Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2081 (11.9.1964)
- Date
- 1964-09-11
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — TferMcs, 11 de Septiembre de 1964 LA SEMANA I KAU1TA Ereignisse der Woche A<k» XXV. - N«. 2MA DAIA stiftet „Alberdi-Preis“ Ehe DAIA hat in einer Sondersitzung beschlossen, das Andenken an den National, helden Juan Bautista Alberdi, dessen Denkmal kürzlich enthüllt wurde, durch die Stiftung eines Preises zu ehren, der seinen Namen trägt. Der Preis besteht aus der Verleihung von 100000 Pesos, die jedes Jahr „der hervorragendste Autor empfangen Wird, der für menschliche Solidarität und menschliches Zusammenleben ohne Vorurteile eintritt.“ Von diesem Beschluss setz, te die DAIA telegrafisch den Präsioenten Argentiniens, den Aussenminister, den Präsidenten der Nationalkommision für das Alberdi- Denkmal und das Informationszentrum der Vereinten Nationen in Kenntnis. Attentat in Lanus Der Polizei in Lands wurde Anzeige gegen Unbekann. te erstattet, die in die Räume des Centro Cultural Israelita dieser Oertliehl'.eit eindrangen, nachdem sie die Eisentür aufgebrochen hatten, und Wände, Fenster und Fussböden mit verbranntem Oel beschmierten. Kundgebung gegen Antisemitismus Die argentinische Zionistische Jugend veranstaltete in der vergangenen Woche eine Kundgebung gegen die Zunahme antisemitischer Zwischenfälle im Lande, bei der Ing. Miguel Goldfield als Repräsentant der DAIA, und die Herren Marc Turkow und Natan Popik im Namen des Jüdischen Weltkongresses und der Zionistischen Jugend-Föderation das Wort ergriffen. Die Redner wiesen u. a. auf die Tatsache hin, dass Argentinien, und im besonderen Buenos Aires, zu einen der Zentren antijüdi scher Aktivitäten geworden ist und gaben ihrem energischen Protest gegen die Attentäter Ausdruck, die sie als gegen die Demokratie und die Menschlichkeit gerichtet bezeichne ten-. Feige Attentaeter Vor einigen Tagen wurde von drei Unbekannten, die in einem nicht identifizierten Auto fuhren, eine Brandbombe in das Geschäft der Firma Alison SRL. in der Riva, davia 6510 geworfen, dessen Besitzer ein Herr Kaplan ist. In dem Geschäft wurde eine Ausstellung jüdischer Kunst im Rahmen der Israel-Woche gezeigt. Die Bombe verui-sachte einen Brand, der von der Feuerwehr gelöscht wurde. Zwei in dem Geschäft anwesende Personen erlitten Verbren. nungen und mussten in ein Hospital geschafft werden. Den Attentätern gelang es zu fliehen, nachdem sie noch antisemitische Flugblätter, die die Unterschrift der Tacuara trugen, in das Lokal geworfen hatten. Die Polizei fahndet nach den Attentätern. Gegen Rassenhetze von Auslaendern Die Deputiertenkammer der Provinz Córdoba hat ein von allen Parteien gebilligtes Projekt angenommen, das die von ausländischen und extremistischen Gruppen ge. Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SEND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 38: ROBERT WALSER: Jakob von Gunten, Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWICZ: Tagebuch, Band I Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirklichlichkeit (Roman) Nr. 42/43: HERMANN WEBER, Konflikte im Weltkommunismus (Eine Dokumentation zur Krise Moskau-Peking) Nr. 44/45: WILHELM v. SCHRAMM, Aufstand der Generale (Der 20. Juli in Paris) Nr. 46: MARQUIS DE SADE: Verbrechen der Liebe (Ausgewählte Erzählungen) Nr. 47: LEONHARD FRANK: Bruder und Schwester (Roman) Nr. 48: Nach dem Tauwetter, Neueste Russische Erzählungen. Nr. 49: ALDOUS HUXLEY: Affe und Wesen, Roman Nr. 50/51: RUMER GODDEN: Immer und einen rag, Roman. Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München LUACH - (KALENDER) Freitag, den 11. September 5. Tischri Sonnabend den 12. September 6- Tischri Parschat WAYELECH — Schabbat SCHUVA 5. B M. XXXI 1 — 30 Haftara Hoscbeä XIV 2—10 — Micha VII 18—20 Sonntag, den 13. September 7. Tischri Montag, den 14. September 8. Tischri Dienstag, den 15. September 9- Tischri KOL NIDRE Mittwoch, den 16. September 10. Tischri YOM HAKIPPURIM — Fasttag und Versöhnungstag Yiskor — Totengedenkstunde Donnerstag, den 17. September 11. Tischri Freitag, den 18. September 13. Tischri Sonnabend, den 19. September 13. Tischri Parschat HA’ASINU 5. B. M. XXXIIX 1 — 52 Haftara 2. B. Schmuei XXII 1 — 51 Sonntag, den 20. September 14. Tischri Montag, den 21. September 15. Tischri 1. Tag SUKKOT Dienstag, den 22. September 16. Tischri 2. Tag SUKKOT führte Rassenhetze verurteilt und die Abgeordnetenkammer der Republik ersucht, die von Cornejo Linares vorgeschlagene Grün, düng einer Kommission zur Untersuchung antiargentinischer Aktivitäten abzulehnen, welche dazu dienen sollte, die zionistische Arbeit zu kontrollieren. Das Projekt fordert im weiteren den Nationalkongress auf, den Gesetzentwurf in Kraft zu setzen, der Gefängnistrafen für Personen vorsieht, die aus rassischen oder religiösen Motiven zu Diskriminierung und Hass aufreizen. Die Provinzkammer teilt ferner der Nationalregierung mit, dass sie es mit Freuden begrüssen würde, wenn sie ein polizeiliches Einschreiten gegen die in der Hauptstadt operierenden Gruppen ausländischer Terroristen verfügen würde, und weist im besonderen darauf hin, dass diese Gruppen tausende jüdische Mitbürger in Unruhe versetzt haben. Im Laufe der Debatte kritisierten alle Redner die von dem Delegierten der Arabischen Liga Hussein Triki geführte Kampagne, der ihren Worten nach sich bemüht, im Lande ein künstliches Problem zu schaffen und Hass zwischen den arabischen und jüdischen Bürgern zu säen. Reform des Strafgesetzes Die DAIA hat dem Präsidenten der Deputiertenkammer ein Schreiben über, reicht, in dem sie auf das von der Regierung vorgelegte Projekt über Reformen des Strafgesetzes Bezug nimmt. In diesem Schreiben bringt die DAIA in Vorschlag, die Gefängnisstrafe von einem bis zu fünf Jahren für jene, die öffentlich zur Diskriminierung oder zum Klassenkampf hetzen, dahingehend zu erweitern, dass diese Strafe auf denjenigen ausgedehnt wird, der „öffentlich, durch Wort, Schrift oder Bil. der, oder in irgendeiner anderen Form den Hass oder die Verachtung schürt, predigt oder erweckt, welche sich gegen eine andere Person oder Personen oder gegen Vereinigungen, Kollektivitäten oder Institutionen aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität, Hautfarbe oder Klasse richten“. Es wird ferner um die Aufnahme eines weiteren Para, graphen ersucht, in dem es heissen soll, dass „wenn das Delikt von juridischen Organisationen oder Personen ihrer Abteilungen begangen wird, die strafrechtliche Verantwortung auf einen ihrer Araber und Juden in Argentinien Im Club Español in Rosario hatten die arabische und jüdische Kollektivität zu einer Pressekonferenz ein. geladen, um bekanntzugeben, dass beide Gemeinschaften wie bisher friedlich Zusammenleben wollen. ES wurde ein Verband der arabisch-jüdischen Brüderlichkeit gegründet. Die Veranstalter gaben auch bekannt, das aie Schaffung ähnlicher Vereine im ganzen Lande ee plant ist. Einer der Leiter der neuen Geesllschaft bemerkte m seinen Ausführungen, dass zwischen beiden Kollektivitäten in Argentinien keine Probleme bestehen und es ausländischen Agenten nicht gelingen werde, die Har monie zu stören. Leiter und/oder Mithelfer zu-; Herr Ducach erschöpfende ruckfallen und dieser Um, j Auskunft über den stand als erschwerend für eine Erhöhung der Strafe in Anrechnung gebracht werden soll.