Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2079 (28.8.1964)
- Date
- 1964-08-28
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vier®**, 28 d« Agosto de J»«4 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. Musik in Buenos Aires . . ¡ 2 SLED AMERIKANISCHE BRSTAUFFUEHRUNGEN: „HIOB“ (DALLAPICCOLA), „TURANDOT“ (BUSONI) Die Abischt, den Colön- Spielplan systematisch zu bereichern, wird unerschütter. lieh fortgeführt. Das szenische Oratorium „Job“ (Hiob) von Luigi Dallapiccola, dessen Oeuvre hier hauptsächlich durch die „Gesänge aus der Gefangenschaft“ und die Opern „Nachtflug“ und „Der Gefangene“ bekannt wurde, zeigt den zeitgenössischen italienischen Komponisten abermals als den tiefgläubi. gen Ringer um Gotteswahrheit. Die „Saccra Reppresentazione“ hat den Original-Bi. beitext des Buches Hiob zur Grundlage. Das nur eine halbe Stunde währende Werk , K£Ä£tt KÄy£itt£T C£tSM£C beginnt durch den Mund des Sprechers mit: „Es war ein Mann im Lande Uz, mit Na-! men Hiob“. Die Stimme wird durch einen sprechenden und singenden Chor, Satan von ei. nem Sprechchor — beide Klangmassen seitlich auf der Biihne gruppiert — verkörpert. Der Prophet, dessen Freunde Elifas, Bildad und Zofar, sowie vier Botschafter drücken den Inhalt des modern und konzis komponier ten wundervollen Opus aus, 1 welches von Fernando Previ. tali 1950 in Rom aus der Tau fe gehoben wurde. I Der sich bei uns besonderer Beliebtheit erfreuende Di- | rigent studierte auch im Co. 16n den „Hiob“ ein, und es I gelang ihm, Sänger, Chor — I vorbildlich von Tullio Boni vorbereitet — und Orchester 1*13 §8®«. OBBZSEI335QS: COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695. 48-5683 TISCHRI-AKTION 5 7 2 5 Wir danken allen unseren Freunden, die bisher die Jugendlichen, die den Glückwunsch des KKL ins Haus bringen, freundlich empfangen haben; an den kommenden zwei Sonntagen wird die Tischri-Aktion fortgesetzt werden und wir bitten alle, auch weiter unsere freiwilligen Mitarbeiter wohlwollend bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu unterstüt zen. CHICOS!! Nuestro tradicional FESTIVAL INFANTIL ANUAL con motivo de Simjat Tora se vealria-á este año el día DOMIN¬ GO, 18 DE OCTUBRE pxmo. en el Colegio Pestalozzi con un programa completamente renovado y atractivo para todas las edades! Habrá un Torneo de Baby Football por la Copa dei KKL — Concurso de Manchas y Concurso de Bailes Israelíes — Mago — Películas, etc. Detalles publicaremos la semana próxima, asi temo por volantes en todos les colegios! — Mientras tanto vayan entrenándose! AUS UNSERER ARBEIT Anlässlich der Hochzeit von Herrn Ing. Pedro P -Iacek und F:l. Silvia Taussik, V. Löpez, wurde der Betrag von 8.100.— Pesos für den KKL gesammelt; die Neuvermählten werden in das „Goldene Buch“ des KKL eingetragen. Bei der Hochzeit v;n Herrn Marcos Adler und Fri. Henriette Päez wurden $ 2.700.— zu Gunsten des KKL gesammelt; auf den Namen des jungen Paares werden Bäume in Israel gepflanzt. Anlässlich der Barmizwah van Alfredo J sé Basch, Villa Ballester, wurde durch die Mitarbeit der Damen, Frau Kolodz'nski und Frau Fleischer die Summe von 4.000.— Feses gesammelt; Alfredo José wird im „Sefer Barmizwah“ eingetragen. Herr Federico Gr.ldschmidt spendete anlässlich seines Geburtstages S 3.000.