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Jüdische Wochenschau · 1964-07-31 · 2075 (31.7.1964) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2075 (31.7.1964)
Date
1964-07-31
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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r \ 4 — Viernes. 31 de Julie de J«64 LA SEMANA ISRAELITA Ano XXV. _ No. î«75 Vier» Ir’. Ereignisse der Woche Tagung eines Synagogenrates Rund 300 Delegierte des „Consejo Mundial de Sinagoga*'1 nahmen an der 5. Inter nationalen Konvention dieser Organisation teil, die am 20 Juli in Mexioo-Ci y eröffnet wurde. Im Rahmen der Beratungen berichtete Rabbiner Marshall Meyer, Direkten des lateinamerikanischen Büros der Institution, über das jüdisch religiöse Leben n Lateinamerika sowie über das Rabbinerseminar in Buenos At res. In der Schlussitzung der dreitägigen Konventen wur de beschlossen, das Ersuchen an die Sowjetunion zu richten, jedwede Diskriminierung gegen die Juden und uas Judentum einzustellen und der Antisemitismus sowie jegli che Form religiöser Lcskrimi nierung durch Aufklärung zu bekämpfen. In einer weiteren Resolution erklärten die Anwesenden ihre Befriedigung über die zahlreichen Massnahmen christlicher Kirchenführer Kur „Schaffung einsr wahren Brüderlichkeit in der Welt“ Die Konvention wählte den ( nordamerikanischen Rechts. anwalt Emanuel G. Sctblion I ko aus Allentöwn (Pennsyl-! vanien) zum Präsidenten in : Nachfolge von Rabbi Char i les Rosengarten, der dieses Amt seit Gründung der Or ganisation im Jahre 195/ in - nehatte. Zu Vizepräs denten | wurden Dr. Alfrede Hi-sch; berg aus Sao Paulo und Ro-! bert Mirelman aus Bueuo-; Aires wiedergewählt. I Verschiedene Delegierte beabsichtigen, nach Beendi- I gung der Tagung nach Buei nos Aires zu kommen, um an | den Feiern zur offiziellen Erj Öffnung des lateinamerikani sehen Rabbinerseminars teil-; zunehmen, die zwischen dem I 31. Juli und 2. August statt i finden sollen. sich fiir den äussersten FaP! Vorbehalten, wenn wir keine j Möglichkeit mehr haben soll | ten, unsere Meinung zu sa gen. Di« gleiche Linie Kein Antisemitismus t an l CAJA POPULAR! DE BELGRANO Otf'pcrutita dt Crédito l.idtl. ||j|| SEIT 1932 p I VERTRAUENSWÜRDIG §1 Der Bericht des Rabbiners Meyer in Mexiko City über die Bemühungen zur Erneuerung des jüdischen Lebens sind sicherlich interessant. Die zentraleuropäischen Or ganisationen sind insbesondere mit dem Rabbiner-Seminar verbunden, denn sigehören durch die CENTRA zu den Gründern und sind neben der United Synagogu - Träger des Rabbiner-Sem’- nars, das in dieser Woche sein | neues Haus einweihen wird. Das Rabbiner-Seminar, seine Aufgaben und seine Bedeu; tung sind vor kurzem an die- \ ser Stelle gewürdigt worden. Ferner haben wir den grossen Anteil hervorgehoben den der Rabbiner Meyer an diesem Werk hat. Aus New York wird mitgeteilt, das American Jewish i Committee habe beschlossen ' eine Delegation führender I Mitglieder nach Argentinien ¡ Brasilien, Chile unu Perú zu : entsenden, wie sein Präsident i Morris B. Abram ankündig-! te. Dieser Besuch erfolgt auf! Einladung siidamerikanisc.her I Gemeindeführer und be- ¡ zweckt die Unterstützung bei der Aufstellung von Programmen zur Entwicklung menschlicher Beziehungen welche die steigende Besorgnis über die Angriffslust antidemokratischer Elemente als notwen dig erscheinen lassen. Die Delegation wird am 2. August von New York abreisen. BESUCH BEIM PRAESIDENTEN In der vergangenen Woche wurde der Präsident der südamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Moisés Goldman, vom Präsidenten Argen, tiniens, Dr. Arturo U. lllia, empfangen, mit dem er eine lange Unterredung hatte. Dr. Goldman informierte Dr. Illia über die Feierlichkeiten, die in Polen anlässlich der Einweihung des Denkmals stattfanden, welches aus Bei trägen des Volkes zur Erinnerung an die 800.000 Naziop. fer im Ausrottungslager Treblinka errichtet worden ist Wie erinnerlich gehörte Dr. Goldman zu der jüdischen Delegation, die auf besondere Einladung cter pol. nischen Regierung an den Einweihungsfeiern ir> Treblin ka teilnahm, welche in der ganzen Welt grossen Wider, hall gefunden haben. Dr. Illia bezeugte grosses Interesse an einer graphischen Darstellung der Lager von Treblinka, Auschwitz und Birkenau, die ihm Dr. Goldman