Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1964-08-28 · 2079 (28.8.1964) · p. [Seite 4]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2079 (28.8.1964)
Date
1964-08-28
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9614256-9614596--3477-9614600
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

4 — Viernes, 28 de Agosto de1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2079 Ereignisse der Woche' ' ' ‘ "I Beim Bürgermeister von Buenos Aires Der zweite Bürgermeister der israelischen Stadt Pet&ch Tikwa, Herr David Tabach nik besuchte den Bürgermeister von Buenos Aires, Don Francisco Rabanal, dem er •ine Plakette aus reinem Gold mit dem Wappen von FYtach Tikwa und einen Wimpel dieser Stadt zum Geschenk überreichte. Als Auf_ merksamkeit für die Gattin des Bürgermeisters übergab er diesem eine goldene Brosche mit einem Stein, der aus den Minen des Königs Salomo stammt. Herr Tabachnik lud den Bürgermeister von Buenos Aires ein, Israel zu besuchen und auch nach Petach Tikwa au kommen. Ausschreitungen j in Tucuman j Verschiedene Zwischenfälle .ereigneten sich an mehreren Funkten dieser Stadt, die von Mitgliedern lokaler Studentenverbände hervorgerufen wurden, welche gegen die ihrer Meinung nach „feindselige Haltung“ der jüdischen Sportler protestierten, die in Tucuman zur Makkabiade ■weilten. So kam es zu einer Schlägerei zwischen den beiden Gruppen auf der Plaza Independencia, bei der die Polizei einschreiten musste. In den Abendstunden des gleichen Tages durchzogen Jugendliche mit argentinischen Fahnen und Spruch, j bändern verschiedene Stra- | ssen der Stadt. Auf den Spruchbändern stand zu le- , sen, dass die jüdischen Sportj 1er die Urheber von Inschrif ten zionistischen Inhalts seien, mit.welchen das Historische Geba ade beschul iert worden war. Die Polizei hatte auf dem Platz ständige Po sten aufgestellt und liess. auch die Lager überwachen, in denen die Teilnehmer an I der Makkabia<ie wohnten. Freund« der HebriteU sehen Universitaet Delegierte von 20 argentinischen Zweigstellen nahmen au der 6. Konvention der Vereinigung der Freunde der Hebräischen Universität in Jerusalem teil, die im rosari. ner Sitz der Sociedad Hebraica Argentina stattfand. Un ter den Anwesenden befanden sich bekannte argentinische und ausländische Akademiker. Als erste Veranstal. tung wurde eine Unterhaltung am Runden Tisch über das Thema: „Gesellschaft, Verbrechen und Recht“ abgehalten, der eine interessante Diskussion folgte, an der sich Dr. Israel Drapkin, der Leiter des Seminars für Kriminologie der Hebräi. sehen Universität Jerusalem, der ehemalige Dekan der Rechtsfakultät der Universität Buenos Aires, Dr. Francisco P. Laplaza, sowie der jetzige Dekan der Rechtsfakultät von Cordoba. Profes. sor Ernesto Gravier, und die Professoren Doctores Santia go Fassi, Isaac Freidenbevg und Guillermo Fierro beteiligten. I Die Teilnehmer an dieser! Tagung nahmen auch Anj Heufechen ßammerspiele lass, am San-Martin-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz in Rosario eine Blümenspende niederzulegen. 1 D»riJ Wotffsohn-Schule Am 17...August fand anlässlich des Gedenktages an (len Befreier General San .Martin-eine Feierstvinde in der , Kscuela Hebrea David WolfL ' sohn statt, an der.hohe sta.at..; liehe und städtische Würden- ' träger sowie führende Persönlichkeiten des San Martin - Instituts teilnahmen. Nach einer sehr interessanten Ansprache über San Mar. tin, die Dr. Bernardo Goldstein, der Präsident der Vereinigung David Wolffsohn hielt, fand die Enthüllung einer San Martin.Biiste statt. Weitere Ansprachen und vor allem Vorträge der Schüler, an denen sich auch die jüngsten Kinder beteiligten, gaben dieser erhebenden Feier einen schönen Rahmen. Israel-Tourismus