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Jüdische Wochenschau · 1964-07-03 · 2071 (3.7.1964) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2071 (3.7.1964)
Date
1964-07-03
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Ï071 onal. kiiiî. fíiih. luths eter“ Unter der des (fanden, den rden tief man nen Viernes, 3 de Julio de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. No 2071 — 5 3 out ilón- Das letti ndli. ein ON iras: Tipo Woche der Brüderlichkeit Nachrichten aus aller Welt Wallfahrten nach Israel Meir Grossman von SCHALOM BEN CHORIN sprach bildete den Abschluss, bei dem die Referenten das Fazit der Tagung zogen: Juden und Christen sind durch den Atheismus unserer Zeit in Front gerückt, da sie als Am 15. Mürz wurde be-; kanntlich in Deutschland die Woche der Brüderlichkeit mit | ertöote, gesungen von Kül- . das Fernsehen in den Dienst einer Kundgebung in Köln ner jugendlichen, die dem1 der Woche der Brüderlichgeschlossen, bei der Kardinal j Gast aus Israej ein stück seikeit, wobei man nicht nur Augustin Bea S. J. aus Rom ner Heimat in der alten Stadt! tiefernste Programme zeigt,! r;ot° die Grüsse des Papstes über. ■ am Rhein vorzauberten. ’ sondern auch den jüdischen , , „ ' brachte, Prof. Dr. Simon aus! LS1.aellsche Chorgesang , Humor zu Worte kommen I!„¿ft ne*. Jerusalem eine Botschaft von igt übrigens erprobt zu Köln I lässt; so wurde z. B. von Martin Buber verlas und der j am R;bein Ra fand kürzlich Scholem Alejchem die Satire j evangelische Alt-Bischof von ein internationales Jugend-| „Die höhere Schule“ mit viel . Dass nicht Judenmission Oldenburg D. Dr. Wilhelm i Wett singen statt. Zahlrei- Erfolg ausgestrablt. j Auigabe der Kirche sein kann I -! *— ™-~- J-- | m einer Zeit, wo Juden und ' Christen gleichermaßen sich j dem Urrglauben konfrontiert ‘ sehen und ein gemeinsames Wort finden müssen statt ei-! nes sich in Deeriauf erschöpfenden Stxeitgespräches zwi. i sehen Synagoge und Kirche, wurde vom Schreiber dieser . Zeilen auf der Konferenz im! Rahmen seines Referats klar zum Ausdruck gebracht und Stählin namens des deut- I Gruppen waren zum Sanj Auch Filme, die das jiidi. sehen Protestantismus die ungerkrieg angetreten, darunter ] sehe Problem behandeln, lösliche Zusammengehörig, i au^b arabische. Leider fehlte wurden gezeigt, etwa „Tabu keit der monotheistischen Religionen unterstrich. Viertausend Menschen folgten dieser Kundgebung im Messegelände zu Köln, mit der auch die bemerkenswerte Ausstellung Monumenta Judaica schloss, die zweitausend Jahre Ge. schichte und Kultur der Juden am Rhein Zehntausenden von Besuchern aus allen Teilen der Bundesrepublik vor Augen geführt hat. Noch am letzten Tage herrschte ein aussergewöhnlicher Andrang: Gruppen der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit aus allen Teilen des Bundesgebietes nahmen noch einmal die Gelegenheit wahr, diese Ausstellung zu besichtigen und den prachtvollen Katalog und den dazugehörigen Textband zu erstehen, die hier verbil. ligt abgegeben wurden und so vorzügliches Material zur Judentumskunde in einer Weise verbreiteten, wie das vorher nie der Fall war. Am Abend vor Schluss der Ausstellung hatte ich Gelegenheit, vor Kölner Jugendlichen, die alle schon in Israel waren, zur Woche der ein israelischer Chor... Aber man muss sich zu helfen wissen: unsere „Morgenlandfahrer“ schlossen sich rasch zu einem Israel.Chor