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Jüdische Wochenschau · 1964-07-31 · 2075 (31.7.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2075 (31.7.1964)
Date
1964-07-31
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Vi«rw*. 31 ét J ui mi <jk ltW4 JÜDISCHE WOCHENSCHAU An» XXV_No. Î075 Eine andere Konstellation (Schluss von Seite 1) zweiter Linie aufgetreten sind: das wirkliche Problem ist ein soziales. Nur verhindern die politischen Interes. sen, die im Vordergrund ste hen oder für die Masse in den Blickpunkt der vermeintlichen Parteikämpfe gestellt werden, den klaren Blick und damit eine wirklich wirksame Entscheidung. Niemand wird einsthaft behaupten wollen, dass die Kämpfe der Weltmächte um die politische Hegemonie für die Länder interessant sind, die als Zuschauer dazu verurteilt sind, nur die Kor.se quenzen dieser Streitigkeiten 2M tragen. Weder haben sie Einfluss hierauf, noch sind irgendwelche Vorteile aus diesem Ringen um die Macht zu erwarten. Gewiss ist es für niemanden gleichgültig, ob die Russen oder die Amerikaner das Rennen gewinnen. Durchaus nicht! Aber die Möglichkeit der Lösung dei eigenen Probleme wird nicht davon abhängig gemacht Diese These bietet gewiss Angriffsflächen, wenn man nicht darum bemüht bleibt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Denn die Gegen, iiberstellung ist durchaus nicht so simpel, als dass man sagen könnte: hier Amerika und dort Russland. Zunächst haben diese beiden feindlichen Blockmächte auch in den Zeitabschnitten wirtschaftliche Beziehun. gen miteinander unterhalten, als der Kalte Krieg sich seinem Gefrierpunkt, näherte. Die Unerbittlichkeit ihrer Feindseligkeiten fand immer an ihren wirtschaftlichen und Lebensinteressen eine natürliche Grenze. Dies is* auch heute selbst dann der Pall, wenn sich die Spannungen unerträglich steigern. Die westlichen Verbündeten der Amerikaner liefern auch dann noch lebenswichtige Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1’ izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. 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Es mag dahingestellt bleiben, ob es jemals echte Religionskriege gegeben hat. oder ob zu allen Ze’ten hin ter diesen Parolen reale politische oder wirtschaftliche Interessen standen. Heute geht es jedenfalls nur um Einfiuss-Sphären, Absatzgebiete und Machterweiterun. gen. Dafür bietet gerade der chinesisch-russische Gegen satz das richtige Beispiel. Würden es int-erpietationen der kommunistischen Ideologie sein, die sich zu so starken Spannungen entwik. kelt haben, dass man sogar schon vom Abbruch der chinesisch-russischen Beziehungen sprach so könnte man nur noch den Schluss ziehen, die verantwortlichen Politi ker dieser beiden grossen kommunistische'n Länder seien Kinder oder Narren. Dies wird aber niemand ernsthaft annehmen. Vor allem gäbe es keine Erklärung dafür, dass die Russen jetzt einen stärkeren Anschluss an die Ame. rikaner suchen, die doch Feinde jeglichen kommunisti sehen Systems oder jegliche; Spielart kommunistische Ideologie sind. Also muss man die Wurzeln des chinesisch-russischen Spannungs- Verhältnisses auf anderen als vermeintlich gedanklichen Gebieten suchen. Wenn die Russen sogar bereit sind, heute einen Kontakt mit der Katholischen Kirche zu suchen, von der sie durch nicht zu überbrückende geistige Gegensätze getrennt sind und bleiben müssen, v/ie viel einfacher müsste es für sie sein. Meinungsverschiedenheiten über kommunistische Thesen mit den Chinesen ausgleichen zu können? Es geht aber hier garnicht um diese vorgeschobenen Einwände und Diskussionen über Marx, Lenin oder Stalin, es geht nicht um kommunistischen Reformismus oner dok. trinäre Auslegungen eines bestimmten Weltbildes, sondern um einen nüchternen und realen Machtkampf. Ist es für die Frage, ob die Russen oder die Chinesen die wahren Jünger Marxen.