Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2081 (11.9.1964)
- Date
- 1964-09-11
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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VferMM, 11 de Septiembre de MM LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2081 — 5 11 Biit. “Ge. Spie. der biehatein- Bea. Wiche' duna. entino. öen (Präsj. enthai Wer. «such- ' N». U.Djönij. ¡iden. Swingen, chtete Han* auf ne Painterunden simen liehen Präsl Ausungs. Sentiadels. uro;.. schie- Ar- Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 4) eine weitere harte Arbeit geleistet werden muss, um nunmehr definitiv fertigzustellen, was geplant wurde, kann man dem Vorstand und den Mitgliedern dieser Gemeinde nur zu diesem Werk gratulieren. Bereits der Gedanke eines eigenen Jugendheimes, an dieser Stelle oft propagiert, von der NCI auf. genommen, hat für uns alle etwas Bestechendes: für die Zukunft zu sorgen, das ist die wahre und bleibende Aufgabe jeder Gemeinde. Der grosse Raum im Erdgeschoss und die schönen Räume der ersten Etage werden der Jugend grosse Möglichkeiten zum Zusammensein, zu gemeinsamer Arbeit und gemeinsamer Fröhlich, keit bieten, werden ihr die äusseren Voraussetzungen schaffen, auf die sie lange verzichten musste, um zu einer wirklichen und echten jüdischen Jugendarbeit zu gelangen. Der Vorstand der NCI hat das Jahr gut abgeschlossen und das neue Jahr auf die beste Weise eingeleitet, die man sich vorstellen kann. — Eine Wiedersehens-Feier Vor einigen Tagen fand in den Räumen des Bet Israel ein Abendessen statt, das 65 frühere Bar Kochba- und Itus.Mitglieder vereinte. Da sah man die Männer, die vor nun 25 Jahren die beiden grossen Sport- und Kulturvereine bildeten, Fuss- und Handballer, frühere Leichtathleten und Ping- FongSpieler, die damals nicht nur VereinsJECameraden waren, sondern Freundeskreise bildeten, die gemeinsam die erste schwere Zeit im neuen Lande durchkämpften. Und nun nach vielen, vielen Jahren kamen sie wieder zusammen und frischten alte Erinnerungen aus der wohl schweren, aber auch schönen Zeit auf. Der Abend wän de eingeleitet durch den Organisator dieser fröhlichen Zusammenkunft, Herbert Landau, der alle Anwesenden begrüsste. Kurt Hamburger gedachte im Anschluss der inzwischen Verstorbenen und besonders eines Mannes, der bereits damals die Entstehung des jüdischen Staates phophezeite und der Vorkämpfer einer wahrhaften jüdischen Ju. gend war: José Fonfés s. A. Hamburger appellierte an die Anwesenden, nicht nur selbst einen aktiven Anteil am jüdischen Leben zu nehmen, sondern auch ihre Kinder in jüdischer Umgebung aufzuziehen. Im Laufe des Abends sprachen noch John Meyer-Keith und Kurt Zim. merspitz, damals „Kadett“ einer Jugendmannschaft, heute Präsident des Bar Kochba. Noch lange nach dem offiziellen Teil des Abends blieben die Teilnehmer zu. sammen und unterhielten sich über die vergangenen Jahre. Der Aufbau Israels Zu Ehren von Herrn Leon Dulzin, Direktor der Wirtschafts - Abteilung der Jewish Agency und Vize. Präsident der Liberalen Partei Israels, veranstaltete die Sociedad Hebraica von Rosario einen Empfang, an dem leitende Persönlichkeiten der dortigen jüdischen Organisationen teilnahmen. Dulzin nahm Geegenheit, ausführlich über die Fortschritte Israels zu berichten, dem es in den kurzen Jahren seiner Existenz gelungen ist, seine Produktionspläne soweit voranzutreiben, dass es z. B. heute nicht mehr Lebensmittel importiert sondern auszuführen imstande ist, so