen, der den zuständigen Justizbehörden di© Pflicht zum Einschreiten auferlegt. Wenn Mörder mit solchen Begründungen verteidigt werden können, wirkt der Anwalt, der sich solcher .Argumente' bedient, an der Aufhebung einer bestehenden Rechtsordnung mit. Ei ist für die Ausübung des Beru- Folge einer völlig verschie- ¡ fes eines Rechtsanwaltes, aldenen politischen Position die von diesen beiden Ländern bezogen worden ist. Ein ungeheurer Machtkampf ist im Gange, der auch nicht damit aufgehört hat, dass Chou En Lai, der chinesische Ministerpräsident, nach Moskau zu den Feiern des 47. Jahrestages der russischen Revolution gekommen ist. Wenn es sich um einen geistigen Meinungsstreit handeln würde, wären die Bemühungen Russlands Indien von China zu separieren, ebenso unverständlich wie die Anstrengungen der Chi nesen, sich Einfluss sphären nicht nur in Fernostasien, (Schloss auf Seite 2) so eines Anwaltes des Rechtes, absolut ungeeignet. Zwischenfall in" Hamburg. — Eine Gasbombe wurde in einem hamburger Kino geworfen, in dem der polnische Film „Requiem für eine halbe Million“ lief, der die Tragödie des Warschauer Ghettos beschreibt. Während der auf die Explosion folgenden Panik schrien Unbekannte antisemitische Beleidigungen in den Saal. Die Vorstellung musste abgebrochen werden. (IAA) 8494