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Jüdische Wochenschau · 1964-07-10 · 2072 (10.7.1964) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2072 (10.7.1964)
Date
1964-07-10
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 11) «Je Julio fie 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2672 — 7 Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnachrichten von Seite 6) Saal zu anderen Aktivitäten nicht zur Verfügung. KULTURABEND In Erinnerung an den 50. Jahrestag des Ausbruchs des ersten Weltkrieges veranstalten wir einen Kulturabend in deutscher Sprache, an dem bekannte Redner unseres ßpraehkreises zu verschiedenen Themen Stellung nehmen werden. Wir bitten, sich schon heute diesen Tag zu reservieren. VORSCHAU FUER DEN MONAT AUGUST Am 5. August spricht bei uns Dr. Kurt Pahlen über ein musikalisches Thema,, am 19. haben wir einen Abend über weltpolitisches Thema, am 26. wird die diesjährige Generalversammlung sein. WtZO Centr« Eurepeo Mitarbeiter können von allen, die bisher ihrer Ehrenpflicht nicht nachgekommen sind, verlangen, dass sie ihnen ih. re Arbeit durch sofortige Zeichnung und Zahlung erleichtern. Gebt mit Her* und.. Verstand! L.I.F.A.-Meisterschaft tssA*. CENTRO „ROSA WOLLSTEIN** Sonntag, den 26. Juli, von 18—24 Uhr findet unser Spielabend statt. Bridge — Canasta — Rummy. Kaltes Abendessen, Kaffee, Kuchen. In den Räumen der „Lamroth Hakol“, Caseros 1450. Flori. da. Karten bei den Damen der Kommission. —:o:— Nächster Bibelkurs (vierzehntägig) findet am Mon. tag, den 13. Juli, um 20 Uhr 30 in Bet Israel, Cramer 2070, statt. Es ist der'dritte Abend, doch bitten wir alle unsere Mitglieder, an diesen sehr lehrreichen Kursen teilnehmen zu wollen. Die Einheitskampagne teilt mit : ZEICHNET UND ZAHLT SOFORT! Unser Comité hat bei seiner letzten Sitzung beschlos. sen, die Tätigkeit für die Aktion 1964 in denMonaten Juli und August zu intensivieren. Unsere ehrenamtlichen *Oi AMENABAR 2972 — Capital Spielergebnisse: DIVISION A: Maccabi — NCT 3 Bet Am, Lantis — D. Wolffsohn 3:1 DIVISION B: Bet Israel — Aciba 1:0 Bet Hanoar — BAMI 2:2 CASA — Lamrot Hakol 4:0 Bet El — Tel Aviv 1:0 NCT, V. Bai. — Adama 2:1 In Division A musste sich SUA vom Turnier zurückziehen und Maccabi mit 16:2 Punkten hat wohl die Meisterschaft sicher vor Bet Am (11:5), wenn auch die 3 ausstehenden Spiele noch eine Ueberraschung bringen könn. ten. In Division B führt weiterhin CASA <21:1 Punkte) vor BAMI (18:4) und Bet'Hanoar (17:5), so dass noch interessante Kämpfe zu erwarten sind, bis dre Meister ermittelt ist. Das Turnier wird auf 14 Tage unterbrochen und am 26. Juli fortgesetzt. Israelische Kraftwerke Haifa. — Die Israel Electric Corporation kaufte in den Vereinigten Staaten die Ausstattung für zwei neue 125.000 kW. Kraftstationen, die in Haifa errichtet werden sollen. (Die bisher grössten Kraftstationen im Lande haben 75.000 kW. Die Jaden aus Tunis Musik in Buenos Aires WIE LIEDEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5724 Erew Tisch a be Aw Fasten Tischa beAw Erew Rosch Hascbana 5725 Sonnabend, den 18. Tuli Sonntag, den 19. Juli Sonntag, den 6. September In Frankreich leben etwa 15.000 bis 20.000 Juden aus Tunis. Welche Erfahrungen hat man