* seien von irgendeiner Bedeutung, unter wessen Einfluss die jungen afrikanischen Länder fallen oder ob südamerikanische Staaten ihre Wirt. Schaftsverträge mit China oder Russland machen? — Wohl nicht. Dagegen ist es für die chinesische Wirtschaft und die Festigung der chinesischen Macht höchst bedeutsam, sich neue Märkte zu erschliessen und aus der von russischen Interessen diktierten Isolierung herauszutreten. Hier haben vir einen Be. weis mehr, dass diese wie so viele andere Länder in Auseinandersetzungen hineingezerrt werden, die für sie selbst weder lebenswichtig noch sonderlich interessant sind. Die .ideologischen“ Pro. bleme stehen höchstens in ei nem blassen Hintergrund, werden aber in das Zentrum der politischen Probleme gerückt, weil sie leichter ver. ständlich sind und einen grö. sseren Eindruck auf die Bevölkerungen machen als die wirklichen ökonomischen Interessen und Machtaspiratio nen der Weltmächte zu denen auch heute das Rote Chi. na gerechnet werden muss. Dass aber Rotchina Weltmacht wurde, ist nicht nur unter einem wirtschaftliche a Aspekt wichtig, sondern hat natürlich auch politische Folgen, die auf beiden Block, seiten zu beobachten sind Und hier zeigt sich, dass wir berechtigt sind, von einer anderen als der bisherigen Kon stellation zu sprechen. Dass Russland heute gezwungen ist, einen politischen und wirtschaftlichen Krieg nach zwei Seiten hin zu führen, ist neu. Deswegen hat Krutschew gewisse Fühler nach dem Westen ausgestreckt Sein Ton, weit davon ent. fernt, versöhnlich zu sein, is+ jedoch ruhiger geworden. Die russischen Asien - Interessen W'erden von den Chinesen weit stärker angegriffen als von irgendeiner westlichen Macht, selbst nicht von den Nordamerikanern. Präsident Johnson hat diese russischen Bemühungen geschickt aufgefangen. Ohne sie zurückzu, weisen, hat er doch eine vernünftige Reserve bewahrt, die zu einer Festigung der westlichen Position hätte führen können. Hier haben die Interven tionen de Gaulles wiederum ganz neue Aspekte in die internationale Diskussion hineingetragen. Ob diese Bestrebungen Frankreichs zu poli. tischen Erfolgen und zu einer Befriedung der allgemeinen ERKIAERUNG EINES BISCHOFS Mexico-City. — Die katholische Kirche wird in Kürze eine Deklaration veröffentlichen, in der sie das jü. dische Volk von de: -alten Anklage des Gottesmordes freisprechen und dabei betonen wird, dass die Juden nicht für die Kreuzigung Christi verantwortlich sind, so erklärte Erzbischof Sergio Mendez Areeo auf einer Pressekonferenz im Bischofssitz von Cuernavaca. ..Sowohl der Papst als auch die Mehrzahl der katholischen Bischöfe hegen den Wunsch, dass eine solche Deklaration sobald wie möglich offiziell abgegeben wird“, fügte der Erzbischof hinzu. Dr. Mendez Areeo ist als Freund des jüdischen Volkes und Israels bekannt. Seine Erklärung über die Absichten des Vatikans wurde von der mexikanischen Presse an erster Stelle wiedergegeben. (ITA) Lage führen werden, muss heute noch als reent zweifelhaft erscheinen. Immerhin War de Gaulle derjenige, der von den alten Rezepten politischer Unnachgiebigkeit ab wich. Damit hat er die berühmte Dulles-Linie zerbrochen, die in einem bestimmten Augenblick den Westen vor kommunistischer Ueberschwemmung gerettet hat. Die Zeiten haben sich _ wie dies in unserer Gegen wart typisch ist — mit Stur meseile geändert. Aus diesem Grunde ist die Kontaktnahme mit dem Osten, wie sie de Gaulle vollkommen undok trinär eingeleitet hat, möglicherweise eine Brücke zur Verständigung oder