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Jüdische Wochenschau · 1964-11-06 · 2089 (6.11.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2089 (6.11.1964)
Date
1964-11-06
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, ß de Noviembre de 1964 'LA S EM ANA ISRAELITA Año XXV. — N® 2689,— 5 Ereignisse der £ (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) thal Director - Secretario: Carlos Waldman, Prosekretär: Dr. Alejandro Po nie. man, Pro Tesorero: Ing. Sarin Avram, sowie eine gro. sse Reihe weiterer Vertreter bedeutender argentinischer Handelsfirmen. Weltverband jüdischer Frauen In einer Pressekonferenz, zu der Vertreter der grossen bonaerenser und der jüdischen Zeitungen erschienen waren, berichtete die Präsidentin des Internationalen Rates jüdischer Frauen, Frau Frances Rubens, über die Arbeit dieser im Jahre 1912 in England gegründeten Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die jüdischen Frauen in allen Ländern zu mobilisieren, um das Elend in der Welt zu lindern. Einleitend unterrichtete die Vizepräsidentin des Weltverbandes für Argentinien, Frau Felisa de Kohan, über die Persönlichkeit der Frau Rubens die sich seit frühester Jugend, dem Beispiel ihrer Mutter folgend, sozialer Arbeit gewidmet hat. Seit Beginn des letzten Weltkrieges lag ihr die Sorge um die jü. dischen Kindern, die von ihren Eltern aus Deutschland nach England geschickt wur den, besonders am Herzen, und nach dem Kriege betreute sie ein Heim für 500 jüdische Kinder die aus den Konzentrationslagern der Na. zis gerettet werden konnten. Der Internationale Rat jü- [ discher Frauen, der seinen J Sitz in London hat, besitzt j autonome Zweigstellen in 21 Ländern, einschliesslich Israj el, und zählt insgesamt eine . I halbe Million Mitglieder. Wie Frau Rubens auf Fragen der | Journalisten betonte, jst er Protest aus Brüssel Brüssel. — Der belgische Ministerpräsident Theo Lefevre protestierte per sönlich vor dem Vizepräsidenten des sowjetischen Ministerrats K. M. Rud new, gegen den Antisemitismus in Russland. Rudnew, der zu einem offiziellen Besuch nach Brüssel gekommen war wurde von Ministerpräsi dent Lefevre informiert, dass sowohl er selbst wie aüch die öffentliche Meinung seines Landes über den Antisemitismus in Russland schwer besorgt seien. Als der russische Diplomat entgegnete, ihm sei nichts von antisemitischen Kundgebungen oder Publikationen bekannt er bot sich Lefevre, ihm die betreffenden Unterlagen zur Verfügung zu stellen, was er auch tat. (ITA) ALFREDO STERN ALLER Depariamenios — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoransr.hläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DE POS I TO: V. de la Plaza 1779 J. P. LANDSBERG! VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. 01, 550 T.E.: 30-1474 (ATECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 S U A V A N D A R ei calzado legítimo de espuma de goma í * DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY i# 8.