Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2086 (16.10.1964)
- Date
- 1964-10-16
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 16 de Octubre de 1964 I, A SEMANA ISRAELITA Año XXV, _ N* 2086 — 3 Neue Landwirtschaftspolitik Die moderne Landwirtschaft erfordert auch eine neue Landwirtschaftspolitik. Mehr noch als früher muss der Staat als regulierender Faktor eingreifen, soll vermieden werden, dass sich Ueberscliüsse landwirtschaftlicher Produkte ergeben, die dann nicht verwertet werden können. Hierdurch könnte das gesamte Preisniveau für landwirtschaftliche Produkte gefährdet werden. In Israel ist die regulierende Hand des Staates doppelt und dreifach notwendig. Neue Siedlungen werden laufend errichtet, brach liegende Gelände erschlossen, Grenzgebiete besiedelt. Würde der Staat nicht dafür sorgen, dass auch diesen jungen und natürlich schwachen Neusiedlungen geholfen wird, dass sie nicht besondere Produktionsquoten zu festen Preisen für ihre Produkte zugesichert erhalten, wäre bei allem Pionierwillen diese Erschliessung neuen Geländes für die israelische Landwirtschaft eine Unmöglichkeit. Aber die Gründung neuer Siedlungen besonders in den Grenzgebieten, im unterbevölkerten Galil und im Negew sind keineswegs nur eine wirtschaftliche Frage, sie sind eine solche der Sicherheit und von einer besonderen Bedeutung. Produziert unsere Landwirtschaft heute auch die Lebensmittel für unsere Bevölkerung in einem Umfang, der weit über den täglichen Bedarf hinausgeht, so müssen wir doch die Landwirtschaft ln die Lage setzen, auch eine Bevölkerung von drei und später vier Millionen Seelen ernähren zu können. Eine Planung unserer Landwirtschaft auch auf eine lange Frist ist daher eine absolute Notwendigkeit. Landwirtschaftsminister Mosche Dajan stösst daher auf wenig Schwierigkeiten bei der Schaffung der Instrumente für eine Planung der Landwirtschaft auf kurze, aber auch auf lange Frist. Diese Planung umfasst auch die Zuteilung von Wasser und von Boden. Selbst nach der Inbetriebnahme der Landeswasserleitung vom Kl- MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Gescháf te mlt der grosetea Aaswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 - 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung von Dr. KURT OTTENSOOSER (Israel) neret nach dem Negew bleibt noch ein Mangel an Wasser. Den Siedlungen müssen daher feste Quoten zugeteilt werden, die nicht überschritten werden dürfen. Dem muss aber auch die Wahl der anzubauenden Pflanzungen angepasst werden. AU dies macht eine straffe Lenkung der Landwirtschaft notwendig, sollen Ungerechtigkeiten vermieden werden. Das Hauptinstrument dabei Preisniveau drücken müssten. Nun lässt sich eine solche Planung auf dem Papier leicht vornehmen, aber die Natur hat ihre eigenen Gesetze und richtet sich nicht nach der menschlichen Planung. So haben wir in diesem Jahr eine Fülle an Obst, wie noch nie, während auf der anderen Seite einige Monate Bananen fehlten, da sie schwere Frostschäden im Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ Präsident Lyndon Johnson Unterzeichnete das Gesetz über Auslandshilfe, durch das die USA anderen Ländern Beträge bis insgesamt 3.250 Millionen Dollar zur Verfügung stellen werden. — In Panama wurden neue Angriffe gegen die USA laut; die Kommission, die über die kürzlichen Zwischenfälle zu berichten hatte, wurde jetzt (nachträglich) angegriffen. — De Kriegslage in Südvietnam entwickelt sich ausserordentlich unerfreulich. Die roten Rebellen schossen drei amerikanische Flieger ab. — Jan Maurer, Rumäniens Ministerpräsident, soll — wie aus Japan gemeldet wird, als Mittler zwischen Krutscbew und Chou En Lai fungieren. Die Aussichten dieser Intervention werden