zusammen, der die in unseren Kibbuzim erlernten Lieder zu Gehör brachte. Man stelle sich vor: ganze zwei Israelis waren in dieser Gruppe... der Rest waren waschechte köllische Jungs und Mädels und sie sangen so schön die Lieder Zions, dass sie einen Preis er hielten. Die Woche der Brüderlichkeit hat bereits ihre Tradition, die nun schon mehrere Jahre umfasst. An der Spitze steht der Bundespräsident als Schirmherr. Träger der Aktion sind die Gesellschaf, ten für christlich-jüdische Zusammenarbeit, aber die Stadtverwaltungen, die Länder, die Erziehungsbehörden schliessen sich ebenfalls an. Im Mittelpunkt steht das deutsch - jüdische Problem, wobei man in vielerlei Form bemüht ist, eine unheilvolle Vergangenheit zu überwinden der Gerechten“ (Gentlements Agreement) mit Gregory Peck, ein Film, der den Antisemitismus in den USA unter die Lupe nimmt. Unmittelbarvor Beginn der Woche der Brüderlichkeit wurde — im selben Geiste — in Hannover die 16. Studientagung ber Kirche und Ju. I blieb unwidersprochen. dentum abgehalten, deren Spiritus rektor der evangelische Theologe Prof. D. Dr. K H. Rengstorf aus Münster ist, dem Oberkirchenrat Otto von Harling zür Seite steht. Die diesjährige Tagung befasste sich mit dem Atheismus als Frage an den biblischen Gottesglauben. Der Publizist Heinz Flügel eröffnete mit einem Referat über das Problem des Menschen als Fra. ge nach einem persönlichen Gott in der Literatur der Gegenwart, wobei er von Kafka bis Sartre und Camus aufzeigte, w:as Max Picard in die Worte gefasst hat: „Das Fehlende ist ungeheuer da“. Das Fehlende in diesem Sinne ist Gott, sodass man heute nicht zu ersetzen. In diesem Jahre stand die Brüderlichkeit zu sprechen,! Woche der Brüderlichkeit un. und durch einen neuen Geist j nur von einer gottlosen, son. was ein aussergewöhnliches Erlebnis darstelte. Johannes Oiesberts, Beigeordneter der Schulverwaltung der Stadt Köln, dem wir das herrli. ehe Buch „Auf dem Wege nach Israel“ verdanken und der bereits zahlreiche Kölner Schülergruppen nach Israel gebracht hat, war der Initiator dieses Abends, der mit hebräischen Liedern umrahmt wurde: „Heve jnu Sdhalom alejchem“1 und „Hine mah tov uma_naim.. ter dem Motto „Warum stehst du draussen?“ Man wollte mit dieser Frage den Menschen zur Solidarität mit dem Menschen aufrufen. in Wuppertal, wo ich die Woche der Brüderlichkeit eröffnen durfte, hatte man als Motto das Thema meines Vortrages: „Ich suche meine Brüder“ (Gen. 37, 15—16) aus der Josephs-Geschichte der Thora gewählt. Natürlich stellt sich auch die Presse, der Rundfunk und DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY & STAMPS CENTER V? 94 AHenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 dern von einer gottleeren Zeit spricht. Der Philosoph Prof Dr. Hermann Lübbe referierte über die „Struktur des abendländischen Atheismus“, indem er diesen als Reaktion auf den kirchlichen Herrschaftswillen darstelll. Dem Schreiber dieser Zeilen oblag es, eine jüdische Antwort auf den Atheismus im zweiten Hauptreferat zu formulieren, wobei der Aus. gangspunkt die Feststellung war, dass die Bibel den Atheismus eigentlich nicht kennt (Ausnahmen bilden nur die Feststellungen in Psalm 14,1 und parallel Psalm 53,2: „Der Nichtige spricht in seinem Herzen: es gibt keinen Gott). Erst Juden, die ihrem Ursprung tief entfremdet waren, von Karl Marx bis Sigmund Freud wurden zu Wortführern des Atheismus. Ein