“ Ablehnung des Antisemitismus In der Facultad de Cien, cias Económicas der Universität von Buenos Aires wurde eine Bewegung gegründet, die gegen die antisemitische Kampagne gerichtet ist, welche sich in den letzten sie. ben Monaten in unserer Stadt bemerkbar gemacht und u. a. zu einer Erklärung des sogen. Centro Independiente dieser Hochschule geführt hat. Gegen die in dieser Erklärung enthaltenen antisemitischen Angriffe wen. den sich nun über 500 Studenten dieser Fakultät mit einer Deklaration, die ferner die Unterschriften aller im Leitenden Ausschuss zusammengefassten Gruppierungen trägt. Mit dem Hinweis auf die Tatsache, dass die von gewissen Kreisen betriebene Rassenhetze in den letzten sieben Monaten 303 antisemitische Attentate entfesselt hat, wird die Bevölkerung gewarnt, dass dieser Feldzug dazu angetan ist, das Volk Argentiniens in feindliche Lager zu teilen. „Im Namen der hohen Ideale des Landes und der Menschheit“ werden alle Argentinier zur Mitarbeit aufgefordert, damit es gelingt, „die Saat des Rassenhasses von Anbeginn zu vernichten.“ Wissenschaft und Fortschritt Der Delegierte der Hebräischen Universität von Jerusalem, Herr Teodoro Ducach, der unlängst aus Israel zurückkehrte, wird in Kürze eine Vortragsreise durch la. teinamerikanische Länder unternehmen, bei der er über die wissenschaftliche und humanistische Arbeit dieser Hochschule sprechen und für einen Austausch von Professoren und Studenten, sowie wissenschaftlicher Publikationen mit Lateinamerika werben wird. In einem Pressevertretern gewährten Interview gab KARTEN Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Gattin, Frau LINA GOETZ geh. Würzburger sage ich allen Freunden und Bekannten auf diesem Wege meinen innigsten Dank. SIEGFRIED GOETZ und Familie STATT KARTEN Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unserer geliebten Mutter, Frau HERMINE KAHN geb. GR1TZ sprechen wir auf diesem WTege allen Freunden und Bekannten unseren innigsten Dank aus. HEINZ HAMBURGER und Frau ELLEN geb. KAHN Libertad 1445, Vicente López Beitrag, den die heute an der Hebräischen Universität tätigen Gelehrten auf dem Gebiet der Wissenschaft, Kultur und Technologie zum Aufbau Israels liefern, sowie über die Unterstützung, welche die Regierung Israels den angewandten Wissenschaften und im besonderen den Arbeiten über Atomphy. sik, Krebsforschung, Kernenergie für friedliche Zwek. ke, Volkswohlfahrt, Landwirtschaft und Ernährung angedeihen lässt. Er wies auch auf die Rolle Israels als Lehrmeister der Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas hin, denen durch die Entsendung israelischer Experten technischer Beistand geleistet wird. Minister Sapirs Erfolg Israels Wütschafts- und Finanzminister ist in Buenos Aires kein Unbekannter mehr. Auf seinen Reisen hat dieser überaus aktive, niemals rastende Mann Ekfolge von weittragender Bedeutung für die Entwicklung der israelischen Wirtschaft und die zwischenstatlichen Handelsbeziehungen allerorts verzeichnen können. Heute in Chile, am nächsten Tag in Uruguay, dann für 48 Stunden in Buenos Aires und dann plötzlich in Tokio ist Sapir ein weltkundiger Weltreisender, der es durch seine um. fassenden Kenntnisse, seine vornehme Art und durch seine klugen Ratschläge versteht, nicht nur für sein Land und dessen Bewohner Sympathien zu werben, sondern anderen fremden Völkern