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Jüdische Wochenschau · 1964-07-10 · 2072 (10.7.1964) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2072 (10.7.1964)
Date
1964-07-10
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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B — Viernes, 10 de Julio de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Die nach Wahrheit suchen Año XXV. — Ko. 2072 (Schluss von Seite 1) andere wäre, als sie wirklich ist. Noch ist es nicht erforderlich, Lebensmittel auf künstlichem Wege, z.B. durch Verwertung von Algen, zu eraeugen. Trotzdem sterben Menschen an Hunger. Früher sind Völkerschaften aufgebrochen, haben ihre Wohnbezirke verlassen und neuen Boden gesucht, um zu leben. Der Hunger war und ist einer der Beweggründe, der innerhalb verschiedener Nationen Unruhe und Unfrieden schafft, die zu blutigen Bürgerkriegen führen. War. um beseitigt man nicht diese Gefahrenherde, indem man den Hunger überwindet? Niemand wird beweisen kön. nen. dass diese Lage von einem bestimmten Wirtschaftssystem abhängig ist, wie dies vielleicht früher einmal der Fall gewesen ist. Hungersituationen finden wir ebenso im .kapitalistischen“ wie im kommunistischen iAger. Ue_ berhaupt hat der krasse Gegensatz zwischen diesen beiden Wirtschaftsformen, der noch vor wenigen Jahren das internationale Leben be. herrschte, an Schärfe verloren. Im Welthandel konkurrieren beide Wütschaftstheo, rien und die ihnen zugehörenden Länder nach den gleichen Grundsätzen. In vielen ■westlichen Ländern haben die in der kommunistischen Theorie doch unbedingt notwendigen Klassenkämpfe völlig aufgehört, jedenfalls aber ihre ursprüngliche Bedeutung verloren. Die heutige Weltkrise auf ökonomische Gesetze zurückführen zu wollen oder gar auf Lebensvorstellungen, die von diesen Prinzipien abhängen, ist abwegig. Der Kampf geht um moralische Grund, sätze. Nur wenn sich alle Völker von ihren alten Ideen lösen und ihre wirtschaftlichen Zwangsvorstellungen Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. 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Dieses Ziel hatte bereits Roosevelt aufgestellt; wie wir heute feststeilen müssen: vergeblich. Hass finden wir keineswegs nur in kommunistischen Ländern. Dem Hass begegnen wir auch in den Staaten, die sich seihst für die am meisten fortgeschrittenen halten. Hass bestimmt die innere La. ge Südafrikas, ohne dass die Verantwortlichen Massnahmen ergreifen würden, die der Herstellung des inneren Friedens dienen könnten. Dass die Frauen im Gebrauch der Waffen ausgebildet werden, kann das Problem nicht lösen; hierdurch werden die Gegensätze bewusst geschürt, niemals aber überwunden. Die Rassenkämpfe in den Vereinigten Staaten sind ein alarmierendes Zeichen. Hier steht der technische Fortschritt in der krassesten Form dem Zurückbleiben hin. ter Vorurteilen gegenüber. Die Zeit der Sklaverei oder der Unterdrückung von Menschen nur aus dem Grunde, weil sie anderer Hautfarbe oder vielleicht anderen Cha. rekters sind, ist schon lange vor dem Atomzeitalter zuende gegangen. Die Terror- und Gewaltakte gegen die Schwär, zen in den USA sind nicht allein die gleichen Verbrechen wie die Verfolgungen Andersgesinnter in kommunistischen Ländern, sondern deswegen noch betrüblicher und schwerwiegender, weil die Hoffnungen der freien Welt in erster Linie von Amerika abhängen. Das ist besonders entmutigend in einer Zeit, wo die Ausstrahlungen des Hasses in vielen Ländern grösser anstatt geringer werden. VI. Nur in freien Laendern Nur in freien Ländern wit. tern die Nazis Morgenluft. Das beweist ein Bericht aus Australien : Grosses Aufsehen in Australien und Bestürzung in jüdischen Kreisen hat eine Fernsehsendung der australischen Rundfunkgesellschaft ABC