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Jüdische Wochenschau · 1964-09-18 · 2082 (18.9.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2082 (18.9.1964)
Date
1964-09-18
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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F— Www«, Il fc gfflgttwfan ét tM4 U ««MAMA ISItELITi àÊm XXX — B» tm Die Krise in Mittelost ♦ßchiuss wo Seite 1) Vertrag abschloss. Seit 1878 stand sie unter englischer Verwaltung, später wurde die Insel britische Kronkolonie. Die Geschichte der Insel lässt sich bis in die Kupferbronzezeit zurückverfolgen. Spater lebten dort griechische, seit dem 9. Jahrhundert v.d.ü.Z. auch phönizische Bauern. Immer hatte die Insel eine gemischte Bevölke. rung. Die wenig mehr als eine halbe Million Seelen betragende Einwohnerschaft 2erfällt heute in etwa 80 Prozent Menschen griechischer Abstammung, die restlichen rund 20 Prozent sind türkischen Ursprungs. Seit den Unabhöngigkeits - Bestrebungen auf der Insel, die schliesslich zur- Schaffung eines souveränen Staates Cypern führten, stehen sich diese beiden Bevölkerungsteile in einer unerbittlichen Feindschaft gegenüber, die das ohnehin stets gespannte Verhältnis zwischen Griechenland und der Türkei belasteten. Die Gefahr eines offenen Krieges zwischen diesen beiden Ländern, ausgelöst durch die Konsequenzen des Cypern-Konflikts, ist permanent. Der Führer der cypriotischen Freiheitsbewegung ist der auf Cypern im Jahre 19.03 geborene Michael Kykkotis, bekannt unter dem Namen Makarios III., der seit 1950 Erzbischof auf Cypern ist. Als Freiheitskämpfer gegen Grossbritannien hat er das übliche Schicksal erlebt; er wurde verbannt, dann begnadigt und später Partner der Briten bei den in London geführten Verhandlungen, die schliesslich die Insel unabhängig und Makarios zum ersten Präsidenten des neuen Staates machten, der auch den UN angehört. Makarios ist ein streitbarer Kirchenfürst (griechisch-orthodoxer Kirche). Er ist ein Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 , spät«- Repräsentant der ec- I eiesia milita ns, nur dass er nicht für kirchliche Ideale, sondern um reichlich weltli- che Ziele kämpft. Um seii nen ersten Programmpunkt j durchzusetzen, nämlich die I Unabhängigkeit von den ’ Engländern zu erhalten, uni terschrieb Makarios das so- ' genannte Londoner Abkom.; men, das einen klaren Scatus schuf und der türkischen Minderheit die bürgerlichen : Rechte zusicherte. Heute tritt Makarios eindeutig gegen die türkische Minderheit auf, die er sogai aushungem möchte, um sie gefügig zu machen, , und propagiert offen den An- - Schluss an Griechenland, was wiederum zur Aufhebung der staatlichen Selbständigkeit führen müsste. Wieder setzten schwere Un- ■ ruhen ein. Die Engländer., die ihre Stützpunkte auf Cypern behielten, ‘ konnten;• nicht erreichen; die UN wur. : den zuhilie gerufen; aber auch , sie konnten den Bürgerkrieg Í nicht beenden. Der streitbare; Bischof sucht andere Wege, j um seine politischen Ab6ich-! ten zu konkretisieren. Wie nützlich es ist, den in | langen Erfahrungen und i Auseinandersetzungen inzwi- ■ sehen fast überall realisier. ¡ ten Grundsatz der Trennung von kirchlichen und staatlichen Gewalten in die Praxis : des politischen Lebens umzu- 1 setzen, zeigt dieses Beispiel. ¡ Ob der Erzbischof als milii tanter Politiker seiner Kir. che und seiner religiösen Ueberzeugung wirklich dient, ■ sollen andere beurteilen. Wir ■ jedenfalls sind der Aufas- : sung, dass der Frieden zwi- ' sehen den Menschen dasje. ■ nige Ideal ist. nach welchem! alle und vor allem die Repräj sentanten der grossen Reli-; gionsgemeinschaften streben : sollten. Dem Frieden Opfer i zu bringen, ist eine religiöse j Pflicht. Statt dessen geht der; Erzbischof Cyperns durch seine Kampfparolen und Bürgerkriegsmassnahmen andere und wohl viele Men. sciien befremdende Wege. Anstatt die Autorität der höchsten Friedensorganisation der Nationen zu respektieren, winden von den griechischen Cyprioten Beziehun. gen zu den Russen aufgenommen, offensichtlich in der Hoffnung, dass von Moskau das Heil ausgehen werde. Wer die zwischen den Sowjets und der Orthodoxen Kirche bestehenden Beziehungen1 kennt, wird über das Vorgehen des