Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2085 (9.10.1964)
- Date
- 1964-10-09
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. mi — Viera««, 9 de Octubre de 1964 i Galilaea wird „erobert” Nilwasser für Sinai T\iä n Atmfi oaV. a LJ aa«<i amu n m I n Iavm 4 m n u fl ‘__ 1 .i ■ Eines der populärsten Kenn-1 Bleichen des Landes Israel ist sein geringer Umfang. Aber I in diesem kleinen Ländchen gibt es immer noch sehr viel! ungenütztes Siedlungsgebiet, j In Zentral-Galiläa leben heute noch wenige Juden zwi-! sehen vielen Arabern. Die Volkszählung des Jahres 1961 1 ergab, dass in diesem Gebiet ’ mit seinen 137.232 Arabern! nur etwa 13.000 Juden wohn, i ten, und seither hat sich das ' Zahlenverhältnis durch die i fünf Mal so hohe Geburten-1 rate der Araber noch weiter j zu Ungunsten der Juden! verschlechtert. Auch konzen-; triert sich die jüdische Be- 1 völkerung vornehmlich in zwei Orten, nämlich in Ober- Nazaret und in Maalot. 1 Es war daher hoch an der : Zeit, dass die Besiedlung die., ses 1.050.000 Dunam umfas- 1 senden Gebietes, das als „Negew des Galil“ bezeichnet ' wird, planmässig erfolge, und 1 dies hat der KKL (JNF) auf I sich genommen. Etwa 600.000 I Dunam davon sind felsiger, | kaum kultivierbarer Boden, I aber auch in diesem lässt sich Weideland finden. Das Gebiet, das wir in einer zweij tägigen Tour besichtigten, erstreckt sich von Nazaret : nordwärts bis zur libanesi-; sehen Grenze und bis nach Meron im Osten. Wir besuch, j ten Jodfat, Adamit, fuhren längs der neuen, teils in felsigen Bergabhang eingesprengten Strasse die libanesiche Grenze entlang, sahen Biranit, nahmen unser Mittag^Picknick im Ausflügler- Lager von Meron ein, das ein gepflegter Naturschutzpark ist, fuhren nach Tiberias weiter und besuchten Ein Geb jenseits des Kinneret-Sees, begaben uns tags darauf auf den Gilboa, auf dessen Gipfel wir Maale Hagilboa besuchten, das von einer Na. chal-Gruppe bewirtschaftet wird, fuhren die neue Strasse entlang der transjordanischen Grenze nach Nurit, wo die prä-militärische Gad. na-Formation dem KKL bei der Aufforstung hilft. Nicht alle der angeführten Orte haben bereits ständige Einwohner, aber wir können sicher sein, dass sich aus den An. fangen, die wir sehen konnten, in nicht allzu langer Zeit respektable Orte entwikkeln werden. Das Programm umfasst die Gründung von 35 Siedlungen, deren Wirtschaftsbasis Obst¬ und andere Baum-Pflanzun. gen, Feldfrüchte, Schaf- und Rinderzucht und auch Aufvtm MEIR FAERBER zucht von Pelztieren sein wird. Je fünf Siedlungen werden um eine Dorfzentrale gruppiert sein, in der die Verwaltungs., Erziehungs¬ und Wirtschafts-Dienste für die jüdische und die arabische Bevölkerung des Gebietes konzentriert werden, also Bezirksschulen, eine medizinische Klinik, Geschäftslä. den, kulturelle Institutionen und die lokalen Aemter der öffentlichen Verwaltung. DREI FUENFJAHRES- PLAENE Das Projekt verteilt sich auf drei Pläne zu je fünf Jahren. In der ersten Phase sollen zwischen der libanesischen Grenze und der Berglehne von Bet Netufa acht Siedlungen mit je 70 Bauernfamilien und drei Dorfzen. tren mit je 200 bis 300 Familien errichtet werden. Eines dieser Dörfer, nämlich Meron, soll seinen 200 Familien vornehmlich aus Fremdenverkehr und Sommerfrischen- Betrieb Existenz bieten. Die. sen Lag Be’Omer zählte man in Meron am Grabe des Rabbi Schimon Bar Jochai 60.000 