— für den KKL, wofür Bäume auf seinen Namen aus diesem Anlass gepflanzt werden. AUS UNSEREN KOLONIEN:! Frau Juana M. de Pfeifer, unsere Mitarbeiterin in der Kolonie Avügdor, überwies uns $ 6.300.— für Büchseni leerungen; die besten Büchsen waren bei den Familien: Minke Preisler, Ruth Rosenblatt und Walter Strauss. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst: Glückwunschsowüe Trauertelegramme und Baumdiplome bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter folgenden Telefon. Nummern aufzugeben; 73-9026 Sra. IVei niste in 68-7404 Sra. Ehrlich 64 2966 Sra Tuba scher 54.3209 Frl. Wertheimer 43-3695 Sekretariat 43-5683 Sekretariat. zu mustergültiger Einheit zu i verschmelzen. Das Archaische des Geschehens wurde von Ernst Poettgen packend, | mit sparsamsten szenischen : und expressiven Mitteln betont, weiche hiermit die Ket- . te seiner zahlreichen Regie. Erfolge noch um ein weiteres Glied bereichert hat. Die von Paul Walter unter Poettgens Anweisungen geschaffenen packenden und eindrucksvollen Bühnenbilder schufen das Klima, in dem der Protagonist Angel Mattiello eine . neue Proble seiner gereiften i Sänger- und Schauspieler, kunst ablegen konnte. Die übrigen sieben Mitwirkenden fügten sich ausgezeichnet in den Dialog zwischen Gott und Hiob einerseits und Weltschöpfer und Teufel andererseits ein, welche durch pak. kende, sich unausgesetzt ändernde Ausleuchtung glaubhaft dem Verständnis des von Werk und Aufführung , unerhört beeindruckten Pui blikums nahegebracht werden j konnte. | Die chinesische Fabel „Tu. 1 raudot“, deren Musik und Text aus der Feder des halb-1 jüdischen und daher im 1000jährigen Reich verspönten Ferruccio Busoni stammt, wurde 1917 in Zürich urauf- : geführt. Wir erlebein jetzt in I der gesamten Welt eine Bu. ,! soni-Renaissance; die meisten I seiner reizvollen, neoklassij sehen, uni-omantischen und j bestechenden Kompositionen erleben ihre Wiederauffühj lung entweder in der deutschen Originalsprache oder, wie nun bei uns, auf italienisch. Die Uebersetzung wur- , de von der Gattin des Dirigenten Fernando Previtali , ausgezeichnet besorgt, der j auch hier abermals eine von ihm vorbildlich vorbereitete Erstaufführung leitete. Die Titelheldin Margheri. | te Roberti debütierte hierbei im Colon; ihre Stimme, die im übrigen gleich ihren an- ' deren Kollegen sich infolge besonders widriger k’imati- , scher Verhältnisse am Premieren - Abend nicht restlos entfalten konnte, zeugt von j grosser Musikalität und Aus-! drucksvermögen. Jorge Algorta als Kaiser, Luisa Bartoletti als Tuiandots Vertrau, te „Adelma“ und ganz beson | ders Carlos Cossutta in der dankbaren Rolle des Prinzen „Calaf“ sangen und spielten ebenso perfekt wüe die übrigen Fnsemble.Mitglieder in den Nebenrollen. Die gelungene Choreographie von Tamara Grigorieva und Bilder und Kostüme von Faul Walter, „märchenhaft“; wie der Charakter der ausdrücklich als „ch'mesi che I Fabel“ bezeichneten Oper, gaben E nst Pcettgen Gelegenheit zu einem gressarti. gen Eeweguugs-, Licht- und Bühnenspiel, die seine stilistische Wendigkeit, sein ein. maüges Einfüblungsvermögen in aber auch jeden i von ihm angepackten Stoff : neuerlich offenbar