In einer Pressekonferenz unterrichtete der Direktor der Oficina Nacional Israeli de Turismo, Herr Baruch Tenentaum, über die Bedeu tung der Woche, die unter dem Motto „Lernt Israel kennen“' durchgeführt worden ist. Die Repräsentanten verschiedener anderen nationalen Touristenbüros (Frankreichs, der Schweiz, Spaniens und Italiens), vor allem des Direktors der Nationalen argentinischen Organisation, Dr. Garraizabal, gaben dieser Woche ein besonderes Gepräge. Im Rahmen dieser Woche „Lernt Israel kennen“ fanden eine Reihe interessanter Veranstaltungen und Wettbewerbe statt. — Provokation in Tucumán Anlässlich der Vorfälle, die sich während der Anwesenheit der an der diesjährigen Makkabiade beteiligten jüdische Sportler in Tucumán ereigneten und Über die alle argentinischen Zeitungen berichteten, wandte sich die DAIA an den Gouverneur dieser Provinz, um seine Aufmerksamkeit auf den Umstand zu lenken, dass es sich h;er ganz offensichtlich um eine Provokation handelte, die im sinne ihrer Urheber zu einer Demonstration im Nazistil führte. Das Telegramm der DAIA an den Gouverneur von Tucumán, Prof Lázaro Barbieri, lautete wie folgt: „Wir sprechen dem Herrn Gouverneur unsere tiefe Empörun über die am Ende der Sportspiele der Makkabiade vorgefallenen Ereignisse aus. .Das offensichtlich provozierende Vorgehen nazistischer Elemente, die ihre Taktik erneuern und anstelle von Hakenkreuzen Davidsterne anschmieren, bilden ein neues Manöver des antiargentinischn Plans, der durch Verächtlichmachung der jüdischen Kollektivität das Chaos in Tucumán und im ganzen Lande sucht. „Die erste ungeschickte Provokation gibt ihnen Gelegenheit zu weiteren Herausforderungen, d:e das Vorspiel zu dem Drama sein können, das sie im Lande ent fesseln wollen. „Im Namen des friedlichen naiionalen Zusammenlebens ersuchen wir um eine erschöpfende Untersuchung und öffentliche Klarstellung der wahren Talsai chen und Wahrung von Ruhe und. Sicherheit der Be j völke'ung.“ i Im Namen der DAIA Unterzeichneten der Vizepräj sident Gregorio Faigón und der Sekretär Herzl Gesang. 8 TEATRO DE CAMARA DE ALEMAXIA Direktion REINHOLD K. OLSZEWSKI Freitag, den 28. August, 19.15 Uhr: PRAIRIE SALOON, Western Musical von H. Wunderlich. Sonntag, den 30. August, um 15.00 Uhr: DER MAULKORB. Komödie von H. Spoerl. Montag, den 31. August, um 20.00 Uhr: HAMLET, Trauerspiel von W. Shakespeare. Dienstag, den 1. September, um 19.15 Uhr: DER KOENIG STIRBT, Schauspiel v. E. Ionesco Kartenverkauf für sämtliche Vorstellungen ab 10 Uhr an der Theaterkasse Preise von $ 200.— bis $ 600.— DIESES JAHR IM TEATRO PRESIDENTE ALVEAR CORRIENTES 1659 — Telefon: 46-6076 Aussprache mit Ing. Breyter LUACH - (KALENDER) Freitag den 28. August 20. Elul Soi.nabena, den 29. August 21. Elul Parschat KI-TAVo 5. B. M. XXVI 1 — XXIX Sonntag, den 30. August 1. Tag Slichot Montag, den 31. August 2. Tag Slichot Dienstag, den 1. September 3. Tag Slichot Mittwoch, den 2. September 4. Tag Slichot Donnerstag, den 3. September 5. Tag Slichot Freitag, den 4. September 6. Tag Slichot Sonnabend, den 5. September 28. Elul Parschat NITZAVIM 5. B. M. XXIX 9 — XXX 20 Haftara Yeschayahu LI 10 — LIII 9 Sonntag, den 6. September 29. Elul Sachor brit — Letzter Tag Slichot Sonntag, den 6. September 29. Mul Erew ROSCH HaSCHANA — Letzter Tag Slichot Montag, den 7. September 1- Tischri 5726 1. Tag ROSCH HASCHANA 5725 Dienstag, den *. September 2- Tl,*hrf 2. Tag ROSCH HASCHANA 5725 22. Elul 23. Elul 23. Elul 25. Elul 26. Elul 27. Elul C. W. —- Auf Einladung der Gemeinde „Bet Israel“ und der „Theodor Herzl Gesellschaft“ sprach der frühere argentinische Nationaldeputierte Ing. Isaak Breyter im Gemeindehaus Cramer über die jüdische Situation in Ari gentinien. Vom Vizepräsiden. ten