vorlegte, und ba~ diesen, ihm die Zeichnungen zu überlassen. Hier verdient bemerkt zu werden, dass zur Zeit des Nazismus, als andere Politiker sich scheuten, an Kun Igebungen gegen das Hitlerregime teilzunehmen, Dr. Illir in Cordoba an der Spitze des Comités gegen Rassenhass und Antisemitismus gestanden^ hat. Pr. Illia, der sich von dem ihm von Dr. Goldman übergebenen Material sehr beeindruckt zeigte, brachte zum Ausdruck, dass es die unumgängliche Pf’cht eines jeden wohlgesinnten Menschen und aller demokratischen Völker sei, dafür zu kämpfen, damit sich derartige Greuel niemals wiederholen können. lieh der USA, sind aktiv an» Werk. Ein Genera' der be reit« einmal durch tin unerhörtes, antisemitisches Pam phlet an oie Oeffentlichkeit trat, soll jetzt den Einsturz eines Hauses zum Aa’ass nehmen, den „Zionisten'1 die Schuld hieran zu geben Wenn es nicht ernsf gemeint wäre, könnte nun nur la chen... Aber wir lachen nicht, und niemand hat einen Grund zu lachen. Ist es wirklich schon so weit, dass mau sich die Verleumdungen und generellen Verdächtigungen ,d»e Zionisten“ gefallen lassen muss? Gibt es kein- Militär, behörde, die zuständig wäre um gegen solchen Aktivitäten einzuschreiten? Eine andere Version fondo de Accionistas Descuentos Créditos Valora al Cobro AMENABAR 2968/72 Tel. 70-9755/5025 l'l Agencia N’ 1 CABILDO 3102 esq. Iberá Tel. 701-9907 BUENOS AIRES ESCUELA HEBREA DE EDUCACION INTEGRAL “DAVID W0LFS0HN’ AMENABAR 3972 Buenos Aires Die Jüdische Telegraphen- Agentur (ITA), deren Me1 düng wir vorstehend abgedruckt haben, brachte nichs den politischen Teil der Erklärungen, die Rabbiner Mar. shall Meyer abgegeben haben soll. Rabbi Meyer soll ge. sagt haben, es gäbe keinen Antisemitismus in Argenti nien. Nur eine kleine Gruppe Jugendlicher würde ihr Unwesen treiben; dei Präsident der Republik, und de ■ Kardinal Primas Vun Argen, tinien würden an der Eröffnung des Rabbiner-Seminars teilnehmen. Unterstellt, diese Meldung sei richtig, und Herr Rabbiner M. Mever hat diese Er Klärungen der Presse übergeben, muss mit aller Deutlichkeit unterstrichen werden dass diese Infcrm ationsmethode ausserordentlich schäd. lieh ist. Selbst wenn man annehmen w'ollte, dass ein Nordamerikaner der berufene Sprecher für die argentinischen Juden wäre (warum eigentlich?), dann sollten sich die zuständigen Instanzen jeweils zu den Problemen äussern, die zu ihrem Arbeitsgebiet gehören. Fiir die politische Meinungsbildung und Repräsentanz haben sich die argentinischen tuden nun einmal die DAIA geschaffen wovon auch unsere nordamerikanischen Brüder wie Herr; Meyer Kenntnis nehmen sollten. Sie jedenfalls brauchen! für die argentinischen Juden i nicht in der Oeffentlichkeir I zu erscheinen. Das sollte man Die Delegation wird mit jüdischen Gemeindeführern, hohen Beamten de ■ südamerikanischen Regierungen Würdenträgern der katholi sehen Kirche und Angestell ten der USA-Bols-haften in Buenos Aires, Rio de Janei ro, Lima und Santiago de Chile die Fühlung aufnehmen. Wie Abram mitteilte hat das State Department Interesse an dieser Mission gezeigt und gewährt Erleichte rungen für gewisse Aspekte dieser Reise. „Eine Reih* wichtiger Fragen, die besonders mit dem Anwachsen der antidemokratischen und antijiidischen Kräfte Zusammenhängen. dräng1uns, die se Mission in ein Gebiet zu unternehmen, dessen Wich tigkeit in der Weltooiitik im Zunehmen begriffen ist“, fügte er hinzu. solche Einladung ergangen dadurch geschwächt besonist, haben die Herren des I ders in einer Zeit, wo wir ei- Jewish Committee das Recht j ne geschlossene Aktion zu unhier mit Beamten oder kirch liehen Würdenträgern zu | sprechen? In wessen Namen? j Der hässliche Amerikaner in jüdischer Aufmachung stellt sich bei uns vor... Gewaehlte Instanzen Der haessliche Amerikaner LUACH - (KALENOER) Freitag, fon 31. Juli ^2- ^v Sox.nabend, den 1. August 23- Parschat EKEV 5. B. M. VII 12 — XI 26 Haftara Yeschayahu XLIX 14 — LI 3 Neumond-Ankündigung ELUL Sonntag, den 2. August Montag, den 3. August Dienstag den 4. August Miitwooh. den 5. August Donnerstag, den 6. August Freitag, den 7. August Sonnabend, den 8. August Parschat RE’EH 5. B. M. XI 26 Haftara Yeschayahu LXVI 1 Schabbat Rosch Chodesch Elul Sor.ntag, den 9. August 2. Tag Rosch Ohodesdh Elul Montag, den 10. August 24. Av 25. Av 26. Av 27. Av 