werden I liessen. Das Publikum, welches sichtlich amüsiert und dankbar der Aufführung folg- I te, legte sich keine Rechen. Soziale Probleme im Theater Der IFT führte „Das Hemd“ auf, ein in Franco-Spanien preisgekröntes Werk, das zu einem Welterfolg wurde Bei der weltanschaulichen Kluft, die den IFT von Franco trennt, fragt man sich, weshalb? Es handelt sich um ein tief soziales, menschliches und aus dem Leben gegriffenen Drama, das in Spanien zuerst nicht aufgeführt wer. TEATRO COLON Viernes 28, a la- 21 horas: lia. fuñe. Gran Abono: “Ernani“, ópera de Giuseppe Ver di (primrea repres. en el T. Colón), con: Roberti, Labó, MacNeil, Hiñes, Dir. de orq.: Fernando Previtali. Regie; Karlheinz Haberland. escen. y vest.: Hainer Hill. Dir. de coro; Tulio Boni, orq. y coro estable del T. Colón. — Neta: para esta función es obligat. traje de etiqueta p. damas y caballeros en pial, y palees. Sábaro 29 a las 17 horas- 9o. conc. del ab. a 10: recital del violinista Cristian Feúras. Sábado 29 a las 21 ho’as: fuñe, extraord. de Ballets. “Fedra“ (Auric/Lifar), “Ro meo y Julieta“ (T chaikovsky/Lifar), “Suite en Blanc“ (Lalo/Lifar), cuerpo de baile estable y orq. Filarm. de Bs Aires. Domingo 30 a las 17 horas: lia. fuñe. ab. domingo: “Ernani“, ópera de Giuseppe Verdi prim. repres. en el T. Co. lón), con los mismos interpretes del día 28. Martes 1? a las 21 horas* lOma. y últ. fuñe, del abono noct.: “Ernani“, ópera do Giuseppe Verdi prim. repres. en el T. Colón). Miércoles 2 a las 19 horas: Conc. de la Asoc. “Amigos de la Música“. Festival J. S. Bach. Orq. de “Amigos de la Mus." Dir. Karl Richter. Jueves 3 a las 21 horas: fuñe, extraord. “Ernani“ ópera de Giuseppe Verdi iprim. repres. e nel T. Colón). den durfte. Ich weiss nicht, ob Olmo sein Werk inzwischen geändert hat oder ob er gleich darauf verzichtete, Folgerungen aus seiner Problemstellung zu ziehen. Jedenfalls ist Olmo bei der Schilderung von Begebenheiten des täglichen Lebens geblieben. Bettelarme spanische Arbeiter und Handwerker entschliessen sich, um Arbeit zu finden, auszuwandern. Zuerst die Frauen als Dienstmädchen. Wenn sie das Reisegeld gespart und für die Männer Fabrikarbeit gefunden haben, lassen sie sie naehkommen. Jedenfalls zerfallen Familien, Provisorien dauern jahrelang, das alte Elend bleibt in neuer Form. Symbol dieser grauenvollen Not ist das einzige weisse Hemd, das jeder Arbeiter benötigt, um sich bei Stel-! lungssuche vorzustellen, ein Hemd, das oft schon alt und zerrissen gekauft wird und das jahrelang neu geflickt, gewaschen und geplättet wird. j Die Aufführung im IFT ist sehr gut. Sie dreht sich um ein weitläufiges plastisches Bühnenbild in mehreren Eta. i gen. Jaime Kogan führte die ' Regie und suchte die ein. ¿einen von Olmo geschaffet nen Gruppen zusammenzuhalten, wobei er sich bemühte, das tieftraurige Geschehen durch kleine heitere Lichter aufzuhellen. Der Ehemann, der seine Heimat liebt und obwohl arbeitslos nicht auswandern will, wird von Carlos Alberto Usay dargestellt. Gut als Figur; doch sprachlich und im menschlichen Gefühl gleicht er seinem Hemd. Es fehlt an allen Ecken und En-! den. Dafür sind alle anderen Darsteller gut oder sehr gut. Franca O rtese gibt verbissen die F^u, die nach 16 