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Jüdische Wochenschau · 1964-08-21 · 2078 (21.8.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2078 (21.8.1964)
Date
1964-08-21
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes. 21 «1« Agosto de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. No. 2678 Ereignisse der Woche Entwurf eines Gesetzes Durch den „Bloque de Di. putados Nacionales“ wurde uls von dem „Partido Demöcjata Piogre;ista“ das fol. gende übermittelt: „Gesetzesvorschlag des Deputierten Leon Patlis ange. siehts der Zunahme antisemitischer Aktivitäten in Argentinien: „Artikel 1) — Im ganzen Territorium der Republik Argentinien werden Aufreizung, Teilnahme oder Durchführung von Veranstaltungen verboten, die bezwecken. Per. sonen oder mit rassischen, re. ligiösen oder sozialen Zielen gegründete Institutionen einer ungleichen oder diskri. minatorischen Behandlung zu unterwerfen. „Artikel 2) — Mit Gefängnis von einem bis zu vier Jahren werden diejenigen in individueller oder kollektiver Form bestraft, die gegen das in Artikel 1 ausgesprochene Verbot verstossen. „Artikel 3) — Die Strafen des vorhergehenden Artikels sollen in den folge, den Fällen verdoppelt werden: Betreffende als ungeeignet erklärt werden, jemals in Zukunft einen öffenticlhen Po. sten zu bekleiden; c) wenn Aufreizung, Teili ahme oder Durchführung von Attentaten gegen Personen, oder mit rassischen, re. 1 ligiösen, politischen oder sozialen Zwecken gegründeten Institutionen oder .eren Eigei tum vorliegt. „Artikel 4) — Wenn die diskriminatorischen Aktivitä. ten zu Delikten führen, die durch das Stia gesetzbuch mit höheren Strafen geahndet werden wie die im vor. liegenden Gesetz vorgesehenen, so wird die entsprechende höhere Strafe verhängt werden. Begründungen a) wenn die strafbaren Handlungen von Anhängern einer zum Zweck der diskriminatorischen Aufreizung gebildeten Organisation durchgeführt werden; b) wenn die verbrecherischen Handlungen von Staatsangestellten begangen werden. In die em Falle wird als zusätzliche Bestrafung der „Herr Präsident: „Die absolute Majorität des argentinhehen Voikts iiebt de.. Frieden und lebt in Eintracht; es arbeitet für sein Wohlergehen, das seiner Familie uvd, als log'sche Konsequenz dieser allgen.einen produktiver. Arbeit, für das „Allgemeinw'ohl“. „Schon vor dem bekannten Ausspruch .Regieren heisst bevölkern“ hat die Republik Argentinien den Völkern der Welt ihre Tore geöffnet und einzig und allein Eignung und Arbeitswillen gefordert. sse zwischen einzelnen Sek. toren aus diskriminatorischen Gründen. Gelegentlich innerer Kämpfe haben tiefere Gründe diese Zusammenstösse erzwungen. „Das von urs repräsentierte Volk hegt den Wun-ch, seinen arbeit amen Weg frei von Störungen fortzusetzen. „Seit einiger Zeit haben winzige Gruppen sich unter diskriminatorischen Bar.nern organisiert und unter allgemeinem Abscheu alle Arten von Veranstaltungen, einschliesslich Attentate, te. giinstigt und verübt. Wir müssen der Situation Rechnung tragen und die in unserer Strafgesetzgebung vorhandene Lücke ausfüllen, um ein Delikt bei Namen zu nennen und zu unterdrücken, das in unserem Land keinen sichtbaren Ausdruck fand und von einer kleinen Gruppe importiert wurde, obwhl es unser argentinisches Gefühl ablehnt und es in eii em Volke kiin tlich ist. welches in einer Verschmelzung der Rassen seinen U-sprung hat. L~6n patlis“. Ein importiertes Problem „Die nationale Geschichte zeigt glücklicherweise keine bewaffneten Zusammenstö- Beutechen ßammerspiele TEATRO DE CAMARA DE ALEMANIA Direktion REINHOLD K. OLSZEWSKI Spielplan: Freitag, den 28. August. 