als sehr zweifelhaft angesehen. — Die englische Königin, Elisabeth II., machte Kanada einen offiziellen Besuch. — Die Konferenz der „Neutralen“, die in Kairo tagte, schloss den Ministerpräsidenten des Kongo, Moise Tschombe, von den Verhandlungen aus, da er angeblich mit dem Westen paktiert... In Washington stellte der amerikanische Präsident Johnson gemeinsam mit seinem Gast Diosdado Macapagal, dem Präsidenten der Philippinen, fest, dass Rotchina eine Bedrohung für den Fernen Osten darstelle. — Indien und Aegypten machten ein Geschäft: der indische Ministerpräsident Lai Bahadur Shastri versprach indische Hilfe bei der Lösung der ,Palästina‘-Frage und der Regelung der Jordanwasser, dafür wird Nasser den Indern beim indisch-hindunesischen Grenzkonflikt helfen... Reverend Martin Luther King wurde der Nobelpreis für den Frieden zuerkannt. Et ist damit der dritte Farbige, dem diese Ehre zuteil wurde. — Der Kommunistenführer in Ostdeutschland, Walter Ulbricht, kündigte eine Amnestie für über zehntausend politische Gefangene an. — Eine Debatte über Gibraltar, das von den Spaniern reklamiert wird, wurde in den UN geführt. — Neue Ausschreitungen gegen Neger wurden aus den USA gemeldet, wo eine Kirche für Schwarze in Vicksbur (Mississippi) angesteckt worden ist. — Rotchina beschuldigt Indien der Grenzverletzung, weil Indische Truppen in chinesisches Gebiet eingedrungen sein sollen. — Einen scharfen Protest erhoben die Amerikaner gegen die Russen, die einige amerikanische Transporte auf dem Wege von und nach Berlin belästigt haben. — Sir Winston Churchill gab seiner Hoffnung Ausdruck, die konservative Partei werde siegreich aus den Wahlen hervorgehen. — ist die Schaffung von Vermarktungs - Gesellschaften, die von Beamten des Landwirtschafts-Ministeriums m Zusammenarbeit mit Kreisen der Landwirtschaft geleitet werden. Sie nehmen dem Bauern seine Produkte zu festen Preisen ab, die zu Beginn der Saison festgelegt werden. Allerdings muss sich der Landwirt dagegen auch sagen lassen, was und wieviel er von dieser oder jener Sorte anpflanzen darf. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass Ueberschüsse produziert werden, die nicht absetzbar sind und auf das Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AH HANDGEKTOPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN ruwt JEDES GEMUETLICHE HEIM. *—■ *■*«»«*— — N«T.»MaJU»hü Tiffithfj Auf W Hasek StoMwagaorteichteriiagQii MMWBWWWWMCl«: IN ALLEM PAREEN UND mmmtmm. aosl&obk von •TirmiHT- REIM WOLLENEM VELOUR, vw 9—M Uhr iw A-—(-“irrgtiham CjJU AMDONASGtf M3 4 hitiiii m tWoRaa Bf<rtn wwac W IM Winter erlitten hatten. Die Anlage neuer Obstplantagen ist heute genehmigungspflichtig. EIN GUTES ERNTEJAHR Die Landwirtschaft Israels hatte jeden Grund, das Sukkotfest, das traditionelle Erntefest fro-h und dankbar zu begehen. Der Regen im vergangenen Winter war nicht nur quantitativ reichlich, sondern er war — was nicht weniger wichtig ist — auch gut verteilt. Die Folge war, dass die Feldwirtschaft in diesem Jahr sehr gute Ernte hatte und 17 Prozent der Gesamtproduk- GoMmann bei Erhard Bonn. — Der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard konferierte mit Dr Nachum Goldmann, dem Präsidenten der „Claims Conference“. Dr. Goldmann wurde von Ernst Katzenstein, dem Repräsentanten der Konferenz in Westdeutschland, begleitet. Zur Diskussion standen Probleme der Entschädigung und im besonderen Wiedergutmachung» - Fragen, welche sich auf eine neue Gruppe von Anspr uchsberech tigten. die sogenannte Gruppe derer „nach 1053“ beziehen. (ITAJ I tion der Landwirtschaft erreichte. Der Fleischkonsum des : Landes ist im ständigen Steigen und durch die Schaffung , grosser moderner Schlachthäuser auf der einen