« « 6* « STAMPS CENTER 44 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 I völlig unpolitisch und lehnt I jede Einmischung in politische Fragen ab. Er nimmt auch keine Stellung zum Antisemitismus sondern ist be. I müht dieses Uebel durch soj ziale Wohlfahrt zu bekämpi fen und durch das Beispiel des Wohltuns die Behauptun- ■ gen der Rassenfanatiker zu widerlegen. Seit kurzem wur- I de dem Verband, der der Or. ganisatlon nichtstaatlicher Institutionen angeschlossen ist, konsultativer Status im Wirtschafts- und Sozialrat der UN zuerkannt, in den nunmehr zwei Repräsentanten entsandt werden konnten. In den UN-Kommissio. nen für die Fürsorge für Mutter und Kind (UNICEF), für Erziehung (UNESCO), für Weltgesundheit für Menschenrechte, für Frieden und Abrüstung und für den Status der Frau unterhält die Organisation Beobachter. Ausser der ständigen Werbung und Heranbildung jüdischer Sozialarbeiterinnen in allen Ländern betrachtet der Internationale Rat jüdischer Frauen die Fürsorge für alte jüdische Menschen als eine seiner vornehmsten Aufgaben. In England hat er eine grosse Zahl von „Friendship- Clubs“ (die nach amerik :nischem Beispiel bei uns Golden Age-Club heisst) ins Leben gerufen und Werkstätten gegründet, in denen alte Leute das Gefühl haben dürfen, noch irgendeine Arbeit zu leisten und nützlich sein zu können. Er führt auch eine Aktion unter dem Namen „Meals on Wheels“ (Mahlzeiten auf Rädern) durch, um bedürftigen oder kranken Alten warme Mahlzeiten ins Haus zu liefern. Auf ihrer Informationsreise durch Lateinamerika be suchte Frau Rubens auf ihrem Weg nach Buenos Aires die Hauptstädte von Perü, Ecuador und Chile. Ihre Reise führt sie nunmehr über Montevideo nach Sao Paulo, wo vom 8.—11. November im Albert Einstein-Hospital eine regionale Konferenz stattfindet an der sich die lateinamerikanischen Filialen beteiligen. Brasilianischer Botschafter Brasilia. — Der Präsident Brasiliens, Castello Branoo ernannte Aloisio Regis Bittencourt, einen Berufsdiplomaten, zum neuen brasilianischen Botschafter in Israel. Die Ernennung muss vom Senat bestätigt werden. Seit Antritt der jetzigen Regierung hatte Brasilien kei nen Botschafter in Israel (ITA) Jerusalems Botanischer Garten Jerusalem. — Louis Vax aus Philadelphia hat 10.000 Dollar für den Botanischen Garten der Hebräischen Universität gestiftet. Dieser Garten, der gleichzeitig dem Studium der höheren Botanik dient, liegt innerhalb des Universitäts-Knmpus, das eine Fläche von 150 Dunam bedeckt. Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung ★ MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG ★ LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel Maipu 982 Tel. 31-7845 New York — Ein Zug von 2.500 jüdischen Führern bewegte sich schweigend durch die Strassen der Stadt. Die Demonstranten trugen brennende Jahrzeitkerzen in den Händen. Sie zogen zum Sitz der Sowjetunion vor den UN in Manhattan, um den sowjetischen Funktionären eine Liste mit 18 Beschwerden über die fortgesetzte Diskriminierung der russisch sn Juden zu überreichen. Dieser Versuch endete jedoch erfolglos. An dem Protest beteiligten sich 26 lokale und nationle jüdische Organisationen. Die Kundgebung stand unter dem Patronat der newyorker Konferenz über die sowjetische Judenheit. Die Teilnehmer hörten Ansprachen von jüdischen Rednern, sowie des republikanischen Senators Kenneth B. Keating, und des ehemaligen Generalstaatsanwalts Robert Kennedy. Die Delegierten n hmen einstimmig einen Appell an, für ihre Brüder in der Sowjetunion einzutreten. Die Eingabe die sie der sowjetischen Mission überreichen wollten, enthielt die folgenden 18 Punkte: 1. Ausrottung des Antisemitismus durch wirksame erzieherische Massnahmen seitens der Regierung. 2. Die Erlaubnis. Gottesdienste in den Synagogen und privaten Bethäusern abzuhalten. 3. Aufhebung der Beschränkungen für die Einhaltung so geheiligter Riten wie die der Beerdigung und Beschneidung. 4. Die Ermöglichung der Herstellung und Verbreitung religiöser Gegenstände wie Talessim und jüdischer Kalender. 