19.15 Uhr: PRAIRIE SALOON, ein Western Musical von Heinz Wunderlich. Sonntacr. den 30. August, um 15.00 Uhr: DERMAUIKORB, eine Komoedie in sie. ben B'ldem von Heinrich Spoerl. Montag, den 31. August, um 20.00 Uhr: HAMLET. Trauerspiel in fünf Akten von William Shakespeare. Dienstag, den 1. September, um 19.15 Uhr: DER KOENIG STIRBT. Schauspiel von Eugene Ionesco. KEIN ABONNEMENT! — NUR EINZELVERKAUF Ein Briefwechsel Für sämtliche Vorstellungen ab Dienstag, den 25. August, ab 11 Uhr an der Theaterkasse. Parkett, alle Reihen .... m$n. 600.— Superpullman, alle Reihen . „ 350.— Tertulia, alle Reihen. 200.— DIESES JAHR IM TEATRO PRESIDENTE ALVEAR CORRIENTES 1659 — Telefon: 46-6076 LUACH — (KALEND Fre’tag den 21. August Sonnabend, den 22. August Parschat KI-TETTZE 5. B M. XXI 10 Haftara Veschayahu LTV 1 — Sonntag, den 23 August Montag, den 24. August Dienstag den 25. August M-twoch den 26. August Donnerstag, den 27. August Freitag den 28. August So.-nabena, den 29 August Parschat KI-TAVo 5. B. M. XXVI 1 - Sonntag, den 30. August 1. Tag Slichot -Montag, den 31. August 2. Tag Slichot Dienstes, den 1. September 3. Tag Slichot Mittwoch, den 2. September 4. Tag Slichot Donnerstag, den 3. September 5. Tag Slichot ER ) 13. Elul 14. Elul - XXV 19 10 15. Elul 16. Elul 17. Elul 18. Elul 19. Elul 20. Elul 21. Elal - XXIX 8 22. Elul Dr. Guillermo ODonnell, einstiger Staatssekretär im Innenministerium zur Zeit des aarr.aliger, Innenministers General Enrique Rauch, hat dei DAIA ein Schieifcen -zugehen lassen, dem er Kopie des Briefes anfügt, den der genannte Ofizier an die Redaktion der „Nación Arabe“ geschrieben hat. Dr. O'Donnell erklärt, diese Aufklärung bezwecke, eine Auffassung zu widerlegen, welche, wie die von „Nación Arabe“ dargestellt, den persönlichen Ueberzeugungen und der wirklichen — und auch bekannten — Tätigkeit (des ehemaligen In' enministers) völlig ¿uwdderläuft. Der Brief des Generals Rauch 23. Elul 23. Elul 25. Eiul 26. Eüu’. I von Ihnen herausgegebenen I Zeitschrift .Nación Arabe' zu j beziehen, in der meine Per-; son als mögliches Opfer der j Aktion zionistischer Gruppen erwähnt wird. Hierzu muss ich Ihnen nur meine völlige I Unkenntnis dieser Umstände ' zum Ausdruck bringen, die im übrigen nicht aus meirer 1 öffentlichen Tätigkeit als lo- I gische Konsequenz noch aus meinen während meines ganzen Lebens bekundeten persönlichen Ueberzeugun, gen hervorgehen können. „Während meirer Amtszeit als Innenminister habe ich es für eine unabwenbare Notwendigkeit gehalten, Massnahmen zur Bestrafung von Wirtschaftsverbrechen zu ergreifen, die unsei Lard plagen. Eaher habe ich die Verhaftung einiger der bekanntesten Persönlichkeiten angeorünet, doch nur auf. grund ihrer Delikte und bei völliger Ausserachtlassung irgendeiner rassisch bedingten Frage. „Diese Massnahme ist nach meinem Gefühl unlöslich mit der Ueberzeugung verbunden, dass die Lösung der ernsten Probleme, unter denen mein Land leidet, in der ui gestörten Fortdauer der Haltung vor. Brüderlichkeit, des Zusammenlebens und der Solidarität liegen wird, die das argentinische Volk in seinen besten Momenten i:-piriert! hat. American Jewish Committee In Beantwortung von Fragen, die Journavsten