der THG, Enrique Braun; herzlich begrüsst, ging der Gast in seinen fesselnden und j interessanten Ausführungen von einem kürzlich erschie-; nenen Artikel der „Prensa“ aus, der sich dreissig Jahre nach dessen Ableben mit der Figur des grossen Wissenschaftlers und Nobelpreisträ. ' gers Prof. Fritz Haber beschäftigte. Im Gegensatz zu Albert Einstein, der sich als Jude und Zionist gefühlt und bis zuletzt für Rettung und Hilfe zugunsten seiner; jüdischen Brüder gekämpft i hatte, vergass Haber sein Ju-; dentum, zu welchem er erst, 1 fast schon auf dem Toten, i bette, zurückkehrte, um im I „Weizmann-Institut“ zu Reehowot verewigt zu sein, wäh. i rend Einstein sich bei Lebzeiten mit Erez Israel verj band. Ing. Breyter rückte alsdann die jüdische Lage in Latein, amerika ganz allgemein und! in Argentinien im besonderen ins rechte Licht. Auch wir, Kinder von Emigranten, würden uns gleich Einwanderern anderer Nationalitä. ten einordnen, dem Lande dienen und unsere Stimme energisch erheben, wenn man unsere Rechte kürzen wolle. | Doch eine Einheit des Denkens und der Aktion bei uns täte not. Unsere Feinde vermögen das Argument „Antizionismus“ leichter zu benutzen als „Antisemitismus“, da . sich .rassische oder religiöse“! Beweggründe heute schwieriger anwenden lassen ange-! sichts des neuen Weges, den; die Kirche so gehen unter I nommen hat. Von Israel, dem I aufbliihenden Staate, könne man öffentlich nicht gut ablehnend sprechen; dazu diene Medinat Jisrae? zu vielen jungen Völkern und Staaten a’s Vorbild auf den vermine, densten Gebieten, und zu diesen schöpferischen Leistungen trage die Diaspora bei; deshalb will man sich an dieser rächen, und so käme zu der wütenden und gehässigen arabischen Propaganda auch in Argentinien. Der Redner ging dann auf eine Auseinandersetzung in der Deputiertenkammer ein. In einer anregenden Debatte erbaten Enrique Braun und Manfred Lewin eine Klä. rung des Begriffes der „doppelten Loyalität“. Chawer Lewin lieferte selbst hierzu einen Beitrag, indem er darauf hinwies, dass der verewigte Präsident J. F. Kennedy bei seinem Besuch in Irland als der „grosse Sohn der irischen Heimaterde“ gefeiert worden wäre, und niemand habe seine amerikanische Staatstreue angezweifelt. Ing. Breyter bezog sich in seiner Entgegnung auf Män. ner wie Einstein und Brandéis, um zugleich klarzumachen, wie man zwischen „dop. pelter Nationalität“ und „doppelter Loyalität“ unterscheiden müsse. Unser Vertreter in der „DAIA“, Alejandro Wohlge. muth. beklagte die geringe Annäherung der einstigen deutschen Juden an den argentinischen Jischuw, warnte amerikanische Bedingungen ohne weiteres auf die hiesigen Bedingungen anzuwenden und kritisierte scharf die Erklärung der „Faternidad Cristiana-Judia“, die den Bestrebungen der DAIA, die Einheit zu fördern, zuwiderlaufe. In seinem Schlusswort fasste Dr. Hardi Swarsensky die verschiedenen Ausführungen zusammen und verlangte eine klare Entscheidung zugunsten des zionistischen We. ges, der allein eine glückverheissende jüdische Zukunft verspreche. Handel mit Polen Tel Aviv. — Die israelimhen Exporteure führen Ver. Handlungen zur Verstärkung der Handelsbeziehungen mit Polen. Israelische Experten in Russland Israelische Agronomen beteiligten sich neben anderen ausländischen Spezialisten an dem ersten internationalen Seminar für Fruchtbarmachung und Entwicklung trok-; kener Böden, das kn Rahmen des Programms der UN- Organisation für Landwirt. ’ Schaft und Ernährung (FAO) , in den Sowjetrepubliken Ka- | sakstan und Usbekistan durchgeführt worden Lt. : NACHRICHTEN | AUS ISRAEL STIFTUNG I Ein amerikanischer Philan. throp hat $ 200.000 zur Er, j-Tichtung eines neuen Fiügel* im Institut für Virusforj schung im Hadassa.Krankenhaus in Jerusalem