erregt, die sich mit der nationalsozialistischen Par. tei des Landes befasste. Bundessenator Cohen, Mitglied der Labourpartei, hat in Melbourne bereits die Aufmerk, samkeit des australischen Justizministeriums auf die „National Socialist Party of Au. straiia“ gelenkt. Anfang April machte die Partei von sich reden, als sie Einladungen zur Feier von Hitlers Geburtstag verschickte. Die Einladungen trugen das ehemalige deutsche Hoheitszeichen mit Adler und Hakenkreuz. In der Pernseh. Sendung am vergangenen Sonntag traten etwa 20 Australier in SS - Uniformen auf. Ihr Chef, der Wäschereibesitzer Smith aus Sydney, erklärte, Hitler sei ihr gTO- EHRUNGEN FUER ESHKOL Paris. — Nach einer Woche, die mit politischen Konferenzen ausgefüllt war, erholte sich der israelische Premier zwei Tage auf dem Gutsbesitz des Baron Edmond Rothschild in Armenvüliers, in der Umgebung von Paris Vorher hatte die Liga für französisch - israelische Freundschaft ein Bankett für ihn veranstaltet, auf dem drei französische Minister, der Justizminister Jean Foyer, der Arbeitsminister Gilbert Grandval und der Minister für Bauwesen, Jacques Maziol, teilnahmen. Ausserdem waren zahlreiche Gene, räle, Deputierte, Mitglieder der Akademie und andere Persönlichkeiten zugegen. EHomede Catroux, Exminister und Präsident der Liga, JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - TaiJiebeutel Käppchen Maz zot-Taschen - Hand und Mascbinenstickerej von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 760286 73-1049 begrüsste den Gast und würdigte in seiner Ansprache die dauernde Freundschaft zwischen Frankreich und Israel. Eslikol dankte in hebräisch und sagte, dass die Franzosen „unserem Herzen sehr nahe stehen“. Vor dem Bankett hatten Eshkol und seine Begleiter das uralte Bürgermeisteramt von Paris besucht. Auch dort wurde die Freundscaft zwischen den beiden Ländern betont. Am Montag begann dann für Eshkol eine Woche, die er der Besichtigung landwirtschaftlicher, industrieller und militärischer Betriebe in Begleitung des Landwirtschaftsministers Edgard Pisani widmete. (ITA) M0HEL N. PLAKSIN Superí 271Í T. E. 76-6784 u. 76-2312 JACOB LAPIDUS dip!. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4* B. 46-1716 und 48 2124 Zech-Henntwich in Südafrika! Johannesburg. — Einem Bericht des „Sunday Times“ zufolge soll der entflohene Kriegsverbrecher Zech-Nennt wich sich auf einem Landgut in der Nähe von Pretoria versteckt halten. Die Information, deren Quellen nicht angegeben werden, enthüllt noch, dass die Reise Zech- Nenntwxhs in die Südafrikanische Union von einer geheimen Nazi-Organisation, die sich „Die Spinne“ nennt, ermöglicht wurde. Die Zeitung fügt hinzu, dass „Die Spinne", deren Existenz übrigens in Westdeutschland angezweifelt wird, gegenwärtig die Möglichkeiten zur Ansiedlung von Nazis in Südafrika studiere, da Lateinamerika wegen der Verfolgungen, denen diese durch israelische Agenten ausgesetzt sind, als Asyl nicht mehr sicher genug sei. „Sunday Times“ publiziert gleichzeitig auch einen Bericht über eine geheime Konferenz, die unter dem Schutz einer bewaffneten Wache auf einem Landsitz in Pretoria stattgefunden habe. Auf der Tagesordnung standen Organisation, Transport, Versteckmöglichkeiten und eventuelle Beschäftigung von Nazis, die sich der deutschen Gerichtsbarkeit entziehen wollen. Zech-Nenntwich, der bekanntlich kurz nach seiner Aburteilung aus dem Gefängnis und aus Deutschland entfloh, soll zusammen mit anderen prominenten Na. zis auf dem erwähnten Landgut leben, dessen Namen die Zeitung nicht nennt. LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190 V> izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise; Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. sses Vorbüd. Seine Partei wolle