Erzbisehofs Ma. kariös in höchstem Masse erstaunt sein. Diese Politik kann weder mit nationaler Verzweiflung noch mit anderen Argumenten verständlich gemacht oder gerechtfertigt werden. Sie muss die bestehende Verwirrung, auch in den Köpfen der Menschen, nur noch steigern. Dieser Wink, mit Moskau zu verhandeln, um dem west. liehen Druck zu einer fried-; liehen, vernünftigen Lösung; dieses lokalen Problems ent- , gegenzuwirken, wurde dem ■ Bischof offensichtlich von Nasser gegeben, den Makai rios besuchte. Man betrachte diese eigenartige Situati. on; der christliche (grie- , chiseh-orthodoxe) Erzbischof lässt sich vom Mohammedaner Nasser beeinflussen, die; Kommunisten als Partner ge- ' gen die mohammedanischen Türken zu suchen... Die Mo. tive liegen auf der Hand: Nasser will seinen ernstesten Gegner, die Türkei, durch den Streit um Zypern belasten. Er will gleichzeitig den Russen nur deswegen neue Interventions - Möglichkeiten im Nahen Osten eröffnen, um i den Westen zu schwächen, ' weil er darauf spekuliert, dann selbst zu einer festeren; Position zu gelangen. Wahrscheinlich bemüht; sich Nasser auch aus dem Grunde in diesem Konflikt nicht abseits zu stehen, weil i er nur mit grosser Verbitte-! rung zusehen musste, dass j sich zwischen Cypern und Isj rael freundschaftliche Bezie. , hungen angebahnt hatten, I durch die der arabische Boy- I kott durchbrochen worden j war. Diese Boykott-,.Lücke“ j soll nach Nassers Interven- , tionen wieder geschlossen I werden. Auffallend in diesen Kämpfen um die Macht ist die zur Schau getragene Zurückhai. tung der Westmächte. Sie blieben auch vollkommen! .neutral1, als die letzte arabii sehe Spitzenkonferenz kla* | re Aggressiv-Massnahmen ge-! gen Israel beschlossen hat, i die in der Aufstellung einer | „Befreiungsarmee für Palä. stina“ in Stärke von 12.000! Mann und in der (Wieder) - j Errichtung von Kommandos, d. h. Mord- und Femegrup-! pen, ihren Niederschlag fan-! den. An Nassers Seite befand sich bei der Aufstellung die. i ses Programms wiederum der j algerische Präsident Ben Bella, der durch solche Demonstrationen die Aufmerksamkeit von den eigenen Schwierigkeiten nach dem alten Re. zept aller Diktatoren abzulenken sich bemüht hat. Diese wie andere Schritte, die den arabischen Führern vorschweben, sollen nach den letzten Meldungen von der VAR (Aegypten), dem Irak und den beiden Petroleum- Magnaten Saudi Arabien und Kuweit finanziert werden. Israels Reaktion auf diese Beschlüsse war kühl. Man weiss in Jerusalem, dass man mit Worten auf solche Drohungen nicht antworten kann. Mit ausserordentlichem Stolz müsste das kleine Israel den Aufwand der arabi. sehen Länder-zur Kenntnis nehmen, der gemacht wird, um historische Fakten zu annullieren. In Israel weiss man — und nicht erst seit Frankreich bietet Atombomben an Genf. — Das französisch« Büro für Atomenergie hat angeboten, Atombomben für die Anlage des Kanals zwischen dem Mittelmeer und der Senke von Quattara in Aegypten zur Verfügung zu stellen, wie hier von dem französischen Hochkommissar für Atomenergie, François Perrin, angekündigt worden ist. Auch die bundesdeutsche Regierung hatte Aegypten schon offeriert, bei der Konstruktion dieses Kanals zu helfen. Das französische Angebot erfolgte nach einem Bericht über das Projekt in der UN.Konferenz über die Anwendung von Atomenergie für friedliche Zwecke, den Dr. Salah AI Din, Direktor des ägyptischen Büros für Atomenergie, erstattet hatte, wobei dieser gleichzeitig um die Vorlegung von Lizitationen für die Errichtung einer mit Kernenergie betriebenen Station in Aegypten bat, in der die Entsalzung von Meerwasser durchgeführt werden solle. Herr Perrin bemerkte zwar bei Ankündigung des französischen Angebots, er halte „ein internationales Abkommen über die Verwendung der Atombomben für wünschenswert, bevor er weitere Scliritte tun werde“. Er bezog sich jedoch nicht auf das Abkommen, das die Atomversuche verbietet, welches ohne zwar im einzelnen auf die friedlichen-Zwecke der Kernenergie hinzuweisen, deutlich die Art von Atomexplosionen untersagt, die zur Anlage des Kanals notwendig wären. (ITA) PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - TalJiebeutel - Käppchen Maz zot-Tascben - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E, 73-9155 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Juden in der Sowjet-Akademie London. — Eine Analyse der sowjetischen Berichte über die Ernennungen von Mitgliedern der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften zeigt eine hohe Zahl jüdischer Akademiker. dieser letzten Arabertagung, — welche .Gefahren drohen. Wie verhalten sich aber die Grossmächte zu diesen offenen Kriegsdrohungen und -Mahnungen? — Man kann doch nicht leugnen, dass die grossen westlichen Kredite, die u. a. von den Amerikanern und der Bonner Regie, rung den Aegyptern gegeben werden, den Vorbereitungen der Revanche an Israel nutzbar gemacht werden und nicht den proklamierten Entwicklungshilfen zugeführt werden. Auch auf Saudi Arabien und den Irak könnten die Amerikaner Einfluss ausiiben, damit sie sich von diesen Plänen distanzieren. Nichts geschieht. Dabei ist es nicht entscheidend, dass man in Washington den arabischen Drohungen keinerlei Wert beimisst. Auch wenn diese Drohungen nur Worte sind, ist deren Einfluss auf die Mentalität der arabi. sehen und anderer Länder unleugbar. Dass die Amerikaner diese Fakten nicht sehen wollen, mag einem Gefühl der Stärke entspringen, kann aber sehr leicht als Schwäche ausgelegt werden. Mit dem Feuer zu spielen, war und ist immer gefährlich, und zwar nicht nur für die unmittelbar Beteiligten. Das sollte man in den westlichen Hauptstädten nicht übersehen, auch nicht in Washington. Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Confitería NIZA Servicios de lunch de categorío SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 , 4» B. 46-1716 und 48-2124 Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 * 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARD Ausführung 0 STERN saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Rabbiner für Viernam Washington. — Der erste jüdische Feldrabbiner wurde für die Streitkräfte in Vietnam bestimmt, um dort am Jom Kippur Gottesdienst abzuhalten. Dies ist der Ober, leutnant Meir Engel, der aus Israel stammt. Die Entscheidung, einen jüdischen Feldrabbiner nach Vietnam zu schicken, erfolgte auf Grund einer Beschwerde der jüdischen Gemeinde in Saigon, dass kein jüdischer Geistlicher im Falle des Todes eines jüdischen Soldaten das Kad. disehgebet sprechen könne. Juden ausgeschaltet Wien. — Auf dem Partei. tag der Kommunistischen Partei Polens siegte zwar der Kurs Gomulkas, jedoch wurden einige seiner jüdischen Freunde und Mitarbeiter aus. ge schaltet. U SEMANA ISAAEUTA Semanario — apareo« los Vioraes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1? izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise-í Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. Nordafrikanische Juden in Kanada Nach Montreal sind in den letzten Jahren 3.000 Juden aus nordafrikanischen Län- ■ dem gekommen, die dem Kanadisch-Jüdischen Kongress besondere Probleme stellen. Die Juden Nordafrikas sind aber in ihrer Notlage nicht imstande, die Schulgelder zu bezahlen. Sie können ihre Kinder aber auch nicht in die französisehsprechenden Schulen schicken, weil diese einen konfessionellen Charakter haben. Es bleiben nur die allgemeinen Staatsschulen, in denen die religiöse Erziehung vernachlässigt wird. Es gibt auch keine sefar. dische Synagoge, so dass die Gruppen hier ganz auseinanderfallen. An die Führer des Kanadisch-Jüdischen Kongresses wurde ein Memorandum gerichtet, in dem Vor. schlage für eine Verbesserung der Verhältnisse gemacht werden. Israelische Arbeiter Tel Aviv. — Mehr als 51.000 in Tel Aviv tätige Arbeiter wohnen ausserhalb der Stadt. 17.000 Arbeiter, die in Tel Aviv Wohnsitz haben, müssen nach, anderen Arbeitsorten fahren. Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO uardiología — Hospital Fernández ELECTROCARDIOGRAMME CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag; 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 AUF STUDIENREISE BIS 15. OKTOBER Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Medico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag voc 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 a . k‘:

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