der Rundfuvkstatior Radio P.ovinc'a aufwarfen. äuscei te sich der an leitender Stelle des Prrtido Demócrata Progresista stehende Deputierte Dr. Horacio Theddy zu den herrschenden Zuständen im allgemeinen und im besende. ren zum Problem der Rasse’ hetze und über d:e Tätigkeit des Hussein Tricki. „Das Ra senproblem ist in unserem Lande ein Importartikel“, führte Dr. Theddy aus. „denn es entspricht keineswegs der argentinischen Mentalität, und Tricki stellt einen störe’ den Faktor in unserem Volksleben dar.“ Seiner Meinung nach, so fügte er hinzu, sei das Vorgehen gew’isser ehemaliger Heeresmitgüeder „recht lächerlich“. wenn sie versucht hätten, ein Comité zu gründen, das die rassische Diskri. minie"U»“g fördern soll und die Zionisten für den ernsten Zwdschenfall in der Posadas verantwort'ioh machen will. Eine Delegation des American Jewish Committee hat für wenige Tage Argentinien besucht, um die Lage und die antisemitischen Umtriebe hierzulande zu .studieren*. Der Besuch fand durch eine breite Propaganda auch Beachtung in der nichtjüdischen Oeffentlichkeit, zumal die Tageszeitungen zahlreiche Berichte brachten. Die Delegierten besuchten u. a. auch den Präsidenten und den Kardinal, die Erklärungen angaben. Diese Erklärungen unterschieden sich nicht von früheren, die bei anderen Anlässen der Presse übergeben worden sind. ,.Lh bitte den Herrn Redakiionschef, mein vorliegendes Schreiben zu veröffentlichen. uamit sein Abdruck zur Zerstreuung von Missver. ständn'ssen beitragen kann.“ Antwort der DAIA Die DAIA bestätigte dem früheren Staat-rekretär des Inneren den Erhalt seines Begleitschreibens zu der Abschrift des Schreibens mit obigem Text und w'eist darauf hin, dass dieser Vorfall „tvpisch für die Methoden ist, deren sich die Vertreter von Interessen, welche dem argentinischen Empfinden fremd sind, bei ¡hier Wühlarbeit bedienen“. Zu dem Brief des Generals Rauch schreibt die DAIA, dass „sein Ton ermutigend ist und es verdient, zur Kenntnis aller unserer Mitbürger zu gelange«, die häufig in ihrem guten Glauben von den Spekulanten der Verleumdung überrascht werden“. Auf einer Presse-Konferenz, die unter keinem guten Stern stand, weil die Herren des AJC erklärten, keine oder wenig Zeit zu haben, — wozu ruft man dann die Presse Übehaupt erst zusammen? —, konnte der Vorsitzende des AJC über die Erklärungen des argentinischen Aussenministers, Dr. Zavala Oitiz, keine ausreichenden Informationen erteilen. weil er den Text dieser Erklärung nicht' bei sich hatte. Soweit er sich erinnere, berichtete Dr. Abt am, der Präsident des AJC, habe der Aussenminister gesagt, es han. dele sich nicht um Antisemitismus in Argentinien, sondern um Unfrieden zwischen den in Lande lebenden Juden und Arabern. Er, Abram, habe aber den Eindruck, dass diese Problemstellung nicht bestünde. Vielmehr seien d:ese Dif. ferenzen durch ausländische Einflüsse, gemeint die Arabische Liga, hervorgerufen. Die Vorfälle in Argentinien haben, so führt Eh'. Abram aus, in den USA einen grossen Eindruck gemacht. Man sei beunruhigt gewesen, weil es sich schliesslich um eine der grossen Judenheiten handelt. Natürlich könen auch diese Vorkommnisse Rückwuicungen in anderen Ländern haben. Dr. Abram spricht ven einem Versagen der Führer nicht jüdischer Organisationen und religiöser Gruppen. Denn schliesslich stehe hier e'ne Frage der Demokratie auf dem Spiel, die über das jüdische Interesse