Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2078 (21.8.1964)
- Date
- 1964-08-21
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614587--3469-9614592- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes, 21 de Agosto de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2.178 — 8 Ereignisse der Anschluss (Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 4) seph Avidar ein Bankett zu Ehren des Unterstaats Sekretärs des Aussenministeriuins, Botschafter Ramón Vázquez, und seiner Gattin statt, an dem u. a. folgende Person, lichkeiten teilnahmen: der Botschafter Oesterreichs, Herr Georg Roessler und Gattin: der Botschafter von Costa Rica, Licenciât José A. Cordero Croseri und Gattin; der Botschafter Irlands, Herr f Michael Skentelberry und Gattin; der Direktor der Abteilung für Afrika und Nah. ost des Aussenministeriums, Minister Antonio M. Christophersen; der Botschaftsrat der italienischen Botschaft,! Graf Marcello Bocchini und Gattin; der Hilfsbischof von ¡ Buenos Aíres, Monseñor Ernesto Segura; der Dekan der Medizinischen Fakultät, Dr. Osvaldo Fustinoni und Gat. tin. Dr. León Dnjovne und Gattin. Herr Armando Ma-ch und Gattin, der General ekretär der Confederación de Empleados de Comercio, der Botschaftsrat der Israel-Bot. Schaft, Herr Schl'mo Cohen Abravanel lind Gattin. Der neue Kiiltur-Attaclie Herr Arie Bustan, der zum Ersten Sekretär und Kultur- Attaehé der Tsrael.Botschaft ernannt wurde, ist in Buenos Aires eingetrcffen. Aus einem kommen jüdischen Ha is in Polen stammend, studierte er an verschiedenen Uni. versitäten Naturwissenschaften und Literatur. Im Zwei-! ten Weltkrieg leitete er für Lateinamerika die Nachrichtenagentur ITA und ONA (Overseas News Agency). Im Jahre 1949 liess sich Herr Bu. slan in Israel nieder, wo er 15 Jahre lang Direktor der Lateinamerika rischen Abteilung des Wissenschaftlichen Weizmann-Instituts war. Der jetzige 1. Sekretär und Kultur.Attaché ist auch als Literat bestens bekannt. Erst kürzlich wurde ihm ein Preis für sein Buch „Chaim Weizmann -- sein Leben und sein Werk“ verliehen, das jetzt ins Spanische und Englische übersetzt wird. Schon verschiedene Male besuchte er Woche der DAIA 9? Die aschkenasische Revolution von HERBERT FREEDEN (Jerusalem) 44 Anlässlich des Nationalfeiertags zu Ehren des Generals José de San Martin gab die DAIA folgende Erklärung ab: „Die heroische Gestalt des Generals San Martin ist für den ganzen lateinamerikanischen Kontinent, zu dessen Freiheit er entscheidend beitrug, das Beispiel seines Lebens und seiner Ideale. Seine Taten und seine moralische Inte, grität formen die unzerstörbare 1» in heit seiner heldischen Persönlichkeit. Sein vorbildliches Leben wirft sein Licht über unser Land. Nicht umsonst nennt man ihn den Vater des Vaterlandes. Er w-ird als der „Heilige des Schwertes“ verehrt, denn er war einzig und allein ein Soldat der Freiheit und Gerechtigkeit Ei' zeigte, dass der Kampf für diese höchsten Güter der Menschheit das erste Gebot i:t, das heute mehr als je in der Welt gilt. Dies war die Lehre sei nes Lebens. Sein stets gegenwärtiges Andenken bestätigt die Gleichheit aller Menschen, die wahre Grundlage der Demokratie und unverrückbare Linie der Verteidigung von Menschentum und Menschenwürde. „Am 114. Jahrestag seines Todes gibt die jüdische Kollektivität, untrennbarer Teil des argentinischen Volkes, 1h rem Anschluss an diesen Tag Ausdruck und ehrt seine einmalige Erscheinung, die seit jenem 17. August nicht auf. gehört hat zu wachsen, an dem San Martin in die Unsterblichkeit seines Ruhmes eintrat.