gestiftet. j NEUER " 1 INDUSTRIEBETRIEB J Im Einwandererstädtchen Bet Schemeseh soll unter Be-! teiligung eines israelischen und eines englischen Kapita, I listen eine Fabrik zur Brzeu- 1 gung von löslichem Kaffee | errichtet werden. Die An, | fangsinvestition in dieses Unternehmen beträgt 4 Millionen IL. i MEHR ULPANIM i ' In der nächsten Zeit soll die Zahl der Ulpanim für intensiven Hebräischuni erricht stark vergrössert werden. Diese werden bekanntlich aus den Mitteln der Vereinigten Israel-Aktion erhalten und stellen ein sehr wertvolles Instrument für die Einordnung der Neueinwanderer dar. Das | Budget der Ulpanim beläuft I sich in diesem Jahr auf 3 Millionen IL. Das Ministerij um für Erziehung und Kultur beteiligt sich daran durch die Beistellung von Lehrern. LANDWIRTSCHAFT¬ LICHER EXPORT Im Dezember 1963 belief sich der landwirtschaltiiche Export (Zitrusfrüchte nicht inbegriffen) auf 1.600.000 Dollar gegenüber 1.470.000 Dollar im gleichen Monat des Vorjahres. Bis zum 18. Januar des Vorjahres wurden mehr als 3 Millionen Kisten Zitrusfrüchte ausgeführt. BLUMENEXPORT Ehrenmal in Neuengamme Hamburg. — Zum Gedenken an die Opfer de? ehemaligen Konzentrationslager* Neuengamme wird dort noch in diesem Jahr mit dem Bau eines neuen Ehrenmals begonnen. (AWZ) Im Blumenexport ist ein steiler Anstieg zu verzeii'h- | nen. Die Hauptsaison für die 1 Ausfuhr von Blumen ist der I Winter und dieses Jahr wui-! den nicht nur einige Sorten 1 zum ersten Mat ins Ausland geliefert, sondern auch die Quantität der exportierten Blumen war grösser als im Vorjahr. So hat sich z. B. der Gla diolenexport innerhalb eines Jahres verdoppelt: 1 von 300.000 auf 600.000 Stück. ZUM AUFBEWAHREN WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 57257 Zu Rittern ernannt London. — Unter den anlässlich des Geburtstages der englischen Königin Geehrten befinden sich vier Juden, die zu „Knights“ ernannt wur. den. JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5725, Neujahrs. Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 T. E. 99.9431 Erew Roseh Haschana 1. Tag Rösch Haschana 2. Tag Rosch Haschana Zorn Gedaljia Kol Nidre Jom Hakipurlm Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot Hoschana Rabba Schemini Azeret Simchat Tora Schabbat Bereschit Zerstörung der Synagogen in Deutschland Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Fasten Assara beTewet Chamischa.Assar biSchwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Schabfcat Hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto 27. Nissan) Yom Haatzma’ut Lag Be Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Scjüwa-Assar beTamus (nidche) Erew Tischa beAw (nidche) Tischa beAw (nidche) Emr Aoech Hasehana 5724 Sonntag, den 6. September Montag, den 7. September Dienstag, den 8. September Mittwoch, d. 9. September Dienstag, d. 15. September Mittwoch, d. 16. September Sonntag, den 20. September Montag, den 21. September Dienstag, den 22. September Sonntag, den 27. September Montag, den 28. September Dienstag, den 29. September Sonnabend, den 3. Oktober 16. Marcheschwan 5699 9. November 1938 Sonntag, den 29. November Montag, den 30. November Montag, den 7. Dezember Dienstag, den 15. Dezember Dienstag, 18. Januar 1965 Mittwoch, den 17. März Donnerstag, den 18. März Freitag, den 19. März Sonnabend, den 10. April Freitag, den 16. April Sonnabend, den 17. April Sonntag, den 18. April Freitag, den 23. April Sonnabend, den 24. April Donnerstag, den 29. April Freitag, den 7. Mai Donnerstag, den 20. Mal Sonnabend, den 5. Juni Sonntag, den 6. Juni Montag, den 7. Juni Sonntag, den 18. Juli Sonnabend, den 7. August Sonntag, den 8. August Sonntag, den 26. September

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.