mit ihnen gemacht, und geben sie Anhaltspunkte zur Einordnung der Juden aus Algerien? Zuerst kamen diejenigen Juden aus Tunis, die das französisch Bürgerrecht besassen, erst später die eigentlichen Juden aus Tunis, die ihr Existenzen verloren hatten, nachdem die französischen Unternehmen geschlossen wurden. Nach der Bizerta-Krise gab es eine neue Welle, die hauptsächlich dem Mittelstand angehörte. Die französischen Bürger erhielten ein Taggeld für drei Monate und Darlehen, die in 20 Jahren zurückzahlbar sind. Die anderen waren auf die Hilfe der jü. dischen Philanthropie angewiesen. Die Juden aus Tunis übten unter sich eine starke Solidarität. Unter grossen Einschränkungen nahmen sie ihre Freunde auf, bis sie sich eine Stelle suchen konnten. Israel und „Mokini“ Tel Aviv. — Die neue Bademode des ..einteiligen“ Tri. kots also „Mokini“ statt „Bikini“. hat in Israel keine Chancen, obwohl die Modelle, die eingeführt werden sollten, „sogar“ schmale Träger besassen. Die Polizei gab bekannt, dass jede Eva, die sich so zeige, vors Gericht zitiert würde. Das Rabbinat hatte seinerseits bereits auch den Krieg dieser „Schamlosigkeit“ im Heiligen Lande erklärt und benützte die Gelegenheit, hinzuzufügen, dass es auch gegen die Sitte gemeinsamer Strandbäder zwischen Männern und Frauen sei, selbst dann, wenn diese „komplette“ Bikinis trügen. (ITA) Katholische Araber New York. — Das Oberhaupt der katholischen Araber in Israel, Erzbischof George Hakim von Nazareth und Galiläa, der sich auf ei. ner Nordamerikareise befindet, erklärte in New York, dass die Beziehungen zwischen den christlichen Arabern seiner Diozöse und den Juden sich in den letzten zwei Jahren sehr gebessert hätten. Der Erzbischof ist einer der wenigen Araber, die die Erklärung des Vatikans über den Antisemitismus billigen. (ITA) JUED1SCHES LEHRHAUS THG - BET ISRAEL - W1ZO BIBELKURS (VJER2EHNTAEGIG) Leitung: Rabb. Dr. MEiR ROSENBERG f. ABEND: MONTAG, DEN 13. JULI, UM 20.30 UHR HEBRAEISCHE KURSE ANMELDUNGEN UND INFORMATIONEN! CRAMER 2070 Tel.: 73-8922 (BürozeiL* Montag, Dionstag. Donnerstag yon 15—19 Uhr) In Paris und Marseille war dies nicht schwer, so dass man bald eine eigene Wohnung suchen konnte. Dann gab es Unterstützungen und Familienzulagen, Berufslehren, Stipendien und sogar freies Universitätsstudium In vielen Fällen war auch das französische Bürgerrecht er hältlich. Tunesische Juden gingen bald hauptsächlich nach Paris, wo sie im ehemaligen ostjv'i dischen Quartier Belle. ville ein eigenes „Reich“ errichteten. Zugleich setzte für die jüngere Generation ein Prozess der Assimilation an die französische Umgebung ein. Durch Schulen und Universität wurde diese Bewegung gefördert. Warum kamen die tunesi. sehen Juden nicht nach Israel? Darauf gibt es eine Anzahl Antworten. In Frankreich gibt es ein Gesetz zum | Schutz kinderreicher Familien und in Israel nicht in einem solchen Ausmass. In Frankreich war die Niederlassung in der Stadt möglich, während man in Israel aufs Land geschickt wurde. Ferner ist die Ausbildung in Frankreich an Schulen und Universitäten leichter möglich Nur wenn es in Israel eine gleichartige Förderung der neuen Einwanderer geben würde wie in Frankreich, wäre zu hoffen, dass die Tunesier