dass schon im Jahre 1963 die Exporte von Ueberschüssen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung die Summe von 80 Millionen Dollar erreichten. Er berichtete, dass es in Israel keine Arbeitslosen gibt, sondern sogar ein Mangel an Arbeitskräften besteht und in der Industrie 30.000 Men. sehen mehr beschäftigt werden könnten. Er verglich den jüdischen Staat mit vielen anderen Ländern, in denen Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend herrscht, die er für die heutige Spannung in der Welt verantwortlich machte. Israel bietet ein Beispiel für DEINE SPARKASSE DEIN ROBDV \« 4* & « ÜB & &>■ STAMPS CENTER 94 Allonby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBUR6 MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 die Lösung dieser Probleme, so betonte er, denn die Befriedung liege in gerechten Löhnen, Arbeit und sozialer Wohlfahrt durch liberale demokratische Regierungen. Auch auf die Erschliessung der Wüste bezog sich Dulzin und sagte, es gebe keine schlechten Böden, „sondern schlechte Menschen, die die Böden besitzen, ohne sie zu bearbeiten“. Der Redner wies im weiteren auf die schwere Arbeit hin, die die Jewish Agency bei der Ansiedlung der Ein. Wanderer volbringt, welche aus allen Teilen der Welt nach Israel strömen und heute sofort vorher bereitgestellte Wohnungen beziehen können und die früheren Maabarot aufgelöst wurden. Er unterliess es auch abschlie ssend nicht, auf die festen Bande zwischen Argentinien und Israel hinzuweisen und seiner Ueberzeugung Ausdruck zu verleihen, dass niemand diese Freundschaft zerstören werde. Ana-Malenky-Preis Das Argentinische Comité für das Wissenschaftliche Weizmann - Institut verlieh Diplome und Goldmedaillen an die Doctores Guillermo Marcone, Martin Roberto Mainoli und Jacobo Zimmer, mann, die mit dem Ana Malenky - Preis ausgezeichnet wurden. Dieser Preis wird von diesem Comité für die beste Arbeit über Arteroskle. rosis vergeben. Grundsteinlegung in Uruguay In Montevideo wurde der Grundstein für das neue Gebäude gelegt, das die uru. guayische „Asociación Hebraica y Macabi“ errichtet Dieser Bau stellt einen würdigen Beitrag zur geplanten Modernisierung der Stadt dar. Die Feier begann mit dem Vortrag der uruguayischen und israelischen Nationalhymne unter Beteiligung der Polizeikapelle, des Juventus- Chores und einer Abordnung der jüdischen Schule. Als Redner traten die Präsiden, ten des Stadrats vom Montevideo, Esc. Ledo Arroyo Torres und Norberto Farocco, auf, sowie der Israel-Botschafter Jeschajahu Anug, Innenminister D. Adolfo Te. jera und die Präsidenten der Deputierten- und Senatskammer, Dr. Echegoyen und D. Luis Hierro Gambardella. Am Nachmittag des gleichen Tages fanden Sportspiele auf dem Gelände der Institution in Carrasco statt, bei denen auch ein Theater, stück äufgeführt wurde und musikalische Darbietungen zu Gehör gelangten. Tarbut-Schule Während seines Aufenthaltes ln Argentinien stattete der israelische Finanz., Handels- und Industrieminister Dr. Pinchas Sapir in Begleitung von Mitgliedern der Israel.Botschaft der Tarbut- Schule einen Besuch ab. Der Minister besichtigte die Einrichtungen dieser Schule und nahm Gelegenheit, sich mit den Lehrern und Schülern zu unterhalten. Er zeigte sich günstig beeindruckt von der Arbeit dieser Lehranstalt, deren Wert für die Verbundenheit zwischen der argentinischen und jüdischen Kultur er hervorhob und auch in dem Gästebuch der Schule handschriftlich vermerkte. Ein 50jaehriges Jubilaeum