zum Suchen eines Ausgleiches auf friedlichem Wege. Ob diese neue Politik de Gaulles durch die Aufstellung Goldwaters als republikanischen Präsi. dentschafts . Kandidaten an Bedeutung gewinnt, ist beinahe anzunehmen. Sollten LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparee« ios Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 1» izq. T. E. 83-2613 Abono Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. Gedenkmesse in Oradour Limoges. — Mit einer Ge. denkmesse, einem Trauerzug und Kranzniederlegungen wurde in den Ruinen des kleinen französischen Ortes Ora. dour bei Limoges des Mas. sakers gedacht, bei dein vor 20 Jahren 642 Männer, Frau, en und Kinder der SS zum Opfer fielen. Oradour war 1944 auf Grund einer Verwechslung von SS-Truppen als Repressalie auf Partisanen . Aktionen eingeäschert worden. Anlässlich des Jahrestages warf das Zentralorgan der französischen Kommunisti. sehen Partei, „L'Humanité“, die Frage auf, wieso der frühere SS-Führer Lammerding, der nach Kriegsende von einem französischen Kriegsge. rieht als Verantwortlicher für die Niederbrennung von Oradour und die Ermordung seiner Bewohner in Abwesenheit zum Tode verurteilt wor. den war, heute unbehelligt in Düsseldorf leben könne. — (AWZ) die Amerikaner wirklich wieder auf den Dulles-Kurs oder gar zu den Ideen eines Mc. Carthys zurückkehren, bliebe de Gaulle der entscheidende Mann, der die Verbindung zu den beiden feindlicnen Welten aufrechterhalten könnte. Aber das sind im Augenblick noch Vermutungen und keine Realitäten. Hinter diese umwälzenden Entwicklungen tritt der Ori ent. Konflikt für den Augenblick zurück. Er gehört aber zu jenen ungelösten Fragen, die den Weltfrieden nach wie vor und auch dann bedrohen wenn Nassers Versuche, Israel einzukreisen, erfolg’os blei. ben. Die verantwortlichen Politiker Israels werden zu überprüfen haben, welche nsuen Möglichkeiten zu einer Festigung der Lage in dieser neuen Konstellation der Welt, machte und Weltkräfte geboten werden. Neues Belastungsmaterial Bonn. — Das vom polnischen Generalstaatsanwalt angekündigte Belastungsma. terial gegen den ehemaligen Bundesverfcriebenen-Minister Hans Krüger ist bei der Bonner Staatsanwaltschaft eingetroffen. Die polnische Nach, richtenagentur PAP hatte gemeldet, Krüger werde in den Akten beschuldigt, in den Jahren 1939 bis 1943 als Rieh, ter in Könitz bei Bromberg an Kriegsverbrechen mitgewirkt zu haben. Nach Uebersetzung des in polnischer Sprache abgefass. ten Materials will die Staatsanwaltschaft prüfen, ob die Eröffnung eines Verfahrens gegen den ehemaligen Minister begründet ist. Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte bereits Anfang des Jahres von polnischen Stellen Mate, rial gegen Krüger erhalten. (AWZ) Infiltrant erschossen Tel Aviv. — Ein arabischer Eindringling wurde von einer israelischen Patrouille überrascht, als er sich über die Nordgrenze des Gaza-Streifens in Israel einschleichen wollte. Ein militärischer Sprecher teilte mit, dass der Araber der Aufforderung, stehen zu bleiben, nicht Folge leistete und bei seinem Versuch, sich über die Grenze zu retten, erschossen wurde. (ITA) Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiología — Hospital Fernández RAYOS X — CUBA 2141 — ELECTRORADIOGRAMME T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken * TaDifibeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Hand und Maschioenstickerei von Bett- und Tiscnwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telei. Vereinbarung Confitería NIZA Servicios de lunch de cotegorín SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4? B. 46-1716 und 48-2124 Dr« B. 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