nach Israel statt nach Frankreich gehen würden, oder es müssten dann in Frankreich wirtschaftliche Krisenzustande eintreten, welche die bereits eingeordneten Juden bewegen würden, nach Israel weiterzuw'andern. Zwischen 1957 und 1963 ist die Zahl der Juden in Nizza von 3.000 auf 20.000 gestiegen. Die wirtschaftlichen Fragen waren bei weitem nicht die schwierigsten für die jüdischen Einwanderer aus Algerien. Es gibt kaum Arbeitslosigkeit unter ihnen. Sie sind französische Bürger mit allen Rechten und Pflichten. Sie sprechen französisch und gehören dem französischen Kulturgebiet an Sie konnten sich daher an die neuen Verhältnisse rasch ge-; w'öhnen, sowohl im Handel ) wie in der Industrie. Natür-! lieh ist eine grosse Zahl der Einwanderer überhaupt arbeitsunfähig, aus Krankheit oder Invalidität, und sie werden auch nie ihren Unterhalt selbst verdienen können. Die Schwierigkeiten der Einordnung liegen auf dem religiösen und erzieherischen Gebiet. In der Talmud Tora haben nur 300 Personen Platz, und über 1.000 können nicht aufgenommen werden. Die jüdischen Instanzen sind bemüht, die Zahl der Synagogen und Schulen zu vergrössern. Die Ferienlager werden vermehrt, um die Kinder dem Judentum zu erhalten. Insgesamt, so fasst ein Beobachter seine ErheliURCH DIE KONZERTSAELE | Noch einmal war es den bonaerenser Musikfreunden vergönnt, die einzigartige Kunst des „Robert Shaw Cho- ] rale“ zu geniessen, welcher einen Teil der jüngst im Colon gebotenen Werke im Rahmen der unter den Auspizien | des „Mozarteum“ stehenden j Gratiskonzerte „de medio. dia“ — es war diesmal das j „Cine Rex“ wegen grösseren I Fassungsvermögens gemietet j worden — wiederholte. Auch | dieses qualifizierte Auditori-! um war von den faszinierenj den Leistungen hingerissen. Die seit längerer Zeit von j unseren Konzertsälen abwesende Helena Arizmendi und! Angel Mattiello veranstalteten, von Jaqueline Ibels einj fühlend am Flügel begleitet,! im „Mozarteum Argentino“! einen dem Lied und der 1 Opern arie gewidmeten Abend. Die „ansprechend“ singende, charmante Sopranistin war ihrer Aufgabe musikalisch eher als in ausreichender Diktion des viersprachigen Programms gewachsen, während der wie immer hervorj ragende Baritonist in keiner! Weise Wünsche offen liess. i In den Duetten von Milhaud I und Mozart wurde die Diskrepanz zwischen ihm und sei- | ner Kollegin zu Mattiellos I Gunsten offenbar. I Der nordamerikanische Pianist- Abbey Simon besucht j Buenos Aires zum sechsten , Mal. Bei seinem vor zehn; Jahren erfolgten Debüt ahnte man, einem nicht alltäglichen Künstler gegenüberzusitzen; bie seinen darauffolgenden Reisen wusste man. dass Simon einer der ganz wenigen ist, die nicht in der Menge untertauchen, sondern sich immer mehr in die erste Reihe spielen. Sowohl ln den Sonaten Nr. 30, opus 109, e-dur von Beethoven und Nr. 3, opus 5 in f-moll von Brahms bestätigte sich diese positive Erfahrung. Und die berühmten zwölf Chopin- Etüden, opus 10, taten ein übriges, um das sich. mehr und mehr in Enthusiasmus steigernde Publikum wissen zu lassen, dass man es mit ei- | nem erfahrenen, ernsten, auf die Pose verzichtenden und mit jedem Werk restlos vertrauenden Pianisten zu tun hat, dessen vollendete technische