die Gewissheit zu ge. ben, dass Israel vorwärts strebt, arbeitet und sich entwickelt. In der kurzen Zeit seines diesmaligen Aufenthaltes in Argentinien war " Stunden täglich Sapir M unterweg« Konferenzen, Besuche, Besprechungen und Empfang« wechselten miteinander ab. Anlässlich eines Vortrages in der israelischen Botschaft schüderte Sapir die Entwicklung der israelischen Ge. Seilschaft KLAL, die ein Spiel gelbild der Entwicklung der israelischen Wirtschaft bietet. Botschafter Avidar hatte diese Veranstaltung eingeleitet, KLAL-Direktor Ben. no Gitter sprach herzliche Worte zum Schluss. Beim Presidenten Eine Delegation der Cámara de Comercio Argentino- Israelí, bestehend aus den Herren Alfredo Korn (Präsident), Ing. Wolf Blumenthal (Sekretär) und Noel Wer. hein (Vizepräsident) besuchte den Präsidenten der Nation, Herrn Dr. Arturo U. Hlia, um ihm eine persöönliche Botschaft des Präsiden, ten Israels, des Herrn Salman Shazar, zu überbringen. Die Delegation berichtete über die Internationale Handelsmesse in Tel Aviv, auf welcher der argentinische Pavillon das allgemeine Interesse der Zuschauer gefunden hat. In einer angenehmen und sehr freundschaftlichen Unterhaltung hob der PräsL dent die Bedeutung der Ausstellung und die wirkungsvolle Tätigkeit der Argentinisch-Israelischen Handels, kammer besonders hervor; Dr. ülia dankte den Erschienenen für die geleistete Arbeit. Im weiteren Verlauf der Unterhaltung unterstrich ■Präsident Dr. Ulia, dass die Delegation eine hervorragen, de vaterländische Arbeit geleistet habe. Im übrigen möge die Delegation der jüdischen Kollektivität seine Grüsse übermitteln; die Re. gierung werde keine Unterschiede zwischen Bürgern aus rassischen oder religiösen Gründen dulden. — Casa de la Juventud Der aktive Vorstand der Nueva Comunidad unter dem Vorsitz des Herrn Alfred Katz hat vor Jahren das Grundstück neben der Synagoge erworben und nun. mehr ein Jugendhaus errichtet, das im wesentlichen baulich fertig gestellt wurde. Obwohl noch sehr viel fehlt und (Fortsetzung der Ereignisse der Woche auf Seite 5) ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 51257 Kol Nidre Jom Hakipurlm Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot Hoschana Rabba Schemini Azeret Simchat Tora Schabbat Bereschit Zerstörung der Synagogen in Deutschland Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Fasten Assara beTewet Chamischa.Assar biSchwat Neujahr der Bäume Fasten Elster Purim Schuschan Purim Schabbat Hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto 27. Nissan) Yom Haatzma’ut Lag BeOmer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa-Assar beTamus (nidche) Erew Tischa beAw (nidche) Tischa beAw (nidche) Eiew Rosch Haschana 5726 Dienstag, d. 15. September Mittwoch, d. 16. September Sonntag, den 20. September Montag, den 21. September Dienstag, den 22. September Sonntag, den 27. September Montag, den 28. September Dienstag, den 29. September Sonnabend, den 3. Oktober 16. Marcheschwan 5699 9. November 1938 Sonntag, den 29. November Montag, den 30. November Montag, den 7. Dezember Dienstag, den 15. Dezember Dienstag, 18. Januar 1965 Mittwoch, den 17. März Donnerstag, den 18. März Freitag, den 19. März Sonnabend, den 10. April Freitag, den 16. April Sonnabend, den 17. April Sonntag, den 18. April Freitag, den 23. April Sonnabend, den 24. April Donnerstag, den 29. Aprü Freitag, den 7. Mai Donnerstag, den 20. Mai Sonnabend, den 5. Juni Sonntag, den 6. Juni Montag, den 7. Juni Sonntag, den 18. Juli Sonnabend, den 7. August Sonntag, den 8. August Sonntag, den 26. September