5. Wiederherstellung aller Rechte und Möglichkeiten für das Backen und den Verkauf von Mazzot und koscherer Lebensmittel. 6. Bereitstellung von Möglichkeiten zur Herausgabe von hebräishen Bibeln, Gebetbüchern und anderen religiösen Schriften in ausreichender Anzahl. 7. Die Erlaubnis zur Gründung einer Föderation nationaler Synagogen. 8. Dieser Organisation das Recht zu erteilen, sich mit anderen Organisationen zu. sammenzuschliessen. 9. Den Juden die Erlaubnis zu religiösen Fhlgerfahrten nach den heiligen Stätten in Israel zu gewähren. 10. Allen Qualifizierten Anwärtern den Besuch der Jeschiwa in Moskau zu gestatten, die Einrichtung -weiterer Seminare zu erlauben und den Studenten die sich auf das Rabbineramt vorbereiten, die Bewilligung zum Eesuch von Hochschulen im Ausland zu erteilen. 11. Die Gründung von Lehranstalten für das Studium des Jiddischen und Hebräischen zu erleichtern. 12. Jüdischen Schriftstellern, Künstlern und anderen Intellektuellen d e Sch ffung eigener Institutionen zu erlauben. 13. Einen jiddischen Vertag zu gründen. 14. Staatliche jüdische Theater in den grossen Städten zu eröffnen. 14. Die antijüdische Diskriminierung auf allen Gebieten des sowjetischen Lebens zu verbieten. 16. Jedweder Kampagne ein Ende zu setzen, die sich stereotyper antisemitischer Mittel bedient. 17. Aufhören der diskriminatorischen Fhaxis, Juden für angebliche Wirtschaftsverbrechen zum Tode zu verurteilen. 18. Den Juden zu erlauben, sich mit ihren F’milien im Ausland wiederzuvereinigen. EINE BOTSCHAFT JOHNSONS Präsident Lyndon B Johnson richtete eine telegrafische Botschaft an die Protestkundgebung, die vor Beginn des Schweigemarsches im Hunter College stattfand. Robert F. Kennedy, der als demokratischer Senator für New York bei den Wahlen kandidierte, verlas die Worte des Präsidenten. Johnson bezeichnet« in seinem Telegramm den Antisemitismus in Russland als eine historische Tragödie, die n ch eine Erbschaft aus zaristischen Zeiten sei „Wir können nicht giöicrigii’tig bleiben wenn es irgendwo in der Welt eine religi se oder rassische Diskriminierung gibt“, heisst es u. a. „denn keine Regierung, kann sich dem moralischen Urteil von Millionen Menschen auf der Erde verschliessen.“ Kennedy selbst fügte hinzu falls er gewählt werden sollte, werde er der UN-Kotnmission für Menschenrechte nahelegen, „diese Praktiken energisch zu verurteilen“ Er erklärte, dass dieser Fall auf das aussenpolitische Pro-, gramm der USA gesetzt werden müsse, damit sich die zuständigen Büros der Regierung und die staatliche Nachrichten-Agentur mit' diesem Zustand beschäftigen. -<ITA) I Israelischer Plan abgelehnt I Bombay. — Dje indische Regierung hat einen Plan is- , raelischer Experten für die Entwicklung der Wüsternej gion des Staates Rajastan abgelehnt. Als Begründung \ wurde angegeben, dass die erforderlichen Rohrleitungen zu hoch zu stehen kommen. In Wirklichkeit, so nehmen , Beboachter an, wurde d s Projekt aus äussehpli tischen Gründen ahgelelint. REISEN SIE MIT VIA WIND nach Uruguay und ALLEN LAENDERN DES KONTINENTS BAHN — FLUGZEUG — OMNIBUS 25 DE MAYO 189 T. E. 34.3919 INDUSTRIAS YU VEN A SA Fábrica de calzado y zapatillas © E SCAiy^^ j. ANDONAEGUI 1270 T. E.: 51 Buenos Aires: 4810 ^omiunn»mumnuMimimii{miii!iimnuumiiumnuiimiiiuimmuii6nauuiiia»i8ii«iii»j Ferias de oí .iiiiiiiiiiiiiiisiiiiMiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiimiiiiiiiiiiMiih^

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