Die „Sociedad Israelita“ der Stadt Rio Quarto konnte vor einigen Tagen ihr 50jähriges Bestehen feiern. Die Neujahrsbotschaft Eshkols Am Vorabend des neuen Jahres ergreife ich gern die Gelegenheit, die Grüsse und Wünsche der Regierung Israels und meine eigenen dem Volke Israels auf seinem eigenen Boden und dem ganzen Volk Israel in der Diaspora zu entbieten. Wir begrüssen im besonderen die vor kurzem eingetroffenen Einwanderer, für die dies das erste Rosch Haschan ist, das sie in ihrem wiedergefundenen, freien Vaterland feiern, sowie auch diejenigen, die im kommenden Jahr eintreffen werden. Wir wünschen ihnen allen, dass sie so schnell wie möglich Wurzeln im Lande fassen und sich in sein Leben eingliedern mögen, sodass sie zusammen mit uns an den gemeinsamen Bemühungen teilnehmen können, jene, die nach ihnen kommen werden, zu empfangen. Möge dieses neue Jahr für alle die glücklich sein, die hingebend für uns Land arbeiten, und alle jene, welche die Verantwortung für seine Verteidigung tragen. Möge ihr Werk gesegnet sein; mögen sie ihre Kraft, die Bürgschaft für den Frieden, bewahren. Unsere Gedanken richten sich vor allem auf jene jü. dischen Gemeinden in der Diaspora, die unter Verfolgun. gen leiden und von ihrem Volk getrennt sind. Wieder einmal sind wir Zeugen eines wachsenden Antisemitismus, der gewisse jüdische Gemeinden in den Ländern, in denen sie leben, bedroht. Ganze Gemeinden, unter ihnen eine sehr grosse, sind vom jüdischen Volk losgelöst und haben keine Möglichkeit, ihr Judentum frei zu bekennen und zu kommen und sich mit ihren Angehörigen in Israel zu vereinigen. Wir kennen ihre Nöte. Sie sind unsere Brüder, in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zu. kunft, im Leiden und in der Hoffnung, und wir wünschen ihnen ein Jahr der Würde und der Erlösung. Wir entsenden unsere Grüsse den Millionen unserer Brüder, die in glücklichen Ländern leben. Mögen sie in diesem Jahr ihre jüdischen Kenntnisse vertiefen, eine fruchtbare Arbeit auf dem Gebiet der jüdischen Erziehung entwickeln, möge es ein Jahr der Alija und der Fe. stigung Israels sein. In Israel selbst werden wir in diesem Jahr grössere Anstrengungen, machen müssen, um unsere Sicherheit zu stärken, das Niveau unseres soizalen Lebens zu konsolidieren, ein ausgedehntes Erziehungs.Programm durchzuführen und unseren schöpferischen Geist zu bereichern. Die Wahlkampagne, die in diesem Jahr stattfinden wird, wird uns Gelegenheit bieten, einen neuen Beweis unseres freien und demokratischen Regimes zu erbringen. Möge uns bei all unseren Schritten Erfolg beschieden sein, um ein starkes, aufbauendes und blühendes Israel zu befestigen, das die Juden der Diaspora eint und seine Söhne im chaluzischen Geist und in der Treue erzieht. Leschana Towa Tikatevuf Die Diplomaten bei Shazar Jerusalem. — Präsident Salman Shazar empfing die Mitglieder des Diplomatischen Korps, dessen Dekan, Sowjet-Botschafter Michael Bodrow Wünsche zum Neuen Jahr aussprach. Aussenminister Golda Meir war ebenfalls anwesend. Eine Kompagnie Soldaten erwies den Besuchern militärische Ehren. (ITA) Abraham Drori gestorben Tel Aviv. — Kürzlich :versehied im Alter von 45 Jahren Abraham Drori, Mitglied der Knesset für die Cherut, Generalsekretär der Cherut- Bewegung und Held des Befreiungskrieges. Drori war aus Polen ge. bürtig. Er kam 1935 als Chaluz nach Palästina und schloss sich bald dem Irgun Zwei Leumi an. Er stieg zum Rang des Kommandanten des wichtigsten Ausbildungslagers des Irgun