Seite, der Gründung von Vieh-Ver- ' marktungs-Kooperath'en auf der anderen, konnte der Preis für den Konsumenten herabgedrückt werden Auch hier soll der Preis das ganze Jahr hindurch unverändert aufrecht erhallen werden. BESSERE AUSSICHTEN FUER DIE ZITRUSSAION i Die letzte Zitrussaison hatte nicht ganz die Rekordziffern und Einnahmen der Vori jahressaison erreichen kön- : nen. Die Quantität der Frucht i ging zurück, da auch die Zi- 1 trusfrüchte unter dem Frost gelitten hatten, ausserdem lagen die Preise an den europäischen Märkten für Zitrusfrüchte schwächer. Im Gegensatz dazu aber sind die Chancen für die neue Saison besser. Man rechnet mit dem Export von 1314 Millionen Kosten Zitrusfriichwas einen neuen Rekord darstellt. Man erwartet auch, bessere Preise zu erreichen. Um die vermehrte Produktion unterbringen zu können, ging man jetzt mit aller : Energie an die Erschliessung neuer Märkte. Sowohl in , Osteuropa, wie aber auch in Asien konnten neue Kunden gefunden werden. Auch gewährt das Abkommen, das Israel mit dem Europäischen Gemeinschaftsmarkt hatte LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDI ENTE Bs. Aires — PUEYREDON 2190, IV izq. — T. E. 83-2613 I 16. Oktober 1964 9. Marcheschwan 5725 schliessen können, die Möglichkeit der Steigerung unserer Zltrusexporte in diese Länder. Ba die Landwirtschaft heute in der Lage ist, mit sehr viel weniger Menschenkräften sehr viel mehr produzieren zu können, gehen die Siedlungen mehr und mehr auch zur Industrie über. Diese Bewegung wird auch von der Regierung unterstützt, nicht nur, um der 1-ndwirtschaftlichen Bevölkerung genügend Arbe tsmögliehkeiten zu sichern, sondern auch im Interesse einer besseren Verteilung unserer Bevölkerung über das ganze Land. So bleibt die Landwirtschaft eng verbunden mit der Entwicklung unserer Wirtschaft im ganzen und mit den Erfordernissen für die Stärkung der Sicherheit unseres Landes. Ausweisung eines Neonazis Bonn. — Walter Grün, ein 61 jähriger Lehrer aus Schweden, wurde unter dem Verdacht, die Gründung einer neonazstiscben Organisation zu planen, aus Westdeutschland ausgewiesen, wie das Büro des Genera ¡Staatsanwalts mitteilte. Als Begründung wurde angeführt, dass Grün Kontakte mit ehemaligen NS- Funktionären und extremistischen Gruppen gesucht und Flugblätter verteilt habe, in denen er für die Gründung einer internationalen Organisation warb, die die Koordinierung neonazistischer Aktivitäten in Europa bezwecken sollte. (ITA> 4tj Verbot einer arabischen Grupp« Jerusalem. — Die israeli- ' sehe Regierung hat die extrem-nationalistische arabische Gruppe El Ard (die Er- : de) verboten. Die Gruppe I hatte sich um die Anerkennung als politische Partei bemüht. Den Führern der Grup, pe wurde mitgeteilt, dass ihre Ziele „subversiv“ seien. Beamten der Regierung bezeichne ten die Mitglieder der kleinen Gesellschaft als .geheime Anhänger Nassers“ Ihr Ziel sei die Zerstörung Israels. (AWZ) Refrese de Europa en este moderno y lujoso transatlántico israelí. SALIDAS: PROXIMAS PAUTO** OEJOf BUENOS AÍRES HAIFA: 6-12-64 ÑAPOLES: 9-12-44 MARSELLA: 10-12-64 LISBOA: 13-12-64 ESCALAS EN: Madeira Ríe Santos Montevideo llegando *. ■ Buenos Airar el 27-12-64 27-12-64, 8-3-65, 14-6-65 Consulte a au agente de viaje* o a ZIM OSAR NAVIGATION CO. UD. MA18U 866 - Tal. 32-7465 7823 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ★ ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRÄGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung ★ BVEROSTUNDENi DIENSTAG» MITTWOCH und FREITAG von bf—f| Ufer T. S3-2613 ★ ^r"~~ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftseachen - Vertraege - Verwaltern gen - Miels-, Zivil- und Handelssachen. I.L:W-«3t FvernRCBM 2«t a*. lag mm