Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2080 (4.9.1964)
- Date
- 1964-09-04
- Page
- [Seite 18] (sequence 18)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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18 — Viernes, 14 de Septiembre de 1964 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXV. — No. 208« Hoggan und seine deutschen Freunde Dass es in der deutschen Bundesrepublik Hitler-Apologeten gibt, die auf dem Wege angeblicher Wahrlieitsfor. schung den braunen Kriegstreiber entlasten und rehabilitieren wollen, um sich selbst ein Alibi für damalige begeisterte Zustimmung zu verschaffen oder aus falsch verstandenem Nationalbej wusstsein heraus, ist nichts I Neues.!! Seit Jahren führen zahlen, massig schwache, aber publizistisch und propagandistisch um so rührigere rechtsradikale Kreise mit offenbar finanzstarker Rückendeckung unter raffinierter und skru pelloser Ausnutzung demokratischer Freiheiten einen hemmungslosen Feldzug zur Entlastung des nationalsozialistischen Terrorregimes und seiner Aggressionen, in dessen Verlauf die Schuld auf die ehemaligen Gegner abge. wälzt wird. Man darf überzeugt sein, dass sie sich der Verantwortung Hitlers und seiner Kumpane mit gleichem vaterländischem Pathos brüsten würden, wenn die deutschen Eroberungsversuche von bleibendem Erfolg ge. krönt gewesen wären. Aber da diese in einer totalen Niederlage endeten, lässt den von keinem Gewissen geplagten Hitler-Verfechtern die Suche nach den Hauptschul, digen keine Ruhe. Natürlich wird in gewohnter Manier nach den Sündenböcken nicht in den eigenen Reihen geforscht. Bei den krankhaften Bemühungen um eine Zerstörung des nach dem Kriege aufgebauten Geschichtsbildes kam den natio. nalistischen Wahriieitssuchern der amerikanische Historiker Hoggan, wie von der sprichwörtlichen Vorsehung geschickt, zu Hilfe, der in seiner Heimat vergeblich Aus. schau nach Lesern für seine Hitler.Apolcgetik hielt, bei entzücktere und Bedenkenlosere Abnehmer seiner Theo, rien fand. Was Wunder, dass sein Buch „Der erzwungene Krieg” in einschlägigen Kreisen zu einem Eestseller avancierte. Es stört Hocgans Freunde wenig, dass seine Dokumentation wissenschaftlicher Ue. entsprachen, um nun mit al. ler Macht Propaganda für sie zu machen. Nicht nur, dass die rechtsradikalen Publikationen die Hoggansche Geschichtsklitterung in aller Ausführlichkeit zitierten und kommentierten, es bildeten sich auch eine Reihe kleiner, aber offenbar finanzkräftiger Aggressive Plaene Nassers Tel Aviv. — Das Nasser-Regime verwendet 500 Millionen Dollar, die den siebten Teil des Nationaleinkom. mens darstellen, für die Entwicklung von Raketengeschossen und anderer Angriffswaffen, wie der israelische Vizeminister für Verteidigung, Shimon Peres, mitteilte. Auf einer Tagung europäischer Experten für arabische Fragen äusserte Peres, er sei zu der Ueberzeu. gung ge angt, dass die Araber ihre wütenden Drohungen gegen Israel ernst meinen und keineswegs von ihren Angriffsabsichten gelassen haben, sondern die Hoffnung hegen, sie bei der ersten Gelegenheit in die Tat umzusetzen. Er wies darauf hin, dass die arabischen Nachbarstaaten Israels Waffen aufhäufen und ihre antiisraelische Propaganda und den Boykott gegen Israel verstärken. Peres erwähnte im besonderen, dass Aegypten Unterseeboote baut und Düsenflugzeuge herstellt. Seine mit dieser Kriegsproduktion verfolgten Absichten, stelle Nasser jedcch einer jeden interessierten Partei in dem Licht dar, das ihm angemessen erscheint. So er. klärte er den arabischen Politikern, er sei fähig, einen Angriff gegen Israel zu leiten. Gleichzeitig verspreche er den afrikanischen Staatsmännern, er werde Mässigung üben, wenn sie ihn unterstützen würden Dem Westen gegenüber rühme er seine antikommunistische Einstellung und