öffentliches Rundge- Die Woche der Brüderlichkeit und die ihr vorangegangene Tagung sind Zeichen der Zeit, die beachtet sein wollen. Man darf diese Kundgebungen einer neuen Tole. ranz und eines neuen Humanismus nicht überschätzen, aber auch keineswegs gering achten Gerade von Israel aus muss alles getan werden, um diese Bestrebungen mit zu fördern, denn wir dürfen keinen Augenblick vergessen, dass heute in der Bundesrepublik Deutschland destruktive arabische Propaganda unablässig am Werke ist, um die alten deutschen Vorurtei. le gegen Juden und Judentum (nicht nur gegen Israel!) zu stärken und wiederzuerwecken. Hier gilt es heu. te auf der Hut zu sein und mit den Kräften zusammenzuwirken, die den Frieden mit Israel anstreben, das Verständnis für das Judentum wecken und fördern wollen und das verzerrte Bild des Juden, das noch in vielen deutschen Köpfen spukt, durch eine neue Sicht des „jüdischen Menschen“ zu be. richtigen bemüht sind. Eindringlinge Tel Aviv. — Ein arabi. scher Eindringling wurde kürzlich in der Nähe des Kibbuz „Nir Itzjac“ bei Gaza erschossen, nachdem er sich der Aufforderung, stehen zu bleiben, widersetzt hatte. Ein zweiter Araber entkam der israelischen Patrouille und floh über die ägyptische Grenze. (ITA) JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECEER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 33: WASSILIJ AKSSIONOW: Apfelsinen aus Marokko (Roman) Nr. 34: CHARLES MORGAN: Das leere Zimmer (Roman) Nr. 35: WILLIAM FAULKNER: Schall und Wahn (Roman) Nr. 36: HORST MOENNICH: Chronik einer westpreussischen Familie Nr. 37: C. WRIGHT MILLS: Politik und Verantwortung (Eine Analyse) Nr. 36: ROBERT WALSER: Jakob von Gunten, Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWLOZ: Tagebuch, Bandl Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirklichlichkeit (Roman) Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München London. — Der Erzbischof von Nazareth und Galiläa, Monsignor Georges Hakim, traf zu einem kurzen Besuch in England ein und wurde dort durch einen feierlichen Empfang geehrt, den das nationale Touristenbüro Ii-'-aeis und die Flügge. Seilschaft El Al für ihn veranstalteten. Der Erzbischof erklärte, dass der Zweck seines Besuches die Vereinigung mit seinen rrrievhisch.. katholischen Ordensbrüdern sei, doch wolle er auch gleichzeitig die Gelegenheit benützen, um die gesamte Christenheit zu Wallfahrten nach dem Heiligen Land anzmegen. Fünfzig Millionen Menschen pilgern jährlich nach Lour. des und nur ein ganz geringer Teil dieser Massen gelangt nach Israel. „Ich wüll anregen, dass die Brautpaare nach Kanaan kommen, um dort zu heiraten, oder wenigstens die Flitterwochen im Heiligen Land zu verbringen und dort die heilige Kommu. nion zu empfangen“, erklärte der Erzbischof. (ITA) Paul VI. und die Juden Rom. — Das Pressebüro des offiziellen „Osservatore Romano“ veröffentlichte einen Ueberblick über das erste Pontifikatsjahr des Papstes Paul VI. und wies in ei. ner Zusammenfassung der Bestrebungen und positiven Ergebnisse dieses Jahres zur Anbahnung „dauernder Beziehungen“ der katholischen Kirche mit der übrigen Welt darauf hin, dass Papst Paul die Vertreter zweier wichtiger jüdischer Organisationen empfangen habe. Die erste Audienz wurde dem United Jewish Appeal und die zweite dem American Jewish Committee erteilt. Diese Unterredung wurde als „neuer bedeutungsvoller Schritt