Gaben so selbstverständlich anmuten, dass man über sie hinweghört. Das überfüllte Colon spendete stürmischen Beifall und erzwang mehrere Zugaben. In der „Sala Casacuberta“ des Teatro San Martin vollbungen zusammen, ging die Aufnahme der Einwanderer dank der Mithilfe der Behörden und der Bevölkerung glatt vor sieh, und auf der anderen Seite haben die Juden aus Algerien ihren guten Willen kundgetan, selbst mitzuhelfen, um die Schwierigkeiten zu überwunden zieht sich zum ersten Mal ein interessanter Zyklus „panorama nistörico de la sonata“. Der vierte, Ludwig van Beethoven gewidmete Abend wurde von zwei Künstlern bestritten, die in unserem Musikleben hohes Prestige geniessen: Der Violoncellist Jesé Pugiisi und die Pianistin Haydee Loustaunau, welche die Sonaten Nr. 4, c-dur. opus 102, Nr. 1 und Nr. 5, d.dur, desselben opus, Nr. 2 in vollendetem und verständnisinnigem Vortrag zum Erklingen brachten. Die Pianistin bot ferner die Sonate Nr. 30, e.dur, opus 109 in ausgezeich-; ne ter Version — dieselbe Komposition, die zwei Tage zuvor Abbey Simon gespielt hatte. Efc gab viel Beifall. Der notorische amtliche Bürokratismus hat es tatsächlich fertiggebracht, dass; der in aller Welt in erster Reihe stehende Meisterdiri-! gent Willem Van Otterloo j nahezu ohne vorherige Veröffentlichung plötzlich am Pult des Nationalen Symphonie-Orchesters stand. Aber | die wenigen Plakate genüge ten, um die Colön-Sonntags-; Matinée fast auszuverkaufen. In seinen wiederholten Besui chen führte uns der in jeder! Hinsicht aussergewöhnliche j Dirigent die Tradition seiner 1 holländischen Heimat für die | besondere Pflege dreier Meij ster vor Augen: Mahler, Bruckner, Beethoven. I Und dem letztgenannten war das grossartige Konzert gewidmet : cbriolan.Ouvertüre opus 62 , 4. Symphonie bdur opus 60 und die — die Historie der gesamten symphonischen Musik revolutionierende „Eroica“, Nr. 3, esdur. opus 55. Trotz der unbegreiflicherweise auf der Bühne (und nicht, wie bei Kategorie-Konzerten üblich, auf dem überdachten Orchestergraben) erfolgten Plazierung des bisher in dieser Saison durch besagten Bürokratismus zur Untätigkeit verurteilten Nationalen Symphonieorchesters erreichte Otterloo vom ersten Takt an ein konzentriertes, ganz auf den Geist des bon ner Meisters abgestelltes Musizieren. Wie stets, ohne Pose, mit betont knappen akademischen Gesten, erreichte der grosse DL rigjent hervorragende Resultate in allen gebotenen Werken. Seien die noch im pianissimo wahrnehmbaren Streicher-Achtel in der Ouvertüre, sei es der unbeschreiblich weiche Einsatz der „Vierten“, sei es die ideale Nachzeichnung des Aufbaues der „Eroiea“ — um nur wenige Details herauszugrei. fen, alles gelang vollendet, wenn man von wenigen Schnitzern in den Bläsergruppen absieht. Otterloo übertrug den orkanartigen Beifall jovial auf das Orchester. Mit Spannung darf man den beiden folgenden Konzerten entgegensehen. Curt B. M. Weissstein Unsere kulturelle und Aufklaerungsarbeit wird mit einigen wichtigen Veranstaltungen fortgesetzt. Zeichnet und zahlt sofort! COMITE CENTR0EUR0PE0 - OE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod) Sarmiento 2376, III. — T. E. 47-3820

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