dem Osten seine prosowjetische Haltung. Unter diesen Umständen, so erklärte Peres, bleibe Israels nichts anderes übrig, als auf der Hut zu sein und seine militärische Macht zu stärken, um Nasser aufzuhalten. (ITA) berprüfung nicht standzuhalten '¿ermochte, dass sie von ernsthaften Historikern als Machwerk, als mit nachweisbaren Fälschungen operierende Scharlatanerie entlarvt wurde. Es genügt ihnen, dass die „revolutionären“1 Schluss, folgerungen eines „objektiven“ und noch dazu ausländen Ewiggestrigen in Deutschj dischen Wissenschaftlers geland dann endlich um so nau ihren Gedankengängen Organización Riegner V er wich er lindel? Braé. MITRE 430, 3er. p. 33-5276 46-1037 46-1115 Deine DEIN SPARKASSE HOBBY \« »V &!v« « »? & STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT BEÑO” w BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 M.-v-; . i BLICK IN EINE FABRIK synthetischer Garne, die in der Wueste des Negew neue Industrien schaffen hilft. Atome für den Frieden Gruppen, deren Hauptzweck die Verbreitung der Ideen Hoggans und verwandter Apologeten in ihrem angeblich „im Dienst der histori. sehen Wahrheit“ stehenden Kampf gegen die „Kriegssohuldlüge“ bildet. Nach einigen Jahren untergründiger Vorbereitung sa. hen diese Kreise nun in den Tagen, da sich der Zusammenbruch des Nationalsozialismus jährt, den Zeitpunkt für gekommen, um Hoggan und seine Theorien, die im Freispruch Hitlers und der Verdammung Polens und Grossbritanniens gipfeln, der breiten Oeffentlichkeit vorzustellen und unter Missbrauch der Namen grosser deutscher Humanisten und Historiker durch Preisverleihungen hoffähig und glaubwürdig zu machen. Es fanden sich bezeichnenderweise (nicht nur private) bereitwillige Gastge. ber für diesen rechtsradikalen Werbefeldzug, und ein il. lustrer Kreis wie der Rhein- Ruhr-Klub stellte sich als Plattform für den amerikani. sehen Geschichtsverdreher zur Verfügung. Doch man hatte die Rechnung ohne die erfreulicherweise empfindlichen und reaktionsfreudigen demokrati. sehen Kräfte in der Bundesrepublik gemacht. Es hagelte empörte Proteste, seitens der Presse, des Gewei kschaftsbundes, der Schriftsteller, der Studenten und anderer, die nicht gewillt waren, diesem Skandal tatenlos zuzuschauen. Unter diesem Druck der öffentlichen Meinung zog sich der Rhein.Ruhr-Klub mit einem entschuldigenden Hinweis auf die Meinungsfreiheit zurück, und auch einige der Gastgeber entschlossen sich aufgeschreckt zur Umkehr. In Bonn sah sich der Bundesinnenminister zu einer klaren Missbilligung der Vorgänge um Hoggan veranlasst, allerdings auch zu der Feststellung, dass keine rechtlichen Handhaben zum Einschreiten gegeben seien. Trifft das ohne Einschränkung zu? Bekanntlich ist die Verniedlichung und Verherrlichung des Nationalsoziaismus und seiner Verbrechen ein strafbarer Tatbestand, ein klarer Verstoss gegen die freiheitliche Grundordnung des Staates. Erwiesenerma- Ministerpräsident Levi Esh. kol erklärte unlängst in der Knesset, die Atomforschung in Israel diene ausschliesslich dem Frieden und friedlichen Zwecken. Ministerpräsident Eshkol reagierte in seiner Antwort indirekt auf die kürzlichen Erklärungen Krutschews in Aegypten und betonte, dass Israel die aggressive Politik seiner Nachbarn zurückweise. Israel erstrebe nur die Selbstverteidigung, ist aber der Meinung, dass der Rüstungswettlauf im Nahen Osten überflüssig und gefährlich sei, den Frieden bedrohe und der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Völ. ker im Wege stehe. Die Regierung sei zu jeder Anstrengung bereit, um unter beiderseitiger Kontrolle zu einer Abrüstung zu gelangen. Die Regierung habe weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart irgendeine Initia. tive ergriffen, um neue Waffen (konventionelle und nichtkonventionelle) in