in der Annäherung zwischen Katholiken und Juden“ bezeichnet. (ITA) Toni Sender New- York. — In Nordamerika verstarb eine Vorkämpferin gegen den Nazismus: Toni Sender, die im Reichstag, dem sie 1933 angehörte, so mutige Reden hielt, dass sie nur mit Mühe den Verfolgerungen der Gestapo ent. gehen und aus Deutschland flüchten konnte. Toni Sender, die einer alten deutschen Mittelstandsfamilie entstammte, kam 1935 nach den USA und organisierte dort eine Antinazikampagne und eine Organisation für Flüchtlingshilfe. Nachdem sie für die UNRRA gearbeitet hatte, trat sie der Föderation Freier Syndikate bei und repräsentierte diese antikommunistische, 55 Millionen Mitglieder umfassende Arbeiterorganisation im wirtschaftlichen und sozialen Rat der UN. (ITA) Tel Aviv. — Hier verstarb unerwartet Meir Grossman, der bekannt« Journalist und zionistische Vorkämpfer. Er war im Jahre 1934 aus Russt land nach Israel gekommen | und wurde dort Leiter der , Wirtschaftsabteilung der Jewi ish Agency. Gemeinsam mit Jakob Landau gründete er ■ das Jüdische Korrespondenz, büro in London und war Mit- 1 Organisator der Jüdischen; Telegrafen-Agentur ITA. Ausserdem gehörte er dem Prä. ' sidium des Zionistischen Aktionscomites an und war Präsident der Weltzentrale der Revisionistischen Zionisti-; sehen Organisation. (ITA) Bormann , Guatemala. — Entgegen , anderslautenden Gerüchten erklärte die Polizei von Gua- ■ temala, dass Martin Bor. mann sich nicht im Lande : befindet. Auch die Anwesenheit eines israelischen Spe- . zialkommandos unter Lei. I tung Joseph Steiners, die : Bormann auf der Spur sein I soll, bestritt die Polizei von Guatemala energisch. (ITA)» Argentinien in Israel | Tel Aviv. — Auf der inter- nationalen Mustermesse wur. 1 de der „Tag Argentiniens“ gefeiert. In dem argentinischen | Pavillon, wo 25 Fürmen aus- : gestellt haben und eine gro- I sse Landkarte die naiirli. chen Reichtiimer dieses Lan. [ des aufzeigt, hatten sich der j Finanzminister Israels, Sapir, der Intendent Mordechai Na. mir, der argentinische Botschafter Luis F. Castells, und der gewiesene argentinische Handelsminister Juan Mar. tin eingefunden. In der anschliessenden Pressekonferenz erklärte Martin, dass Argentinien im Jahre 1963 für dreienhalb Millionen Dollar nach Israel exportiert ha. be, während die Einfuhr aus Israel nur knapp 200.000 Dollar betrug und zwar waren es vorwiegend Düngemittel, die man aus Israel importierte. Er war sich mit Sapir darin einig, dass ein regerer Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern geschaffen werden müsse. Sapir äu. sserte sioh auch lobend über die Arbeit der argentinischisraelischen Handelskammer, die 41 Delegierte entsandt hatte. (ITA) Arabischer Jordanplan | Jerusalem. — Walter Lowj dermilk, der angesehene Faeh-! mann für Bewusserungsplüne,i' erklärte, dass der Plan der Araber, das Wasser des Jordans abzuleiten. 200 Millio. nen Dollar kosten müsste. Nach Ansicht dieses Wissenschaftlers täten die Araber besser daran, ihre Mittel für die Verbesserung ihres Bodens zu verwendet, statt Projekte durchzuführen, die nie. mandem zugute kämen. — Bei Ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COSJLICH PASAJES Y TURISMO SRL Avda. Cordoba 379 32-84C1-65 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschliige für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779

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