Pilger, und bei wärmerem Wetter wären es wohl hunderttausend gewesen. Wir sahen das riesige, freie Feld unterhalb des Mausoleums von einer riesigen, gedrängten Menschenmenge über, füllt. Gegenwärtig werden die Wirtschaften für 1.740 Fami. lien vorbereitet, aber zu Ende der ersten fünf Jahre sollen diese Dörfer und Dorfzentren von 3.500 Familien mit zusammen 15.000 Seelen bevölkert sein. Nach zwei i weiteren Jahrfünften, also | um 1979—80. soll auch dieser 1 Teil von Galiläa jüdische Bevölkerungsmehrheit haben. Bas jetzt ungenützt daliegen, de Bergland von einer Million Dunam wird zum Wohle der jüdischen wie der arabischen Bevölkerung des Staates der Volkswirtschaft dienstbar gemacht sein, und auch i die arabischen Galiläer wer. I den aus der kulturellen und : wirtschaftlichen Erschliei ssung ihres Wohngebietes I Nutzen ziehen. INTENSIVIERTE ERSCHLIESSUNG | Von den 83 Millionen IL | Investition in dieses Projekt bringt der Keren Kajemet selbst 34 Millionen IL auf,; das Wohnbau - Ministerium | steuert aus dem Staatsbudget 1 34 Millionen IL bei und die; Sochnuth 15 Millionen IL. Die Vorbereitung der Siedlungen wird jetzt viel weitergehend sein als früher, und die Siedler werden innerhalb ei. nes ausgebauten Strassennetzes ihr Anwesen mit einem Haus von 54 Quadratmetern Grösse, Felder, bereits gepflanzte Obstbäume, Geflügelstall und Kuhstall und volle Wirtschaftseinrichtung vorfinden. Vorerst werden 70.000 Dunam entsteint und für die Pflanzungen vorbereitet. Bis Ende 1965 wird der KKL die Hälfte des vorbereiteten Bo. dens, auf dem jetzt noch die Bulldozer arbeiten, mit Fruchtbäumen bepflanzt haben. Auch die beiden Städtchen Maalot und Carmiel werden im Laufe der ersten Phase bereits errichtet. Auf der Fahrt durch das galiläische Bergland konnten wir uns davon überzeugen, wie intensiv überall am Strasenbau gearbeitet wird, der durch bisher jungfräuliches Gebiet führt. Stellenweise kommen wir durch dichte Wälder mit über mannshoch stehendem Gestrüpp und mit vielen über zwei Meter hohen Lorbeerbäumen. Die Landschaft ist von iener Unmen. ge farbenprächtiger Blumen belebt, und es regt sich nicht der geringste Zweifel daran, dass diese Berge kultivierbar sind und eine Bevölkerung von vielen zehntausenden Menschen ernähren können. Besonders will man hier Steinobst, auch Kirschen und Pistazien pflanzen, und für Viehzucht und Milchwirtschaft steht ein unerschöpfliches Weideland zur Verfügung. Selbst der Gilboa, der Jahr, hunderte hindurch als unfruchtbar galt, setzt den jet- Die ägyptische Regierung hat ein Projekt zur Bewäs-! serung von Teilen der Halb-! insei Sinai in Angriff genommen. Die Vorarbeiten für dieses Unternehmen begannen im Juni vergangenen Jahj res. Der erste Bauabschnitt I wurde mit der Fertigstellung j eines Kanals südlich von i Ismalia beendet. Der etwa 1,5 Kilometer lange Kanal soll | Nilwasser bis zum westlichen | Ufer des Suezkanals heranführen. Er zweigt von dem Süsswasserkanal ab, der gegenwärtig die Gegend von Suez mit Wasser versorgt. Eine erste Probeleitung mit j einem Durchmesser von über 25 Zentimeter ist bereits ur.