den Mittleren Osten einzuführen. „Solange unsere Feinde nicht zur Abrüstung bereit sind, sind wir gezwungen, unsere Absehreckungskraft zu verstärken, um den Frieden in diesem Raum zu wahren“, führte E;hkol aus. „Die Regierung bedauert, dass Prä. sident Nasser trotz seiner agssen sind nationalsozialistische Bestrebungen in gleichem .Masse staatsgefährdend wie etwa kommunistische Tendenzen. Aber man erweist sich im Umgang mit der _NS-Apologetik erstaunlicherweise als weitaus zimper. licher als zum Beispiel bei der Verbreitung linksradikalen Gedankenguts. Es wird in diesem Zusammenhang viel mit der Meinungsfreiheit argumentiert, wobei natürlich die Rechtsradikalen keinerlei Schranken gesetzt sehen möchten. Andererseits aber weiss jeder Demokrat genau, dass die schrankenlose Ausnutzung der Meinungsfreiheit durch ihre eigentlichen Gegner unter Umständen zu einem die freiheitliche Ordnung selbst bedrohenden Missbrauch führen kann Man sollte es nicht immer wieder nötig haben, auf die Weimarer Republik zu verweisen. (Allgemeine W. Z.) gressiven Erklärungen gegenüber Israel von verschiedener Seite, die im allgemeinen für Frieden und Koexistenz eintritt, politische Unterstüt. zung und Waffenlieferungen erhält, Aegypten steht seit Jahren im Rüstungs-Wettlauf und war der erste Staat, der neue Waffenarten in den Mittleren Osten eingeführt hat. Er bekam von der Sowjetunion Ue~ berschall.Diisenflugzeuge, Raketen-Booten und schwere Panzer. Aegypten entwickelt mit Hilfe deutscher Wissenschaftler auch andere Vernichtungswaffen, die bis jetzt im Mittleren Osten noch Kulturaustausch Stockholm. — Die Jüdische Jugendföderation Skandinaviens, der 3.000 Mitglieder angehören, erklärte nach dem Besuch Krutschews, sie sei bereit, einen Kulturaustausch zwischen den Juden Russlands und der skandinavischen Länder zu organisie. ren. nicht existieren. Diese Waf. fen sind den ägyptischen Erklärungen gemäss für einen Krieg gegen Israel bestimmt, und all dies steht im Gegensatz zu den Prinzipien von Koexistenz und Frieden, an denen sowohl die Sowjetuni. on wie auch der Westen interessiert sind. ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5725? Erew Rosch Haschana 1. Tag Rosch Haschana 2. Tag Rosch Haschana Zorn Gedaljia Kol Nidre Jom Hakipurim Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot Hoschana Rabba Schemini Azeret Simchat Tora Schabbat Bereschit Zerstörung der Synagogen in Deutschland Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Fasten Assara beTewet Chamischa.Assar biSchwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Schabbat Hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto 27., Nissan) Yom Haatzma’ut Lag BeOmer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa-Assar beTamus (nidche) Erew Tischa beAw (nidche) Tischa beAw (nidche) Erew Rosch Haschana 5726 Sonntag, den 6. September Montag, den 7. September Dienstag, den 8. September Mittwoch, d. 9. September Dienstag, d. 15. September Mittwoch, d. 16. September Sonntag, den 20. September Montag, den 21. September Dienstag, den 22. September Sonntag, den 27. September Montag, den 28. September Dienstag, den 29. September Sonnabend, den 3. Oktober 16. Marcheschwan 5699 9. November 1938 Sonntag, den 29. November Montag, den 30. November Montag, den 7. Dezember Dienstag, den 15. Dezember Dienstag, 18. Januar 1965 Mittwoch, den 17. März Donnerstag, den 18. März Freitag, den 19. März Sonnabend, den 10. April Freitag, den 16. April Sonnabend, den 17. April Sonntag, den 18. April Freitag, den 23. April Sonnabend, den 24. April Donnerstag, den 29. April Freitag, den 7. Mai Donnerstag, den 20. Mal Sonnabend, den 5. Juni Sonntag, den 6. Juni Montag, den 7. Juni Sonntag, den 18. Juli Sonnabend, den 7. August Sonntag, den 8. August Sonntag, den 26. September