“ Lateinamerika und hielt Vor. träge über die Wissenschaft in Israel. 6. Makabiade j in Tucumán Eine riesige Menschenmen. ge wohnte der feierlichen Eröffnung der 6. Makabiade in Tucumán auf dem Sportplatz der Unidad Sionista Tucumana bei. A.n der Feier nahmen Vertreter der Regierung von Tucumán mit dem Gouverneur Prof. Lázaro Barbierri und Vertreter aller jüdischen Organisationen teil. Unter den Klängen der Nationalhymne marschierten die jüdischen Sportler aus allen Teilen Argentiniens auf, und die Fahnen Argentiniens und Israel wurden vom Gouverneur Barbierri und Herrn Elijah Gutkin, dem Präsidenten der Zionistischen Organisation Argentieins, gehisst. Die Eröffnungsansprache hielt Ing. Marcos Philiponski, der alle Gäste im Namen der 6. Makabiade herzlich begrüsste. Herr Marcos Selzer dankte der tucumaner Regierung für die den Sportlern erwiesene Gastfreundschaft und der tucumaner Kehiila für die Mithilfe zur Makabiade. Der Erzbischof von Tucu_ män, Dr. Juan Carlos Aramburu, begriistte die Makabiade und sagte, dass die Kirche den Sport unterstützt und in ihm die Grundlage zur köipsrlichen und geistigen Ertüchtigung aller Men sehen sicht. Der Bürgermei. ster der Studt Tueumän, Sr. Eduardo Araoz, betonte die Solidarität und guten Beziehungen zur jüdischen Bevöl- In Tel Aviv 1st ein Buch erschienen, das zu einer offiziellen Erklärung des Ministei Präsidenten führte, Anfragen in der Knesset auslö. ste, Leitartikel in den Tageszeitungen zur Folge hatte — von temperamentvollen Leserbriefen ganz zu schweigen —und einen Rattenschwanz von Prozessen nach sich ziehen dürfte. Sein Thema ist das Zusammenleben von A-ch. kenasim und Sephardim in Israel, wobei unter Sephardim die orientalischen Juden verstanden sind. Gewöhnlich sind es die Orientalen — Einwanderer aus Irak, Nordafrika, Persien, dem Jemen -— die sich benachtei’igt fühlen. Die Aschkenasim sind führend in der Regierung, im Par’ament, im Staatsdienst, in der Presse ( Revisionisten, und stellen die Mehrzahl der Lehrkräfte auf den Hochschulen. Es bedarf zumindest ncch einer Generation, bis die orientalischen Juden das kulturelle Defizit aufgeholt haben, das sie aus ihren Ursprungsländern mitgebracht haben. Wenn es also hier und da unzufriedene Stimmen gegeben bat, so waren es die der Sephardim, deren aktiver Anteil an verantwortlichen Positionen hinter ihrem zahlenmässigen Anteil an der kerung, die immer in Argen. 1 Bevölkerung zuriicm:egt. DEINE SPARKASSE DEIN HÛBBY STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 tinien geherrscht haben. Danach begrüsste der Gouverneur, Prof. Barbierri, die Anwesenden und sagte u a., dass er beim H;;sen der Fahne über die Geschichte und Leiden des jüdischen Volkes nachgedacht l abe; er würdigte die Bedeutung, die das Hisssn der Fahne Israels für das jüdische Volk hat und die jetzt gemeinsam mit den Fahnen aller selbständigen Nationen aufgezogen wird. Der Gouverneur sprach über die Bedeutung des Staates Israel in der heutigen Welt und gab der Hoffnung Ausdruck, dass immer Brüderlichkeit zwischen allen Völkern der Welt herrschen möge. Monat des Jüdischen Buches In der vergangenen Woche wurde im Hause der Kehiila der „Monat des Jüdischen Buches“ feierlich eröffnet. In feiner Ansprache Getonte der Gast der Kehiila, Universitätsprofessor Dr. Schmueli, die Bedeutung des jüdischen Buches und die Lebe des jii. ( dischen Volkes zum Buche. Mit der traditionellen jüdischen Buchausstellung setzt die Kehiila diese jüdische . Jetzt