auf und zeichnete sich im Unabhängigkeitskrieg als Kompagnieführer aus. Drori war Jour, nalist und Autor mehrerer Bücher und Schriften über militärische Schulung. (ITA) Hotels in Israel Tel Aviv. — Die israelische Hotelbesitzer . Vereinigung erfasst 370 Hotels mit 10.500 Zimmern, von denen 2.900 Zimmer in Hotels Klasse „A“ sind, und 2.800 in Klasse „B“. Ort fOfUUl* Durch das Drama von Rolf Hochhuth „Der Stellvertreter“, das auch in Israel durch die Habima zur Aufführung gelangte, kommt die Frage um das Schweigen der Kirche zur Massenvernichtung der Juden nicht mehr zur Ruhe. Es ist nicht nur die Frage, ob der Papst als Haupt der Römisch-katholischen Kirche durch Schweigen schuldig wurde, sondern darüber hinaus auch die übrigen Kirchen. In diesem Zusammenhang erklärte der Vorsitzende der Knesset Kadisch Lus kürzlich: „Die Kirchen haben geschwiegen.“ Aus diesem Anlass sah sich das Christian Council for Israel, die Dachorganisation der protestantischen Kirchen in Israel, genötigt, eine Broschüre zu publizieren, die durch Fakten zu beweisen sucht, das keineswegs alle Kirchen geschwiegen ha. ben. Die Broschüre wurde in hebräischer Sprache von Rev. Johannes Snoek, Tiberias, herausgegeben und enthält folgende Dokumente: Erklärung der Dänischen Kirche vom 29. September 1943, in wlecher die eindeutige Haltung dieser Kirche gegen die deutschen Judenverfolgungen zum Ausdruck kommt. Diese Erklärung, die von allen Kanzeln der dänischen Landeskirche verlesen wurde, trug entscheidend dazu bei, dass es gelang, die Juden Dänemarks vor der De- Gesellschaft besitzt ein schönes Gemeindehaus und unterhält den dortigen jüdischen Friedhof. Sie kann mit Stolz auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken, die stets dem Ziel diente, Glaubensgenossen in Notfällen Hilfe zu leisten, die sozialen und kulturellen Bande unter den Mitgliedern zu pflegen, durch die von ihr gegründete Schule die Liebe zu Israel wachzuhalten und mit j den verschiedenen Wohl-; fahrtsinstitutionen zusam- ' menzuarbeiten. geschwiegen! portation zu retten. Sodann folgt der Protest der Norwegischen Kirche vom 10. September 1942 gegen die Ent. i rechtung und Bedrohung der Juden in Norwegen durch die damalige Quisling-JRegiej rung. 98 Prozent der Bevöl-; kerung Norwegens gehören j der norwegisch - lutherani.! sehen Kirche an, deren Bischöfe und theologische Fakultäten diesen Protest ausnahmslos unterschrieben ha. ben. Rev. Snoek, der selbst aus Holland stammt, widmet den grössten Teil seiner Dokumentation den Protesten der holländischen Kirchen vom 24. Oktober 1940 bis zum 5. Januar 1942. Später musste die Arbeit zur Rettung der Juden Untergrund geleistet werden. Aber auch 1943 wurden noch Hirtenbriefe gegen die Judenverfolgungen veröffentlicht. In Holland nahmen alle Kirchen an diesen Aktionen teil, von der Re. formierten Kirche bis zur Römisch-katholischen in den Niederlanden. Die einmütige Haltung der Kirchen in Holland gegen die Judenpolitik der deutschen Invasionsmcaht löste verschärfte Vergeltungsmassnahmen der Na. zis aus. Jüdische Richterin Amsterdam. — Königen Juliana ernannte Dr. Anna Minkenhof, eine jüdische Richterin, zum Mitglied des Hohen Gerichtshofes am Obergericht im Haag. CAJA POPULAR i DE BELGRANO i Q/operatH'a de Crédito Ltda. SEIT 1932 VERTRAUENSWÜRDIG! Fondo de Accionistas | Descuentos \; i Créditos j Valorqj alCobro AMENABAR 2968/72 Tel. 70 9755/5025 Agencia N3 1 CABILDO 3102 esq. 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