- j ter dem Suezkanal verlegt j worden. Beidiesen Arbeiten i wollte man die nötigen Er-! fahrungen sammeln, die zur | Verlegung der 1,5-Meter-1 Rohrleitung nötig sind. Zur : gleichen Zeit werden durch I diese Probeleitung die Ar- I beitskräfte im Sinaigebiet, i die an dem Bewässerungssystem in der Sinai-Halbinsel arbeiten, mit Wasser vet* sorgt. Weiter sollte die Verlegung der Röhren mit 1,5 Metern Durchmesser unter dem Suezkanal beginnen und schnellstens beendet werden, um den Bau der Pumpwerke an beiden Endes des Röhrensystems in Angriff zu nehmen. Bis Ende des nächsten Jahres sollten dann auch die Parzellen nördlich und öst lieh der grossen Bitterseon auf halbem Wege zwsctien Ismalia und Suez unter 4.000 Familien verteilt worden sein. Insgesamt sollen rund 8.300 Hektar Land urbar gemacht werden. Die Kosten für das ganze Projekt werden auf rund 12 Millionen Dollar veranschlagt. Darin sind auch die Aufwendungen für den Bau eines Verwaltungszentrums und von 13 Dörfern enthalten, die die neuen Siedler und Bauern aufnehmen sollen. zigen Pflanzungsbemiihun- : gen keinen Widerstand ent. 1 gegen, bei denen ein neues System angewandt wird; Statt in Mulden werden die j Setzlinge in kleine Erdhügelj chen gepflanzt und 92 Prozent schlagen Wurzel und wachsen gesund auf. j Auch das Sicherheitspro- | blem spielt am Gilboa eine! grosse Rolle. Solange der Berg nicht besiedelt war, konnten die Transjordanier ungehin. dert über die nahe Grenze. Kennedyfl uid in Israel Durch Anlegung des Ortes Maale Hagilboa (ln 500 m Seehöhe) gelangten vor eineinhalb Jahren 50.000 Dunam der Gilboa-Abhänge eigentlich erst unter israelische Kontrolle, denn zu Füssen des Berges verläuft ein. 23 Kilometer langer Grenzabschnitt, der nur von Patrouillen befahren wurde und wo die israelischen den trans. jordanischen Soldaten gegenüberstanden. Von der Strasse, die zur Hadassa führt, biegt man HERBERT FREEDEN scharf nach Süden ab, lässt die beiden Dörfer Qra und Aminadaw hinter sich, und : dann ist man am Ende der Welt — zumindest der Welt I asphaltierter Strassen, grü- . ner Wälder, fruchtbarer Gärten — eine Bergeinsamkeit aus verkarstetem Gestein , mit verfallenen Terrassen j und weiter Sicht tut sich auf.; Irgendwo liegt Batir, schon in Transjordanien, wahr- 1 scheinlich nicht weit vom 1 historischen Betar, von dem | der Talmud sagt, dass es 400 Synagogen beherbergt hat I und in jeder von ihnen lern- I ten 400 Schüler mit ihrem i Rabbi. Die Hügel, die die j Stadt umschlossen, müssen! grün gewesen sein, denn es war dort Sitte, eine Zeder für jeden neugeborenen Sohn zu pflanzen, und eine Kiefer für jede Tochter. Heute gibt es auf jenen Bergen, wo Bar Kochba vor 2.000 Jahren seinen letzten Kampf gegen die römischen Legionen führte, nur vereinzelte Vorläufer einer neuen Aufforstung. Bald jedoch werden hier Millionen Bäume wachsen — im John F. Kennedy-Friedens-Wald, i Die Idee, das Gedächtnis an | den ermordeten amerikani- sehen Präsidenten in Israel | zu verewigen, entstand spon- ] tan, als die Nachricht von seinem tragischen Ende die | Welt erreichte. ments tragen und eine Strasse anlegen, den John F. Kennedy Memorial Park Way, die von Jerusalem direkt zum Wald führen wird. sehen Ereignise teitaehmen wollen. ISRAEL - BRIEFMARKEN KA WIEDERVERKAEUFEB — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica eficiaJ del Estado de Israel, VIAMONTE SM, I/B — Bh«m< Air»*, Arfestfaa JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73*1148 BLANCO ENCALADA 1646 Die Erschütterung des Der Grundstein für die Kennedy - Gedächtnisstätte wird am 22. November gelegt-, dem ersten Jahrestag der Ermordung des Präsidenten. Die Enthüluung wird