spricht zum ersten mal jemand von der Auflehnung der Westjuden, von einer „asch'eriasisehen Revolution“ — der Autor Kalman Katzenelson, der sich schon zweimal durch provokatorische, a issenseiterische Schriften unbeliebt gema ht hat. . Einmal hatte er die Auswei- I sung der arabischen Minderheit aus Israel gefordert, was einen Sturm der Entrüstung heraufbeschwor; ein zweites Mal schlug er vor, die hebräi- ' sehe Landessprache durch _i Traditi.n fort; in diesem Jahr ist die Buchausstellung besonders reichhaltig und zeigt viel interessantes Material neben einer Ausstellung von Gemälden jüdischer Maler in Argentinien. j Die Ausstellung ist täglich abends ausser Sonnabend und Sonntags geöffnet und gibt jedem die Möglichkeit, jüdische Bücher zu bis zu 81 Pro. zent vei billig'en Preisen zu kaufen. Jeder Eesueher erhält ei. nen Katalog lind kann sich so über die Ausstellung, die auch einige Bücher in deut-; scher Sprache enthält, leicht informieren .; JUAN JULIUS BURG MALERARBEITEN 73.(148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T E. 51 - 2205 Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr 36: HORST MOENNICH: Chronik einer weetpreussischen Familie Nr. 37: C WRIGHT MILLS: Politik und Verantwortung ('Eine Analyse) Nr. 38: ROBERT WALSER: Jakob von Gunten, Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWICZ: Tagebuch. Band I Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirkiichlichkeit (Roman) Nr. 42/43: HERMANN WEBER, Konflikte im Weltkommunismus (Eine Dokumentation zur Krise Moskau-Peking) Nr. 44/45: WILHELM v. SCHRAMM, Aufstand der Generale (Der 20 Juli in Paris) Nr. 46: MARQUIS DE SADE: Verbrechen der Liebe (Ausgewählte Erzählungen) Nr. 47; LEONHARD FRANK: Bruder und Schwester (Roman) Nr. 48: Nach dem Tauwetter, Neueste Russische Eizäh. lungen. Es kosten: Eitifachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80 Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Jiddisch zu ersetzen, was mit Schweigen übergangen wurde Diesmal, in seiner „Aschkenasischen Revolution“ ruft er dazu auf, Schluss zu machen mit den Versuchen, Orient und Okzident in Israel zu verschmelzen; er sieht in den Sepahrden nicht Brüder, sondern „Feinde“. Kalman Katzenelson, vor 56 Jahren in Weissrussland geboren und seit 1923 im lande, ist das „schwarze Schaf“ einer bekannten Familie. Sein Onkel Berl -war einer der grossen Arbeiterführer der zionistischen Bewegung, und die Frau des Staatspräsidenten Sha ar ist eine geborene Katzenelson, eine Verwandte des Autors. Im Gegensatz zu seiner Fami. lie schloss er sich 1927 den später der .Cheruth“ - Partei an, die jetzt aber deutlich von ihm abgerückt ist und sein jüngstes lite arisches Unternehmen verurteilt. Darin stellt der Autor u. .a felgende ab struse Behauptungen auf: „Sie (die orientalischen Juden) sind unsere Todfeinde, sie hassen die Aschkenasim und bedauern es zutiefst dass Hitler sie nicht ganz ausgerettet hat“. Weiier liest man: „Die Aschkenasin: würden eher'-die Welt in Flammen aufgehen lassen, als den Se;:hardim die Herrschaft über dis Land einzuräumc-'.