Jahren Ehe das elende Heim ver. lässt. Mecha Löpez als Grossmutter und Mara Latzis als gutherzige Nachbarin spielen natürlich und mit Gefühl, Marcela Zales sogar mit einem starken Aufschrei. Rodolfo Alesandrini und Ariad. ni Mavrakis ragen unter den Kindern und Jugendlichen durch ihr lebhaftes Spiel hervor. Besonderes Lob verdient Tacholas für seine feinkomisch gezeichnete Figur des in Phantasien lebenden Onkel Maravillas. Die Zuschauer waren von dem so tragischen und doch menschlichen Geschehen und seiner Darstellung gefesselt und dankten durch ungewöhnlich starken Beifall. Dr. Karl Kost Theodor Herzl Gesellschaft esdiesist an den en Feiertagen r den tskampag □ COMITE CENTR0EURGFE0 DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod) Sarmiento 2376, III. — T. E. 47-3820 Schaft davon ab. dass auf offener Bühne dauernder Szenenwechsel stattfand, ein neuer Beweis für die ungewöhnliche Begabung des Re. gisseurs, vollendete Koordination zwischen Ton, Licht und Bewegung zu erreichen, und sich niemals zu wiederholen. Das Orchester klang ebenso rein wie Tullio Bonis, in die stete Bühnenbewegung dauernd eingreifender Colön- Chcr. BEETHOVENABEND VON CLAUDIO ARRAU Ein Spitzenprogramm von ungewöhnlicher Linse eines Fia isten, der einen Ehren, platz in der ersten Reihe der Meisterklasse einnimmt. Der sich bei uns seit Jahrzehnten uneingeschränkter Beliebtheit erfreuende chüenische Künstler zelebierte im überfüllten Colon fünf der bedeutendsten Beethoven-Sonaten; Nr. 3 cs.dur, opus 27, Nr. 11 und Nr. 2 cis-moll (Mondschein- Sonate), Nr. 14), Nr. 32, cmoll, opus 111, Nr. 23, es.dur, cpus 81a („Les Adieux“). und die „Apassionata“ (Nr. 23, fmoll, cpus 57). Platzmangel macht es uns unmöglich, die vollendete Ausdeutung und das gereifte Spiel Arraus dieser Höhepunkte piani Tischer Literatur gebührend zu würdigen, dessen Namen in Verbindung mit Beethoven uns Nimbus und Authentie bedeutet. Die aussergewöhniiehe interpre. tative Vollendung verleitete wiederholt zu dem Glauben, die bekannten Sonaten zum ersten Mal zu hören. Jedoch wallen wir das glokkenrein gebotene „adagio molto semplice e cantabile“ der einsamen Sprache des tauben Genies, das „in sich hineinlauschen“ der letzten Sonate (»Nr. 32) dieser Feierstunde besonders erwähnen. im Salon Sarmiento 2523 SONNTAG, 30. AUGUST. 10—12 UHR. MITTWOCH, 2. SEPTEMBER. 19—21 UHR und am EREW ROSCH HASCHANA SONNTAG, 6. SEPTEMBER, 10—12 UHR TELEFONISCHE AUSKUENFTE: 73.4696 WIK BITTEN DRINGEND, DIE RESEiv* iüRTEN KARTEN BIS 2. SEPTEMBER ABZUHOLEN JISKOR Der 9. SEPTEMBER ist der letzte Termin für die Linreiclhung der zur Seelenfeier am Jom Kipnr zu verlesenden Namen. Später eingehende Anträge können aus technischen Gründen leider nicht beriieks'chtigt werden. Zu richten an Herrn Oscar Schwarz, Juramento 3255 Dto. B. Gratulieren Sie Ihren Verwandten und Freunden in Amerika, Israel und Europa zu Rosch Has&honoh 5725 mit einer nnnD mw Glückwunsch-Anzeige in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU LA SEMANA ISRAELITA Die SONDERNUMMER erscheint am Freitirg, DEN 4. SEPTEMBER 1964. Annahme taeglich ausser Sonnabend und Sonntag in unserem Büro in der Fueyrreden 2190, I. St. links (esq. Las Heras) T. E. 83.2613 Curt B. M. Weissstein