am 4. Juli in Anwesenheit führender amerikanischer und israelischer Persönlichkeiten stattfinden. Bereits jetzt werden Vorbereitungen getroffen, um eine Pilgerfahrt von tausenden amerikanischen Bürgern zu ermöglichen, die an diesem histori- Das Gedächtnismal, das von dem israelischen Architekten A. Harmat entworfen und von Bezalel Schatz dekoriert wird, dürfte aus fünf Säulen von ungefähr 25 Meter Höhe bestehen, die auf einem weiten Plateau errichtet werden, von dem man auf der einen Seite nach Jerusalem sieht und auf der anderen Seite, an einem klaren Tag, bis zum Mittelmeer. Es ist geplant, eine Grotte aus den Bergwänden zu schlagen, in der ein Ehrenbuch für Besucher aufgelegt werden soll. Ueber die Frage, ob in dieser Grotte eine Büste Kennedys aufgestellt wird, diskutiert man noch. Jetzt führt entlang der Grenze eine belebte L&ndstrasse, zu deren beiden Seiten auf den Feldern Zivilisten arbeiten, friedliche Bau. ern, die einander freundlich grüssen, hier Israelis, dort transjordanische Araber. Dieser Teil der Grenze macht einen idyllischen Eindruck. Nur in der Ferne sehen wir neben einer Wächterhütte einen arabischen Legionär, der sich gewiss schon daran gewöhnt hat, dass nun die jüdischen Felder bis an die Grenze reichen. Mit der Besiedlung Mittel- Galiläas ist Israel dabei, eines seiner Probleme zu lö. Vieri » I Zai wenn setzt ken,; Werd sind de«, wart: gen. Gene: verbo sen. Funda in Nakaria Bei Ausgrabungen in der Nähe von Naharia wurde ein alter Glassarg mit griechischer Inschrift gefunden so. wie sehr gut erhaltene Glas* Gefässe, goldener Schmuck und Münzen. AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 nordamerrikanischen Juden tums fand ihren Ausdruck in einem Telegramm, das der Präsident des JNF in USA, Mr. Max Bressler, an Israels Ministerpräsident Levi Eshkol, sandte, und in dem er ihm von dem Gedanken eines Kennedy-Gedächtniswaldes in Israel Mitteilung machte. Eshkol sagte ihm unverzüglich die volle Unterstützung der Regierung zu diesem Projekt zu. „Als ein tapferer Streiter für Frieden und Menschenrechte war Ihr verstorbener Präsident ein wundervolles Beispiel der ständigen Freundschaft zwischen den Völkern der Vereinigten Staaten und Israel.“ Präsident Salman Shazar und Jerusalems Bürgermeister Isch-Shalom stimmten dem Plan begeistert zu. Der Wald wird aus 5% Millionen Bäumen bestehen — ein Baum für jeden nordamerikanischen Juden — dessen Zentrum ein Obelisk bilden wird, ähnlich dem Washington-Monument. Dieser Obelisk wird von 50 Säulen umgeben sein, die die 50 Staaten der USA repräsentieren. Der Wald wird vom Keren Kayemet gepflanzt werden, und Israels Regierung wird die Verantwortung für die Errichtung des Monu- JUEDISCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - WIZ9 BIBELKURS (VIERZEHNTAEGIG) Leitung: Rabb. Dr. MEIR ROSENBERG MONTAG, DEN 26. OKTOBER, UM 20.30 UHR HEBRAEISCHE KURSE ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN: CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (Bürozeit: Montag, Dienstag. Donnerstag von 15—19 Uhr) Tatsa de Er schäle uns i wird. Wei und s in d Zahlei ker Is Gesta junge: Gesell sem Zahlei greife! Stelle dynati Wiede: Die des, se tur d stituti treffe: stisch Wohn’ Alters: teilum gramn Stadt netz, i Hygiei gleich tod PI und G aus Z ersteh, zusam als ei: Dismu: Israi ist dei aus hi lichte: schreil wicht Viele 1 & Mo Bewuu Zustir