sich künftig an sämtlichen Wahlen beteiligen. Sie sei 250 Mann stark, trete für die Vorherrschaft der weissen Klasse in Australien ein und appelliere an die Jugend, ihr beizutreten. Auf die Frage eines Fernsehreporters, wie er sich zum Auschwitz-Prozess stelle, ent. gegnete Smith, auch er bereite für Australien eine Endlösung vor. Aus der Bundesrepublik liegt der folgende Bericht vor: In einer Entschliessung an Bundesregierung und Bundestag hat der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdi. sehe Zusammenarbeit seine Sorge für die .Fortdauer beunruhigender Symptome antisemitischen Denkens in der Bundesrepublik“ zum Ausdruck gebracht. Mit grosser Besorgnis verfolge man auch „politisch - revisionistische Aeusserungen von Repräsentanten der politischen Führung“, da erfahrungsgemäss antisemitische und nationalistische Strömungen eng zusammengehörten. Nazistische Gruppen ak_ tuieren u. a. auch in England, in den USA, in lateinamerikanischen Ländern. Man misst ihnen keine Bedeutung bei. Aber die Erfahrungen lehren, dass der Antisemitismus eine Giftpflanze ist, die auf dem Morastboden jeder Krise wächst. vn. Um die Zukunft Die Krise, in der sich die Menschheit befindet, ist weder eine politische noch eine wirtschaftliche; es handelt sich um eine moralische Krise. Die verantwortlichen Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN a, RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo., Mitt., Frei., 15—19 Uhr Samst. 14—16 Uhr. OLÄZABAL 2512 - 76-7980 Privat 52 7734 Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELE F. VORANMELDUNG BERNARD Ausführung 0 STERN saemtlicber 1 MALERARBEITEN HÉLGUERA 1915 T. E. 58-4052 Staatsmänner, insbesondere des Westens, sind dazu berufen. die Ideale, die sie vertreten, mit ihrer Wirklichkeit in Einklang zu bringen. Die alten Methoden der für unsere Zeit nicht mehr adäquaten Machtpolitik sollten endlich über Bord geworfen wer. den. Die Lösung ist nicht schwer zu finden; sie liegt im Suchen nach Kooperati. on aller Menschen und Völker sowie Ausschaltung jeder Machtentfaltung, gleich in welcher Form — sei es durch. Krieg oder . wirtschaftliche Zwangsmassnahmen. Die Anpassung der menschlichen Lebens, und Denkformen an die weltweiten Erkenntnisse der Wissenschaft ist in die Hand der Menschen gegeben, genau wie diese Erkenntnisse selbst vom Men. sehen gemacht worden sind. Nicht Hunger und nicht Hass, nicht Unterdrückung und nicht Scheiterhaufen Verrat an Aegypten Kairo. — Ein Tribunal des ägyptischen Staatssicher, heitsdienstes verurteile den deutschen Studenten Franz Frowald zu zehn Jahren ' Zwangsarbeit, weil er ägyptische Militärgeheimnisse den Israelis übermittelte. Der Student gehörte der Gruppe deutscher Techniker an, die an ägyptischen Geheimwa-f. fen arbeiten. Das Gericht erklärte, die Jugend und die Reue des Angeklagten bei seiner Verurteilung in Betracht gezogen zu haben. „Ein weiterer Faktor ist die Wertschätzung, die Aegypten den deutschen Technikern entgegenbringt“, hiess es in der Urteilsbegründung wörtlich (ITA) werden den wirklichen Fortschritt aufhalten können. Mit dem Verbrennen Giordano Brunos oder dem gegen Spinoza geschleuderten Bann, strahl wird die Wahrheit sich nicht ausschalten lassen, jene Wahrheit, die einer alten Erkenntnis, einem alten Gesetz, einer alten sittlichen Vorstellung entspricht: die Wahrheit von ‘der Gleichheit aller Menschen. Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Cardiologia — Hospital Fernander Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 VON DER STUDIENREISE ZURUECK Sprechstunden nach telei. Vereinbarung Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Medico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542 1

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