28. Av 29. Av 30. Av XVI 17 - 24 1. Elul 2. Elul Wer müsste nicht an das ausgezeichnete Buch denken, das Lederer und Burcick geschrieben haben, und durch welches die unglücklichen In. terventionen der Amerikaner in den „unterentwickelten“ oder „hilfsbedürftigen“ Ländern geschildert weiden. Die amerikanischen Juden haben nun ihre .unterentwickelten1 Juden in Lateinamerika ent deckt. Für uns ste.lt dies eine ehrliche Ueberraschung bei der totalen Desorganisa tion des nordamerikanischen Judentums dar. Die Führer des jewish Committee, ie sich durch ihre perfekte Disziplinlosigkeit bei gemeinsamen Aktionen auszuzeichnen pflegen, erscheinen nun hier und behaupten noch dazu, von südamerikanischen Gemeindeführern (von wel.'hen eigentlich?) eingeladen wor den zu sein. Wozu diese Spiegelfechterei, wenn es darum geht, interne Einflüsse geltend zu machen, wie dies schon vorher von ehrgeizigen Einzelgängern versucht worden ist. An dem guten Willen aller, die solches unternehmen, wollen wir nicht zweifeln. Aber guter Willen allein genügt nun einma’ nicht. Was sollen die vorher ange kündigten Fühlungnahmen mit hohen Beamten der Regierungen, der Kirche und der US.Botschaften in diesen südamerikanischen Län dem? _ Weil vielleicht wirklich von einer Gemeinde eine Das argentinische Juden, tum hat seine gewählten Instanzen. Man kann über Er folge und Methoden debattieren, dass aber die Repräsen tanten in allen zentralen Organisationen durch ordnungsgemässe Wahlen bestellt worden sind, ist unstrittig. Dies hat noch niemals einigen Herren gefallen, die glaub, ten, dass sie das Recht hätten, über die Einzelheiten unserer Tätigkeiten nur des wegen zu bestimmen, weil sie Geld haben. Aber dieser Aspekt spielt in unserem jiidi sehen Organisationsleben keir.e entscheidende Polle. Fis gibt immer Kreise, die rieh den demokratischen Prinzi pien zu entziehen wünschen. Auch bei uns. ternehmen haben. So spie, len die (hässlichen) Amerikaner nur unseren Gegnern Trümpfe in die Hand, natürlich ohne es zu wollen. Antisemiten am Werk Leider hat Marshail T. Meyer nicht recht. Die Antisemiten in Argentinien und vielen anderen amerikani sehen Ländern, einsehliess- Inzwischen ist eine weite re Nachricht von nein der grossen Telegrafent iros verbreitet worden. Dort konnte man lesen, dass der Vorsit. zende des Nordamerikas sehen Jüdischen Committees, Morris B. Abram, den Besuch einer Delegation aus Nord amerika ankündigt die um die Herstellung menschlicher Kontakte bemüht wäre. Sie wird Brasilien, Chi.c Argentinien und Perú nesuchen. Abram, der die Delegation anführen wird, kündigte an, dass die Delegation die Mög. lichkeiten der Aufstellung von Programmen untersuchen werde, um di menschlichen Beziehungen zu entwickeln, nachdem „Befurch. (Weitere Ereignisse auf auf Seite 5) Die gewählten Instanzen insbesondere die DAIA als die zentrale politische Kör perschaft des argentinischen Judentums, ist die einzige, die berechtigt ist, im Namen der argentinischen Juden zu sprechen. Hieran mögen sicv' einige Herren Outsider nur schlecht gewöhnen können die jetzt die amerikanischen Beglücker des Jewish Committee gerufen haben. Unsere Aktionen werden jedoch ( i ILAN KABIRI JUDITH KABIBI geb. SWARSENSKY VERMAEHLTE Jerusalem (Israel) z. Zt. auf Reisen EMPFANG: im Hause unserer Eltern, Sucre 3063, am Sonntag, den 16. Augifst, von 18—21 Uhr. KARIN INÉS SCNN00K RAUL PETER FRIED danken herzlichst allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die ihnen zur Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten. Buenos Aires, 31. Juli 1964 JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5725, Neujahrs. Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredon 451 T. E. 89-3431 JUEDISCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - WIZO BIBELKU (VIERZEHNTAEGIG) Leitung: Rabb. Dr. MEiR ROSENBERG 8. ABEND: MONTAG, den 10. August, um 20.30 Uhr HEBRAEISCHE KURSE ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN: CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (Bürozett: Montag, Dienstag, Donnerstag von 15—19 Uhr) Î per minister Zsvaia exklusiver ITA in geiitinien antisemita be, die be*** gen >nt' kommnissf Werk ner Dr. »>< W'sshingt gen der sseriesei die tismus in ner We worden, hältnis sieht. 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