“ Ode1: „Nichts verschafft einem s phardischen P’unV.tionür grössere Genugtuung, als das Blut eines Asehekar.l1; füessen zu sehen“. In diesem Stile geht es weiter, wobei besonder die Regierungspartei Mapai ver den Orientalen in Ihren eigenen Reihen gewarnt wird, die so täten. al3 ob sie gute Juden wären, aber sich zum Schluss als Ira. ker, Jemeniten oder Marokkaner entpuppen würden. Vergeblich hat Ben Gurion, der viel zur Integrierung der orientalischen Bevölkerungsteile getan hat, gewünscht. dieses Machwerk in Schweigen zu begraben: die erregte öffentliche Debatte veran. lasste den Ministerpräsidenten Levi Eshkol zu einer Er. klärung, in der er sich „mit Abscheu“ von dieser Publikation distanzierte und der Knesset die Verabschiedung eines Gesetzes gegen Aufhet. zung zum Gruppenhass und gegen Kollektiv-Beleidigung nakeleg'te. Die Folge war, dass das Opus den Buchhändlern aus den Händen gerissen und eine Art trauriger „bestseller“ wurde: denn jeder wollte wissen, worum es sich handelt. Die verlegerische Freude dürfte allerdings nicht ungetrübt anha'ten. Es schwebt bereits eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, eingereicht, durch Rechtsanwalt Zidon - Cohen im Namen einer Gruppe sephardischer Bürger, die sich durch das Buch angegriffen fühlen. Die Klage stützt sich auf drei Punkte: das Buch erregt öffentliches Aergernis; es stört den öffentlichen Frieden; und es fügt Teilen der Bevölkerung durch grobe Beschuldigungen Unrecht zu. Ein anderer sephardischer Anwalt — Schlomo Bechori — hat Privatkiage angestrengt, weil seiner Meinung nach Katzenelsons Buch ge. neigt sei, ihn unter den Asehkenasis verhasst zu machen. Um den /Schaden zu mildern, den die Publikation anrichten dürfte, versandte der Vorsitzende der Abteilung für Büchervertrieb im Allgemeinen Kaufmannsverband ein Rundschreiben, da den Buchhändlern nahelegt, die „Aschkenasische Revolution'* nicht in ihr Sortiment aufzunehmen. Dagegen allerdings nahm die liberale Ta. geszeitung „Ha’arez“ in einem Leitartikel schärfstens Stellung. Wohin kämen wir, wenn der Kaufleuteverband als Zensor fungiert, heilst es da. Es sei nicht seine Sache, ein Buch zu verbieten, gegen das kein rechsgültiges Urteil vorliege. Israel als Lehrmeister Athen. — Nachdem erste Versuche mit israelischen Me. theden in der Ernte der Baumwollpflanzungen sich erfolgreich erwiesen hatten, besuchten kürzlich Bcante des griechischen L'indw-irtschaftsministerium und ein Baumwollexperte Israel, um an Ort und Stelle die neuen mechsnirchen Pflückmethoden zu studieren. Gegen moderne Tendenzen Jerusalem. — Die Versammlung der Agudat Is:ael beschloss die Gründung eines Weltverfcandes der Rabbiner und Führer der Jeschiwot, „um den Einfluss des israelischen Oberrabbinats auszuschalten und geg^n die moi dernen Tendenzen im Judentum zu kärrpfen.“ (ITA) Wohnbau Jerusalem. — Mehr als 1.000 Delegierte aus 17 Ländern nahmen am 27. Kongress für Wohnbau in Jeru. salem teil. Unter den Delegieren befanden sich Vertreter Sowjetrusslands, Polens, der Tschechoslowakei, Bulgariens, Rumäniens und 14 Minister für Wohnbauwesen verschiedener anderer Länder. Die Delegation der USA war die zahlenmässig grösste mit 300 Delegierten, während Japan 50 Delegierte entsandte, Der Minister für Wohnbauwesen, Jcscph Almcgi, hielt die Bogrüssungsanspra. che. (ITA) Stipendium ■ London. — Zum ersten Mal wurde ein Stipendium für das Studium der Soziologie des britischen Judentums ausgesetzt: es ist für die Schüler des „London School of Economics*“ bestimmt und stammt vom „Jewish Journal of Sociology“. Der Herausgeber dieser Zeitschrift, Soziologie Professor Dr. Morris Ginsburg, erklärte, dass das Stipendium zu dem Zweck ausgesetzt wurde, die Studenten zur Erforschung dieses Gebiets anzuregen, dem man bisher so wenig Aufmerksamkeit zuwandte (ITA) ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoransehläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 D E P O S I T O : V. de la Plaza 1779