hinausreicht. In Argentinien sollten die Juden mit den nichtjüdi chen Gruppen und Persönlichkeiten stärker Zusammenarbeiten. Schliesslich kam es zu einer Diskussion zwischen den Freevertretern und den Delegierten des AJC, denen vorgehalten wird, dass sie nach drei Tagen die argentinischen Verhältnisse unmöglich beurteilen könnten. Man sagte aus Gründen der Höflichkeit nicht, dass aus die'em Grunde die Intervention des AJC in d e argentinischen Auseinandersetzungen nicht sehr glücklich war. Zweifellos bestand auf Seiten der amerikanisch-jüdischen Delegation ein guter Wil’e, den arg-r.tini ch'en Juden zu helfen. Allerdings muss es mehr a’s zweifelhaft er. scheinen, ob solche Besuche angebracht sind, ohne die legitimen Instanzen des argentini-chen Judentums zu konsultieren. Die den Amerikanern gegebenen D kl nationen ändern an der wahren Lage nichts. Möglicherweise geben sie nur Gelegenheit, von der Wirklichkeit durch sü’gemei. ne schöne Worte abzulenken. Alles geschieht mit dem besten Wiilen, aber das allein genügt heute nicht menr, um jüdische Pcdtinen zu ver. teidigen. Im übrigen wurde diese ungiftckiieue Art einer Intervention weder erbeten noch mit anderen Schritten, die eingeleitet sind, koordiniert. In der informierten jüdischen Oeffentlichkeit hat dieser Besuch einen peinlichen Eindruck gemacht. Die Juden in Charbin Empfang in der Israel-Botschaft In der Israel . Eotschaft fand auf Einladung des Tsra. el,Botschafters General Jo- (Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 5) j In Charbin, der Hauptstadt der Mandschurei, die Volkschina angeschlossen ist, bestand früher eine blühende jüdische Gemeinde mit über 10.000 Mitgliedern. Jetzt sind dort noch 13 Juden verblieben. China bot viele Jahre russischen Flüchtlingen Asyl, später kamen die deutschen Flüchtlinge dazu. Zwischen 1946 und 1950 wanderten unter den Auspizien des Joint über 20.000 Juden aus China aus. da r-ii i .000 n.a u Ursel, 6.700 in die Vereinigten Staaten; die anderen nach Europa, Südamerika, Kanada und Australien. Im Jahre 1940 wohnten 35.000 Juden in China. Es gab dort jüdische Zeitungen in russischer, englischer und deutscher Sprache. Das jüdische Altersheim in Charbin, das damals geschaffen wurde, hat noch zwei Insassen, die ebenfalls ihre Abreise vorbereiten. Das Schreiben des Generals Rauch an .Nación Ara. be“ hatte folgenden Wortlaut : „Ich gestatte mir, mich auf die letzte Nummer der _I JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5725. Neujahrs. G1 ückwmnschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 T. E. 89-3431 JUEDISCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - WIZO BIBELKURS (VIERZEHNTAEGIG) Leitung: Rabb. Dr. MEIR ROSENBERG 9. ABEND: MONTAG, den 24. August, um 20.30 Uhr HEBRAEISCHE KURSE ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN: CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (Bürozeit: Montag. Dienstag, Donnerstag von 15—19 Uhr) fjsortsetzuh der Woch' sfph AVid Ehren des tärs des Au jotschafter und seiner dem ii- *• lichteiten Botschafter Herr Gew* Gattin: der Costa Rica- Cordero Cro der Botschaft Michael Skt Gattin: der I teilung für ost des Aus- Minister Ant< pher’en: dei der italienisc Graf Marcel! Gattin; der Buenos Aire desto Segura Medizinischer Osvaldo Fust tin. Dr. Let Gattin. Herr und Gattin, kretür der Empleados Bstsessftsrat schalt. 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